Gesellschaft

Großkonzerne – Skrupellos und kriminell?

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Seit mehr als zwanzig Jahren sollen sich die Hersteller der Autoindustrie über etliche Details ihrer Produkte abgesprochen und organisiert haben. Dabei sollen sie nicht immer vom Streben nach Perfektion, sondern vor allem vom Streben nach Profit geleitet worden sein, dem sie, Beispiel zu kleiner AdBlue-Tank, die Perfektion willig geopfert haben sollen. Streben nach Profit ist per se nichts Schlimmes. Aber wenn Ausführung und Außendarstellung soweit auseinanderzuklaffen scheinen wie bei der deutschen Autoindustrie, dann wird es problematisch. Und was wusste die Regierung davon? Natürlich nichts! Obwohl sich die Lobbyisten im Kanzleramt auf die Füße treten, ehemalige CDU Politiker den VDA anführen, nein, Politik hat nichts gewusst. Wie immer!

Wissentlich Fahrzeuge zu verkaufen, die die Luft verpesten, aber mit Umweltlabel herumfahren, das ist Etikettenschwindel. Sollte sich bestätigen, dass in Hinterzimmerrunden Absprachen getroffen wurden, die die Abgasreinigungskonzepte zugunsten höheren Vertriebsgewinns geopfert haben, stünden Konzernchefs wie Müller, Zetsche, Stadter und Co. sozusagen auf einer Stufe zum Beispiel mit Händlern, die auf ebay Zweite-Wahl-Ware teurer Marken als Originale verkaufen und sich bei Beschwerde auf irgendwelche in Schriftgröße zwei formulierten Ausschlussklauseln in den AGB berufen. Im Falle der Autoindustrie sind das die besonders lasch formulierten Gesetze zum Thema Abschalteinrichtung. Wenn man kartellrechtliche Vergehen nicht als Kavaliersdelikt betrachtet, muss man sagen: Es handelt sich hier um organisierte Kriminalität.

Doch als Kriminelle würden sich die Konzernchefs nie betrachten. Sie stellen sich, und das ist das eigentlich Beängstigende, auf die Bühnen der Messen dieser Welt und verbreiten mit messianischem Gestus Märchen. Wenn sich VW-Chef Müller wiederholt beklagt, es gäbe „eine Kampagne gegen den Diesel“ oder BMW in seiner aktuellen Pressemitteilung von „Medienberichterstattung im Zusammenhang mit der Skandalisierung des Dieselantriebs“ schreibt, als würden nicht die deutschen Autos, sondern die deutschen Medien tonnenweise NOX in die Luft pusten, kann man nur noch blanken Zynismus attestieren“(spiegel online)

Von der Wurst, über Beton, Gummibärchen, Pflastersteine, Bier, Pharma – „Beschiss“ wo der Verbraucher und Steuerzahler hinguckt. Da fragt man sich, gibt es denn überhaupt noch ehrliche Unternehmen? Ehrliche Produkte? Interessiert das überhaupt jemanden? Mein Entschluss steht fest. Ich kaufe diesen Mist nicht mehr. Und ich schaue sehr genau hin, was mir da verkauft werden will. Kartellabsprachen sind ein Verbrechen an der Allgemeinheit. Nicht mehr und nicht weniger und das sollte jeden kümmern.
Uwe Taschow

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