Das Neueste Gesellschaft

Geld Energie und Tausch verstehen und anwenden

psychologie-des-tauschens-geld-finanzen-banken-moneyGibt es eine „Psychologie von Tausch“?
Oder geht es um mehr?

Wir tauschen alle, im täglichen Leben, dauerhaft, weil nur so unser menschliches Zusammenleben funktioniert und damit das System als Ganzes (sozial-ökonomisch-ökologisch-technisch) zusammengehalten wird. Tausch hält das System, in dem wir leben und handeln, lebendig. Es kann sich damit aus sich heraus erneuern und somit am Leben bleiben.

Daher muss man die „Psychologie des Tausches“ kennen, verstehen und anwenden

Banken, Finanzen und Geld sind „bloß“ SpielerInnen in diesem Spiel.
An Festen wie Weihnachten fällt uns das vielleicht mehr auf als während des Jahres. Doch was verbirgt sich dahinter? Was sind die eigentlichen Tauschprinzipien in unserem Daseinssystem und warum ist es so wichtig, sie zu verstehen und zu leben?

Wie sieht dies im oft zitierten „neuen Geld-Finanz-Banken-System“ aus? Es ist hilfreich, sich mit der „Psychologie von Tausch“ eingehend auseinanderzusetzen, um auch in einem neuen Geld-Finanz-System stimmig für sich und für das Ganze leben zu können.

Austauschprinzipien in lebendigen Systemen

Um die „Psychologie des Tausches“ zu verstehen, muss man lebendige Systeme in ihrem Grundwesen verstehen. Man muss zudem die Grundprinzipien unseres Seins kennen und verstehen. D.h. es geht um die Gang in die Tiefe unseres Seins.
Das Urprinzip unseres Seins ist Energie. Energie hat als Grundeigenschaft, dass sie immer in Bewegung ist und dass sie nie verloren geht, sondern ihre Form verändert. Vielen mag dies bekannt sein. Doch was hat das mit der „Psychologie des Tausches“, mit Banken und mit Geld zu tun? Was hat es mit den beiden Grundprinzipien von Geben und Nehmen und von Austausch zu tun?

Nun eine ganze Menge, denn auch Geld ist Energie. Es ist ein sehr fungibles (d.h. beweglich, ersetzbar, austauschbar) Tauschmittel. Nicht erst seit gestern, sondern bereits seit Jahrtausenden, auch wenn wir heute kaum mehr wertgesichertes Geld z.B. im Sinne einer Edelmetallwertsicherung haben, vieles auf Treu und Glauben basiert und in digitalen Büchern herumschwirrt. Der gute Ruf und das Vertrauen darauf, dass er so bleibt, wird als Besicherung von Geld und seinem Wert eingesetzt. Etwas imaginär und virtuell, doch heute ausgiebig gehandhabt.

Doch – und das ist wesentlich: Geld ist und bleibt ein Energiewesen, das Bewegung will und auch braucht. Gleich ob edelmetallbesichert und mit dem guten Ruf und dem Namen vertrauensbesichert.

Wie kann sich diese Energiewesen bewegen, wenn es seit Anbeginn unseres Seins eine Doppeltrennung gibt und was hat die mit Geld zu tun?
Ich habe mehrfach schon darüber geschrieben. Die faktische Doppeltrennung in unserem Dasein, von der die wenigsten wissen, dass es sie überhaupt gibt, ist wesentlich in dieser scheinbar sperrigen Betrachtung. Doch ich will mit Ihnen an den Grund gehen, denn alles andere ist Oberflächengewäsch und bringt uns im Verständnis nicht einer Lösung näher.

Vor allem macht es uns nicht fit für ein neues Finanz-Geld-Werte-System. Es wäre im Verhalten more of the same, wenn wir nicht auf den Grund des Alten gingen, um die Tauschprinzipien zu erkennen und um sie auch im Alltag konkret anzuwenden.

Energetisch erfolgte am Beginn unseres Seins die Trennung von der Quelle (nennen Sie es Gott oder wie auch immer) und die Trennung in Polaritäten und in die Dualität, z.B. in männlich und weiblich. In dieser Doppeltrennung wurde dem Kollektiv u.a. die Unfähigkeit der Selbsterhaltung ebenso mitgegeben, wie der scheinbare Umstand, dass es Vermittler braucht.

Das kann der Priester, der zwischen Gott und den Menschen vermittelt sein. Das kann Geld sein, das den Tausch ermöglicht und vereinfacht. Das können Banken sein, die bei größeren Geldgeschäften dazwischen geschalten wurden und werden. Zudem wurde erkannt, dass Geld nicht nur ein wunderbar fungibles Tauschmittel ist, sondern dass man damit hervorragend spekulieren kann und noch zusätzlich Geld verdienen kann. Sozusagen

Geld mit Geld verdienen

Diese Zweckentfremdung von Geld als Tauschmittel ist heute der Regelfall. Geld ist viel weniger ein Energiewesen, das als fungibles Tauschmittel genutzt wird, wofür es durchaus brauchbar ist, sondern es ist Spekulationsobjekt. Der Mensch-zu-Mensch-Tausch bleibt immer mehr außen vor.

Es hat sich ein finanzielles Spekulationsuniversum parallel zum Waren- und Dienstleistungstausch gebildet, das letztes im Volumen schlicht aussticht. Dazu muss man gar nicht groß herumrechnen. Frei und mit gepflegtem Unterscheidungsvermögen festgestellt.

Genau dieser Umstand, die Zweckentfremdung von Geld als Tauschmittel, ist übrigens eine der größten kollektiven Blockaden, damit Geld im Ursinn fließen kann. Diese Zweckentfremdung führte zur Verzerrung, die wiederum ein weiteres Hindernis für Fluss ist.

Fluss ist Ausdruck von Bewegung und damit der Ursinn von Energie – Sie erinnern sich an einen meiner Eingangsgedanken.
All dies schlägt sich in den Tauschprinzipien nieder, z.B. im Prinzip von Geben und Nehmen und im Prinzip von Ausgleich. Wer dies versteht, erkennt, wo die aktuellen kollektiven und individuellen Blockaden liegen. Hier liegt auch die Lösung bzw. die Auflösung derselben.

 Die „Psychologie von Tausch“ ist sehr einfach. Erkenne, dass alles Energie ist, auch Geld. Erkenne, dass Energie immer in Bewegung ist; daher muss auch Geld immer in Bewegung sein. Was herausgenommen wird, muss in gleichem Maß hineingegeben werden. Dann ist auch Ausgleich gegeben und Geben und Nehmen halten einander die Waage – auch wenn es zu einer Formveränderung kommt.
Dies ist die Grundlage für Fluss und für ein gesundes Daseinssystem. Wird das Tauschobjekt missbraucht, sind der Fluss und die Bewegung behindert und stocken.

Warum stockt es?

Das was das Kollektiv als Stocken empfindet, ist in der Missachtung der grundlegenden Tauschprinzipien begründet. Ich gehe noch einen Schritt weiter – es ist die Unkenntnis dieser Tauschprinzipien. Keines davon wird mehrheitlich bewusst und sinnstiftend angewendet. Wie auch? Sie sind weitgehend unbekannt.

So wird fröhlich spekuliert, Geld mit Geld gemacht. Gier und Neid sind überlagernde Energiezustände, die die Teilung in arm und reich, in Habende und Nichthabende seit Jahrhunderten forciert. Die Veränderung der Form von Geld hin zu Buchgeld, d.h. Geld, das faktisch nur mehr virtuell und nicht mehr haptisch verfügbar ist, befeuerte diese Entwicklung weiter.

Die Digitalisierung von Geld, die massive Involvierung von Banken und Investmentunternehmen, die gleichzeitig in der physischen Bedeutung bedroht sind und sich daher auf die Spekulation unter Zuhilfenahme von Geld als Mittler fokussierten, haben das Gesamtsystem noch weiter verzerrt. Ich skizziere diese bewusst plastisch und vereinfacht. Ich weise keine Schuld zu, doch belasse ich jene, die zur Verzerrung beitrugen, sehr wohl in ihrer Verantwortung. Das darf dann schon sein.
Kurz und knapp:

Es stockt, weil die Grundprinzipien des Tausches weder erkannt, noch ausreichend beachtet wurden und werden.

Geld gilt gemeinhin als anerkannter Ermöglicher im Sinne eines Tauschmittels für vieles.
Geld gilt jedoch auch gemeinhin als knappstes aller Güter – zumindest in der Vorstellung des Kollektivs. Dies ist übrigens eine alte kollektive Prägung, samt einer mittlerweile unüberschaubaren Gemengelage an Glaubenssätzen. 

Dass eine massive Ungleichverteilung vorliegt, die auch durch ungehemmte Ausweitung der Geldmenge (=Buchgeld) nicht verändert wird, ist damit auf der Hand liegend. Hintergrund: der Missbrauch von Geld zu Spekulationszwecken unter beinharter Nutzung digitaler Möglichkeiten.

Im Übrigen – Geld ist nur Mittel zum Zweck. Bei Interesse googeln Sie zur Tulpenkrise im 17. Jahrhundert. Das Tauschmittel war ein anderes. Die Spekulation damit war ziemlich ähnlich wie mit dem, was wir heute als Geld bezeichnen. Die Rolle der Banken hatten damals Händler übernommen. Auch hier regierte die Gier … mit bekannten Folgen.

 Es stockt als mittlerweile gewaltig, weil alle Austauschprinzipien, die auch für Geld gelten, weder erkannt, noch beachtet wurden und werden.

Schenken und Erwartungen

Geben ist seliger als Nehmen … ein lange gepflegter Spruch, der ein ausgezeichnetes Beispiel für den Verstoß für grundlegende Austauschprinzipien ist. Nichts ist wichtiger, weder geben noch nehmen. Es ist wohl eines der größten Missverständnisse des Menschen, etwas in Konkurrenz zu setzen und zu bewerten. Es muss immer beides da sein, das Empfangend-Aufnehmende und das Gebend-Verströmende. Es ist das Halten und das Hineinlegen, das Aufnehmen und das Hineingeben, die Struktur und Inhalt geben.

Wer schenkt, darf nicht erwarten, auch nicht implizit und unbewusst, dass es etwas zurückkommt. Schenken ist wohl eine der missverstandensten Handlungen. Es ist ein Verströmen, das aus dem Herzen kommen muss. Doch wie oft tut es das? Die selbsternannten PhilantropInnen, die ihr Vermögen verschenken – aus steuerlichen Gründen, um sich Achtung und Zuneigung zu erkaufen?

Im Kleinen, die Großmutter, die dem Enkelkind etwas schenkt, um sich – oft unbewusst, manches Mal auch bewusst –Zeit, Zuneigung, Gebrauchtwerden und Aufmerksamkeit in ihrer Einsamkeit zu erkaufen? Die Eltern, die ihrem Kind die Wohnung schenken – auch um sich Respekt zu erkaufen und das Kind in einer Pseudaabhängigkeit zu behalten?

Ich pointiere bewusst. Uneigennütziges Schenken aus dem Herzen heraus kommt sehr, sehr selten vor. Gerade im emotionalen Bereich orte ich viel mehr Tauschgeschäfte als bewusst ist. Doch entspricht das dem Wesen dessen, was getauscht wird?
Es wird ja nicht nur Geld gegen Gefühle getauscht. Es wird Liebe getauscht gegen Nähe, Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit, Schutz, Geborgenheit … doch wird Liebe erwartungsfrei geschenkt? Sind Menschen dazu überhaupt in der Lage?

 Das „Warum“ für einen Tausch zu ergründen, ist wohl eine der delikatesten Angelegenheiten in einem Tauschprozess. Dabei kann man rasch in Verlegenheit geraten und aufgedeckt werden. Wer will das schon?

Informationsberge als Verhinderer für den Fluss von Informationen im System

Gerade in der esoterischen und spirituellen Community ist die Erwartungshaltung verbreitet, dass Leistung geschenkt wird. Geld bzw. einen Ausgleich dafür zu nehmen, ist verpönt. Es wurden Ersatzbegriffe wie Energieausgleich, Wertschätzungsausgleich erfunden – nur um ja nicht den Begriff Geld in den Mund zu nehmen. Wer will denn bei einem Schmuddelkind anstreifen?! Vor allem und keinesfalls die Eso-Szene.

Dies zeigt die Unkenntnis der Tauschprinzipien und die Unkenntnis der Funktionsfähigkeit unseres Daseinsystems. Doch … ich weiß, ich weiß – das ist ja vollkommen unspirituell. Wenn es um die Wohnungsmiete geht, wird es schnell profan. Es gehört zum neuen Chic, dass spirituelle Menschen materiell-finanziell an der Kippe stehen. Wenn sie jedoch einen auskömmlichen und doch bescheidenen Lebenswandel führen, dann sind sie suspekt.

Wenn sie richtig gutes Geld mit dem, was sie geben, verdienen, dann sind sie unmoralisch und machen abhängig.
Ich will mit dieser Überzeichnung, die sie natürlich sofort als solche erkannten, andeuten, wie SIE denken. Doch machen Sie Ihr Denken nicht zum Denken anderer, vor allem nicht jener, die ehrlich anbieten. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen und dieser Vergleich hinkt und ist nicht nur mathematisch unzulässig.

Die Projektionen sind Ihre Projektionen, auch wenn es Sie schmerzt, was ich hier schreibe.

Ähnlich ist es übrigens auch in der Wissenschaft

Junge WissenschafterInnen müssen dankbar sein, wenn sie publizieren dürfen. Dafür leben sie. Wer nicht publiziert, ist nicht existent. Dafür einen Ausgleich zu erfahren, ist unüblich. Es muss die Plattform als solche reichen. Das Leben im wissenschaftlichen Prekariat, also in einem Höchstmaß an erwerblicher Unsicherheit, gehört heute schon zum guten Ton in vielen Wissenschaftsfeldern.

Es braucht also schon sehr viele Liebe zum Fach, dass man in der Wissenschaft bleibt, sich im höchstkompetitiven Umfeld behauptet und dann auch noch an die berühmten Drittmittel gelangt. Dabei ist mittlerweile fast jedes Mittel recht. Sehen Sie sich die zahlreichen getürkten Studien in den wissenschaftlichen Hochglanzmagazinen an. Hintergrund ist sehr oft das Hinlangen an finanzielle Mittel. Sie sehen – auch in der hehren Wissenschaft gibt es einen völlig unsinnigen Kampf ums Geld.

Der Zeitaufwand zur Einwerbung von Drittmitteln ist mittlerweile mindestens gleich hoch wie die Zeit, die für die eigentliche Forschungsarbeit verbleibt. Dabei berücksichtige ich noch nicht den überbordenden Verwaltungsaufwand.

Als dritte Gruppe nenne ich die KünstlerInnen. Sie können die Schilderungen zu den beiden angeführten Gruppen 1:1 umlegen. Den Rest überlasse ich Ihrer Fantasie. Doch – halt. Gehen Sie sich selbst nicht auf den Leim mit alten vorgefassten Gedankenmustern. Seien Sie doch auch einmal kreativ.

So gibt es zahlreiche weitere Beispiele, die dazu führten, dass es einen unglaublichen Berg an Informationen in den verschiedensten Bereichen gibt, der dem Kollektiv zur Verfügung steht, doch letztlich ungenutzt vor sich hin verfault und verrottet. Das hat auch mit der mittlerweile unglaublich kurzen Halbwertszeit von Information per se zu tun und mit der leichten Verfügbarkeit über digitale Kanäle. Ich betone – auch.

Es ist also eine Mischung aus mehreren Aspekten, die dazu führte, dass Wissen und Erkenntnisse, die heute weitergegeben werden, nicht mehr als so wertvoll empfunden werden, dass dafür ein Ausgleich in welcher Form auch immer stattfindet.

So fault dieser immense Informationsberg in unterschiedlichsten Bereichen mehr oder weniger still vor sich hin. Das Kollektiv nimmt ihn – auch mehr oder weniger – zur Kenntnis, denn er wird ja pausenlos erneuert. Es ist eher ein Hinterherhecheln nach Informationsstücken, denn nach fundierter und substantiierter Erkenntnis.

Von einer konkreten Anwendung im individuellen Lebensalltag schreibe ich hier gar nicht. Wie sollen da Fluss, Durchlüftung, Erneuerung, Entfaltung im Gesamtsystem möglich sein?

 Der geschenkte, frei verfügbare Informationsberg ist wohl einer der großen, viel zu wenig erkannten Verhinderer und Blockaden im Austausch innerhalb der Gesamtsystems unseres Daseins.

Geld ist nicht das Thema – Banken sind nicht das Thema – Finanzen spielen eine Nebenrolle

Geld in seiner Urform ist zweifellos ein praktisches Tauschmittel, sehr praktisch sogar. Man schreibe einem Geldschein und einer Münze einen Wert zu – und schon kann es losgehen. Ich weiß, ich vereinfache hier. Doch es geht ja um Prinzipien und nicht um Prozesse.

Banken sind zweifellos in ihrer Urform durchaus hilfreiche Mittler im System, wenngleich sie nicht notwendigerweise gebraucht werden. Sie sind Vereinfacher und vielleicht auch Ermöglicher, wenn man das Kreditwesen einbezieht, doch sie sind keine Notwendigkeit. Sie machen vieles bequemer – doch nochmals, sie sind nicht notwendig.

Das was wir heute als Finanzsektor und Finanzwelt bezeichnen, ist deutlich mehr, als man mit Geld und Banken umschreiben kann. Es ist ein sehr vielfältiger Dienstleistungssektor, indem zum größten Teil Geld als Spekulationsobjekt verwendet wird. Wir sind also wieder bei der Zerrform angelangt.

Dieser Gedanke fällt vielen schwer, weil Geld, Banken und Finanzdienstleistungen Gewohnheitsobjekte geworden sind. Wir haben sie – bei aller Kritik – liebgewonnen und sie verstärken unsere Bequemlichkeit. Kein stimmiger Gedanke und keine adäquate innere Haltung in Zeiten des großen Umbruchs, wo eine Komfortzone nach der anderen aufgebrochen wird.

Ich meine natürlich nicht, dass wir in die Urzeit des Geld- und Bankwesens zurückgehen. Ich meine, dass wir uns mit neuen Gedanken vertraut machen dürfen und das Jammern und Schimpfen samt den kollektiv grassierenden Verknappungsgedanken beiseitelassen dürfen, vielleicht sogar müssen, damit eine echte, wahrhaftige Veränderung eintreten kann. Und sie wird eintreten – entweder als soft landing, wenn die kollektiven Energien dafür ausreichen, oder als harter Knall am Boden der sogenannten Realität, wenn weiterhin geschlafen wird.

Dann erfolgt ein brutaler Kaltstart.
Alles was war, ist auf null gestellt. Nichts mehr wert im alten Sinn. Wir fangen alle am gleichen Punkt wieder von Neuen an. Es gibt auch hier den freien Willen. Allerdings ist die Zeit bereits höchst knapp, sich auf einen soft landing einzuschwingen. Sie merken, wir sind in der Spiritualität angelangt.

Worum geht es dann, wenn es in der Essenz NICHT um Geld und um die Banken geht?

Es geht schlicht um das Erkennen und Anwenden von Geben und Nehmen, um das Gesamtsystem, das nach Ausgleich und Harmonie strebt (und zwar aus sich heraus, also systemimmanent), auch entsprechend zu behandeln und zu handeln. D.h. die Frage „Darf ich für meine Leistung eine Gegenleistung erwarten und nehmen?“ stellt sich so gar nicht.

Denn es gibt ja den systemimmanenten Ausgleich. Alles andere verhindert den Fluss im System und führt zum Systemtod, denn Stagnation ist die Vorstufe zum Tod. Stillstand ist Systemtod. Einseitigkeit ist Systemtod. Wir stehen übrigens ganz kurz und knapp davor. … auch hier mein dezenter Hinweis, dass ein spiritueller Zugang durchaus Lösungen anböte.

 Wer das Prinzip von nachvollziehbarem Geben und Nehmen erkennt und konsequent anwendet, leistet einen wertvollen Teil für das Leben und die Lebendigkeit des Gesamtsystems – und das sind wir alle.

Geld und die 5. Dimension

Viel ist in letzter Zeit von den unterschiedlichen Dimensionen, d.h. von Bewusstseinszuständen die Rede. Geld kommt in diesem Zusammenhang nicht besonders gut weg. Ich will dies in den folgenden Gedanken in neue Perspektiven rücken und zum Nachdenken anregen.

Die vermeintliche Trennung in 3D, dass mit spirituell-beratender Arbeit kein Geld verdient werden darf, ist ein allgemeiner, kollektiver Glaubenssatz. In Wahrheit ist es natürlich zulässig, mit dem göttlichen Auftrag auch jene Ressourcen zu verdienen, die es braucht, um genau diesen göttlichen Auftrag auch längerfristig in Freude und Leichtigkeit als Vorbild ausführen zu können.

Ich schreibe nicht vom Millionenscheffeln, sondern davon, einen normalen Lebensunterhalt zu bestreiten. D.h. es ist eine gedankliche Trennung, die von der Quelle so nie vorgesehen ist und die Gaia auch gar nicht unterstützt. Es ist eine Illusion, diese Trennung. Fantastisch im Kollektiv implantiert – tief und verlässlich.

D.h. es geht darum, die fiktive Trennung, die man in sich als solche bewusst zu begreifen, anzunehmen – ja dazu zu sagen und sie dann in die Verbindung aus Göttlichem Auftrag und Ressourcen in sich zu verbinden.
Es darf beides sein:

der Göttliche Auftrag und die Ressourcen, das Göttliche und das Irdische.

Die Einheit umfasst eben beides und findet auf einer höheren Etage statt. Wenn man seine irdischen Ressourcen für das Gemeinwohl und für die Ausführung des Göttlichen Auftrags bewusst und achtsam einsetzt, dann ist das genau das, was die Quelle und Gaia von einen wollen. Damit erschafft man das Gleichgewicht und den Ausgleich in sich und so kann er im Außen in Erscheinung treten.

In jeder Gesellschaft, in der ein bestimmter Grad an Individualität aufrechterhalten wird, gibt es ein Zwischenelement für den Tausch von Leistungen aller Art – auch in einer 5D-Gesellschaft. Dies können Muscheln, Steine, buntes Papier oder was auch immer sein – ihnen wird ein Wert vorab zugeschrieben, der den Tausch ermöglicht.

Da ich davon ausgehe, dass auch in einer künftigen Gesellschaft, die z.B. in der 4., 5. oder höheren Dimension im Bewusstseinszustand angesiedelt sein wird, ein Maß an Individualität und Freiheit der/des einzelnen gegeben sein wird, wird es auch eine Währung für den Tausch geben. Alles andere wäre eine Kollektivgesellschaft ohne Spielraum für die/den einzelnen.

Was sich jedoch grundlegend verändern wird, ist die Art, die Qualität und die Macht in der Geldverwendung. Wenn die Existenzängste, eine typische 3D-Erscheinung, der Wettbewerb, der Dauerkampfmodus, die Gier, der Neid, der Hass, die allesamt oft mit Geld als Machtinstrument verbunden sind, auf 3D verbleiben, dann gehen wir durch die Passage von 4D (wo sich 3D und 5D treffen) weiter auf 5D.

Ja – es wird ein Tauschsystem geben, doch der Umgang mit dem Tauschmittel hat sich verändert, weil es in Fülle verfügbar ist und wir eine erhöhte Manifestationsfähigkeit haben, um diese Fülle sicherzustellen. Je mehr dazu in der Lage sein werden, umso mehr weniger wird der Mangel aller Art sein.

Will man also den Prozess einordnen, dann lässt sich folgendes schreiben:

Geben und Nehmen sind duale Aspekte, doch sie führen zum Ausgleich, um in den Fluss an sich zu kommen. Das ist 4D.
Auf 5D fließen Geben und Nehmen ineinander und sind eine Einheit, weil einander vollkommene Wesen auf Augenhöhe begegnen, und einander bestärken und bereichern. Dies liegt vor allem in der individuellen Manifestationsfähigkeit begründet.

D.h. Menschen sind in der Lage, sich rasch auf das Frequenzband dessen bewusst zu begeben, das sie sich für sich und ihr Leben wünschen. Klingt illusionär? Mit der 3D-Brille natürlich. Aus einer übergeordneten Perspektive ist dies selbstverständlich möglich.

Vieles erscheint bekannt. Ich meine, dass es bislang eine Kannbedingung, eine hinreichende Bedingung war. Nun ist es eine Mussbedingung, eine notwendige Bedingung. Steigt der Bewusstseinszustand, so muss man sich in der Frequenz angleichen. Ansonsten manifestiert man im Nirwana herum und wundert sich, dass sich nur wenig verändert.

 Die Konsequenz: Bewusstwerdung der Prinzipien; Bewusstwerdung von Dimensionen; Einschwingung der Eigenfrequenz auf das Gewünschte; Glauben und Vertrauen, dass es bereits vorhanden ist und die Arme weit öffnen, damit es in Erscheinung treten kann und empfangen werden kann. Klingt einfach, doch mit ein wenig Disziplin und Übung ist es möglich.

Weihnachten als Fest des Gebens & Nehmens – Schenken – mit welcher Absicht?

Da Weihnachten als das Fest der Liebe vor der Türe steht, und wenn Sie den Beitrag während des Jahres lesen – glauben Sie mir, das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt, … Sie können natürlich jedes andere Fest auch nehmen, wenn Ihnen das sympathischer ist, also – Feste sind ja Orte des Austauschs. Die Qualität des Austauschs kann ganz vielfältig sein – und doch fügt sie sich immer in die Psychologie von Tausch nahtlos ein – auch auf einer höheren Bewusstseinsebene.

Anstatt also Weihnachten salopp und oberflächlich einerseits als Fest der Liebe zu etikettieren und andererseits über die alljährlichen kollektiven Kaufräusche zu schimpfen, machen Sie doch einen Schritt zurück und fragen Sie sich nach den Tauschprinzipien. Kennen Sie diese? Wenden Sie diese an?

Schenken Sie aus Höflichkeit, weil „man“ es so tut, weil es so üblich ist, weil es jedes Jahr so gehandhabt wird? Oder gehören Sie zur wachsenden Gruppe, die sich dem kollektiven Kaufrausch und Schenkzwang mit einem schmallippigen „ich schenke während des Jahres“ entziehen? Wiederum zwei Extreme, die an den Austauschprinzipien meilenweit vorbeigehen, oft ohne es zu merken.

Ich werte hier nicht. Ich unterscheide. Ich erkenne. Ich weise darauf hin, was sich im Hintergrund abspielt. Erwartungsfreies Schenken ist wohl eine der Meisterübungen. Es ist und bleibt ein einseitiger Akt, wenn von der beschenkten Seite nichts kommt. Damit ist der Samen für Ungleichgewicht im System gelegt.

Was kann diese Einseitigkeit auslösen? Das Gefühl von Unbedanktsein beim Schenkenden. Das Gefühl von Schuld beim Beschenkten, dass er nichts geben kann, weil er nicht erkennt, dass Freude, ein Lachen, eine Umarmung, von Dankbarkeit usw. auch Formen von Ausgleich sind. … Möglicherweise bin ich haarspalterisch unterwegs. Doch ich will an den Grund gehen. Dort finden wir Lösungen – wenn wir sie sehen und aufnehmen wollen.

Wie sieht die „Psychologie von Tausch“ in der Neuen Zeit aus?

In meiner Wahrnehmung kann die „Psychologie von Tausch“ in der Neuen Zeit nicht im klassischen Geben&Nehmen verbleiben, denn dann entwickelt sich unser Daseinssystem in die berühmte Breite und nicht in Form einer Spirale nach vorne und nach oben. Die Breitenentwicklung zeigt tausende Verästelungen auf, doch entspricht sie nicht der Entwicklung von Leben. Geld, Banken, Finanzen und die „Psychologie von Tausch“ sind natürlich Teil unseres Lebens.

Wie sieht dies konkret aus? Es geht darum, zu begreifen, dass auch Geld und alles, was damit zusammenhängt, PartnerInnen auf Augenhöhe sind. Das mag ein wenig abgehoben und abstrakt klingen, doch wenn Geld ein Energiewesen ist – und es wird auch mehr denn je ein Energiewesen bleiben – dann muss man es auch entsprechend behandeln. Wahrhaftige Partnerschaft ist immer auf Ausgleich auf einer höheren Ebene abgestellt.

  • Es geht nie darum, hier und dort zu machen.
  • Es geht darum, etwas Höherwertiges ins Leben zu holen.
  • Es geht darum, Bestärkung und innere Bereicherung zu ermöglichen.

Das ist anspruchsvoll. Das ist abseits und jenseits der bekannten Komfortzonen. Das verträgt kein Jammern, kein Schimpfen, keine Gier, keinen Neid, keinen Wettbewerb. Das verlangt Bewusstsein und Achtsamkeit, so mühsam es am Beginn erscheinen mag.

Doch mit etwas Übung kommt man rasch in die neuen Gänge

Vielleicht ist das bevorstehende Weihnachtsfest für die eine oder den anderen eine richtig gute Gelegenheit, sich mit gepflegtem Unterscheidungsvermögen diesem Thema, das übrigens ein Menschheitsthema ist, intensiver zu widmen. Forschend, neugierig, sich selbst fragend „ja, was tue ich denn da?“ …

Damit tragen Sie Ihren ureigenen Teil zur Gesundung von Austausch und damit zur Gesundung unseres Daseinssystems bei. Dann ermöglichen Sie ein neues Daseinssystems mit Ihren Möglichkeiten.

Und – Sie schimpfen weder über Geld, noch über Kaufräusche aller Art, noch über zu wenig und zu viel an Kohle – und die Banken lassen Sie auch in Ruhe. Sie verändern Ihren Fokus dorthin, wo Lösungen liegen, dorthin, wo Sie Akzente für Neues setzen können. Voraussetzung ist bloß, sich diesen zu widmen, sie zu erkennen, zu verstehen und auch anzuwenden.

Könnte auch für Sie sehr erleichternd und erfrischend sein. … und Sie haben die „Psychologie von Tausch in der Neuen Zeit“ erfasst. Vor allem sind Sie fit für jegliche Art von neuem Tauschsystem, denn die Prinzipien bleiben die gleichen.

05.12.2018
Andrea Riemer
www.andrea-riemer.de

Zudem gibt es auf spirit-online.de eine Serie zum Thema „Bewusstseinsrevolution“, die sich u.a. von der globalen bis zur individuell-persönlichen Ebene mit dem laufenden Umbruch und wie man sich orientieren kann, auseinandersetzt. Diese Beiträge finden Sie >>> HIER

cover-Botschaften-andrea-riemerBesonderer Tipp:

Das neue Buch von Andrea Riemer:
„Botschaften vom Leben“
Marie, das Leben, die Liebe und der Tod
– mehr mit Leseprobe unter www.andrea-riemer.de

Alle Beiträge der Autorin auf Spirit Online

Den Artikel kommentieren

Mit deinem Newsletter erhältst du viele Neuigkeiten und Anregendes aus der großen Welt der Spiritualität

Briefkasten-Himmel-wolken-mailbox

zur Newsletter-Eintragung

E-Mail Adressen sind bei uns sicher | wir geben Adressen niemals weiter


Anzeigelion-tours