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Die Kunst wahrer Zufriedenheit: Über den Zustand des Glücklichsein

wahre Zufriedenheit-frau-baumstamm-womanDie Kunst wahrer Zufriedenheit
Über das Glücklichsein

Wahre Zufriedenheit ist; Glücklichsein. Es ist ein Zustand absoluten Einverständnisses mit allem was Ist. Ein Zustand des in-Frieden-mit-sich-selbst-Seins. Mit sich selbst und allem was Ist. Es läßt sich als eine Entscheidung, ohne Weg, oder mit Weg, als ein Prozess erreichen.
Wer glücklich sein will, wer Zufriedenheit anstrebt, der tut gut daran, zuerst das anzuschauen, was ihm am Hier und Jetzt nicht gefällt und auch, wie das zustande gekommen ist.

Zuerst gilt es also mit alledem in Frieden zu kommen, womit man nicht einverstanden ist. Hier befindet sich das Feld der Hoffnung. Hoffnung ist aber ein Zustand von Unsicherheit. Dieser weicht allerdings dann, wenn man für sich annehmen kann, dass das Universum immer für einen arbeitet. Dies wandelt Hoffnung in Zuversicht. Diese kann zu Gewissheit werden wenn Glaube zu Überzeugung wird. Denn ‚glauben’ und ‚hoffen’ ist noch nicht Wissen.

Wenn Glaube zu Gewissheit geworden ist, dann setzt Tatendrang ein.

Kein religiöser Fanatismus oder wilder Aktionismus, sondern ein beständiger Drang das zu tun, was man im tiefsten Innern seines Seins fühlt. Da drin ist keine Gewalt, kein Verletzen sondern nur Liebe, welche sich nach Ausdruck sehnt. Dies wird, kann und soll meinem Erachten nach auch Ausdruck finden.

Das ist so etwas wie der generelle Sinn des Lebens. Die Liebe thront immer und über allem. Dies in Frage zu stellen bewirkt immer Angst und Misstrauen gegenüber allem was man nicht versteht. Aber wer versteht schon das Universum? Liebe ist so lange eine Annahme, bis sie – durch eigene Erfahrung – zur Gewissheit wird.

Der Schlüssel zur unmittelbaren Zufriedenheit heißt: Dankbarkeit.

Sie ist das Fundament. Wer zuwartet, bis er hat was er will um glücklich zu sein wird womöglich fröhlich sein, aber niemals in tiefster Zufriedenheit. Verschwindet was man hat, dann verschwindet auch dieses vermeintliche Glück. Zuerst ist da immer eine Sehnsucht. Manche nennen es Neugierde. Die Sehnsucht nach Leben und nach Liebe.

Zuerst danach, Liebe zu bekommen und dann, wenn sich Dankbarkeit entfaltet, Liebe zu geben. Man beginnt also damit, Liebe haben zu wollen und später dann, die eigene zu teilen, bedingungslos. So ist es auch mit Glück, Hoffnung und allem anderen. Zuerst ist meist das Nehmen im Vordergrund, danach das Geben. (Die Ausnahme bestätigt die Regel.) Und in der Regel sind es jene, welche sich schon reich mit Liebe beschenkt fühlen, welche ihre eigenen Liebe großzügig verschenken.

Wer sich nicht geliebt fühlt, der hat keine Liebe zum teilen und wer sich darüber beschwert, dass er zuwenig Liebe empfängt, der besitzt sie noch nicht und hat somit nichts davon zum teilen. Solche Menschen teilen ihre Beschwerden und glauben oft, dass Liebe eingefordert werden könne. Aber das geht leider nicht. Wir haben kein Recht darauf, geliebt zu werden sondern nur jenes, zu lieben.

Wahre Zufriedenheit ist nachhaltiges Glücklichsein unabhängig davon, was man hat oder bekommt.

Wahre Zufriedenheit und wahres Glück basiert nicht auf Haben, sondern auf Sein.
Es geht nicht darum, sich mit wenig zufrieden zu geben! Sich zufrieden zu geben ist Resignation und zu glauben, dass man mit wenig glücklich ist, nur weil wir zu mehr nicht fähig sind, ist bloße Schönmalerei. Tauche ein und gönne Dir alles, wovon Du träumst!

Natürlich braucht es nichts dazu, glücklich und zufrieden zu sein, aber zum teilen ist dann mehr vorhanden und genau das liebt ein glücklicher Mensch. Teilen, nicht weil man etwas will sondern, weil man etwas hat!
Ausdauer zu haben ist nicht nötig. Ausdauer benötigt nur jener, welcher etwas haben will. Geben ist immer ein Ding des Augenblicks und so ist es auch das Glück. Hast Du dieses im Augenblick, dann dauert es bereits an.

Was aber manchmal notwendig ist, ist: Geduld.

Warum? Weil es oft Geduld braucht, bis die anderen Deine Liebe auch annehmen können. Aber dem wahrhaft glücklichen Geber geht es nicht darum, dass die anderen seine Geschenke annehmen sondern, dass er schenken darf, Punkt. Geben macht Freude, Geben macht glücklich und glückliche Menschen verfügen über viel Humor. Warum? Weil Geben immer Spaß macht und immer schön ist, Punkt.

Aber zu glauben, man könne dies einfach tun und dann werde man glücklich, ist ein Irrtum sondergleichen! Diese Dinge sind entweder schon vorher da oder, sie werden nie in ihrer beständigen Form auftauchen. Liebe in irgend einer Art und Weise zu berechnen wird niemals aufgehen. Denn Geben ist genau so bedingungslos wie die Liebe selbst, Punkt.
Und übrigens: Nicht das lauteste Lachen zeugt von wahrer Zufriedenheit, sondern das tiefste, Punkt. Nicht die lauteste Wahrheit ist wahr, sondern die berührendste.

Trotzdem will ich zum Schluss festhalten, dass es auch ohne nichts möglich ist, wahrhaft glücklich zu sein. Aber es ist nicht der einfachste Weg. Wer also lauthals verkündet, mit wie wenig er ja so glücklich ist, der lügt. In Wirklichkeit sind es nur jene, welche viel geben und nicht jene, welche wenig für sich brauchen. Das sind esoterisch-religiöse Ansichten die alle nur eins beabsichtigen: Dass Du Dich mit dem zufrieden gibst, was Du hast.

Das Ziel ist aber erst dann erreicht, wenn Du Dich selbst verschenkst.

Verschenke Dich den Menschen, den Tieren (anstatt sie zu fressen), der Natur, dem Universum, allem. Stelle Dich komplett in den Dienst des Nächsten! Der eine braucht Deine Zuneigung, der andere Dein Lachen, der nächste Nahrung und wieder andere Geld.

Am besten schaust Du, dass Du von allem mehr als genug hast oder Du bist in Deiner Sehnsucht zu helfen begrenzt. Jetzt zu denken, dass man nie genug von allem hat um alle Menschen glücklich zu machen ist kein hilfreicher Gedanke. Er hält Dich im Mangel. Ich denke lieber, dass ich noch mehr von allem brauche um wirklich allen helfen zu können. Nicht bloß mehr Geld oder ein größeres Haus, sondern auch noch mehr Liebe.

Von Liebe hat man nie genug und jedesmal wenn Du sie teilst, vermehrt sie sich.

Das ist die wahre Magie der Liebe und die wahre Magie der Fülle. Äußerer Mangel fusst immer in irgend einer Art und Weise auf innerem Mangel. Ich weiß, das ist unangenehm und man akzeptiert es nicht gerne. Aber es ist so. Daher empfehle ich damit zu beginnen, sich selbst zu lieben. Wem dies gelingt, der wird alles genau richtig machen, automatisch. Frieden in Dir = Frieden in der Welt. Eigentlich ganz einfach, wenn man es versteht.

07.11.2019
Bruno Würtenberger
Bewusstseinsforscher/Schweiz

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