Der Weg zurück ins Leben

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Sport-Sportarten-gesund-leben-joggingDer Weg zurück ins Leben: Wie Sport auf vielen Ebenen helfen kann

Spiritualität und Sport – passt das denn eigentlich zusammen? Ich erlebe, dass bei vielen spirituellen Menschen das Körperthema vernachlässigt wird. Es scheint vielleicht zu profan, die Füße bewusst auf den Boden zu setzen, wo man doch mit dem Kopf in den Wolken stecken kann. Teilweise lässt sich eine regelrechte Körperfeindlichkeit feststellen. Doch das ist nicht gut, denn unsere Seele wohnt nun einmal in diesem Wunderwerk aus Fleisch und Blut. Sie hat, während sie auf Erden wandelt, auch gar keine andere Möglichkeit, um sich auszudrücken.

Die Seele drückt sich über den Körper aus

Aus diesem Grund sind Krankheiten häufig ein Ausdruck seelischer Befindlichkeiten. Die Seele wirkt auf den Körper – und der Körper wirkt auf die Seele zurück. Wir „haben schwere Lasten auf den Schultern“, etwas „liegt uns im Magen“ oder geht uns „auf die Nerven“. Die Sprache zeigt uns deutlich, dass Körper, Geist und Seele eigentlich eine Einheit sind.
Aus diesem Grund wirkt Sport, also die moderate oder auch herausfordernde, regelmäßige Bewegung, auch auf die Seele und den Geist.

Wie Sport wirkt

Nicht nur Essen und Trinken hält „Leib und Seele zusammen“, auch Sport verbindet Geist und Körper miteinander. Wer sich körperlich betätigt, spürt sich selbst bewusst. Die Seele lernt wieder, den Körper ganz in Besitz zu nehmen, alle seine Winkel auszufüllen und von den Zehenspitzen bis zum Scheitel im Irdischen zu sein. Sport kann helfen!

Sport und die Elemente

Wenn wir uns bewegen, kommen wir mit allen Elementen in Kontakt. Die Erde, aus der unser Körper geformt ist, das Feuer, das unser Blut erhitzt, das Wasser, das in Form von Schweiß für Abkühlung sorgt und natürlich die Luft, die unsere Lungen durchströmt und endlich den lang ersehnten Sauerstoff zu allen Körperzellen transportiert, die erleichtert aufatmen, sich schütteln und beginnen, sich von altem Ballast zu befreien.

Bewegungsdrang ist angeboren

Jeder Mensch hat einen angeborenen Bewegungsdrang. Diesen zu verleugnen, kann uns krank machen! Schon unsere Vorfahren mussten immer in Bewegung sein, um Feinden zu entkommen oder Nahrung zu finden. Unser Körper ist nicht dafür gemacht, an Schreibtischen zu sitzen, mit Fahrstühlen oder U-Bahnen zu fahren und zur Untätigkeit verdammt zu sein.

Habt ihr es schon einmal erlebt? Nach dem Sport ist der Heißhunger auf Süßes plötzlich verschwunden. Das Gehirn schüttet Glückshormone aus, das dadurch die Ersatzbefriedigung „Zucker“ nicht mehr braucht.

Spiritualität und Sport – schon in der Antike ein Team

Jeder kennt die Olympischen Spiele, doch kaum jemand weiß, dass sie zu Beginn in Griechenland einen wichtigen spirituellen Hintergrund hatten. Der „Olymp“ war die Heimat der Götter und die Spiele wurden zur Ehren von Zeus, Poseidon, Hera, Demeter, Apollon, Artemis, Athene, Ares, Aphrodite, Hermes, Hephaistos und Hestia (die Zwölfgötter, griechisch Δωδεκάθεοι Dodekatheoi) durchgeführt. Sie hatten kulturell und politisch große Bedeutung und verbanden Sport und Kultur, Weihehandlung und Wettstreit. Mit der Zeit rückte die sportliche Komponente immer mehr in den Vordergrund, bis sie 394 n. Chr. schließlich durch den christlichen Kaiser Theodosius als heidnischer Kult gebrandmarkt und offiziell verboten wurden. Erst nach 1500 Jahren kam es zu einer Neuauflage der Spiele.
Damals wurden durch den Sport die Götter geehrt – heute ehrt man sich selbst und den eigenen Körper, den Tempel und Wohnort der Seele, wenn man sich sportlich betätigt.

Eine Erfolgsgeschichte gegen den Krebs

Kürzlich las ich in einem Forum den Erfahrungsbericht einer jungen Frau. Sie hatte Krebs, unterzog sich einer Chemotherapie und war einige Monate später krebsfrei. Das war im November. Im Februar war der Krebs wieder da. Die Ärzte rieten ihr erneut zu einer Chemotherapie, und zwar zu einer sehr aggressiven Variante. Doch diesmal tat sie etwas, was sie beim letzten Mal versäumt hatte: Sie änderte ihre Lebensweise. Der Weckruf war angekommen!

Sie unterließ alles, was schädlich war, begann sich vegetarisch und gesund zu ernähren und begann wieder mit ihren sportlichen Betätigungen. Bis heute (fünf Jahre später) kam der Krebs nicht wieder. Welchen Anteil der Sport an dieser Erfolgsgeschichte hat? Das kann niemand genau sagen. Und doch nehmen wir an, dass es ein wesentlicher Faktor war.

Bei welchen Krankheiten kann Sport helfen?

Bei der Überwindung von Suchterkrankungen kann Sport eine positive Wirkung haben. Darum spielt Bewegung in der renommierten Betty Ford Klinik auch eine große Rolle. Sport hilft dabei, Übergewicht zu bekämpfen. Starke Bauchmuskeln helfen, den Rücken zu stärken, der so weitaus seltener mit den Bandscheiben zu kämpfen hat. Die Muskeln, die bei sportlicher Betätigung gestärkt werden, stützen das ganze Skelett. Wer sich draußen bewegt, versorgt seinen Körper gleichzeitig mit Vitamin D. Sport ist ein Allheilmittel und wirkt gegen die meisten Krankheiten, die unser hochzivilisiertes Leben mit sich bringt. Dieses Leben ist zwar modern und bequem, doch es schneidet uns von unserer Ursprünglichkeit ab.

Welche Sportarten sind zu empfehlen?

Wenn man an Sport denkt, kommen einem gleich Hochleistung, Schwitzen und Schmerzen in den Sinn, doch das muss natürlich nicht sein. Es genügt schon, sich zu Beginn regelmäßig zu einem Spaziergang zu motivieren. Gehen erdet ungemein und wenn der Weg durch einen Wald führt, kann man es ganz modern „Waldbaden“ nennen. Wenn man die Frequenz erhöhen will, geht man zügig und beginnt vielleicht zu walken. Zweieinhalb Stunden pro Woche sehr zügiges Gehen genügen, um den Körper fit zu halten und die Gewichtsabnahme zu unterstützen – wenn man das möchte.

Wer es etwas spiritueller mag, der macht Yoga. Das sieht sehr leicht aus, doch wie herausfordernd es eigentlich ist, kann jeder in der Praxis selbst erfahren. Eine Alternative zu Yoga ist Pilates, das von einem Deutschen erfunden und in die USA gebracht wurde. Die moderaten Übungen kann man leicht zu Hause durchführen, denn es gibt viele Onlineprogramme. Immer geht es dabei um das Atmen und Dehnen. Dadurch wird Sauerstoff in jeden Winkel des Körpers gebracht.

Thai Chi kann unter Anleitung von jedem gemacht werden, selbst wenn die Person körperlich eingeschränkt ist. Die Übungen bringen den Energiefluss im Körper in Schwung, lösen Blockaden und bringen den Menschen ins Gleichgewicht.

Was der richtige Sport für den Einzelnen ist, kann er nur selbst herausfinden.

Doch das Motto ist klar: Kommt in Bewegung!
Benutzt euren Körper, um am Leben teilzuhaben und genießt ihn, so gut es geht.

28.07.2019
Spirit Online

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