Corona Krise – Die zwei Seiten der Corona Medaille

lichtkreis-corona-eclipse

Corona Krise lichtkreis corona eclipseDie zwei Seiten der Corona Medaille

Die Corona Krise trifft uns an einem empfindlichen Punkt – ja gleich an vielen verschiedenen empfindlichen Punkten. Corona bedeutet „Lichtkreis“. Der Lichtkreis um die Sonne wird ebenso als „Corona“ bezeichnet wie auch der Heiligenschein lichtvoller Menschen. Corona hat viel Gutes: Die Krise befördert all unsere Schatten, die bei uns unbewusst unter unserem Teppich lagen, zutage.

Diese „frohe Kunde“ fühlt sich allerdings für die meisten Menschen weniger froh, sondern eher sehr schmerzhaft hat. Und dies ist auch ganz natürlich, denn unter unserem Teppich liegen ja all diejenigen Gefühle und Energien versteckt, die wir all die Jahre ablehnten, die wir nicht haben wollten, die wir nicht fühlen wollten, die wir nicht wahrnehmen und die wir nicht wahr haben wollten. Und dies ist eine der vielen wundervollen Paradoxien unserer Schöpfung und des Lebens: Das Gute fühlt sich äußerst schmerzhaft an.

Wieso ist das so?

Wir können unsere momentane Lebenssituation – bzw. die Lebenssituation der Menschheit – mit dem Schicksal eines suchtkranken Menschen vergleichen. Schauen wir uns beispielsweise einmal einen Menschen an, der anfangs als junger Erwachsener ein Bierchen oder ein Glas Wein sehr genossen hat. Er/sie genoss den Geschmack ebenso wie die Wirkung.

Hierbei müssen wir uns nun klar machen, dass Alkohol ein Nervengift ist. Doch die Dosis macht das Gift. Wenn wir in Maßen und nur manchmal und nur wenig Alkohol trinken, dann ist da überhaupt nichts dagegen zu sagen. Wir lieben nun mal den Geschmack und die Wirkung.

Doch mit der Zeit – mit den Jahren – gewöhnt sich unser Körper an diesen Geschmack und an die Wirkung. Unsere Zellen und unser Stoffwechsel stellen sich darauf ein. Sie wissen, dass bald wieder „etwas“ kommt. Und wenn nicht, dann verlangen sie danach. Unser Körper hat ein Bedürfnis entwickelt. Unsere Zellen nehmen eine Erwartungshaltung ein. Ganz subtil und ohne es recht bemerkt zu haben, „braucht“ unser Körper „seinen Stoff“, um sich wohl, lebendig und gesund zu fühlen.

Unser Körper „braucht“ etwas

Unser Körper hat eine Erwartung uns als Mensch gegenüber. Die Gewohnheiten unseres Körpers sind zu einem Bedürfnis unseres Körpers geworden. Und dies trifft nicht nur auf Alkohol zu, sondern auf „alles andere“. Auf Zellebene entwickelt unser Körper ein Bedürfnis nach Alkohol und nach Nikotin ebenso wie nach Süßigkeiten und nach Schokolade und nach Nudeln und nach Fleisch und nach Sex und nach Computerspielen und nach Sonne und nach Ruhe und nach Obst und Gemüse und nach Party und nach Geselligkeit und so weiter.

Und ebenso entwickeln wir weitere Bedürfnisse auf körperlicher Ebene. Unsere Bedürfnisse sind auf Zellebene programmiert, z.B. Rituale und Gewohnheiten: dass wir unseren Kindern beim ins-Bett-Bringen noch eine Gesichte vorlesen und Gute-Nacht-Lieder vorsingen; dass wir im Sommerurlaub ans Meer fahren (oder in die Berge oder auf den Campingplatz); dass es zum Geburtstag nicht nur Geschenke gibt, sondern dass auch schöne Blumen auf dem Tisch stehen und die Kerzen brennen; dass wir zu Weihnachten einen Tannenbaum in die gute Stube stellen und ihn schön schmücken; dass wir einmal in der Woche bei Oma und Opa anrufen und fragen, wie es ihnen geht; dass wir an der Nordseeküste das Biikebrennen feiern, dass wir zu Ostern ein Osterfeuer entfachen, dass wir zum Sport gehen, dass wir uns einmal im Jahr mit den alten Schulfreunden treffen und so weiter. Es gibt unendlich viele Rituale. Und all dies sind Gewohnheiten und Programmierungen. Wenn sie wegfallen, dann fehlt uns etwas.

Rituale lösen sich auf

Das Auflösen unserer Rituale ist einerseits sehr schmerzhaft – und andererseits eine große Erleichterung. Denn – mal ganz ehrlich – viele Rituale hingen uns doch schon zum Halse raus. Sie haben sich eigentlich längst überlebt.

Klaus und Helga wohnten beispielsweise vor über 30 Jahren mit Fritz und Gaby zusammen in einem Haus. Klaus und Helga wohnten im Erdgeschoss und Fritz und Gaby wohnten im ersten Stock. Klaus und Helga bekamen zwei Kinder. Und Fritz und Gaby bekamen auch zwei Kinder. Und eines Tages zogen Fritz und Gaby aus dem Haus aus. Und damit sie sich nicht völlig aus den Augen verloren, feierten die beiden Familien jedes Jahr ein nachträgliches Weihnachtsfest in der ersten Januar-Woche. Dann konnten sie sich alle wiedersehen und die Kinder konnten miteinander spielen. So blieb der Kontakt erhalten.

Und tatsächlich blieben sie dieser Tradition treu – bis Corona kam. Inzwischen hatten die Kinder von Klaus und Helga wie auch die Kinder von Fritz und Gaby ihrerseits Kinder und Familie. Und das „Neujahrs-Weihnachtsfest-Ritual“ wurde nach wie vor als feste Tradition durchgeführt. Und wer nicht dabei sein konnte, hatte ein schlechtes Gewissen.

Hier brachte Corona nun die große Enttäuschung und Erleichterung gleichzeitig – die Absage war erleichternd und zugleich natürlich auch sehr traurig, denn in diesem Jahr fiel das „Neujahrs-Weihnachtsfest“ das erste Mal aus. Bei allen beteiligten herrschten tatsächlich beide Gefühle vor: Große Enttäuschung, Trauer/Traurigkeit und zugleich große Freude/Erleichterung, mit gutem Gewissen sich nicht schon wieder sehen „zu müssen“.

Unsere Gewohnheiten können zur Sucht werden

Schauen wir jetzt noch einmal zurück zu dem Thema Suchtverhalten und Alkohol, so können wir erkennen: Wenn der Körper regelmäßig einen bestimmten Stoff (eine bestimmte Substanz) verabreicht bekommt, sodass es schon zur Gewohnheit geworden ist, so stellen sich unsere Körperzellen hierauf ein. Und um nach einiger Zeit weiterhin die gewünschte Wirkung erzielen/genießen zu können, müssen wir die Dosis etwas erhöhen. Diese Dosis-Steigerung erfolgt natürlich schleichend. Es geschieht kaum merklich. Doch mit den Jahren konsumieren wir immer mehr Gift.

Und dies trifft nicht nur auf Alkohol zu, sondern dies erleben und erfahren wir auch in unserem normalen Alltag, zum Beispiel bei unserem Konsumverhalten.

Wir meinen, mit der Mode gehen zu müssen.
Wir meinen kleine und große Reisen unternehmen zu müssen.
Wir glauben, Produkte kaufen zu müssen.
Wir brauchen ein neues Handy, ein neues Laptop, eine neue Spielkonsole.
Wir müssen auch die nächste Folge im Fernsehen sehen, sonst verpassen wir was.

Und all diese Verhaltensmuster und Gewohnheiten hat Corona nun jäh in Schutt und Asche gelegt.

Was für ein Glück!
Was für eine Gnade!
Was für ein Geschenk!

Doch natürlich ist unsere Freude nirgends zu fühlen/zu spüren, denn wir sind enttäuscht, frustriert, genervt und verärgert – weil wir unbewusst sind und es nicht durchschauen.

Wenn unser Körper sich über viele Jahre an das Gift – zum Beispiel an den Alkohol – gewöhnt hat, dann fehlt ihm das Gift, wenn wir es unserem Körper eines Tages bewusst vorenthalten. Und das Gleiche gilt auch für unser Konsumverhalten sowie für Rituale, Gewohnheiten und Verhaltensweisen.

Wenn wir das Gift „brauchen“

Anfangs war das Gift ein Gift. Es war schädlich für unseren Körper. Doch in kleinen Dosierungen konnten wir es ertragen und sogar genießen.

Wenn wir dann eines Tages das Gift „brauchen“, weil unsere Körperzellen sich an das Gift gewöhnt haben, dann ist das Weglassen des Giftes für uns Gift.

Dies ist so wunderschön paradox.

Das Weglassen des Giftes ist für uns Gift.

Und deshalb leiden wir Schmerzen.
Wir leiden Schmerzen, wenn wir das Gift weglassen.
Weil unser Körper sich an das Gift gewöhnt hat.
Und weil unser Körper das Gift braucht.

Entgiften tut weh.
Entgiften schmerzt uns sehr.
Entgiften lässt uns höllisch leiden.

Und dieses Phänomen können wir jetzt übertragen auf unsere Konditionierungen, Prägungen, Glaubenssätze, Fremdenergien und Ego-Muster in uns.

Konditionierungen sind Fremdenergien und „Gift“

Damals als Kind erzogen uns unsere Eltern. Und unsere gesamte Kindheit hindurch nahmen wir die Energien unserer Eltern (sowie der Gesellschaft) unbewusst in uns auf und verinnerlichten sie. Und wir begannen, uns mit diesen Fremdenergien zu identifizieren. Unser Ego ist genau diese Instanz in uns. Unser Ego – unser Ich – ist unsere Ich-Identifikation mit den Fremdenergien unserer Eltern.

Doch diese Ego-Energien sind eben Fremdenergien in uns und somit Gift in unserem Körper und „Gift“ in unserem System. Anstatt von „Gift“ zu sprechen, können wir treffender von „Schatten“ oder „dunklem Hintergrund“ oder „Gegenpol“ sprechen.

Wenn wir nun unser Ego loslassen wollen, dann tut dies höllisch weh.
Wenn wir unsere Konditionierungen überwinden wollen, dann schmerzt dies sehr.
Wenn wir unsere Glaubenssätze in den Mülleimer werfen, dann leiden wir.

Und genau deshalb können wir tausend Mal zur Therapie laufen, das Loslassen tut so höllisch weh, dass wir es dann doch lieber wieder sein lassen und weiter machen wie bisher. Der Entzug ist zu schmerzhaft. Unser Körper schreit auf Zellebene nach „seinem Stoff“, nach seinen Gewohnheiten, Mustern, Umgangsformen, Verhaltensweisen und Ritualen. Wir schaffen es einfach nicht, uns über unser Ego zu erheben.

Unsere Identifikation auflösen reicht

Die gute Nachricht ist: Wir brauchen zum Glück nicht unser Ego überwinden, in den Mülleimer werfen und loszulassen. Wir können unser Ego ruhig behalten und dies sogar mit einem guten Gewissen. Doch was wir loslassen sollten, das ist unsere unbewusste Identifikation mit unserem Ego. Wir müssen unsere unbewusste Kindheits-Ego-Ich-Identifikation als solche erkennen und uns ihrer bewusst werden. Das genügt.

Dies bedeutet: Wir brauchen überhaupt nichts loszulassen, sondern wir gewinnen etwas hinzu – nämlich ein neues Bewusstsein.

Bisher waren wir als Ego unbewusst beziehungsweise wir waren uns unserer selbst bewusst. Wir hatten ein Selbstbewusstsein und wir wussten, dass es uns gibt. Wir (er)kannten uns mit unserem Ich, mit unserem Namen, mit unseren Charaktereigenschaften und mit unseren Fähigkeiten und Talenten. Wir waren uns unserer selbst bewusst.

Doch was wir nicht auf dem Schirm hatten, das war die Ebene unseres Geistes. Wir hatten kein Geist-Bewusstsein. Und weil Geist Bewusstsein ist und weil wir uns der Ebene unseres Geistes nicht bewusst waren, hatten wir kein Bewusstseins-Bewusstsein.

Bewusstseins-Bewusstsein ist Bewusstheit. Und Bewusstheit bedeutet, dass wir uns darüber bewusst sind, dass wir Bewusstsein sind – dass wir Geist sind – dass wir als Ego ein Selbstbewusstsein haben und dass wir in unserer energetischen Essenz mehr sind als nur unser Körper: Wir sind Geist.

Und wir sind sogar noch mehr als Körper und Geist: Wir sind auch Seele. Und Seele ist gleichbedeutend mit Liebe und Licht und Frieden und Freude.

Wir sind Körper, Geist und Seele

Und Corona erinnert uns hieran.
Corona ist der Lichtschein.
Corona ist der Heiligenschein.
Die Corona-Krise ist der „heilige Kampf“ um unser Kronen-Chakra.
Corona ist der Konflikt um unsere Anbindung nach oben – an den Himmel.
Corona führt uns hin zu unserem eigenen Gott-Sein in uns selbst.

Deswegen machen sogar all die Quarantäne-Regeln Sinn.
Deswegen machen die geschlossenen Geschäfte Sinn.
Deswegen macht das Abstand-Halten Sinn.

Sich zuhause auf sich selbst besinnen.
Zeit mit sich selbst verbringen.
Alleine sein = All-eins-sein.
Sich in Stille mit sich selbst verbinden.

Kein Konsum.
Kein Shoppen.
Keine Ablenkungen im Außen.
Kein Klatsch und kein Tratsch.
Keine Ego-Stammtischgespräche.

Meditation.
Einkehr.
Frieden.
Stille.

Natürlich ist dies ein vollkommen unbewusster und unbeabsichtigter Nebeneffekt, der so von den Akteuren sicherlich nicht gewollt und nicht beabsichtigt ist. Und diese „ungewollten Nebenwirkungen“ werden auch nur wenige Menschen erreichen. Die meisten Menschen werden im Main-Stream verbleiben und dort abgeschnitten von der Quelle unglücklich vertrocknen und eingehen – anstatt (wie einige wenige) aufzugehen und aufzublühen und sich mit dem eigenen Himmel, dem eigenen Licht, dem eigenen Frieden, der eigenen Freude und der ureigenen Liebe (Selbstliebe) in sich selbst zu verbinden – und sich als Inneres Kind/Gott liebevoll zu umarmen.

Corona ist eine Chance

Corona ist eine riesen große Chance, sich von dem „Höher, Schneller, Weiter, Besser“ unserer modernen Zeit abzuwenden. Corona ist eine geniale Gelegenheit, alles in Frage zu stellen. Corona ist perfekt geeignet, um alle Wichtigkeiten und Bedeutsamkeiten genauestens zu überprüfen – am besten mit dem Herzen, mit dem eigenen Spürsinn, mit dem eigenen tiefen, inneren, intuitiven Bauchgefühl.

Corona Krise – Was ist wirklich wichtig im Leben?

Und auch die Schule steht auf dem Prüfstand.
Ist Schule noch zeitgemäß?
Sind unsere Unterrichts- und Lernformen geeignet?
Fördert unser Schulsystem Freiheit, freie Selbstentfaltung, Kreativität und Fantasie?
Repräsentiert unser Schulsystem die Würde des Menschen?

Homeschooling ist ein erster Schritt hin zu einem selbstbestimmten Lernen. Dies könnte und sollte Schule machen. Die Anzahl der Schulgründungen schnellt derzeit exponentiell in die Höhe. Viele Eltern schließen sich zusammen, informieren sich gegenseitig und rufen neue Schulen ins Leben. Sie bauen neue Lernformen auf. Sie möchten ihren Kindern eine freies, selbstbestimmtes, an den individuellen Neigungen und Fähigkeiten ihres Kindes orientiertes Lernen, Leben, Entwickeln und Wachsen ermöglichen.

Es gibt vielversprechende und aussichtsreiche Visionen, Ideen und Konzepte für „virtuelle Klassenzimmer“ (oder besser „virtuelle Lernräume“) in Verbindung mit lebendigen Erfahrungen draußen in der Natur. Jeder Tag kann auf diese Weise zu einem erlebnisreichen Projekttag werden. Das gesamte Leben wird zum Abenteuer. Und die Kinder lernen und behalten viel mehr, denn sie interessieren sich für ihre Vorhaben und sind mit Lust, Spaß, Freude, Engagement und Leidenschaft bei der Sache.

Unseren Kindern Freiheit schenken

Gefordert sind wir Erwachsenen in diesem Punkt, unseren Kindern tatsächlich Freiheit zu gewähren. Als Eltern handeln wir klug, wenn wir unsere Kinder gar nicht erst mit „Gift“ – also mit Fremdenergien, Konditionierungen, Prägungen, Glaubenssätzen, Mustern, Gewohnheiten/Ritualen – vollpumpen. Wenn unsere Kinder „giftfrei“ groß werden, dann bleiben sie von Anfang an gesund und munter – und schmerzfrei.

Es liegt an uns als Eltern und als Erwachsene, jetzt die Bürde des Schmerzes zu tragen und zu durchleben. Stellen wir uns diesem „Schmerz des Entzugs“, so können unsere Kinder schmerzfrei gesund und glücklich, zufrieden und frei, unkonditioniert und in Einklang mit der universalen Liebe aufwachsen – und leben – und diese Welt gestalten und zu einem „besseren Ort“ machen.

Das Ego ist Schmerz

Das Ego (das konditionierte Ego) ist immer Schmerz.
Das Ego ist der Gegenspieler zur Liebe.
Das Ego ist Angst.
Das Ego ist Schatten.
Das Ego ist der dunkle Hintergrund.
Das Ego kann von sich aus diese Welt nicht positiv gestalten.
Dies gilt es jetzt zu erkennen und anzuerkennen.

Alles, was sich das Ego Kraft seiner Gedanken in seinem Kopf ausdenkt, führt früher oder später zu Schmerz. Alles! Sogar das Schönste – denn wir werden alle Dinge eines Tages wieder loslassen und zurücklassen müssen. Wir können keine Dinge – so schön sie auch sein mögen – mit in den Himmel nehmen. Und deshalb wird alles – jedes Auto, jedes Haus, jede Segeljacht, jedes Ding, jeder Goldbarren, jeder Gehalts-Check, jede Urkunde, jede Medaille, jedes Zertifikat, jeder Status, alles Irdische – uns eines Tages schmerzen, wenn wir uns davon verabschieden müssen.

Wollen wir einen neuen Umgang mit dem Schmerz, den uns unser Ego schenkt, finden, so können wir schon jetzt einen „kleinen großen“ Trick anwenden: Denn indem wir die Dinge benutzen – ohne uns mit ihnen zu identifizieren, ohne sie unser Eigen zu nennen, ohne Besitz- oder Eigentumsansprüche an sie zu stellen – können wir sie wie ein Werkzeug für unsere Erfahrungen, für unsere Freude und für unser Glück verwenden und sind von Anfang an dankbar für jeden Moment und haben mit dem Empfangen bereits schon wieder losgelassen. Dann können wir Dinge genießen jenseits von Schmerz – in Dankbarkeit und mit Freude.

Natürlich kommt es uns etwas merkwürdig und ungewohnt vor, wenn wir unseren Partner „benutzen“, anstatt uns mit ihm zu identifizieren. Und wir haben ja gelernt, dass wir andere Menschen eben gerade nicht benutzen sollen. Ja, das stimmt auch! Wir sollen andere Menschen nicht aus unserem Ego heraus benutzen. Wir dürfen sie und sollten sie aber aus unserem Herzen heraus „benutzen“. Dies ist ein himmelweiter Unterschied. Wer diesen Unterschied jetzt fühlen kann, kann dies nun erkennen und sich über diese Erkenntnis freuen. Denn alles im Leben können wir mit unserem Ego tun, sodass wir eine negative Wirkung erzielen. Oder wir können es mit unserem Herzen tun und es ist gut und sogar herrlich.

Wir können ein „Werkzeug“ mit dem Ego oder mit dem Herzen benutzen

Wer den Unterschied zwischen Ego-und-Herz-Benutzen nicht zu unterscheiden vermag, kann einmal folgendes ausprobieren: Wenn wir ein Mittagessen kochen und den Teller hübsch dekorieren wollen, dann können wir etwas Petersilie über das leckere Essen streuen und es sieht gleich liebevoll und lecker aus. Wir benutzen die Petersilie „in Liebe“. Wir „fühlen“, wie schön der Teller aussieht. Die Petersilie dient uns (unserem Herzensimpuls) bereitwillig als Werkzeug.

Entsprechend können wir in unserem Garten ein Gemüsebeet anlegen und ein paar Kräuter anpflanzen. Alle diese Kräuter hegen und pflegen wir liebevoll. Wir kümmern uns. Und die Kräuter fühlen sich von uns geliebt. Die Kräuter werden sich uns dann eines Tages gerne und bereitwillig hingeben, sodass wir sie essen können. Wir essen dann sozusagen unsere eigene Liebe, mit der wir die Kräuter einst gegossen und gepflegt haben. Dies ist „Selbstliebe praktizieren“ und „das Leben dankbar benutzen“.

Und so wie die Kräuter unseres Kräutergartens, so können wir auch unseren Partner/unsere Partnerin hegen und Pflegen und liebevoll gießen.

In der Partnerschaft passiert dann allerdings häufig etwas anderes als im Kräuterbeet. Die Gartenkräuter haben ja kein Ego. Deswegen begegnen wir der universalen Liebe in Form unserer Kräuterpflanzen. Wir schwingen im Sein, in der Liebe. Es ist eine Ego-freie Zone.

Verbringen wir jedoch Zeit mit unserem Partner/unserer Partnerin, so trifft unser Ego auf das Ego unseres Gegenübers. Und das Ego unseres Gegenübers aktiviert unser eigenes Ego und unser Ego aktiviert das Ego unseres Gegenübers. Dies führt dazu, dass unser Gegenüber unsere eigene Ego-Energie aufnimmt und uns zurück spiegelt. Zugleich nehmen wir die Ego-Energie unseres Gegenübers auf und spiegeln sie ihm/ihr.

Die Petersilie hat unsere Ego-Energie zwar aufgenommen und zugleich filterfrei durch gelassen. Unsere Ego-Energie fließt durch die Petersilie in unserem Kräuterbeet einfach hindurch und ab in den Himmel.

Bei unserem Partner/unserer Partnerin trifft unsere Ego-Energie auf den Filter des Ego unseres Gegenübers – wenn unser Gegenüber Ego ist. Wenn der andere Herz ist, Geist ist, bewusstes Bewusstsein ist, dann fließt unsere Ego-Energie durch den Geist des anderen ebenso hindurch und ab in den Himmel wie bei der Petersilie – weil der Geist nichts bewertet und nichts persönlich nimmt.

Meistens begegnen sich in einer Partnerschaft zwei Egos. Und dann aktiviert das eine Ego das andere Ego und nichts fließt ab und es kommt zu Konflikten. Diese zeigen sich/äußern sich dann in Meinungsverschiedenheiten. Die unterschiedlichen Ego-Vorstellungen krachen aufeinander und es entsteht Streit – ein Kriegszustand in der Partnerschaft, wo eigentlich die Liebe das Leben bestimmen sollte. Doch dadurch, dass die Egos in Form von Fremdenergien ( = „Gift“) noch existieren, schmerzt die Begegnung, schmerzt das Zusammenleben. Die Entgiftung hat noch nicht vollständig stattgefunden.

Wenn die beiden Partner, die sich als Egos begegnen, sich nun gegenseitig „benutzen“ wollen, so macht das die ganze Sache nur noch schlimmer, denn dann fühlt sich der eine vom anderen tatsächlich „benutzt“ – und wird auch wirklich „benutzt“. Denn von einem Ego „benutzt“ zu werden fühlt sich tatsächlich lieblos und kalt an. Dann wird der Mensch zu einem Objekt – zu einem Ding, zu einer Sache – degradiert. Das ist schrecklich – passiert aber überall und ständig.

Es gibt zwei Arten von Benutzen

Wenn das Ego „etwas/jemanden“ benutzt, tut das weh.
Wenn das Herz „etwas/jemanden“ benutzt, ist es ein Ausdruck von Liebe.

Wenn wir beispielsweise in einer fremden Stadt jemanden nach dem Weg fragen, so fragen wir von Herzen. Wir „benutzen“ den anderen von Herzen und der andere hilft uns gerne und bereitwillig. Dass er/sie uns Auskunft gibt, ist ihm/ihr eine Freude – ein Ausdruck der Nächstenliebe.

Wenn wir jedoch jemanden aus dem Ego heraus ausfragen, um dann heimtückisch, hinterrücks und egoistisch Profit (einen persönlichen Vorteil/Gewinn) daraus zu schlagen, so liegt dem Ganze eine vollkommen andere Energie/Schwingung zugrunde.

Und in der aktuellen Corona-Situation können wir eben genau diese beiden Unterschiede feststellen/beobachten – beziehungsweise oftmals auch nicht so leicht erkennen. Wer zieht aus den Lockdown-Maßnahmen möglicherweise einen persönlichen Gewinn? Wer handelt/agiert tatsächlich selbstlos aus dem Herzen heraus?

Die eigene Selbstlosigkeit bzw. das bereitwillige in-Kauf-Nehmen sogar persönlicher Nachteile zum Wohle eines größeren Ganzen kann hierbei ein Indiz für die Herzensfeld-Ehrlichkeit sein. Wer stets auf seinen eigenen Vorteil/persönlichen Gewinn bedacht ist und zusieht, dass er nicht den Kürzeren zieht, handelt aus dem Ego heraus.

Die zwei Seiten der Medaille

Corona schenkt uns die Gelegenheit, einmal ganz in Ruhe über unser Leben nachzudenken. Dieses „Nachdenken“ sollte kein Denken sein, sondern ein „darüber Nach-Fühlen. Wir sollten mit unserem Bauchgefühl unser Leben, unser Verhalten, unseren Konsum, unsere Gewohnheiten und unsere Wertigkeiten und Wichtigkeiten überprüfen.

Was ist stimmig?
Was ist für unser Herz stimmig?

Natürlich ist dies mitunter schwierig zu beantworten, denn ist es nun stimmig, wenn wir das Gift weglassen und weniger Alkohol trinken? – Und dabei Schmerzen und Entzugserscheinungen leiden? Manchmal ist im Schmerz mehr Wahrheit enthalten als in der schmerzärmeren Variante „weiter wie bisher“.

Wenn wir uns klar machen, dass wir voller Fremdenergien – also voller „Gift“ – stecken, dann wird uns schnell klar, dass der Entzug schmerzvoll sein wird. Unser spiritueller „Weg ins Licht“ ist unser „Gang durch diesen Entzug“. Es ist unsere Generation der jetzt Erwachsenen, die aufgefordert ist, dies bereitwillig anzupacken – dann können unsere Kinder frei aufspielen und wir haben ihnen – und damit uns selbst – ein wundervolles Geschenk bereitet.

Durch den Schmerz zu gehen ist keine Kleinigkeit. Es ist kein gemütlicher Abendspaziergang einmal um den Block. Sondern es ist eine Dschungel-Safari ohne Guide. Wir müssen uns selbst durch das Dickicht durchschlagen.

Mit den Beiträgen hier auf Spirit-Online findest Du für die verschiedenen Situationen auf Deinem Weg immer wieder wertvolle Impulse, Tipps, Anregungen und Inspirationen. Es ist hilfreich, immer mal wieder auf diese Seite zu schauen und zu gucken und zu klicken, ob „zufällig“ ein neuer, passender Beitrag für Dich dabei ist.

Und manchmal ist es auch für Freunde, Familienangehörige, Verwandte und Arbeitskollegen hilfreich, Impulse zu bekommen. Natürlich sollte man niemanden bedrängen. Das ist ganz klar. Doch einmalig einen passenden Link zuzusenden kann Türen und Tore für ein „Anders“ öffnen.

Eine weitere gute Möglichkeit ist auch, die Links von Beiträgen, die Dich persönlich ansprechen, in den Sozialen Medien zu posten. Auf diese Weise bleibt jeder seines eigenen Glückes Schmied und kann von sich aus diejenigen Impulse finden, die gerade gut für ihn/sie sind und passen. Das ist immer noch am besten.

Auf diese Weise bleibt jeder selbstbestimmt und frei und kann seinen eigenen Lichtkreis – seinen eigenen „Heiligenschein“, seine eigene Corona – selbst in seinem ganz eigenen Rhythmus nach und nach immer heller drehen.

22.01.2021
Alles Anders

Alle Beiträge des Autors auf Spirit Online

Über Alles AndersAlles Anders (rund)

Wir können diese Welt mit unseren äußeren, organischen Augen betrachten. Und wir können diese Welt mit unseren inneren Augen – mit den Augen unseren Herzens – ansehen.

Mit den Augen unseres Körpers können wir all die viele Dinge an der Oberfläche sehen. Wir betrachten die Formen in ihrer oberflächlichen Erscheinung. Mit unseren weiteren körperlichen Sinnen (hören, riechen, schmecken, tasten) können wir weitere Eigenschaften und Merkmale wahrnehmen und die Beschaffenheit der Dinge körperlich-sinnlich erfassen. Diese Art der Wahrnehmung ist ein Erfassen auf der Ebene unseres Verstandes (unseres Ego).

Hierüber hinaus können wir mit unserem Herzen „sehen“. Dieses „mit dem Herzen sehen“ ist ein Spüren. Wir spüren diese Welt sowie die Erscheinungen des Lebens in ihrer feinstofflich-formlosen Dimension. Wir nehmen sie energetisch wahr. Wir erkennen, verstehen und begreifen sie auf einer tieferen, inneren Ebene jenseits unserer Sinne. Diese Art der Wahrnehmung ist ein Erfassen auf der Ebene unseres Bewusstseins (unseres Geistes).

Optimal ist es, wenn sich beide Wahrnehmungsvarianten perfekt ergänzen.

Alles Anders Logo


Bücher von Alles Anders:

cover alles-anders-spiritualitaet-fuer-einsteiger cover alles-anders-spiritualitaet cover alles-anders-spiritualitaet-buch-5 cover alles-anders-krankheiten

 

Für Artikel innerhalb dieses Dienstes ist der jeweilige Autor verantwortlich. Diese Artikel stellen die Meinung dieses Autors dar und spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung des Seitenbetreibers dar. Bei einer Verletzung von fremden Urheberrecht oder sonstiger Rechte durch den Seitenbetreiber oder eines Autors, ist auf die Verletzung per eMail hinzuweisen. Bei Bestehen einer Verletzung wird diese umgehend beseitigt.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*