Ideologien Hintergründe

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Ideologien Hintergründe

Neulich ist mir etwas aufgefallen. Da wurde ich nach meinen Gründen gefragt, wieso ich „das und das“ richtig finde. Und im Nebensatz hörte ich die Nebenbemerkung: „Ich wollte nur wissen, ob ideologische Gründe dahinter stehen.“ Da stutzte ich. Und irgendetwas in mir machte „Klick“. Ideologie

Ich hatte vollkommen aus meinem Bauchgefühl heraus Position bezogen. Ich fühlte und spürte die Energien, die relevant waren und eine Rolle spielten. Doch diese Energien, die ich fühlte und spürte, waren offensichtlich nur meine Wahrnehmung und waren nicht selbstverständlich für andere nachvollziehbar.

Meine Emotionen (mein Bauchgefühl, meine Intuition, mein Spüren) so in Worte zu fassen, dass es für andere Menschen nachvollziehbar ist, machte aus meinem Herz-Fühlen eine kognitive Gedankenkonstruktion und wurde von anderen Menschen als Ideologie empfunden.

Ideologie bedeutet “Ideenlehre”

Ideologie ist ein zusammengesetzter Begriff aus „Idee“ und „Logos = Lehre, Wissenschaft“. Eine Ideologie ist also eine „Ideenlehre“. Im weiteren Sinne können wir bei einer Ideologie auch von einer Weltanschauung sprechen – also von der Art und Weise, wie Menschen die Welt sehen, betrachten, wahrnehmen beziehungsweise deuten.

So wie wir selbst diese Welt fühlen/spüren (also mit dem Herzen sehen), fühlt/spürt kein anderer Mensch diese Welt. Unser Weltfühlen/Weltspüren ist einmalig und einzigartig. Es ist individuell und ganz persönlich.

Wenn wir unser eigenes, persönliches, individuelles Weltfühlen/Weltspüren (unsere Weltanschauung – also wie wir diese Welt anschauen und welche Emotionen hierbei in uns schwingen) anderen Menschen nahe bringen möchten, dann müssen wir unser Fühlen/Spüren in Worte fassen/in Worte kleiden. Andere Menschen können unsere Worte jedoch nur mit ihrem Verstand hören/aufnehmen/verarbeiten. Und der Verstand ist eben nicht mehr die emotionale Ebene des Fühlens/Spürens.

Ideologien sind die Ebene des Verstandes

Einer Ideologie können andere Menschen folgen.
Eine Ideologie hat eine Anhängerschaft.
Eine Ideologie kann verbreitet werden.
Eine Ideologie kann gelehrt werden.

Eine Ideologie ist eine kognitive Gedankenkonstruktion.
Ideologien sind Denkmuster als Anleitungen für Verhaltensmuster.
Ideologien beinhalten Regeln, Normen, Gesetze, Ge- und Verbote, Vorschriften und einen “Verhaltenskodex”.

Ideologien sind Ego

Der Ursprung einer Ideologie war jedoch Herz.
Der Ursprung einer Ideologie war das Bauchgefühl (das Fühlen/Spüren) eines Menschen.

Ideologien sind Ideen, die zu einer wissenschaftliche Lehre erklärt wurden und Denk- und Verhaltensvorschriften für die Anhänger beinhalten.

Der Ursprung (noch bevor die Idee zur Ideologie wurde) war Intuition.
Der Ursprung (noch bevor die Idee zur Ideologie wurde) war Bauchgefühl.
Der Ursprung (noch bevor die Idee zur Ideologie wurde) war Herz-Fühlen/Herz-Spüren.

Das Herz-Fühlen ist die Art und Weise, wie die Liebe das Leben fühlt.

Dieses Herz-Fühlen ist immer gleich.

Unterschiedlich ist die Art und Weise, wie wir aus unserem Ego heraus diese Welt wahrnehmen, fühlen und „spüren“. Unserem Ego liegen schier unendlich viele Lernerfahrungen, Prägungen und Konditionierungen zugrunde, die so mannigfaltig und unterschiedlich sind, dass jeder Mensch jede Situation ganz individuell, einzigartig und einmalig bewertet, beurteilt, empfindet und fühlt. Und diese Gefühle sind eben nicht gleich, nicht über einstimmend mit den Gefühlen der anderen Menschen.

Klar – wenn die Fußballfans im Station sitzen und wenn die eigene Mannschaft ein Tor schießt, dann hat sie ganze Fankurve übereinstimmende Gefühle von Freude. Und die gegnerische Mannschaft hat übereinstimmende Gefühle von Frustration, Trauer, Enttäuschung, Ärger und Wut. Doch so im sozialen Miteinander in unserer Partnerschaft, bei der Arbeit, im Familienalltag und im Umgang mit Freunden, da prallen schon manchmal im wahrsten Sinne des Wortes „Welten aufeinander“.

Ideologien waren einst Bauchgefühl-Energien

Ideologien sind Bauchgefühl-Energien, die als allgemeingültig für eine ganze gesellschaftliche Gruppe erklärt werden. Ideologien sind der Versuch, aus dem Ego heraus in dieser Welt „etwas zu regeln“. Es soll eine Einheitlichkeit, eine Übereinstimmung, eine Allgemeingültigkeit hergestellt werden. Mit dem Ziel der Kalkulierbarkeit, der Kontrolle, der Berechenbarkeit und der Minimierung von unliebsamen Überraschungen und „Ausreißern“.

Doch das Leben ist nun mal Lebendigkeit, Vielfalt, Diversität und voller Überraschungen. Das Leben lässt sich nicht kontrollieren. Immer wieder kommt es anders als man denkt.

Ideologien begegnen uns im Kleinen und im Großen

In unserem Alltag finden wir rings um uns herum eine Vielzahl von Ideologien. Ideologien begegnen wir in den unbewusst überlieferten Glaubenssätzen unserer Familien/unserer Ahnen (was man tun darf und was man auf gar keinen Fall tun darf). Und Ideologien begegnen wir im Großen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene, sei es bei den verschiedenen politischen Lagern oder bei den Klimaaktivisten oder den Umweltschützern oder den Bioanhängern.

Und natürlich sind auch alle Religionen letztendlich Ideologien. Auch alle Religionen sind kognitive Gedanken- und Glaubenskonstruktionen, wie man sich verhalten sollte, damit man „ein guter Mensch“ ist.

Ist ein Leben frei von Ideologien möglich?

Nein – denn solange es ein Ego gibt und solange wir ein Selbstbewusstsein haben und in der Welt von Dualität und Polarität leben, wird es immer die Ideologien als Gegenpol zur Wahrheit der Liebe geben.

Die Wahrheit der Liebe ist Liebe.
Die Wahrheit der Liebe ist Wahrheit.

Die Wahrheit der Liebe ist keine Ideologie.
Die Wahrheit der Liebe ist das Hier und Jetzt, so, wie es nun mal ist.

Hierzu braucht es keine Ideologie.

Ideologien sind der Gegenpol zur Wahrheit der Liebe

Ideologien beschreiben und benennen stets Zustände, die wünschenswert und erstrebenswert sind. Ideologien beschreiben, wie es „in der Zukunft besser sein sollte“. Damit erkennen Ideologien die Wahrheit des Hier und Jetzt nicht an. Ganz im Gegenteil: Ideologien leugnen sogar vehement die Richtigkeit der Wahrheit des jetzigen Augenblicks. Ideologien verweisen darauf und sagen: „Es sollte anders sein.“

Ideologien repräsentieren die Wahrheiten der Egos.

Und die Egos haben IHRE Wahrheit zu DER Wahrheit erkoren  – indem sie ihre Wahrheit in eine Ideologie gegossen haben. Da wir aber ganz offensichtlich erkennen können, dass es ganz viele verschiedene und zum Teil sogar sehr widersprüchliche, gegensätzliche Ideologien gibt, kann keine von ihnen richtig oder wahr sein. Sie alle verkörpern lediglich eine subjektive Ego-Wahrheit.

Keine Ideologie ist wirklich wahr/wahrhaftig.

Wahrheit finden wir nur jenseits aller Worte

Die einzig wahrhaftige Wahrheit lässt sich nicht in Worte fassen.

Daher kann die wahre Wahrheit des Himmels/des Universums/dieser Schöpfung auch niemals eine Ideologie sein. Denn sobald ein Mensch die universale Wahrheit benennt und in Worte fasst, repräsentieren diese Worte lediglich einen kleinen Ausschnitt einer viel größeren und viel umfassenderen Wahrheit und sind somit schon wieder eine Ego-Ideologie.

Dennoch sind Ideologien hilfreich und nützlich  –  nämlich um Erfahrungen zu sammeln.

Ideologien dienen uns vortrefflich, um mannigfaltig viele Erfahrungen machen zu können, um sich streiten und um Auseinandersetzungen führen zu können und um das Leben durch eine ideologisch eingefärbte Brille betrachten zu können. Dies ist wunderbar.

Und somit haben alle Ideologien tatsächlich auch ihren Stellenwert, ihre Bewandtnis und ihre Bedeutung – auch wenn sie alle nur Ideen, Fiktionen und Gedankenkonstruktionen sind.

Ideologien können und dürfen wir weiterhin nutzen. Sie können uns dienen. Wir können sie bewusst erkennen, durchschauen und anwenden  –  obgleich das eigentlich Typische einer Ideologie normalerweise das unbewusste, ideologisch geprägte/eingefärbte Verhalten ist.

Somit bleibt uns als bewussten Menschen nur übrig, diejenigen Menschen bewusst zu bezeugen, die unbewusst einer Ideologie folgen. Triggert uns das Verhalten der Ideologie-Anhänger, so können wir uns selbst an die eigenen Nase fassen und schauen und reflektieren, wo/in welchem Punkt wir selbst nicht besser sind und ebenfalls unbewusst Anhänger einer Ideologie sind und ihr blind folgen.

Erkenne Dich selbst im anderen . . .

Und natürlich ist es sinnvoll, weitsichtig und vorausschauend zu sein und ein Gespür dafür zu entwickeln, welches persönliches, individuelle, eigene Verhalten wie wahrgenommen wird von den Anhängern einer bestimmten Ideologie. Und dann ist es manchmal nicht sinnvoll, auf Konfrontationskurs zu gehen, sondern es ist weiser und klüger, durch die Augen des anderen zu schauen und sich im eigenen Verhalten neu zu betrachten, neu zu bewerten und Wege und Möglichkeiten zu finden, im Frieden zu bleiben und keine Gefahr darzustellen für diejenigen Menschen, die diese Welt aus ihrer Ideologie heraus wahrnehmen, betrachten, bewerten, beurteilen  –  und danach zu handeln.


Herzlichst

Dein
Alles Anders
Buchautor
24.07.2023

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