Ahnenmedizin berührt Generationen

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© Anatoli Styf

 Wie Ahnenmedizin Generationen berührt

Das Leben fordert Liebe  – Eine Patientin, ca. 35 Jahre alt, energielos, partnerlos, kinderlos, einsam und verzweifelt mit beginnender Schilddrüsenunterfunktion erzählte mir unvermittelt von ihrem Vater: Wie sehr sie ihn bewundere, wie viel Energie er habe, dass er alles hinbekomme, was er sich vornimmt und dass er sich dann noch mehr vornimmt und dieses dann auch noch hinbekommt. Wie Ahnenmedizin Generationen berührt. Ich fragte sie, ob sie sich vorstellen könne, dass das ganze Leben ihres Vaters eventuell eine Kompensation sei, um seinen untergründigen Gefühlen nicht begegnen zu müssen…und zwar genau den Gefühlen, mit denen sie hier gerade vor mir sitze. Die daraufhin fließenden Tränen waren ein Zeugnis für die enge Verbundenheit, die sie unbewusst mit ihrem Vater teilt.

Wie Ahnenmedizin Generationen berührt – Ausgelagerte Erfahrungen warten auf ihre Verarbeitung

Wenn Lebenssituationen für Menschen zum Zeitpunkt ihres Entstehens nicht zu verarbeiten sind, wenn sie nicht in das Erleben integriert werden können, entsteht im menschlichen Gehirn eine Dissoziation, eine Abspaltung. Die nicht zu verarbeitende Erfahrung wird (vermeintlich) ausgelagert und wartet auf eine Zeit, in der Verarbeitung wieder möglich ist, um dann erneut an die Oberfläche zu kommen. Diese Zeit kann lange dauern, abgespaltene schlimme Erfahrungen können über Generationen weitergegeben werden und auch Generationen überspringen. Alle Menschen geben die evolutionäre Quintessenz ihres Lebens an ihre Kinder weiter, jeder zieht sozusagen ein persönliches Fazit, welches sich in die Gene und in die Gewebeerinnerung einprägt.

Die Lebensstrategie des oben erwähnten Vaters äußert sich in Kontaktvermeidung. Er hat sein Leben scheinbar ganz anders gestaltet, mit viel Aktivität, er hat sich förmlich weggearbeitet, aber die eigentlichen Gefühle sind als Erbe nicht zu verbergen, seine Tochter fühlt seine wahren Gefühle – es sind gleichzeitig seine und ihre eigenen: Einsamkeit – Kontaktlosigkeit – nicht genügend Energie zur Lösung vorhanden. Bei ihm sieht man vordergründig die Kompensation und bei ihr die Essenz.

Das Leben will gefühlt sein 

Das Fazit eines Lebens wird stets hoch intelligent und in tiefer Liebe weitergegeben, weil etwas ‚Wesentliches‘ gelöst werden möchte.

Wir sind mehr als ein Körper in einer Zeitdimension 

Und wir dürfen nicht vergessen, dass auch die Kinder einem Seelenverbund zugehörig sind, der eine gemeinsame Aufgabe zu lösen gewillt ist.

Eine weitere Patientin erzählte mir, dass es ihr prächtig ginge, weil ihr Vater in einer vorherigen Therapie aus ihr ‚herausgenommen wurde‘. Ich sagte nichts, sondern hörte zunächst einmal nur zu. Aber vielleicht kannst du es ja nachfühlen, dass das erstens nicht geht, zweitens nicht sinnvoll und drittens sich gar kein so prächtiges Gefühl im Sinne von ‚gut gehen‘ im Raum ergoss…

Verbundenheit kann nicht getrennt werden … 

Gerade in der Verbundenheit liegt ein großes Potential zur Heilung. Das Gefühl, was hier deutlich wurde, war der Ausschluss aus einer Gemeinschaft, weil eine Verantwortung seit Jahren nicht in die Lösung getragen werden konnte. Hier ging es um Schuldgefühle, die sich nicht vergeben werden konnten, sondern immer wieder ausgeschlossen wurden. Die vermeintliche Trennung verleiht dem Grundgefühl einen noch stärkeren Ausdruck.

Kompensieren funktioniert eine Weile, aber die Gefühle setzten sich durch 

Viele Menschen kompensieren, bis es zu einer größeren Lebensumstellung kommt. Beliebte Zeitpunkte zum Ausbruch von Erkrankungen sind so z.B. der Abschluss der Ausbildung – die Kinder sind aus dem Haus – Beginn der Rente und so weiter. Die Art der oben erwähnten Kompensationen endete bei beiden Vätern der oben erwähnten Patientinnen im Krankheitsbild der Demenz. Viele Erkrankungen können in dem Kontext der Ahnenmedizin logisch werden.
Ich empfinde das als wichtigen Schritt zur Ergänzung anderer und durchaus sinnvoller Möglichkeiten der Medizin und Therapie.

Die Zeit heilt alle Wunden 

Die Homöopathie lehrt uns, dass jeder Stoff und jede Materie zum Heilmittel werden kann. Es muss nur ihre Potenzierung – also ihr Abstand stimmen. Die Zeit verschafft Abstand. Und Menschen sind ja nun mal auch ein Stoff dieser Erde. Die Zeit wird hierdurch zu einer Art Fugenmittel – ein wichtiges Verbindungsmittel für Grund und Boden. Und der Mensch selbst wird zum Heilmittel. Wenn wir alle Begegnungen und Symptome in einem ahnenmedizinischen Kontext verstehen lernen, trägt das zu einer wesentlichen Veränderung des medizinisch- und therapeutischen Weltbildes bei.

Das Leben hat eine Richtung

Wir kommen, um irgendwann wieder zu gehen. Diese Richtung ist von Anfang an klar…diese Richtung ist der Zeitstrahl, auf dem wir uns bewegen – eine Achse der Ausrichtung – ein Fokus. Ich nenne diese Zeitachse männliches Prinzip. Das hat nichts mit Männern und Frauen zu tun, sondern ich meine das reine Prinzip. Sie steht auch für die innere Führungskraft oder psychologisch ausgedrückt für den eigenen inneren Vater.

Das Leben hat einen Körper. Wir entfalten uns in einem Raum. Dieser Raum beinhaltet das Prinzip der Versorgung oder auch der eigenen inneren Mutter.

Körperliches, emotionales oder geistiges Wachstum – alles, was sich auf dem Lebensstrahl entfalten möchte – will versorgt sein.

Das dritte Phänomen des Lebens ist das Prinzip des Wesens. Seine Entfaltung ist zutiefst verbunden mit der Versorgung und der Führungskraft. Das Wesen ist abhängig von den beiden anderen Prinzipien und formend zugleich.

Alle drei Phänomene nenne ich Lebensachsen

Sie umkreisen eine gemeinsame Mitte, die auf besondere Art und Weise ein Tor darstellt, hinter dem eine absolute Gleichzeitigkeit der Gezeiten existiert.

Das Phänomen der Gleichzeitigkeit tiefer zu verstehen, ermöglicht Einsicht in die tiefe Intelligenz der Symptome. Jeder Stoff will in seinem vollen Wert erkannt werden. In einem Verbund kann nichts wirklich ausgeschlossen werden. Auch Autoimmunerkrankungen enden für alle Zellen gemeinsam.
Ich denke es wird Zeit zum Heilen.

31.01.2019
Mit einem Gruß aus der Seelenküche
Kim Fohlenstein
Heilpraktikerin und Lehrerin bei heil+kunst


Wie Ahnenmedizin Generationen berührt Kim Fohlenstein
(c) privat

Kim Fohlenstein
widmete sich nach dem Studium der Diplom-Pädagogik und Philosophie der Naturheilkunde und eröffnete 2002 als Heilpraktikerin ihre erste Praxis in der sie mit den Schwerpunkten Cranio-Sacrale Osteopathie, Homöopathie und systemischer Aufstellungsarbeit ihre Arbeit begann, die sich heute zur Ahnenmedizin entwickelt hat. 2005 eröffnete sie gemeinsam mit Felicitas Quelle die Heilpraktikerschule heil+kunst in Darmstadt. Dank ihrer unerschütterlichen Wissbegier ist sie während ihrer Arbeit immer Themen auf der Spur geblieben, die sie nicht losließen. So wie das Thema der archaischen Wunden und ihrer Heilweisen oder das Phänomen der Zeit als Schlüssel für eine ganzheitliche Medizin. Dafür hat Kim zwei Kartensets entwickelt, die unter dem Motto „Lernen – berühren – heilen“ erschienen sind und Ahnenmedizin mit Seelenhomöopathie verbinden.
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