Helfersyndrom – Ein ganz dummer Teufelskreis?

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Helfersyndrom-helpHelfersyndrom – Muster, Fallen und Teufelskreis

Ich kann/mag MEIN Inneres Kind NICHT leben, solange ich spüre, dass jemand in meinem Umfeld SEIN Inneres Kind NICHT lebt … Was hat es mit dem Helfersyndrom auf sich?

Wir alle sind empathisch. Und vielen Menschen wurde es abtrainiert, aus dem eigenen, inneren Impuls heraus zu leben. Wenn ich merke, dass da in meiner Nähe jemand ist (mein Kind (Sohn, Tochter) oder mein Partner oder ein/e Freund/in oder mein Kollege), der/die nicht so recht etwas mit sich selbst anzufangen weiß, dann fühle ich mich intuitiv „für deren Bespaßung“ zuständig.

Diese Menschen strahlen eine Energie von „Ich weiß nicht, was ich machen soll“ aus. Sie „schreien uns ohne Worte an“ und rufen: „Sei für mich da! Nimm Dir bitte Zeit für mich! Kümmere Dich um mich! Ich weiß einfach nicht, was ich jetzt machen soll.“

In einer solchen Situation ist es uns selbst schier unmöglich, uns mit einem guten Gewissen um uns selbst zu kümmern. Unser Helfersyndrom wird aktiviert. Ziehen wir dennoch „unser Ding durch“, meldet sich irgendwo ganz tief in uns drinnen ein schlechtes Gewissen, ein Schuldgefühl, ein Gefühl von „wir sollten jetzt eigentlich etwas anderes tun“.

Kümmern wir uns dann tatsächlich um den anderen, so vernachlässigen wir unsererseits unser eigenes Inneres Kind. Wir kümmern uns um die Belange des Inneren Kindes des anderen und bleiben selbst auf der Strecke. In BEIDEN Fällen entstehen Schuldgefühle. Unser Helfersyndrom erwächst aus diesen Schuldgefühlen. 

Kümmern wir uns um unsere eigenen Interessen, bleibt der andere auf der Strecke. Kümmern wir uns um den anderen, bleiben wir selbst auf der Strecke. Ein ganz dummer Teufelskreis.

In unserer Kindheit diente uns dieses Muster dafür, uns selbst NICHT zu leben und unsere eigenen gaben, Fähigkeiten, Talente und Qualitäten bedeckt zu halten, unter den Teppich zu kehren und zu verstecken (vor uns selbst und vor den anderen). Uns als Kind „um unsere Eltern und deren Probleme kümmern zu müssen“ war uns eine willkommene Ausrede, unsere eigene Größe (noch)nicht leben und erfahren „zu müssen“.

Dieses Muster von:

„Ich bin gerne für den anderen da, dann habe ich gute Gründe, mich selbst NICHT zu leben“ begleitet uns seit unserer Kindheit bis heute. Es ist heute als Erwachsener unser großer Stolperstein, der uns vor tatsächlicher Erleuchtung „schützt“.

Und es fühlt sich irgendwie mies an, den hilflosen anderen „einfach fallen zu lassen“ wie eine heiße Kartoffel. Das “den anderen NICHT fallen lassen KÖNNEN” manifestiert unser Helfersyndrom. Wie kommen wir da nun raus?

Loslassen bedeutet NICHT, den anderen gänzlich fallen zu lassen

Loslassen heißt nur, sich von der „Verantwortung für den anderen“ frei zu machen. Loslassen bedeutet, dem andere seine Verantwortung für sich selbst zu lassen. Ich muss nicht besser wissen, was für den anderen gut, schön, angebracht oder jetzt wichtig ist. Den anderen loszulassen bedeutet, ihm/ihr sein/ihr Schicksal zu erlauben.

Dies ist natürlich extrem schwierig, wenn der andere unter seinem selbst gewählten Schicksal leidet, laut jammert und klagt, den Hilflosen „miemt“ und unsere Hilfe dringend erbittet. Doch wir KÖNNEN ihm/ihr NICHT helfen. Er/sie KANN sich NUR SELBST helfen. Und wenn er/sie sich offensichtlich NICHT helfen kann, dann wählt er/sie offensichtlich jetzt genau diese Erfahrung.

Je existenzieller diese Lebenssituation für den anderen ist, desto schwieriger fällt es uns natürlich, ihn/sie zu lassen und ihn/sie auf seine/ihre Selbst-Verantwortung zurückzuwerfen.

Wir können sagen: „Ich kann nichts für Dich tun. Du kannst nur selbst etwas für Dich tun.“

Und der andere antwortet: „Ich kann auch nichts für mich tun. Ich habe alles versucht. Nur Du kannst mir helfen. Du bist meine letzte Hoffnung.“

Der andere sucht die Lösung also im Außen – in uns. Dies KANN NICHT funktionieren (so sehr uns dies auch schmeicheln mag). Er/sie wird die Lösung nur IN SICH SELBST finden können.

Jeder KANN sich nur selbst helfen.

Und wenn er/sie meint, es nicht zu können, dann ist DIES sein/ihre momentane Entscheidung.

UNTERSTÜTZUNG kann hierbei eine Brücke sein

Unterstützung ist Hilfe zur Selbsthilfe. Unterstüt-zung bedeutet, dem anderen hilfreich zur Seite stehen, damit dieser sich selbst helfen kann (so gut es geht). Doch die volle Selbst-Verantwortung bleibt bei dem anderen. Ich trage KEINE Verantwortung FÜR den anderen. Ich unterstütze nur.

HELFEN begründet ein Abhängigkeitsverhältnis

Es gibt den Hilfsbedürftigen und den Helfer. Der Hilfsbedürftige degradiert sich selbst zum Opfer. Helfen birgt in sich die Energie unglücklicher Ver-strickungen. Helfen ist die unbewusste Fortführung unserer kindlichen Abhängigkeit von unseren Eltern. Wer Hilfe braucht, wer meint, auf Hilfe angewiesen zu sein, ist innerlich in der Kindheit fest-stecken geblieben und hat den Schritt zum Erwachsen-Sein innerlich (energetisch) noch nicht vollzogen.
Ein Erwachsener kann einen anderen Erwachsenen sehr wohl unterstützen.

Jeder behält seine Selbstverantwortung und sein volles Selbstwertgefühl

KEINER ist Opfer! Jeder tut, was er kann. Jeder übernimmt die volle Verantwortung für sein Tun und Handeln und Sein. Beide begegnen sich gleichberechtigt und auf Augenhöhe.

Wir können unsere eigenen Kinder zu hilfsbedürftigen Opfern erziehen, die uns ständig um Hilfe bitten. Oder wir können sie liebevoll begleiten, sodass sie zu selbstbewussten Erwachsenen heran reifen. Solche Menschen gehen aufrecht durchs Leben und verantworten alles, was sie tun, (vor sich) selbst.

Wie gehe ich nun mit einem Menschen in meiner Familie (oder in meinem  Freundes- und Bekann-tenkreis oder bei der Arbeit) um, der gelernt hat, sich selbst als Opfer, als hilflos und als „ich kann nicht selbst die Verantwortung für mich tragen“ wahrzunehmen?
Warum ist dieser Mensch in mein Leben getreten? Was hat dies MIT MIR zu tun?

Es spiegelt mir heute (es macht mir heute bewusst)

  • a) welche Energie ich in meiner Kindheit von meinen Eltern aufgenommen und verinnerlicht habe. Mit dieser Energie identifiziere ich mich bis heute (zumindest teilweise).
  • Und b) wird mir gespiegelt, dass ich mich selbst scheue, die volle Ver-antwortung für die Impulse und die Lebendigkeit meines eigenen Inneren Kindes zu übernehmen. In mir gibt es eine Energie, mit der ich mich als „Opfer der Lebendigkeit meines Inneren Kindes“ fühlen würde. Sprühe ich vor Lebendigkeit meines Herzens und lebe ich die Impulse meines Inneren Kindes, so kann ich meine Vernunft und meine Kontrolle getrost an den Nagel hängen.

Und jetzt ist die Kunst, hierzu Ja zu sagen:

„Ja, mein freier Wille ist es, mein Inneres Kind lebendig und vital zu leben und meine Kontrolle und meine Vernunft an den Nagel zu hängen. Dies tue ich jetzt gerne, bereitwillig und freiwillig. Und dann lasse ich mich dann überraschen, was passiert …“

Somit habe ich das Gefühl, „Opfer zu sein von der Angst vor der Lebendigkeit meines Inneren Kin-des“ transformiert. Ich habe diese Angst erkannt und bereitwilligt durch mich hindurch gelassen, losgelassen und frei gegeben. Diese Angst darf nun heimkehren ins Licht. Und ich darf mich freuen auf die Freuden und Überraschungen meines Inneren Kindes.

Hiermit ist es mir gelungen, meinen Fokus zurück auf MICH zu nehmen, auf mein Inneres Kind mit seinen Wünschen und Bedürfnissen. Und was die anderen machen, ist deren Angelegenheit. Ich schau jetzt, was mein eigenes Herzensfeld und mein Inneres Kind in diesem Augenblick leben und erfahren möchten.

Unterstützung geht immer gerne …
Hilfe und Abhängigkeit war gestern …
Selbstverantwortung und Selbstliebe dürfen jetzt da sein und mich führen, lenken und leiten …

Und dann schau ich einfach mal, ob und was sich verändert …
Ich bin gespannt …

13.01.2019
Björn Geitmann

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4 Kommentare

    • Guten Morgen Karl,
      der Autor hat uns diese umfangreiche Antwort übermittelt:
      Nein! JEDER Mensch hat NUR eine Verantwortung seinem eigenen Inneren Kind (seinem eigenen Herzensfeld) gegenüber. Wenn wir uns gegenüber uns selbst liebevoll, fürsorglich und beschützend verhalten, dann profitieren hiervon ALLE anderen.
      JEDER Mensch muss/sollte sich zu JEDEM Zeitpunkt SO verhalten, dass er sich und sein Verhalten 100% vor seinem eigenen Herzensfeld rechtfertigen kann und ein gutes Gewissen hat. Wir sind niemandem im Außen Rechenschaft schuldig, allein unserem eigenen Herzensfeld gegenüber.
      Manchmal tauchen hierbei Missverständnisse auf: Selbstliebe, den Fokus zu sich selbst nach innen richten und „dem eigenen Herzensfeld dienen“ ist deutlich zu unterscheiden von Ego-Zentriertheit, Egoismus, egoistischer Selbstverliebtheit und Narzissmus. Der Narzissmus unseres Ego ist schädlich und tödlich.
      Ein Narzissmus unseres Herzensfeldes hingegen wäre Heil für die Welt. Ein narzisstisches Herzensfeld würde bedeuten: rücksichtslose, kompromisslose Liebe. IMMER ALLES im Namen der Liebe. Kein Profit (auf Kosten anderer). Kein Gewinnstreben. Keine Spiele, bei denen es Verlierer gibt. Kein sich vergleichen. Kein sich messen. Keine Konkurrenz.
      Natürlich hat JEDER gesunde Mensch das Bedürfnis den Kranken, Schwachen und Armen zu helfen. Hierbei gibt es eine wichtige Regel (Albert Einstein) zu beachten: Probleme können NICHT auf derjenigen Ebene gelöst werden, auf der sie entstanden sind!
      Reichtum und Armut in dieser Welt können wir also NICHT auf der weltlichen, dinglichen, verstandesmäßigen Ebene lösen. Wo dann? – Auf der Herzensfeldebene. Auf der emotionalen Ebene.
      ALLES, was in dieser Welt schräg/verkehrt läuft, können wir nur lösen, indem wir das Problem FÜHLEN (NICHT indem wir über das Problem nachdenken!!!). Das Ego/unser Verstand hat das Problem verursacht. Auf dieser Ebene werden wir es NIEMALS lösen KÖNNEN. Unser Ego/unser Verstand findet KEINE geeignete Lösung. Mit jeder Lösung wird es nur noch schlimmer (oftmals an einer ganz anderen Stelle in dieser Welt).
      Schau Dir zum Beispiel einmal das folgende Video an: https://www.facebook.com/AugenAufSchauHinNichtWeg/videos/522629978240580. Wenn wir uns vorstellen, dass JEDES Müllteil, jede Plastiktüte, jeder Eimer, jedes Müllteil EIN NICHT gelebtes Gefühl ist, dann erklärt dies, warum wir soviel Müll in dieser Welt haben. Es gilt die Regel:
      Wie Innen so Außen.
      Der Müll der Welt spiegelt uns unseren Seelen-Müll. Und seelen-Müll sind nicht gelebte Gefühle (unterdrückte Gefühle, abgelehnte Gefühle, Gefühle, mit denen wir hadern).
      Der Müll der Welt spiegel, was bei uns an Gefühlen unter dem Teppich liegt, weil wir uns weigern, diese Gefühle zu fühlen.
      Das Hauptgefühl, das wir NICHT fühlen wollen, ist Trauer!!!
      Ich empfehle Dir folgende Übung: Lass Dich von dem Video bereitwillig berühren und fühle Deine Trauer. Lass Dich wirklich tief berühren und fühle Deine tiefe Trauer. Fühle Deine Trauer um JEDES Müllteil des Filmes. Fühle Deine Empathie mit jedem Tier. DAS HILFT!
      Das HILFT, denn wir können diese Probleme NUR ENERGETISCH LÖSEN, NICHT weltlich!!!!
      Wir brauchen NICHT wütend zu sein.
      Wir brauchen uns nicht zu entrüsten.
      Wir brauchen uns nicht zu ärgern.
      Wir brauchen mit nichts zu hadern.
      Und wir brauchen nichts zu tun!
      (Wir KÖNNEN nichts tun!)
      Was es braucht, das ist unsere Trauer.
      Was es braucht ist: FÜHLEN.
      Das einzige, was wir „tun“ können, ist: Fühlen!
      Was es braucht, das ist unsere bereitwillige Annahme des Gefühls von Trauer. Und dies gilt NICHT nur für den Film mit der Umweltverschmutzung, sondern auch für das Thema „Arme und Reiche in dieser Welt.“
      Unser Denken unterdrückt unsere Trauer.
      Unser Verstand kehrt unsere Trauer unter den Teppich.
      Ja sogar unsere Bildung unterdrückt unsere Trauer (und auch andere Gefühle).
      Und dann haben wir den Salat.
      WIR MÜSSEN in eine neue Kultur/Haltung des achtsamen, wachsamen, bereitwilligen und aufrechten Trauerns finden. Unser Verstand führt uns, wenn wir Trauern, in die Depression. Doch nur, weil wir über unsere Trauer nachdenken und „etwas“ tun wollen.
      Wir KÖNNEN NICHTS TUN – außer zu trauern.
      Und das genügt.
      Unsere Gefühle brauchen unsere Aufmerksamkeit.
      Auch die Trauer braucht unsere Aufmerksamkeit!
      Unsere Gefühle sind wie Kinder: sie wollen gesehen und beachtet werden.
      Unsere Gefühle brauchen unsere Liebe, sonst geht etwas schief.
      Wer es schafft, Trauer aufrecht zu fühlen, erlebt und erfährt die Freude seiner eigenen Kraft, die größer und stärker ist als die Trauer. Unser Herz kann das Gefühl Trauer halten (unser Verstand NICHT).
      NICHT den Kopf in den Sand stecken – Nein, nein!!!
      Hingucken und bewusst Trauer fühlen.
      Trauer entsteht IMMER dort, wo unsere Vorstellungen enttäuscht werden. Doch meistens werden wir nicht traurig, sondern wütend. Dann ist unser Ego aktiv. Doch unser Ego/Verstand/Kopf KANN den Notstand in dieser Welt lösen. Die wirkliche Lösung kennt allein unser Herzensfeld (das univesale Bewusstein, das Quantenfeld). Die Lösung liegt jenseits unseres Verstandes und jenseits unserer Vorstellungen im Nichts, im Feinstofflichen, im Formlosen. Wir KÖNNEN die Lösung NICHT sehen und nicht (mit unserem Verstand) wissen. Wir müssen dem Feld des reinen Bewusstseins blind vertrauen und uns ihm hingeben.
      Die Zauberformen für energetisch- feinstoffliche Wunder ist …
      Erkennen und anerkennen, wie es ist …
      und dann Wunder erlauben …
      Annahme …
      Es ist wie es ist …
      Ich erlaube es …
      Ich fühle die zugehörigen Gefühle …
      Ich segne das Jetzt …
      Ich greife ins Quantenfeld und wähle die für mich optimale Lösung …
      Ich lasse das Jetzt und die optimale Lösung bewusst miteinander verschmelzen …
      Ich sage Ja und erlaube Veränderung …
      Ich lasse los und gebe frei …
      Ich trete innerlich zurück und lasse geschehen …
      Ich lasse mich überraschen, was nun passiert …

  1. Ich denke, das muss man differenziert sehen und kann das nicht pauschal sagen. Wie es St. Germain schon bemerkte, ist es sogar sehr von Bedeutung, anderen Menschen zu helfen. Und auch Armin Risi hat sehr richtig bemerkt, dass man nicht für alle seine Schicksale selbst verantwortlich ist.

    Es gibt zwar Menschen, die der Ansicht sind, dass alles Karma ist, vergessen dabei jedoch den freien Willen eines jeden Menschen. Wenn man z. B. durch ein Gewaltverbrechen, in das man durch unglückliche Umstände hinein gelangt ist, ums Leben kommt, dann ist das nicht unbedingt ein selbst gewähltes Schicksal oder Karma. Das ist der freie Wille des Menschen, der dieses Verbrechen begeht. Beispiele hierfür sind unter Anderem die Verbrechen im Dritten Reich an Menschen, die damals ihr Leben lassen mussten, oder das Abschlachten von Ureinwohnern in Amerika, und auch das ignorante und brutale Vorgehen an Indigenen Völkern z. B. in Brasilien.

    Ich habe früher als Sozialarbeiter gearbeitet und oft Schicksale erlebt, für die die Betroffenen nichts konnten, woran sie aber ohne Hilfe zerbrochen wären. Was ist mit einem Kind, dass von den Eltern, von Vater und Mutter, mehrfach vergewaltigt wird und sich deshalb mit Drogen “deckelt” um nicht daran zu zerbrechen? Würde man da dem Kind sagen “Selbst Schuld, dass Du Drogen nimmst?”. Wer das sagen würde, ist schlicht egoistisch und / oder herzlos!

    Ich glaube auch nicht, dass der Artikel so gemeint war. Ich denke vielmehr, dass es darum geht, dass man sich selbst gegenüber die Verantwortung hat, “nur” so weit zu helfen wie man es für sich verkraften kann. Und das bedeutet, dass man auch Hilfe zur Hilfe annehmen muss. Das drogensüchtige Teenie-Kind zu einer Therapie überzeugen, um das Erlebte irgendwie verarbeiten zu können. Das ist Hilfe, die zu anderer, weiterer Hilfe führt. Und wenn die Therapie angeschlagen hat, dann schickt die oder der Therapeut/in das Kind weiter zu einer / einem anderen Therapeut/in, die / der dabei helfen kann, von den Drogen runter zu kommen. Danach muss das Kind weitere Hilfe erfahren. Zum Beispiel durch den Glaube an das Kind. Und so weiter. Ja, ich möchte den gelesenen Artikel gerne so verstehen.

    Und denken wir mal an die großen Persönlichkeiten der Liebe, sie waren alle sehr hilfsbereit und haben sich teils sehr verausgabt. Ob es Buddha, Jesus, St. Germain, oder viele Andere sind. Keiner von ihnen hat weggesehen oder war egoistisch. Nein, sie alle haben geholfen und Nächstenliebe gepredigt.

    In diesem Sinne wünsche ich uns allen Menschen um uns herum, die das Leben so sehr lieben, dass sie nicht nur sich selber sehen!

    In Liebe,
    Michael Stern.

    • Es ist gut und wichtig, dass Menschen hinschauen, vor nichts die Augen verschließen, klar und bewusst Leid und Not erkennen und sich gegenseitig von Herzen Unterstützung zufließen lassen. Wir sind alle eins und jeder von uns ist auch der andere. Unterstütze ich den anderen, so unterstütze ich „meinen Bruder/meine Schwester“ und letztlich „mich“ (in meinem Herzensfeld). Ich fließe mit dem Leben und wirke im Sinne der universalen Liebe. Wir können diese unterstützende Zugewandtheit auch Nächstenliebe nennen …

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