Selbstheilung-Übungen

Die zwei Gesichter des Selbstzweifels

zwei Gesichter-Mohnfeld-Selbstzweifel-maskZwei Gesichter des Selbstzweifels

Immer mal wieder begegnen sie uns, die Selbstzweifel! Vielleicht steht eine Präsentation bei der Arbeit an, vielleicht ein Videodreh für ein Projekt oder aber der Kauf des neuen Outfits oder einfach der Blick in das morgendliche Antlitz im Spiegel…

Bin ich gut genug? Darf ich hier so gerade raus meinen Standpunkt sagen? Mich so präsentieren?

Ich würde ja sooo gerne mich wohler in meiner Haut fühlen!
Freier und selbstbewusster meine Meinung verlauten lassen!
Lockerer und freier in die Kamera lächeln!
Selbstsicherer bei meiner Arbeit auftreten…

Warum fällt uns das zeitweise so schwer?

In solchen Momenten mögen wir uns nicht… die eigene Stimme klingt fremd. Das Lächeln wirkt irgendwie aufgesetzt. Der Gang unsicher… und Fehler an unserem Körper und Aussehen finden wir in solch einem Gemütszustand wie Sand am Meer!

Woher kommt dieser nagende Zweifel an uns selbst?

Eine kleine Reise in die Vergangenheit bringt Licht ins Dunkel. Zumindest leuchtet sie einen Teil des Raums aus.
Babys und kleine Kinder kennen sie noch nicht, die Zweifel an sich selbst. Sie fühlen sich pudelwohl in ihrer Haut, zögern nicht, alles und jeden anzustrahlen oder ihren Unmut kund zu tun. Sie sind die Königinnen und Könige ihrer kleinen Welt.
Und das galt auch für uns.
Galt.
Denn irgendwann schien dieses Gesetz, dass wir genug sind und uns selbst so nah, nicht mehr zu gelten. Irgendwann begannen wir zu glauben, wir müssten unsere Daseinsberechtigung erarbeiten.
Erkämpfen.
Wir müssten jemand anderes sein oder uns zumindest bemühen, jemand anderes zu werden.
Nur wer?
Im Zweifelsfall dünner, schlauer, charmanter, netter, leiser, klüger, fleißiger, artiger… Ein anderes Ich kreieren, wenn doch das eigene irgendwie nicht genug ist.

Meist laufen diese ersten Verformungsversuche unbewusst ab. Wir erkennen: Je ruhiger, lieber, artiger oder auch aggressiver, lauter und unbequemer wir sind, desto mehr Aufmerksamkeit bekommen wir. Desto besser passen wir in die Welt derer, die doch zu wissen scheinen, wie das hier alles läuft.

Wir perfektionieren dieses Bild, das andere sich von uns wünschen. Lassen uns verformen, passen uns an – oft auch noch als Erwachsene. Immer getrieben von einer Sehnsucht, endlich mal ankommen zu können, genug zu sein, im Frieden zu sein, geliebt zu werden, loslassen zu können.
Dabei hatten wir doch alles!

Diese Sehnsucht bleibt. Sie wird zu unserer Antriebsfeder und doch missverstehen wir sie meist. Wir projizieren sie auf äußere Gegebenheiten, auf Partner, Kinder, Jobs, Karriere, Statussymbole… und all das bringt, zumindest vorübergehend, auch ein Stück Befriedigung, Bestätigung, bis, ja, bis es wieder da ist, dieses Gefühl von Unsicherheit. Von Zweifel. Von Hinterfragen.

Hinter-Fragen wir unsere Selbstzweifel?

Fangen wir doch gleich mit ein paar Fragen an! Die zwei Gesichter des Selbstzweifels!

Wir empfinden den Zweifel meist als unangenehm. Als nagend. Fressend. Zermürbend.
Meine Güte, ich will mich doch einfach nur meiner selbst sicher durchs Leben gehen!
Hinterfragen hingegen ist eine sehr positive Eigenschaft. Und Hinterfragen ist tatsächlich auch der Schlüssel zum Heilen der Selbstzweifel!

Die Frage ist doch: Woran zweifeln wir, wenn wir unsere Stimme, unser Auftreten, unsere Art nicht mögen?
Zweifeln wir hier wirklich an unserem wahren Kern und Selbst oder zweifeln wir an der Maske und somit an dem, was wir uns als Verhaltensmuster zulegen mussten?

Und sind die Zweifel, die wir uns selbst gegenüber hegen, überhaupt die eigenen? Kann es sein, dass wir da die Verunsicherung anderer (z.B. unseres sozialen Umfeldes, Eltern, Erziehungsberechtigte usw.) gegen uns selbst leben?
Wenn wir als Kind als „wahres Selbst im Kinderkörper“ nicht gut genug waren, bleibt u.U. das Gefühl, als „wahres Selbst – egal in welchem Alter“ nicht zu genügen. Dass es immer noch ein Extra geben muss, ein Sahnehäubchen auf dem Sahnehäubchen, um endlich sein zu dürfen.

…und die Seele spricht

Was wäre, wenn es noch eine weitere Form dessen gibt, was wir Selbstzweifel nennen? Was wäre, wenn in dem Selbstzweifel unsere Seele spricht?

Unsere Seele, die uns helfen möchte und uns fragt:

Was ist aus Dir geworden? Ich erkenne Dich nicht wieder!
Wo ist Deine wahre Schönheit, Deine Echtheit, Deine Ecken und Kanten, die Dich doch genau zu Dir machen?
Wo bist DU?

Dann wären die Selbstzweifel plötzlich etwas sehr Positives. Dann wären sie etwas, was uns voran bringt, ein Kompass, ein Navigationssystem, die viel gerühmte innere Stimme, die uns den Weg weist.

Der Kern bleibt, die Form verändert sich. Die zwei Gesichter des Selbstzweifels

Die Seele „meckert“, wenn wir stehen bleiben, wenn wir unser Potential nicht voll ausschöpfen, wenn da noch so viel möglich ist und wir einfach auf der Stelle treten. Das Leben ist so kostbar, der Seelenplan so heilig, das Werk unseres Lebens so groß, bunt und wunderbar!
Nichts desto trotz bleiben wir manchmal paralysiert stehen. Aus Angst. Unsicherheit. Bequemlichkeit.

Wir zweifeln an uns und unserer Zukunft.
Schaffe ich das? Wer bin ich mir einzubilden, das alles meistern zu können? Denke ich da nicht viel zu groß?

Das ist ein Gesicht des Selbstzweifels. Gesponsert von unserem Ego, unserer Angst.

Das andere Gesicht des Selbstzweifels ist das unserer Seele. Gewissermaßen ein Weckruf.

Soll das alles gewesen sein? Willst Du Dich wirklich damit zufrieden geben? Zweifel an dem, was ist, weil das Innere ruft, die Flügel ausbreiten und losfliegen will, zu immer neuen, kühneren, ferneren Gestaden!

Nicht, weil es sich etwas beweisen muss, sondern aus der Freude am Leben heraus, aus dem tiefen Wunsch, sich selbst immer neu und in anderen Facetten und Versionen zu erfahren!

Der Kern, das Selbst bleibt. Die Form, die Hülle verändert sich, die Ausdrucksweise.
Das Selbst als Kind. Das Selbst als junger Mensch. Als Mutter, Vater. Als Angestellter. Als Selbständige, Chefin, Reisender, Sensibler, Sanftmütige, Durchsetzungsstarke, Treuer…

Es gibt so viele Gewänder, in die unser Selbst schlüpfen möchte.

Was tun, wenn die Selbstzweifel kommen?

Frage Dich:

1. Wer in mir zweifelt: Ich an meiner Authentizität oder meine Seele an meiner alten Form?

Die Antwort gibt dann den Kurs vor.
Und wenn Du Dir nicht sicher bist, welcher Teil in Dir zweifelt: Lebe einfach mit dieser Frage. Bewege sie in Deinem Inneren, spüre hinein.

Zweifel sind nicht schlecht. Zweifeln bedeutet hinterfragen. Und hinterfragen bedeutet Fragen zu stellen. Mutig. Immer wieder. Nicht verzagend, wenn die Antwort nicht gleich da ist.

Und dann möchtest Du Dich vielleicht fragen:

2. Mit welcher Facette meines Selbst möchte ich mich identifizieren, mit welchem Anteil, um selbst-bewusst zu sein?
Um mich, im Bewusstsein meiner selbst, in welcher Form auch immer, bewusst und somit stark, sicher und frei zu fühlen?

Aus welcher Quelle möchtest Du trinken? Welchen Wein möchtest Du ausschenken?
Die Entscheidung kann einem keiner abnehmen. Die kann man nur selber treffen.
Immer wieder.
Durch ausprobieren. Durch hineinfühlen. Durch mutig sein.

Das Selbst, die Seele, möchte sich in verschiedenen Facetten erleben, in verschiedenen Kleidern. Hab Mut zur Farbe!
Hab Mut zu Dir selbst.

Weitere Tipps und praktische Übung findest Du in diesem YouTube Video zum Thema: “Heile Deine Selbstzweifel”


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22.05.2019
Ursula Schulenburg

Autorin, Dozentin, Heilpraktikerin, Life Coach und führt ihr online Business Soulcentered Evolution.
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