Mensch Sein und Spiritualität

Der Mutmacher des Monats Juni 19 – Grenzen setzen

collage-mutmacher-juni-19-grenzen-setzen-backgoundDer Mutmacher des Monats Juni 2019 – Grenzen setzen

„Grenzen setzen ist Ausdruck Deiner Liebe zu Dir selbst. Grenzen achten ist Ausdruck Deiner Liebe zu anderen.“ Elke Bischofs

Eine Wohnungstür stellt eine eindeutige Grenze dar. Es kommt nur hindurch, wen der Wohnungsinhaber seine Türe, die Grenze zu seinem privaten Bereich, passieren lässt. Selbst Staatsorgane wie z. B. die Polizei, müssen diese Grenze akzeptieren und dürfen eine Wohnung nur mit entsprechendem Durchsuchungsbeschluss betreten.

Wenn nun aber jemand einen Schlüssel von jener Wohnung hat – darf er dann einfach damit jederzeit hinein, obwohl er selbst dort gar nicht wohnt? Ich sage, Nein! Denn das hieße, die Grenze eines anderen zu mißachten. Das mindeste ist, sich mit einem Klingeln anzukündigen, bevor man eine andere Wohnung als die eigene mit einem Schlüssel betritt.

Denn der Bewohner könnte erschrecken, wenn plötzlich jemand in der Wohnung steht, auch wenn derjenige vielleicht ein Freund oder sogar ein Verwandter sein mag. Oder er tanzt vielleicht gerade nackt durch die Wohnung – glaubt man sich nämlich unbeobachtet und ungestört, tut man so manches Verrückte, das einem peinlich wäre, wenn es jemand sehen würde.

Jeder Mensch hat sein Recht auf Grenzen!

Auf die sichtbaren Grenzen, wie z.B. eine Wohnungstüre, und auf die unsichtbaren Grenzen, wie z.B. zwischenmenschlicher Respekt. Es ist wichtig, diese Grenzen zu achten und genauso wichtig ist es, eigene Grenzen zu verteidigen. Damit ist nicht gemeint, wegen jeder Kleinigkeit gleich einen riesigen Aufstand zu machen – wenn Sie jemand in der Stadt z. B. anrempelt. Kleine Grenzüberschreitungen dürfen wir gerne dulden und unsere Toleranzgrenze erweitern.

Doch oft genug passiert es, dass uns nahe stehende Menschen sich ungefragt in unsere Angelegenheiten einmischen, die sie wirklich nichts angehen bzw. sich um Dinge kümmern, die gar nicht in ihrer Verantwortung liegen – und das vielleicht sogar noch unter dem Deckmantel der Liebe. Oder wir werden von ihnen mit Ratschlägen zwangsbeglückt, obwohl wir sie gar nicht um Rat gefragt haben … Rat-Schläge sind übrigens auch Schläge, denn Worte können ungemein verletzend sein, auch wenn sie im Mantel des Wohlmeinens daher kommen.

Solche Grenzüberschreitungen haben jedoch nicht das Geringste mit Liebe zu tun,

die niemals übergriffig, sondern stets von Achtsamkeit getragen ist. Solche Menschen sind oft nur nicht bereit, ihren eigenen Problemen zu begegnen und missbrauchen uns lediglich als Ablenkungsfeld, weil das nun einmal so viel einfacher und bequemer ist, als das eigene Leben zu betrachten und die eigenen Angelegenheiten zu regeln:

„Was ziehst Du den Splitter aus Deines Nächsten Auge, und siehst doch den
Balken in Deinem eigenen Auge nicht!“

– so steht es schon in der Bibel. Es ist nicht nur unser Recht, sondern im Sinne der Liebe zu uns selbst sogar unsere Pflicht, derartige Grenzverletzungen nicht unentwegt als gegeben hinzunehmen, sondern unsere Grenzen zu wahren und solchem Treiben mit klaren Worten Einhalt zu gebieten.

Andere dürfen ruhig wissen, wo Ihre persönlichen Grenzen verlaufen und dass Sie sich nicht alles gefallen lassen, denn das stärkt die eigene Persönlichkeit und bewahrt uns davor, ausgenutzt, bevormundet oder emotional unter Druck gesetzt zu werden.

Lassen Sie sich nicht alles gefallen! Machen Sie sich selbst klar, wo Ihre persönlichen Grenzen verlaufen, was Ihnen wichtig ist und wo Ihre Toleranzschwelle verläuft. Und dann scheuen Sie sich nicht, Ihre persönlichen Grenzen auch Familie und Freunden gegenüber zu wahren!

01.06.2019
Antje Nagula
www.AbwUnMusic.de
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Antje Nagula
Studierte Gesang und Darstellende Kunst mit Diplom und ist Produzentin eigener, spiritueller Musik in ihrem Label „AbwUnMusic“. Sie ist international zertifizierte Nada Yoga Lehrerin, seit 15 Jahren Tontherapeutin nach Sri Vemu Mukunda und Mitglied der „Gesellschaft für Sonologie nach dem Nada Brahma System e.V.“. Im Rahmen der „Nada Yoga Academy“ erforscht sie das Wissen um die Eigentönigkeit des Menschen. Für ihre Arbeit wurde sie 2014 mit dem „Mind Award“, einem Preis für Bildung und Neues Bewusstsein ausgezeichnet. Sie führt selbst Grundtonbestimmungen durch und gibt ihr Wissen im Rahmen von Seminaren und Einzelsitzungen zum Thema „Nada Yoga“ weiter.
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