Erfahrungen mit Jesus – Auf dem Weg zum Gottvertrauen

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Erfahrungen mit Jesus blauer himmel jesus christErfahrungen mit Jesus – Auf dem Weg zum Gottvertrauen

Viele von uns haben schon erfahren, dass Gott uns liebt und uns auffängt, wenn wir fallen. Dennoch verlieren wir dieses Vertrauen manchmal wieder; das Vertrauen, das Gott einen tragfähigen Plan B für uns hat, falls wir trotz aller Anstrengungen (oder deswegen) im Begriff sind, zu scheitern. Gott liebt uns. An einigen Tagen merken wir das und sind der felsenfesten Überzeugung, dass es gar nicht anders sein kann. An anderen Tagen, besonders an dunklen Tagen, kann unser Vertrauen bröckeln, frei nach dem Motto: „Gottvertrauen klingt ja ganz nett als Lebensphilosophie. Aber im Alltag umsetzen will ich es dann doch nicht.

Solche negativen oder zweifelnden Gedanken entstehen meist dann, wenn unser Ich zu aktiv ist. Sich Gedanken zu machen und Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, ist gut und in vielen Fällen sinnvoll. Wir brauchen aber auch unsere Intuition, unsere direkte, unverfälschte Wahrnehmung. Diese stellt sich meist dann ein, wenn die Gedanken zur Ruhe kommen, wir uns entspannen und auf unsere innere Stimme horchen.

Oft geschieht es nämlich, dass wir immer wieder mit dem Kopf gegen eine Wand anrennen und in blindem Aktionismus versuchen, ein Problem zu lösen. Wenn wir uns dann entspannen und innehalten, erkennen wir, dass das Gegen-die-Wand-Rennen gar nicht nötig gewesen wäre – denn wir bemerken plötzlich die offene Tür, durch die wir hindurchgehen können.

Dieses Bild veranschaulicht in etwa, wie es ist, wenn uns plötzlich eine göttliche Einsicht geschenkt wird. Wir erkennen, dass die Lösung, nach der wir lange Zeit immer verzweifelter gesucht haben, schon immer vorhanden war. Wir hatten sie nur nicht gesehen, weil unser Fokus auf unsere Sorgen, eine Projektion unserer eigenen Gedanken und Gefühle, gerichtet gewesen war.

In der Bibel steht:

Euch geschehe nach eurem Glauben. (Mt 9,29.)

Es soll dir geschehen, wie du geglaubt hast. (Mt 8,13.)

Das ist ein Verweis auf das Gesetz der Resonanz, wie moderne Menschen es nennen. Auch Neale Donald Walsch erzählt in seinen „Gespräche mit Gott“ davon, wie Gott uns im Leben das gibt, wovon wir glauben, dass wir es bekommen können.
Wenn wir beispielsweise glauben, Gott liebe uns nicht und lasse uns in der Not im Stich, dann machen wir im Leben die Erfahrung, leidvolle Situationen zu erleben und dabei völlig allein zu sein. Wir spüren Gottes Liebe in dem Moment nicht und schlussfolgern daraus, nicht geliebt zu werden. Das ist jedoch ein Trugschluss. Gott liebt uns immer, und zwar bedingungslos. Wir können seine Liebe gar nicht verlieren. Wir können aber für unser Leben (bewusst oder unbewusst) wählen, keine Liebe von Gott wahrzunehmen und kein Glück zu spüren.

Gott hat uns einen freien Willen gegeben.

Dieser freie Wille wird nicht von ihm beurteilt. Wir werden bedingungslos geliebt. In Gottes Augen sind wir und unser Wille weder gut noch schlecht. Wir sind einfach. Unser freier Wille besteht darin, dass wir durch unseren Glauben und unsere echten Gefühle manifestieren können; was wir innerlich glauben oder spüren, das lässt Gott für uns geschehen. Kreieren wir also aufgrund negativer Glaubenssätze eine Situation, die den Eindruck erweckt, als liebte Gott uns nicht, dann sagt die Situation nichts darüber aus, ob Gott uns liebt oder nicht. Sie sagt nur etwas darüber aus, was wir hinsichtlich seiner Liebe denken.

Oft erzeugen wir durch unsere unbewussten Glaubenssätze Probleme.

Wir machen uns damit selbst das Leben schwer. Dann spitzt sich vieles zu, wir leiden und denken, Gott würde uns hängen lassen. Irgendwann kommen wir dann an einen Punkt, an dem wir denken, fühlen und glauben: „Gott liebt mich, und er wird mir zur rechten Zeit eine Lösung schenken“.

In uns entsteht das Vertrauen, dass wir es verdienen, geliebt zu werden und Hilfe zu bekommen. Das hat sowohl mit Gottvertrauen/Urvertrauen als auch mit Selbstliebe zu tun. Schon ein bisschen davon kann wahre Wunder bewirken. So geschieht es in derartigen Situationen häufig, dass zuvor unlösbar wirkende Verstrickungen sich auflösen, Hilfe kommt zur rechten Zeit, und das oft überraschend und sehr kreativ. Gott ist nämlich sehr kreativ. Kennst Du auch Situationen, in denen Du so fest entschlossen warst, dass Du innerlich wusstest: „Ich weiß zwar noch nicht, wie, aber ich schaffe das und das definitiv. Auf jeden Fall.“

Dieser Gedanke hat viel Kraft. Wenn Du ihn denkst, dann schaffst Du das, was Du Dir vorgenommen hast, normalerweise auch. Durch ein solch festes Vertrauen aktivierst Du die Dir innewohnende Schöpferkraft. Doch das heißt nicht, dass wir verloren sind, falls wir es nicht schaffen, ins Vertrauen zu kommen. Wir können es uns auch einfach machen und jemanden, der schon weiß, wie es geht, um Hilfe bitten, zum Beispiel Jesus Christus.

In meinem Leben hat mir Jesus mehrmals auf eindrucksvolle Weise geholfen.

In diesen Situationen hatte ich kein strahlendes Selbstvertrauen und fühlte mich auch nicht als Schöpferin meines Lebens, aber ich hatte den Glauben, das Jesus mich liebte und mir daher möglicherweise helfen würde. Das genügte.

Als Freiberuflerin war ich durch den Corona-Lockdown auf einen Schlag arbeits- und kurz darauf auch obdachlos geworden, da die Mehrzahl meiner Aufträge storniert werden musste. Die Wohnungslosigkeit dauerte insgesamt mehrere Monate und war die härteste Zeit meines Lebens. Die Soforthilfen für Freiberufler konnte ich nicht beanspruchen, und das beantragte Arbeitslosengeld ließ monatelang auf sich warten.

Fast jeden Tag plagte mich die Frage, ob ich für die nächste Nacht einen Schlafplatz finden oder draußen an der Kälte sterben würde. Ich fand aber immer einen Platz für die Nacht. Dann kam jedoch ein Tag, an dem ich keine Unterkunft fand. Ich verließ morgens die Wohnung eines Kumpels, bei dem ich mich zuletzt einquartiert hatte, ohne zu wissen, wohin mein Weg als Nächstes führen würde.

Es war schon hart gewesen, wohnungslos (d. h. ohne eigenen festen Wohnsitz) zu werden und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Aber obdachlos (also ohne jegliche Übernachtungsmöglichkeit) zu werden, war ein anderes Level. Zunächst kam ich in einem Übergangszimmer einer Notschlafstelle unter. Das war ein sauberes Einzelzimmer mit einem Bad für mich alleine. Glück gehabt!
Dort konnte ich allerdings nur kurz bleiben, weil das Zimmer nur für eine oder zwei Nächte vorgesehen war. Die Sozialarbeiterin der Stelle sagte, dass ich anschließend zwischen zwei Alternativen wählen könne: auf einer Parkbank schlafen oder in ein echtes Obdachlosenheim einziehen. Ich überredete sie, mir ein paar Tage Bedenkzeit zu geben, und schaute mir besagtes Heim erst einmal unverbindlich an.

Das Heim stank nach einer Mischung aus Urin und Zigarettenrauch. Vor dem Gebäude saßen Menschen, die Alkohol tranken und mit verzerrten Stimmen unverständliche Worte riefen. Im Gebäude schliefen an verschiedenen Stellen Menschen ihren Rausch aus, und auf dem Boden tummelten sich Zigarettenstummel.
Ein Einzelzimmer könnte hier nicht garantiert werden, sagte man mir. Des Weiteren müsste man sein Einkommen abtreten, wodurch ein Platz in diesem Heim teurer als eine normale Wohnung wäre. Entsetzt und verzweifelt kehrte ich in die Notschlafstelle zurück, um da die letzte Nacht, die noch genehmigt war, zu verbringen.
An Schlaf war natürlich nicht zu denken.

Früher hatte ich einmal von der Geistigen Welt die Botschaft bekommen:

„Alles loslassen. Alles akzeptieren.“
Dies bedeutet aber nicht, fatalistisch zu denken und resigniert alles zu erdulden. Es heißt nur, dass wir uns nicht in Groll oder Verzweiflung hineinsteigern sollen, wenn etwas nicht unseren Wünschen entspricht (wie mir später erst klar wurde).
Zu der Zeit hatte ich die Botschaft irrtümlicherweise noch fatalistisch interpretiert. Sah mein Seelenplan oder Gott wirklich vor, dass ich nun noch größeres Leid erfahren sollte? Konnte ich denn wirklich gar nichts tun, um einem Check-in im Obdachlosenheim oder dem Erfrieren auf der Straße zu entgehen?

Ich betete:

„Jesus, du hast gesehen, wie sehr ich gekämpft habe. In den letzten Monaten habe ich mehrere Hundert Bewerbungen geschrieben, aber es sind weder neue Aufträge noch irgendwelche Jobs hereingekommen. Immer nur kam als Antwort, dass wegen der Pandemie keine Bewerbungsgespräche stattfinden könnten, oder es wurde direkt abgesagt. Ich habe mehrmals versucht, Arbeitslosengeld zu bekommen oder eine neue Wohnung zu finden. Alles, was ich tun konnte, habe ich getan, Jesus. Ich habe alles gegeben. Jetzt kannst nur du mir noch helfen.“

Es heißt, dass Gott jedem Menschen nur diejenigen Situationen im Leben zumutet, die derjenige auch meistern kann. Gott musste mich für ziemlich stark halten, wenn er mir nur ein schockierendes Obdachlosenheim oder eine Parkbank als Wahlmöglichkeiten anbot. Aber so stark fühlte ich mich nicht. Und ich wollte jetzt nicht seelisch wachsen oder stärker werden oder weiß Gott was für eine wertvolle Lektion durch die bevorstehende Strapaze lernen.

Was ich wollte, war ein Schlafplatz, der erträglich war. Schön müsste er nicht sein; erträglich würde mir schon reichen.

Ich betete weiter:

„Jesus, ich kann das beim besten Willen nicht ertragen; Seelenplan hin, Seelenplan her. Hilf mir bitte! Mach, dass eine meiner Ideen funktioniert und dass ich morgen Nacht einen sicheren, sauberen Schlafplatz finden werde. Und zwar einen, der nicht das Heim und nicht die Straße ist. Amen.“

Am nächsten Morgen erhielt ich eine Zusage für einen Praktikumsplatz inklusive Zimmer in einem christlichen Altenheim. Nach dem Praktikum sollte ich einen Wohn- und Arbeitsvertrag für ein Jahr bekommen. Auf dem Weg zu meinem neuen Zuhause kam ich an einer Jesus-Statue vorbei, schaute sie staunend an und sagte nur: „Danke!“

Warum hatte Jesus mir die Lösung erst in letzter Sekunde geschenkt?

Dazu habe ich eine Theorie: Ich glaube, er hat ein so großes Vertrauen in seine Fähigkeit, Dinge und Ereignisse zu manifestieren, dass er das einfach dann machen kann, wenn es nötig ist. Er muss nichts „sicherheitshalber“ schon früher machen. Er muss nicht hoffen oder bangen, keine Eventualitäten berücksichtigen, wie wir es häufig tun. Jesus Christus weiß, dass alles, was er tun möchte, funktionieren wird. Also tut er es einfach.

Meine Geschichte ging noch weiter: Kurz vor dem Ende des Praktikums teilte mir mein Arbeitgeber mit, dass mein Vertrag nicht verlängert werden konnte. Sofort betete ich zu Jesus. Es musste rasch ein neuer, bezahlbarer Schlafplatz her!

Ich fühlte, dass mein Gebet gehört wurde. Doch würde es auch erhört werden?
Während ich betete, fiel mein Blick „zufällig“ auf ein Jesus-Bild. Einem Impuls folgend googelte ich „Ferienzimmer“, wählte die Rufnummer des ersten Google-Treffers und bekam das Zimmer. Es war übrigens das preiswerteste in der gesamten Stadt.

Inzwischen habe ich wieder einen festen Wohnsitz und auch neue Arbeit, die ich sehr liebe. In dem Moment, in dem mir klar wurde, dass Gott mich liebt, kamen plötzlich mehrere gute Jobangebote und Aufträge auf einmal.

Meine Story ist nur eine von vielen. Es gibt unzählige Situationen, in denen Jesus Christus schon Menschen in tiefster Not geholfen hat. Seine Liebe, sein Mitgefühl und seine Kraft sind größer, als wir Menschen ahnen.
Jesus wird auch Dir helfen, wenn Du es möchtest und ihn darum bittest.

24.10.2020
Liebe Grüße von
Varia Antares
Germanistin, Dozentin, Autorin

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