Haben Atheisten die besseren Argumente?

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Gott-Tasse-Hilfe-ideasHaben Atheisten in der Frage nach einem Gottesbeweis und Existenz die besseren Argumente?

Die Diskussion um Gott und ob es einen Gott gibt, ist schon so alt wie die Menschheit. Letztendlich spiegelt die weltliche Diskussion unsere innere Diskussion wieder. Da ist in uns unser Verstand, der vollkommen anderer Meinung ist als unser Herz. Und wer von beiden hat nun die „besseren“ Argumente? Und wer will beurteilen, welche Argumente „schlechter“ oder „besser“ sein könnten? Also, haben Atheisten in der Frage nach einem Gottesbeweis und Existenz die besseren Argumente?

Letztendlich hat natürlich jeder aus seiner Sicht die „besseren“ Argumente. Zugleich sind die Argumente des einen stets wenig stichhaltig aus der Sicht des anderen. Wir schauen uns das Ganze mal etwas aus der Nähe an …

Atheismus

Der Begriff des Atheismus stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie „ohne Gott“. Atheismus bezeichnet also die Abwesenheit von Gott beziehungsweise die Ablehnung eines Glaubens an Gott oder an Götter.

Bereits hier unterscheiden sich ja schon die unterschiedlichen Religionen und Glaubensrichtungen, denn die einen sagen, es gäbe nur den einen Gott, während die anderen viele verschiedene Götter für richtig erachten. (All diesen Fragen misst ohnehin nur unser Ego bzw. unser Verstand eine Bedeutung bei. Der wahren Schöpferkraft/Liebe in uns ist es ziemlich schnuppe, ob wir an sie nicht glauben oder doch, und wenn ja in welcher Art und Weise. Die Liebe liebt ohne Unterlass, ganz gleich ob wir sie Gott nennen oder viele Götter oder überhaupt nicht erkennen.)

Gottesbeweis und Atheisten

Unter dem Begriff „Gottesbeweis“ wird verstanden, mit Hilfe der Vernunft beziehungsweise mit Hilfe unseres Verstandes die Existenz eines Gottes (oder mehrerer Götter) zu beweisen. Hierbei stellt sich nun natürlich die Frage: Wer oder was ist überhaupt Gott? Denn nur wenn wir Gott definiert haben, können wir mit einem „Gottesbeweis“ auch dasjenige beweisen, was wir beweisen wollen.

Hierzu berichte ich gerne von einem ganz persönlichen Erlebnis, dass mich wirklich sehr berührt hat und das jeder Leser für sich selbst nachfühlen darf. Ich war joggen. Ich jogge gerne einmal in der Woche ca. eine Stunde durch den nahegelegenen Wald. Meine Joggingrunde ist dabei sehr meditativ, denn ich verbinde mich energetisch bewusst mit den Bäumen und der Natur. Zwischendurch lege ich bewusst eine Pause ein, halte inne und schenke mein Bewusstsein und meine volle Aufmerksamkeit einem kleinen Bachlauf. Ich stehe einfach still da und betrachte das fließende Wasser. Ich lausche dem Plätschern und Rauschen inmitten der Natur.

Ein Stück weiter umarme ich meinen Lieblingsbaum. Sodann lehne ich mich mit meinem Rücken gegen den Baumstamm und verschmelze innerlich mit dem „Geschöpf Baum“. Und schließlich jogge ich weiter. Nach einer Weile gelange an ein kleines Moor (mit Feen und Elfen und weiteren Wesenheiten). Und während ich so meine Joggingrunde weiter laufe, meditiere ich im Laufen und bin ganz eins mit dem Geschehen im Jetzt.

Und neulich hatte ich irgendein spannendes Thema zu fassen und ich dachte nur: „Bitte lieber Gott, HILF! Bitte lieber Gott, HILF! Bitte zeig Dich mir und HILF!“ Und ich joggte weiter und bog nach etwa zehn Metern um eine enge Kurve und ZACK: Da stand vor mir mitten auf dem Weg Gott. Ich sah direkt vor mir ein Reh. Und im Gebüsch konnte ich noch ein zweites Reh entdecken. Ich war total geflashed! DA WAR GOTT! Er hatte sich tatsächlich umgehend, sofort und auf der Stelle mir gezeigt. Ich war echt baff!

Natürlich bewertet jeder Leser solch ein Erlebnis auf seine eigene Weise. Doch für mich war es mega beeindruckend, dass unmittelbar nachdem ich mein Jogging-Stoßgebet zum Himmel hoch gegeben hatte, ich auch schon erhört worden war und dies bewusst erleben durfte. Was für ein geniales Timing.

Soweit mein ganz persönliches Erlebnis mit Gott …

Wer ist Gott?

Nun tritt Gott ja nicht immer als Reh in Erscheinung, sondern kann auch ein Schmetterling sein, der Nachbar oder das „Wort zum Sonntag“. Wenn wir die Frage stellen, wer die besseren Argumente für irgendetwas hat, so bewegen wir uns IMMER auf der Ego-Ebene unseres Verstandes. Gott ist aber nicht unser Verstand, sondern Gott ist Liebe. Und Liebe ist eben nicht zu erklären.

Es wäre sinnlos, die Frage zu stellen, welche Frau oder welcher Mann die besseren Argumente hat, damit wir uns in ihn/sie verlieben. Die Liebe geht ihre ganz eigenen Wege. Da helfen uns Argumente herzlich wenig.

Beweise

Auch die Frage nach einem Beweis ist eine grundsätzlich sinnlose Frage. Unser Herz braucht keine Beweise. Wer sollte unserem Herzen was beweisen? Unser Herz ist unsere Intuition. Unser Herz ist unser Inneres Wissen. Unser Herz ist unser Spüren. Mit/in unserem Herzen wissen wir bereits alles. Doch dieses Wissen ist eben auf der Ebene unseres Herzens ein tiefes, inneres Wissen, das mit unserem Verstand nicht verstanden werden kann. Unser Verstand wird niemals wissen und verstehen KÖNNEN, was unser Herz weiß. Deshalb brauchen wir auch unserem Herzen nichts zu beweisen, denn es weiß bereits vorher/jetzt schon alles.

Der einzige der dumm in der Gegend herum steht, ist unser Ego. Unser Verstand ist eben dumm. Damit muss er klar kommen. Unser Verstand wird niemals so viel verstehen wie unser Herz. Da können wir uns selbst noch so viele Beweise und Argumente erbringen, es ist und bleibt ein sinnloses Unterfangen.

Dennoch können wir feststellen, dass wir sehr viel Lebenszeit mit der Beantwortung und Beschäftigung mit solch sinnlosen Fragen zubringen. Es führt zu nichts – außer …

Gefühle fühlen

… außer, dass wir während dieser schweren, kognitiven, verstandesmäßigen Tätigkeit mit unser Aufmerksamkeit total auf Denkprozesse fixiert sind und in dieser Zeit keine Gefühle fühlen. Und ganz genau dies ist auch der Hauptnutzen unseres Denkens: Die Menschen benutzen das Denken, um nicht fühlen zu müssen.

Wir vergöttern unsere Gedanken und Vorstellungen.
Und wir lehnen unsere Gefühle ab.

Dabei sollten wir unsere Gefühle lieben und vergöttern, anbeten und verehren, huldigen, würdigen und für heilig erklären. Doch wir erklären das Geld, die Gedanken, die Wissenschaft, Vorstellungen, Erwartungen, Thesen, Argumente und Beweise für heilig, für wichtig, für bedeutsam – ja Gott gleich.

Argumente und Beweise

Argumente und Beweise ketten uns weiterhin auf der Ebene unseres Ego und unseres Verstandes fest. Wir verpassen unsere eigene Transformation. Wir denken über unsere Transformation nach – anstatt unsere Transformation zu fühlen.

Die Welt steht Kopf.
Die Menschheit ist verwirrt.
Der Sinn des Lebens wurde aus dem Blick verloren.

Was der Sinn des Lebens ist?

Leben!

Und wie LEBEN funktioniert?

Denken

Auf jeden Fall ist Denken NICHT Leben. Sondern Denken ist über das Leben Nachdenken. Solange wir über das Leben und über Gott nachdenken, leben wir nicht, glauben wir nicht, fühlen wir nicht. Sondern wir leben tot am Leben vorbei. Wir verpassen das Eigentliche. Wir verpassen das Leben, den Glauben an uns selbst und das Gefühle-Fühlen. Wir verpassen, das Leben zu lieben.

Schlaue Köpfe können sich über alle möglichen Fragen Gedanken machen. Sie werden dabei weder leben noch das Leben fühlen. Auch wenn die Köpfe rauchen, auch wenn sich die Menschen die Köpfe heiß reden und um Kopf und Kragen argumentieren, auch wenn sich die Gemüter erhitzen und ein heftiger Meinungsaustausch stattfindet, so ist doch all dies nicht Leben, sondern über das Leben zu streiten, sich über das Leben auseinanderzusetzen. Denn die Menschen reden immer über Vergangenheit und Zukunft. Und dies ist die Dimension der Zeit. Und Zeit ist Ego.

Leben ist jetzt!

Die Politiker reden über ihre politischen Programme, Ziele und Absichten. Doch dabei sind sie tot, denn sie fühlen das Jetzt nicht. Sie fühlen nicht, wie sie auf ihrem Stuhl sitzen, wie sie am Rednerpult stehen, wie ihre Füße die Erde berühren, wie sie ein und aus atmen, wie ihr Herz schlägt. Sie fühlen das Leben in sich selbst nicht. Sie ereifern sich lediglich über das Leben der anderen. Ein grotesker Irrtum, mit dem viele Menschen viel Geld verdienen. Doch auch Geld ist nicht besonders lebendig. Es atmet nicht. Es pulsiert nicht. Es hat zwar eine Eigendynamik, aber kein Eigenleben. Geld symbolisiert sehr gut die Eigenschaften des Totseins, des Unlebendigen, der eingefrorenen Formen.

Außen und Innen

Beweis und Argumente könnten nur im Außen erbracht werden. Doch dort im Außen werden wir Gott niemals finden. Dort können wir Gott niemals finden.

Gott ist in uns.
Der Himmel ist in uns.
Das Paradies ist in uns.

Wer braucht da einen Beweis?
Wer im Außen will wissen, dass in mir Gott ist?
Das geht zudem niemanden etwas an.

Gott ist feinstofflich, formlos, unsichtbar.
Gott ist reine Energie.
Gott ist NICHTS.
Gott ist ALLES.
Gott ist geist.
Gott ist das Feld des universalen Bewusstseins.
Gott ist das Feld aller Möglichkeiten.
Gott ist eine Welle im Quantenfeld bevor sie zum Punkt wird.

Gott ist das NICHTS hinter dem ETWAS.
Gott ist die weiße Buchseite hinter den schwarze, gedruckten Worten.
Gott ist die Pause zwischen den Tönen einer Melodie.

(Wenn wir alle Töne gleichzeitig spielen würden, so hätten wir nur einen Töne-Brei und kein schönes Musik-Konzert.)

Gott ist der leere Raum zwischen den Bäumen eines Waldes.

(Wenn wir alle Bäume auf einen Punkt schmeißen würden ohne leeren Raum dazwischen, so hätten wir nur einen Baum-Brei und kein Baumstamm wäre mehr als solcher erkennbar.)

Gott ist die Pause zwischen unserem Einatmen und unserem Ausatmen.
Gott ist die 99% leerer Raum innerhalb eines Atoms.
Gott ist der gewaltig große Abstand zwischen den Sternen.
Gott ist das NICHTS, in dem die Formen als ETWAS in Erscheinung treten können/dürfen.

Und wie wollen wir dies beweisen?

Es ist doch schon bewiesen!
Ich habe es doch gerade aufgeschrieben.
Wozu bräuchte es noch weitere Beweise?

Doch wie wollen wir die Pause zwischen den Tönen anbeten?
Wir wollen wir die weiße Buchseite anbeten?
Wie wollen wir den leeren Raum zwischen den Sternen anbeten?

Da ist ja nichts zum Anbeten da!

Gott können wir also nur mit unserem Geist erkennen.

Ego, Geist und Atheisten

Doch wir Menschen sind Ego. Und das Ego ist auf der Ebene der Formen zuhause. Deshalb beachtet das Ego die gedruckten Buchstaben und missachtet die leere Seite. Das Ego konzentriert sich auf die Töne einer Melodie und missachtet Gott – die Pausen zwischen den Tönen. Das Ego bestaunt die funkelnden Sterne am Firmament – und schaut durch Gott einfach hindurch. Unser Ego kann Gott nicht sehen. Unser Ego kann Gott niemals erkennen, beweisen oder anfassen. Es ist unmöglich!

Wir können Gott ausschließlich auf der Ebene unseres Geistes erfassen, sehen, begreifen, verstehen, erkennen und anerkennen.

Und wen erkennen wir da genau?

Uns selbst als Geist.

Denn wir selbst sind dieser Gott, nachdem wir so lange suchten.

Wollen wir Gott beweisen, so müssten wir also unser eigenes Geist-Sein beweisen. Na dann mal Prost Mahlzeit.

Es ist sinnlos und vollkommen unnötig, uns selbst unser eigenes Geist-Sein beweisen zu wollen. Wir sind Geist. Wir sind es doch schon. Wem wollten oder sollten wir dies beweisen? Unserem Ego? Unserem Verstand?

Ego und Verstand werden dies niemals verstehen. Der Geist ist formlos. Und das Ego nimmt ausschließlich diejenigen Phänomene für wahr, die wir mit unseren körperlichen Sinnen auf der Ebene der Formen wahrnehmen können. Unseren Geist können wir aber nun mal nicht sehen, nicht riechen, nicht schmecken, nicht hören und nicht tasten. Also hat unser Ego Pech gehabt. Es wird leer ausgehen.

Und wir als Geist sind unser Gott, ob dies nun unserem Ego passt oder nicht. Unser Ego braucht ja nicht an uns als Geist/Gott zu glauben. Das macht ja nichts. Doch wir können sehen, wie diese Frage die Menschheit spaltet. Und wir können auch erkennen, wie diese Frage die Menschheit in Ego-Menschen und Geist-Menschen spaltet.

Wenn es nun den Geist-Menschen gelingt, an sich selbst als Gott zu glauben, dann können große Dinge geschehen. Denn dann kann allein unser Glaube Berge versetzen.

Doch das ist dann vielleicht ein extra Thema für einen neuen Artikel …

26.09.2020
In Liebe Dein/Euer
Björn Geitmann
www.datgeitman.de/lichtschule

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