Bewusst-Sein Das Neueste

Erkenne dich selbst … Oh Gott – ja, so falsch sind Sie da gar nicht

p-erwachsener-fashion-fokusMit einer Bewusstseinsrevolution ins ‚Neue Normal‘? Erkenne dich selbst …

Oh Gott – ja, so falsch sind Sie da gar nicht.
Den Grundgedanken zu Bewusstsein und Achtsamkeit bildet für mich der bekannte Satz: Erkenne dich selbst. Es ist einer der am meisten zitierten Gedanken, der nahezu zwingend mit Bewusstsein und Achtsamkeit verbunden ist.

Doch was so leicht dahingesagt ist, ist eine der ganz großen Herausforderungen, blickt man doch IN SICH SELBST. Da zeigt sich schon einiges, das mehr oder weniger erfreulich sein kann.
Somit gibt es unzählige Fluchtversuche, Ablenkungsmöglichkeiten und Umwege – doch letztlich kommt man immer bei sich selbst an, wie immer man dies dann auch bewertet.

Wenn man nicht in der Lage ist, sich selbst ins Angesicht und damit in die eigene Seele zu gucken, und mit der Arbeit beginnt, Selbst-Wissen jenseits der Ego-Anbetung zu erlangen, dann kann man lange warten, dass ‚etwas‘ passiert.
Es kommt vom sog. Außen keine Lösung, kein Heilversprechen – und wenn etwas kommt, dann kann man sicher sein, dass es nicht hält und ohne Substanz ist.

Es geht hier und jetzt, dringend und sofort, um die individuelle Bewusstseinsrevolution.

Sie ist – in einem Wechselprozess mit dem Kollektiv – wesentlich dafür, dass wir als Menschheit die berühmte Kurve in die nächste höhere Energiedimension bekommen.

Fragen ist dabei nicht mehr. Wir sind bereits in eine große Richtung unterwegs.

Es gilt – mitgehangen, mitgefangen.
Das ist kein Determinismus, sondern es eine große Richtung, in die wir als Kollektiv bewusst und unbewusst unterwegs sind, weil 2018-2020 eine Fülle an Zyklen enden – und zwar in einer starken Kumulation. Wahrscheinlich ist dies ein Entwicklungsfenster, wie wir es noch nie hatten – mit allen Chancen auf einen echten, wahrhaftigen Durchbruch. Doch beginnen tut alles beim Einzelnen.  

Worum geht es also?

  • Es geht um das Aufzeigen von einer von vielen möglichen Perspektiven und Zusammenhängen, die über geübtes Bewusstsein und trainierte Achtsamkeit im Alltag und im Überblick lebbar ist.
  • Es geht um ‚was ist stimmig‘ – und das ist hochgradig individuell und verändert sich auch immer wieder. Alles andere an Wertung bleibt an dieser Stelle beiseite, weil es schlicht unstimmig ist. Dies ist einer von vielen Schritten auf einem längeren Weg.
  • Es geht nicht um eine neue Form von Egoismus und Narzissmus. 
  • Es geht darum, zu erkennen, wer man selbst ist, um aus sich heraus zu ergründen, was der eigene Beitrag fürs Ganze zum Wohle von einem selbst und zum Wohle des Ganzen ist.
  • Es kommt auf das Erkennen und auf das Verbinden des Erkannten an.
  • Es kommt auf den Blick fürs Details, fürs Individuelle und auf den Blick für das große Ganze, für Zusammenhänge und Beziehungen zueinander an.

Daher der tiefe Blick ins Kollektiv, um beim ‚Erkenne dich selbst‘ zu landen.
Es ist ein permanentes Wechselspiel, ein Abgleichprozess.

Also wieder alles auf Anfang?

Wohl ja, denn die Erwartungshaltung, dass irgendwer von irgendwo dann doch irgendetwas an Lösung anbietet, die darf rasch sterben. Diese Erwartung ist und bleibt Illusion. Die Menschheit ist durch Kultur, Gesellschaft, Religion, Medien, Nationalismus, Bildung, Regierung und alle Arten von illusionären Vorstellungen z.B. aus der Sippe und Familie tief konditioniert.
Zu einem beträchtlichen Teil erfolgt die Übernahme dieser Prägungen unbewusst. Bevor man irgendwelche Lösungen anbieten kann, muss man sich jedoch dieser Konditionierungen und Prägungen bewusst werden und die Arbeit tun, die nötig ist, sich selbst zu erkennen und zu verstehen, mit dem mechanisch-reaktiven Verhalten, emotionalen Süchten und unserer Voreingenommenheit, Informationen automatisch abzuweisen, welche im Konflikt mit der jeweiligen Weltsicht stehen.

Hören Sie also auf, auf Herrn Trump, Frau Merkel, Herrn Seehofer, Herrn Putin und wie sie alle heißen mögen, zu schimpfen. Jede/r hat aus höherer Sicht ihre/seine Rolle, die Sie mit Sicherheit nicht kennen; vielleicht können Sie diese Rolle jedoch erahnen, wenn Sie neu denken.

Machen Sie vorher den Schritt auf sich selbst zurück. Wenn Sie ihren Laden in Ordnung haben, sind Sie ein Segen für die Menschheit. Das wäre doch etwas?

Fangen Sie bei sich selbst an – Selbstarbeit, der Marathon unter den Wegen

Aufrichtige Selbst-Arbeit erfordert Anstrengung und Mut, weil man sowohl der gesellschaftlichen Konditionierung und Programmierung als auch den Lügen, die man sich selbst erzählt, um „dazuzugehören“, ins Auge sehen muss. Disziplin und Hingabe sind auch sehr hilfreiche Ingredienzen.
Erkenne dich selbst ist daher eher ein Marathon als ein Sprint.

Wenn man aufrichtig mit sich selbst ist, wird dieser Prozess einen unweigerlich zur Konfrontation mit den Illusionen in der Welt führen. Man wird beginnen, die Welt mehr als das WAHRZUNEHMEN wie sie IST, und nicht wie man sie mag, oder sich vorstellt, wie sie wäre. Schafft man diese Art von Wahrnehmung, dann gibt es keine Schönrederei mit einer Buntheit an Ausreden mehr.

Es ist, was es ist … sagt die Liebe
so Erich Fried in einem seiner bekanntesten Gedichte.  

Diese Arbeit der Wahrnehmung von Realität wie sie ist, beginnt im Inneren und muss mit dem Äußeren immer wieder verbunden werden. Es geht als nicht um polare Erfahrungen. Diese sind ein Zwischenschritt am Weg, doch nicht das Ziel. Ziel ist die Verbindung von Innen und Außen, vom Individuellen und Kollektiv, von Gefühl und Verstand, von Geist und Materie.

Da die Mehrheit jedoch primär außenorientiert ist, muss im ersten Schritt das Innere aufholen können. Daher erfolgt zurzeit eine Betonung des inneren Aspekts, der so viele Jahre vernachlässigt wurde.

Der innere Aspekt ist der spirituelle Aspekt, der weibliche Weg.

Er braucht zurzeit eine besondere Aufmerksamkeit, eine besondere Nährung und Stärkung. Damit wird die äußere Ebene entlastet und – in einem weiteren Schritt – ist ein Zusammenfügen von Innen und Außen möglich. Stellen Sie sich, das würden mehrere Menschen machen, vielleicht sogar nach einiger Zeit der individuellen Festigung im Erkenntnisprozess gemeinsam?
Was würde da für eine Energie für wahrhaft Neues, Anderes entstehen? Einfach mal nachwirken lassen …

Es geht dabei nicht um ein Umverteilen oder um das Bevorzugen einer Seite.

Erkennen ist die Devise. Wahre Selbst-Arbeit ist kein Spaziergang im Park oder das lockere Manifestieren von Wünschen. Erkenntnis als Weg und Ziel duldet auch keine Abkürzungen.

Stellen Sie sich als auf eine Schotterstraße mit zeitweilig wenig oder gar keine Begleitung, Sturm, Flashfloods, Hochwasser, Schwimmen, zähes Gehen, Hitze etc. pp.
Die aktuellen Energien begünstigen dies, ja befeuern dies sogar. Eine spirituell-irdische Wetter-App dafür könnte diese Beitragsserie sein – wenn Sie wollen.

Bei allem geht es darum, an die Quelle zu gehen und sich immer wieder und wieder eigene innere Grunddisposition anzusehen, die wir am Beginn unseres Seins jeweils eingenommen haben.
Das mag theoretisch klingen, ist es jedoch überhaupt nicht.

Es ist dieser innere Weg zu sich, der eben keine laute Party verträgt. Ballermann ist nicht. Es geht hier um das Erkennen der Urtrennung von der Quelle, um die unbewusste Entscheidung bei der Geburt für Liebe oder Angst als Lebenseinstellung. Alles andere sind Folgeerscheinungen.

Das Ziel jeder inneren Arbeit ist das der distanzierten Integration.

Was wie ein Widerspruch klingt, ist der Weg zum Ziel.
Zuerst geht es um das Verständnis von einem selbst, und dann, während die Filter und Programme sich lösen, um das Verständnis dem, was gemeinhin als die Welt bezeichnet wird. Wahre innere Arbeit konzentriert sich daher nicht nur auf das „Erkenne dich selbst“, sondern auch auf Wissen über die Realität der Realität.

„Es gibt keine Bewusstwerdung ohne Schmerzen. Die Menschen werden alles tun, egal wie absurd, um ihrer eigenen Seele nicht ins Angesicht sehen zu müssen. Man wird nicht erleuchtet, in dem man sich Lichtfiguren vorstellt, sondern indem man sich der Dunkelheit bewusst wird.“ Carl Gustav Jung

Wo ist James Bond, wenn man ihn braucht – oder: warum soll ich mich überhaupt auf diesen mühsamen Weg ins Innere begeben?

Die Notwendigkeit, die Wahrheit in sich selbst zu suchen und danach zu handeln, muss von einem selbst kommen. Niemand kann es für einen anderen tun. Niemand kann jemand anderen dazu bringen, es zu tun, bis der Mensch selbst erkennt, wie wertvoll die Zeit ist, in der er lebt.

Dies ist eine der großen Fehlannahmen vieler BeraterInnen.
Sie wollen überzeugen mit dem, was sie für gut halten. Manche missionieren noch immer. Das alles ist nicht gefragt. Impulse, Wegweisungen, Angebote, Möglichkeiten – ja, unbedingt. Doch immer mit der freien Wahlmöglichkeit verbunden – denn es geht um die Eigenverantwortung, um die bewusste Entscheidung für sich und für das eigene Leben.

Gleichzeitig dürfen wir uns folgendes bewusst sein: Der vielzitierte freie Wille ist nicht wirklich ‚frei‘, solange man mit den fünf konditionierten und programmierten Sinnen wahrnimmt. Überlegen Sie sich mal, wer Sie alles beeinflusste?
Unterbrechen Sie gerne das Lesen dieser Zeilen, legen Sie den Beitrag zur Seiten. Nehmen Sie Stift und Papier zur Hand und schreiben Sie auf.
Wer beeinflusste mich bislang in meinem Sein? Seien Sie dabei gründlich und ehrlich. Es geht ja um Sie selbst, um den wertvollsten Menschen, den Sie haben.

Menschen, die sich selbst nicht kennen, werden weiterhin in einem selbst-auferlegtem Gefängnis leben, einem Gefängnis ohne Gitter und Wände.
Sie werden ihre FührerInnen als ‚HeilsbringerInnen‘ verehren, wie in einem globalen Stockholm-Syndrom, genau jene verehrend und verteidigend, welche sie eingesperrt halten. Sie werden zu Werkzeugen der vielzitierten Matrix, davon überzeugt, dass sie ‚frei‘ sind.
Sie reagieren jedoch nur mechanisch auf externe Einflüsse und angesammelte Konditionierung. Wenn man politischen Parteien und Bewegungen nachläuft und sie unkritisch wählt, weil man das ja immer so bislang machte, ist dies übrigens auch eine spezielle Form von Guru-Nachlaufen.
Selbst wenn das Gros über das Parteienangebot jammert und schimpft – bei der nächsten Wahl wird der altbekannte Weg mit Miniabweichungen wiederum gegangen. … Oder dieses Mal vielleicht doch nicht?

Was Ordnung bringt, ist eine grundlegende innere Transformation, welche zu äußerer Handlung führt.

Innere Transformation ist keine Isolation, ist kein Zurückziehen von äußerer Handlung.
Im Gegenteil, die richtige Handlung kann es nur geben, wenn es richtiges Denken gibt, und richtiges Denken gibt es nicht ohne Selbstwissen und ohne laufenden Abgleich mit den Geschehnissen im Äußeren.

Ohne sich selbst zu kennen, gibt es keinen Frieden.

Wie soll es dann Frieden auf einer größeren Ebene geben?!
Aller Unfrieden im Äußeren, alle Konflikte im Äußeren sind letztlich – auch wenn Sie sofort schreien, Sie könnten ja nichts für den z.B. Konflikt in Syrien und im Nahen Osten – letztlich sind alle Konflikte ein Ausdruck unser aller inneren Konflikte in einer sehr verdichteten Form. Denn auf einer bestimmten Ebene unseres Seins sind wir alle miteinander verbunden.
Quantenphysikalisch ist dies seit Jahrzehnten beweisbar. Alles ist eine Frage der Betrachtungsweise…

Zudem: wie innen so außen – zur gefälligen Erinnerung.
Verstandesmäßig werden Sie dies nicht erklären können und sofort in den großen Widerstand gehen und zu zetern beginnen. Doch ich schreibe gerne und freien Herzens:

wer die kosmischen Prinzipien, die hermetischen Prinzipien nicht kennt, wer keine Grundahnung von Quantenphysik und Quantenphilosophie hat, erkennt nicht, in welchem Spinnennetz und Gefängnis aus Konditionierungen und Prägungen sie/er sitzt.

Laufen Sie diversen Medien – ob Mainstream oder alternativ – nach?
Sind sie YouTube-gläubig?
Ist Facebook für Sie die neue Bibel und das neue alte Netzwerk an Freunden?
Ich provoziere bewusst, um Sie innerlich in die Gänge zu bringen und Ihnen andere Perspektiven anzubieten. Drehen Sie sich. Stellen Sie sich auf den Kopf. Sie werden die Welt aus einer anderen Sicht wahrnehmen und auch Anderes, vielleicht für Sie Neues entdecken.

Denn: Viele wissen schlicht noch immer nicht, wie der Kosmos, die Erde und das Leben auf dieser Erde funktionieren. Das Leben hat eine innere Logik, die man kennen muss, wenn man sie verändern will. Bewusstsein und Achtsamkeit sind untrennbare Bestandteile davon.

Und noch etwas: Laufen Sie keinen Idealen und keinem Perfektionismus auf diesem Weg zu mehr Bewusstsein und Achtsamkeit nach. Der Erkenntnisweg als Meisterweg ist weder ideal noch perfekt.

Hören Sie auf, bei Essenschallenges mitzumachen und sich radikal-ideale Körperziele zu setzen. Auf Facebook grassiert seit Monaten eine regelrechte Sucht danach. Welchem Ideal laufen Sie nach? Wer setzt Sie unter Druck, entsprechen zu müssen? Germany Next Top Model? Wer gibt Ihnen Ihre Ideale vor?

Halten Sie inne, atmen Sie tief und lassen Sie diese Gedanken auf sich wirken, bevor Sie weiterlesen.
Nehmen Sie sich Zeit … Ein Ideal ist dabei nur eine Flucht, ein Vermeiden von dem, was ist, ein Widerspruch zu dem, was ist.

Ein Ideal verhindert direkte Handlung zu dem, was ist.

Um Frieden zu haben, wird man lieben müssen, wird man damit anfangen müssen, nicht ein ideales Leben zu leben, sondern die Dinge so zu sehen, wie sie sind und danach handeln, sie transformieren – nach Ihrem persönlichen Weg, nach Ihrem zutiefst persönlichen inneren Auftrag.
Doch dazu müssen Sie bereit sein, sich selbst zu erkennen. Daran führt kein Weg vorbei.

Daher gilt: Wissen schützt, Unwissenheit gefährdet. Wissen als Basis für Weisheit weist den möglichen Weg und gibt eine gewisse innere Grundsicherheit, die wesentlich in turbulenten Zeiten ist. Wissen und Weisheit in Tateinheit sind für diese Übergangsjahre ein wesentlicher Kompass für bewusste und achtsame Menschen, die ihren individuellen Beitrag zum Großen Ganzen leisten – und dabei sogar noch innerlich zufrieden und glücklich zu sein.

Im nächsten Beitrag geht es um die Darstellung der aktuellen Lage im „Großen Bild“ mit möglichen Entwicklungspfaden und konkreten Beispielen zur Jahresmitte 2018.

05.07.2018
Andrea Riemer


Zum Abschluss ein tröstlicher Gedanke – als Mutmacher am Weg.

„Sie wusste, das Leben war immer auf ihrer Seite, manches Mal anders als sie es sich wünschte, doch es war immer da. Das Leben liebte Marie und es war geduldig mit ihr. Und doch forderte es sie immer wieder auf, Altes fühlbar und sichtbar abzuschließen. Dann erst war Platz für Neues.“
Andrea Riemer

cover-Botschaften-andrea-riemerText aus ihrem neuen Buch:
Andrea Riemer, Botschaften vom Leben, dielus edition, Leipzig 2018 (mehr dazu samt Leseprobe unter
www.andrea-riemer.de/das-neue-buch). 

Dazu kann man in einer mehrteiligen, kostenpflichtigen Webinarreihe auch nachhören unter www.sofengo.de/academy/andrea.riemer

Zur Autorin: www.andrea-riemer.de

Alle Beiträge der Autorin auf Spirit Online

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