Findhorn Foundation in Schottland, offene Herzen und Wunder

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©Will Russel

Findhorn Foundation in Schottland: von Naturgeistern, offenen Herzen und Wundern

Die Gemeinschaft „Findhorn Foundation“ entstand ganz organisch Mitte des 20. Jahrhunderts, in tiefer Verbundenheit mit der Natur, mittels Meditation und Gemüseanbau. Drei Erwachsene – das Ehepaar Peter und Eileen Caddy und ihre Freundin Dorothy Maclean – hingen durch eine merkwürdige Fügung auf einem Campingplatz in der Nähe des malerischen Fischerdorfes Findhorn im Norden Schottlands fest, mitsamt der drei kleinen Söhne der Caddys.

Eileen erhielt göttliche – und erfreulich konkrete – Eingebungen in nächtlichen Meditationen.
Dorothy fand Zugang zu den Naturgeistern, die sie als „Devas“ bezeichnete und die ihr halfen, in „Co-Creation“ mit der Natur zu arbeiten, gemeinsam und achtsam statt gedankenlos und ausbeuterisch.
Peter schließlich brachte die Energie, das Ganze umzusetzen.

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©Will Russell-Findhorn 12

Die erstaunliche Ernte der drei auf dem sandigen Boden zu Füßen der Highlands (40 Pfund schwere Kohlköpfe!) brachte ihnen Aufmerksamkeit und die ersten Anhänger – von denen über die Jahre immer mehr kamen.
1962 wurde schließlich die Community gegründet, die heute vor allem als Center für spirituelle Bildung Menschen weltweit inspiriert.

Das Dorf Findhorn, sehr beliebt bei schottischen und englischen Touristen, liegt an einem schönen Strand, wo die atemberaubende Bucht gleichen Namens in den  „Firth of Moray“ mündet.
Fast daneben, auf dem Weg zur Kleinstadt Forres, liegt der ehemalige Campingplatz, wo alles seinen Anfang genommen hat und wo es auch heute noch Stellplätze für Autos, Zelte und Caravans gibt. Etliche von denen, die jetzt dort campen, kommen wegen der traumhaften Landschaft und den herrlichen Dünen.

Sie ahnen nicht, dass es hier neben einem schönen Café, einem verlockenden Laden und einer Kunstgalerie auch etwas gibt, das Menschen aus so fernen Ländern wie Japan, Chile und Kanada anzieht:

Die Vision eines anderen Lebens im Einklang mit der Natur und auf Grundlage spiritueller Praxis.

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©Hugo Klip-universal hall
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©Hugo Klip-pictures of unseen beings

Drei Prinzipien gibt es, auf denen die Findhorn Foundation gründet:

  • Als erstes „Co-Creation“, also das gemeinsame Gestaltung in Übereinstimmung mit der Natur. Man zieht die Naturgeister, die Devas, vor jeder Gartenarbeit zu Rate, um ein für beide Seiten gewünschtes Ergebnis zu erzielen.
  • Das zweite Prinzip ist „Deep Listening“: in sich hinein lauschen und in der eigenen Stille die Verbindung mit der „Quelle allen Seins“ finden.
  • Das dritte Prinzip betrifft die Realisierung der spirituellen Erkenntnisse und Erfahrungen als Liebesdienst: „Work is love in action“.

Die Foundation will nichts weniger, als beispielhaft die Grundlagen eines neuen Bewusstseins zu zeigen und abzubilden, dass menschliches Zusammenleben und -arbeiten auch unter anderen Parametern als denen der Gewinnmaximierung und des Konsums möglich ist.

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©Hugo Klip-geöffnete arme

Dies trifft auf weltweite Resonanz. Erst im September dieses Jahres hat die Konferenz „Co-Creative Spirituality“ regelrecht einen Nerv getroffen. Es war im Grunde eine Rückbesinnung auf die Anfänge der Gemeinschaft – kombiniert mit der aktuellen brisanten Weltsituation, in der mehr und mehr Menschen die Hoffnung verlieren.

Hunderte kamen, um zu erfahren, welche „ungesehenen Welten“, welche Wesen in Paralleldimensionen existieren, die uns Menschen jetzt, wo es Spitz auf Knopf steht, unterstützend beistehend könnten. Dorothy Maclean hatte damals mit der Deva der Gartenerbse die Kommunikation mit den subtilen Königreichen eröffnet – jene Welten, die viele von uns nicht erspüren, ignorieren oder gar vehement leugnen, die aber immer schon von vereinzelten Menschen wahrgenommen werden konnten.

Die teilweise sehr emotionalen Reaktionen der Konferenzteilnehmer zeigten, dass Findhorn nach wie vor Vorreiterrolle in der bei uns im Westen gelebten Spiritualität einnimmt. Die Impulse, die auch diese Konferenz in die Welt ausschickte, werden spürbar sein.

Dass die Gemeinschaft so lange Bestand hat, liegt nicht zuletzt auch an ihrer Freiheit: die Mitglieder pflegen ihre individuellen Religionen oder folgen ihren individuellen Lehren. Die Community selbst hat keinen „Guru“ – in welcher Form auch immer – in der Führung.

Sie fordert ihre Mitglieder auf, die Autorität in sich selbst zu finden und der Stimme des eigenen Herzens zu folgen.

Mehr noch: Das Herz für die Welt, für alles Leben, zu öffnen

Wobei das Wort „Mitglieder“ in der weitesten Bedeutung des Wortes zu verstehen ist: Manche kommen und bleiben ein Leben, andere mehrere Jahre, einige nur ein, zwei Wochen. Wieder andere, wie ich, kehren regelmäßig zurück, um Energie zu tanken. Etliche arbeiten in der Gemeinschaft mit, auf bezahlter oder freiwilliger Basis; etliche haben ihren Wohnsitz in diesem Energiefeld und verdienen ihre Brötchen woanders. Und gar nicht wenige bauen inspiriert von ihrer Erfahrung hier irgendwo auf der Welt etwas auf, das „Findhorn“-Charakter hat – auch Gemeinschaften in Deutschland zeigen diese Einflüsse.

In der langjährigsten spirituellen Community in Europa geht es um das Sein, nicht das Haben oder das Tun.

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©Will Russell Findhorn
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©Hugo Klip-game of transformation

Es geht nicht um Effizienz, sondern um Achtsamkeit.

Eigenverantwortung, was die spirituelle Entwicklung betrifft, ist ein grundlegender Wert, den eigentlich alle teilen, die hierher finden – manche, weil sie tatsächlich einen „Ruf“ vernommen haben. Wie sie diese wahrnehmen und leben, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Wie immer, wenn es um Menschen geht, ist das sehr individuell und auch nie ohne Widersprüche und Fehler. Nur, dass man hier eingeladen ist, „Fehler“ anders zu werten – oder gleich gar auf jede Art von Wertung verzichtet, die draußen in der „normalen Welt“ so unermüdlich betrieben wird.

Eileen Caddy wusste dank höherer Eingebung, dass ihr kleiner Campingplatz sich zur „Stadt des Lichts“ entwickeln würde – nicht geplant von den Menschen, aber gewollt von einer anderen Instanz.

Heute werden rund 200 Workshops pro Jahr hier angeboten, darunter auch von vielen bekannten Seminarleiter*innen wie Carolyn Myss, Eckhard Tolle oder Neale Donald Walsch. „Spirituell spektakuläre“ Events wie die Konferenz 2018 ziehen Menschen an, die noch nie in Schottland waren; die „Experience Week“, die Erfahrungswoche, die den Einstieg in die Welt Findhorns darstellt, wird regelmäßig auch auf deutsch, französisch oder spanisch angeboten, um der großen Nachfrage gerecht zu werden.

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©Hugo Klip-Attuning into session
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©Will Russell Findhorn

Doch ich möchte warnen: Wer eine Woche Findhorn bucht, stößt eine Tür auf, die Einblicke in nie zuvor gesehene Welten und Möglichkeiten schenkt, die ein Leben lang berühren können. Nicht von ungefähr lautet ein Motto der Community: „Erwarte Wunder!“

Literatur und Links

www.findhorn.org
Eileen Caddy: „Findhorn – Zentrum des Lichts.“
Eileen Caddy: „Der magische Findhorn-Garten: Gespräche mit Engeln, Elfen und Naturgeistern
Dorothy MacLean: „Bewohnerin zweier Welten.“ Autobiographie

Zitat

„Es gibt keinen Zweifel daran, dass der Planet durch eine Transformation geht, wo alle von uns lernen, unsere eigene Ganzheit zu erkennen. Die Seele wird in einer neuen Weise geerdet. Indem wir Liebe zu allen Dingen bringen, transformieren wir den Planeten in eine höhere Schwingung.“ Dorothy Maclean

26.11.2018
Martina Pahr

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3 Kommentare

  1. Wunderbar, danke für diesen Artikel… Zum Thema Achtsamkeit… Was eine liegengebliebene Birne auf einem Spaziergang mit  #gott und unserem Streben nach unserem Verwendungszweck im #leben zu tun  hat… Ooops, darf man Gott und #natur überhaupt auf Social-Media erwähnen??? Lass  dich überraschen… http://bit.ly/2FEBPFl

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