Die Komplexität von Ursache und Wirkung

Meditation_1a_A_Sommer_2010 Grundsätzlich ist die Urangst nicht bedrohlich, sie ist lediglich ein auf der Welt existierendes festes Energieelement. Durch das fremde Gefühl, was in der Wesenheit des Neugeborenen ausgelöst wurde, wird dieses Element zur gefühlten Bedrohung, weil das Neugeborene noch keinen Boden unter den Füßen hat.

Es fühlt sich noch intensiv mit der geistigen Welt verbunden, und – wie wir auch bei einem Tier zuvor gesehen haben – ist es wichtig, sich auf angemessene Weise zu erden, indem eine notwendige Abnabelung, ein gelungener Wechsel von der einen hin zur anderen Dimension gelingt. Denn bei Ankunft hier ist ab sofort ein Erdenwesen darauf angewiesen zu lernen, wie man mit all dem Neuen umgeht.

Wie ich zuvor schon sagte, die menschlichen Wesen lernen von Unwissenden. Die Urangst belastet uns am Anfang meist so sehr, weil direkt bei der Geburt keine unmittelbare energetische Erdung stattfindet. Denn viele Neugeborene werden in der Regel nicht in erfahrener Weisheit, Kenntnis um die Erdung in das neue Leben hineingeführt. Das ist einer der Gründe, warum es auch soviel Leid auf dieser Welt gibt.

Ein Neuankömmling hat es ohne angemessene, sofortige Erdung schwerer, sich dann im Laufe seines Lebens zurechtzufinden. Er kann sich insgesamt mehr oder weniger gut hier einfinden. Es hängt von diversen Faktoren ab, wie wir auf bestimmte Bedingungen hier reagieren.

Ich glaube, es gibt sehr wenige, die wissen, wie man von Anfang an mit den Erdenenergien umgeht. Ich glaube, es ist eine kleine Minderheit, die richtig geerdet und weise geführt auf dieser Welt ankommen kann. Vielleicht gibt es sie bei einigen Naturvölkern und unter wenigen weisen Menschen – es ist aber eher eine Ausnahme.

Auf jeden Fall hat der Mensch die Aufgabe, sich durch die Bedingungen auf dieser Welt zu optimieren, und er sollte seinen Seelenplan erkennen und sich im Laufe des Lebens mit seinem Ursprung rückverbinden. Wir wussten vorher von verschiedenen Stufen von Bewusstheit.

Wir sollten uns vorübergehend jedoch von diesem Wissen verabschieden, in dem Moment, wo wir beschlossen, diesen Weg zu gehen. Kommen wir auf die Erde, haben wir uns entschieden, auf diese Weise weiterzugehen, unsere Bewusstheitsstufe durch ein Erdendasein zu erhöhen, unseren Geist zu erweitern und das unendliche Licht unseres Seelenkerns heller scheinen zu lassen als zuvor, damit wir, wenn wir unseren Körper und unsere irdische Psyche hier zurücklassen, wir aufsteigen können zu vor unserer Erdenexistenz unerreichbaren Dimensionen von Licht. Das ist es, was wir „den Sinn des Lebens“ nennen können.

Es gehört zusammen: Um sich durch die Stationen des Lernens und Erfahrungen wie oben erwähnt rückverbinden zu können, muss erst mal eine Loslösung durch die Erdung direkt bei der Geburt erfolgen. Das mag sich wie ein Widerspruch anfühlen. Aber bei dem Meerschweinchen haben wir den lebenden Beweis, dass ein angemessenes Erdendasein nur durch vorherige Loslösung vom Ursprung/Erdung gelingt.

Und so erkennen wir auch dies: Der Erdbewohner soll den weisen Umgang mit der Urangst lernen und sich mithilfe der Polaritäten hier zurechtfinden. Aus einer gesunden, notwendigen Distanz heraus (die nach erfolgreicher Erdung entstanden ist) haben wir die Möglichkeit, zur universellen Einheit zu finden. Die Licht- und Schattenenergien sind hilfreiche Wegweiser, um die entsprechenden Herausforderungen zu meistern. Wir können die Polarität überwinden, indem wir sie vereinen und wir können nach unserem Erdenleben wieder frei von allen Schatten in die Einheit zurückkehren, wenn wir sie erkannt und transformiert haben, um heller als zuvor zu leuchten (was das auch bekannte Wort „Erleuchtung“ bedeutet).

Wenn wir diese Aufgabe auf Erden gemeistert haben, sind wir als gereiftes und weiterentwickeltes weises Wesen in unseren Ursprung zurückgekehrt. Wir haben Wertvolles von der Erde mitgebracht, was von großem unvergänglichem Wert ist, wir haben eine große Aufgabe erfüllt, weil wir unseren eigenen Seelenplan erfüllt haben. Es ist so, dass ohne diese Urangst als Gegenpol zur universellen Liebe, die es hier auf der Erde auch unbegrenzt gibt, wenn wir uns ihr öffnen, wir unseren Seelenplan nicht erkennen und nicht erfüllen könnte.

Angst ist deshalb das Schatten-Grundelement, weil es die Urangst als Urinstinkt gibt.

Sie ist das einzige, was wirklich einen Urgrund darstellt, dem nicht ein Ereignis vorausging, was sie erschaffen hat. Sie ist eine feste Energie, die es von Anbeginn der materiellen Welt gab.

Die ausgewogene Balance zwischen Licht und Schatten entstand mit der materiellen Welt. Deshalb sind es Grundelemente. Selbst das erste Lebewesen auf dieser Welt war damit konfrontiert – als Schutz, als Wegweiser als eine notwendige Energieform innerhalb der Polarität der materiellen Welt. Angst ist der einzige Schatten, den es als Grundelement gibt. Und Liebe ist das Licht-Grundelement. Kein Lebewesen kann ohne sie auf dieser Welt existieren.

Es hat mal ein Experiment vor langer Zeit gegeben, ob Neugeborene ohne Zuneigung und Liebe überleben würden, indem sie nur zu essen und zu trinken bekamen. Sie sind nach kurzer Zeit gestorben. Liebe und Angst sind also die Fundamente des irdischen Daseins. Alle anderen Licht- und Schattenformen sind aus ihnen hervorgegangen. Vor langer Zeit ist es dem menschlichen Wesen gelungen, das ursprüngliche, gesunde Gleichgewicht von Liebe und Angst, bzw. Licht und Schatten zu verschieben.

Es könnte der Zeitpunkt gewesen sein, wo das Wissen um die Notwendigkeit einer Erdung für neuankommende Wesenheiten auch verschüttet wurde. Es war der Mensch, der eine Ereigniskette hat entstehen lassen, indem er entdeckte, dass er einige Elemente besser findet als andere, d.h. er begann zu urteilen und zu bewerten. Er wollte Licht haben und weniger Schatten, er bekämpfte alles, was seiner Meinung nach weniger erstrebenswert war. Und das ist das Zauberwort. ERSTREBENSWERT. Er glaubte, es ist es WERT nach etwas zu STREBEN. Und Streben bedeutet kämpfen, das Gegenteil von sein lassen. Wenn die Menschheit hätte das Streben, Wollen, Urteilen und Kämpfen sein lassen, dann wären Licht und Schatten heute noch miteinander in Harmonie.

strand_weg_2_hsc Der Mensch hat irgendwann mal die Angst als natürlichen Instinkt, wodurch er dann auf natürliche Art entweder gekämpft hat oder geflüchtet ist, mit einer unnatürlichen Weise verwechselt, er dachte, wenn er gegen ein wildes Tier kämpfen oder vor es flüchten kann, dann kann er auch vor sich selbst flüchten oder Gefühle oder Schmerz bekämpfen oder davor weglaufen.

Ein Kämpfen und Flüchten dort, wo es nicht mehr natürlich war, hat dann aus dem hieraus entstandenen Licht- und Schatten Ungleichgewicht ein Energiechaos entstehen lassen. Es sind vor allem die vielen Gesichter der Angst entstanden aus menschlicher Verdrängung und plötzlich gab es nicht nur angemessene Ursache und Wirkung, sondern es entstanden Kettenreaktionen und Energien, die sich eigendynamisch vergrößerten. Und nun waren fast alle Energien Ursache und Wirkung zugleich.

Angst als Urinstinkt zum Schutz vor natürlichen Bedrohungen löst keine weiteren Ängste aus, sie vergrößert sich nicht, wenn nicht der Mensch wie oben dazu beiträgt. Es handelt sich hier einmal um das mangelnde Wissen in Bezug auf den richtigen Umgang mit Urangst und des weiteren um eine Anhäufung von mehr Unwissenheit. Eine Urangst, mit der nicht angemessen umgegangen wird, schafft eine Angstvergrößerung, bzw. hinzukommende Ängste.

Die ausgelösten Ängste sind Symptom bzw. Auswirkung der ursprünglichen Angst. Als das Licht- und Schattenverhältnis aus dem Gleichgewicht geriet, ist es im Kleinen angefangen. Da der Mensch aber diese Lebensweise beibehalten hat, wurde dieses Ungleichgewicht größer. Angst löste im Laufe der Zeit mehr Ängste aus. Die Urangst hat ihren gesunden Anteil in der Welt überschritten. Es ist eine Kettenreaktion entstanden.

Aus Ursachen entstehen Wirkungen bzw. Symptome, aus Symptomen entstehen neue Ursachen. Ein Symptom hat dann Ursachencharakter angenommen, wenn aus ihm weitere Symptome entstehen. Krankheitssymptome können weitere Krankheitssymptome folgen lassen und haben dann auch Ursachencharakter. Wenn es also heißt, Ursachenforschung ist wichtig, weil das Symptom verschwindet, wenn die Ursache erlöst wurde, dann ist es wichtig, die Komplexität von Ursache und Wirkung zu verstehen. Wenn es sich um eine komplexe Verkettung von Ursachen und Wirkungen handelt, bzw. von Energien, die Ursache und Wirkung gleichermaßen sind, entstehen Energieknoten.

Letztendlich kann man sagen, dass Energieknoten aus der Fehlinterpretation/falschem Umgang mit der Urangst entstehen, weil hier mehr Ängste freigesetzt werden, die sich dann ineinander verfangen und ein Eigenleben entwickeln.

Weil alles eins ist, alles mit- und untereinander in Resonanz steht, haben diese Wechselwirkungen auch die Tierwelt, die Pflanzenwelt und den gesamten Planeten in ein Ungleichgewicht gebracht, hier schließen sich universelle Gesetzmäßigkeiten zusammen, verstärken sich gegenseitig. Die Einheit des Universums, die sich auf unserem Planeten widerspiegelt ist allumfassend fühlbar, im Licht- wie auch im Schattenbereich.

(c) Karin Aveon

      Autor

      12. Februar 2013

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1 Kommentar

  1. Am 16. August 2012 um 10:47 schrieb Bernhard A. Grimm · Hochschulen Bamberg/Koblenz, Universität München

    Ich mag nicht kontrovers diskutieren, sondern die vorgetragene Meinung stehen lassen, tue mich allerdings schwer mit der Ur.angst als einem Ur.instikt – ich will diese Menschenbild um einen weiteren Aspekt komplettieren, und zwar um den des

    UR.VERTRAUENs

    Im Allgemeinen und aus tiefenpsychologischer Sicht ist mit Ur.vertrauen eine stabile un.erschütterliche Vertrauens.haltung, eine fest.gefügte Vertrauens.stimmung des menschlichen Individuums zu sich und seiner Welt, zum eigenen Ich und zu seiner Lebens.atmosphäre gemeint. Die Psychoanalyse reduziert diese psychische Grundqualität vor allem auf eine stabile Mutter.Kind.Beziehung. Nun ist sicherlich das Erwecken eines gefestigten Ur.vertrauens das Ziel jeder liebe.vollen erzieherischen Begleitung. Doch scheint mir das Kultivieren einer Ur.geborgenheit lediglich die Fortsetzung des schon immer metaphysisch im Menschen angelegten Vertrauens.verhältnisses zu sich und seiner Welt zu sein – es gibt aus meiner Sicht eben einen weiteren, Körper, Geist und Psyche umfassenden Sinn im Ur.vertrauen:

    Es ist die Stimmung, in der sich unsere TEILHAFTIGKEIT AM UN.BEDINGTEN (am Geistigen, am Göttlichen, an der Transzendenz) austrägt, das heißt: die Stimmung, in der sich dieses Un.bedingte un.verstellt, ge.wusst oder auch nicht gewusst, im Alltag des Einzelnen leben kann. Wir erfahren also unseren gleichsam SAKRALEN ANTEIL – auch wenn er nicht immer Sprache wird – stimmungsmäßig als Ur.vertrauen, womit eigentlich der Rahmen gesprengt ist, der das Ur.vertrauen nur einer biographischen Konstellation zuschreibt. Die nur auf das Kindheits.erlebnis bezogene Definition von Ur.vertrauen, wie es der psychoanalytische Begriff darlegt, bleibt letztlich negativ und bietet kaum Hoffnung an.

    Daher meine Meinung:

    Der Mensch IST primär Ur.vertrauen (als GEIST.iges, „göttliches“ Wesen, vgl. „Namasté“: Das Göttliche in mir grüßt und segnet das Göttliche in Dir!) Der Mensch HAT solcherart Ur.vertrauen nicht (bloß) oder erwirbt es nicht erst sekundär. Wenn der Mensch geboren wird, also hineingestellt wird in die Form seiner individuellen Geschichte, so ist er in den ersten Lebensjahren zwar noch zu hilflos, als dass er das Ur.vertrauen, das er mitbrachte, schadlos durchretten könnte, wenn ihm dabei nicht gewaltig geholfen wird. So übernehmen die Mutter und eine emotional stabile und liebe.volle Umwelt, eine Umwelt also, die selbst fähig ist, das eigene Ur.vertrauen zu leben, nur die Abschirmung dieses Kindes gegen die Gefahren der „ersten“ Wirklichkeit (= das biographische Sein des Menschen, m.a.W.: die Bedingtheit des menschlichen Ichs, das sich innerhalb seiner drei Abhängigkeiten von Zeit und Raum und individueller Biographie befindet). Nicht also die gute Mutter.Kind.Beziehung produziert das Ur.vertrauen (wie auch schulische Praxis nicht GEIST hervorbringt!), sondern sie schützt nur das schon immer Vorhandene so lange, bis dieses selbst fähig ist, trotz bedrohlicher Geschehnisse im Alltag un.erschütterlich zu sein. Dieser Aspekt in der Betrachtung der menschlichen Psyche gibt auch eine vorläufige Antwort darauf, aus welchen Gründen die Lebens.angst vieler Menschen zunimmt: Mangelndes Ur.vertrauen führt zu Geborgenheits.verlust und erzeugt elementare Störungen in der Grund.stimmung des menschlichen Seins.

    Vermutlich darf man an eine „menschliche Prä.existenz“ glauben als einer Ur.Heimat – und an diesem geistig.seelischen „Ort“ ruht jene Ur.Harmonie, nach der sich der Mensch immer wieder sehnt und in die er bei der zweiten Geburt, seinem individuellen Sterben, zurückkehrt – hinein in eine rein GEIST.ige Dimension, aus der er ur.sprünglich kommt …
    Antwort · Gefällt mir · Beitrag folgen · 16. August 2012 um 10:47

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