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Kann man Empathie und Mitgefühl lernen?

auge-spiegelung-weinendes-Kind-Emphatie-Mitgefuehl-childKann man Empathie und Mitgefühl lernen?

Empathie und Mitgefühl – Empathie ist ein wichtiger Faktor für die emotionale Intelligenz eines Menschen. Sie ermöglicht dir, dich in andere hineinzuversetzen und mit ihnen zu fühlen. Empathische Menschen können die Handlungsweisen ihres Gegenübers nachempfinden und antizipieren, sie können seine Gefühlslage nachvollziehen, angemessen auf seine Emotionen reagieren und ihm in psychisch herausfordernden Situationen zur Seite stehen.

Eine ausgeprägte Empathie-Fähigkeit hat eine positive Wirkung auf das Sozialleben. Sie unterstützt ein funktionierendes Miteinander der Gesellschaft und kann deinen Erfolg im Beruf vorantreiben. Mit diesen Tipps und Tricks kannst du deine Empathie-Fähigkeit trainieren und steigern.

Empathie und Mitgefühl – Lerne deine eigenen Emotionen kennen

Die Grundlage der  ist das Vermögen zur Selbstreflexion. Bevor du die Gefühle anderer begreifen und entsprechend handeln kannst, musst du deine eigenen Emotionen kennen und einordnen können. Beobachte dich dafür in einem ersten Schritt selbst und stelle dir folgende Fragen:

  • Was sind die Auslöser für deine Empfindungen?
  • Wie äußern sich deine Gefühle?
  • Was hilft dir in emotionsgeladenen Situationen?

Auf diese Weise lernst du, in psychisch belastenden Momenten für dich selbst zu sorgen. Du erkennst ähnliche Abläufe bei anderen Personen oder kannst diese von deinen eigenen Verhaltensmustern ableiten. Selbstverständlich können die Bedürfnisse anderer von deinen eigenen abweichen.

Dennoch ist das Kennenlernen der persönlichen Gefühlswelt ein zentraler Faktor für ein ausgeprägtes Empathie-Vermögen. Nachdem du dich selbst ausreichend erforscht und deine Schlüsse gezogen hast, wende dich der Betrachtung anderer zu. Beobachte die Verhaltensweisen, Aktionen und Reaktionen deiner Mitmenschen und versuche sie in einen Zusammenhang zu bringen.

Achte auf zwischenmenschliche Signale wie die Körpersprache, den Tonfall oder die Mimik und Gestik. Nach einiger Zeit wird es dir leichter fallen, das Verhalten deines Umfelds zu interpretieren und zu verstehen. Achtung: Natürlich sind Irrtümer bei der Deutung nicht ausgeschlossen!

Stelle deinen Mitmenschen Fragen und zeige ehrliches Interesse

Der nächste Schritt führt vom Interpretieren der Verhaltensweisen zum Hinterfragen. Wenn du die Gründe für das Agieren deiner Mitmenschen besser verstehen willst, beginne mit dem gezielten Stellen von Fragen. Wende dich dabei vorerst an Vertraute, Verwandte oder Freunde. Sie werden dir mit hoher Wahrscheinlichkeit Antworten liefern.

Bemühe dich beim Fragen formulieren um Klarheit und das Einhalten von persönlichen Grenzen. Am besten du bekundest offen deine Neugier und klingst auf keinen Fall angriffig oder vorwurfsvoll. Folgende Fragen können dir helfen, die Beweggründe deines Gegenübers kennenzulernen und besser zu begreifen:

  • Weshalb ist dir das wichtig?
  • Auf welche Weise entscheidest du?
  • Warum handelst du so?

Mit diesen Fragen lernst du nicht nur mehr über die Motive für das Handeln deiner Mitmenschen, du zeigst auch Interesse. Wenn du dich häufig nach den Beweggründen, den Vorlieben und Abneigungen anderer erkundigst, lernst du sie immer besser kennen und sie zu verstehen fällt dir leichter. Echtes Interesse an anderen gehört mit zur Empathie-Fähigkeit. Geheuchelte Anteilnahme hat damit nichts zu tun und bringt dich in dieser Beziehung nicht weiter. Deshalb solltest du persönliche Fragen nur stellen, wenn du die Antwort auf sie wirklich wissen willst.

Beachte Körpersprache und Tonfall deiner Mitmenschen

Ein großer Teil der menschlichen Kommunikation funktioniert non-verbal. Tonfall, Gesichtsausdruck, Gestik und Haltung sagen oft mehr über die Stimmungslage deines Gegenübers aus als der Inhalt des Gesprächs. Mache dir diese Tatsache bewusst und versuche bei einer Unterhaltung zwischen den Zeilen zu lesen.

Aus dem Verhalten deines Gegenüber lassen sich eine Menge Informationen ableiten. Frage dich, ob seine Körpersprache Zustimmung oder Ablehnung signalisiert oder ob sein Tonfall auf Gelassenheit oder Aufregung hindeutet. Wenn du Zweifel an der Richtigkeit deiner Deutung hast, erkundige dich höflich, ob du deinen Gegenüber tatsächlich verstanden hast.

Menschen verfolgen unterschiedliche Ziele und haben von einander abweichende Lebenskonzepte. Je mehr Personen du kennenlernst, desto mehr fremde Verhaltensweisen begegnen dir. Betrachte diese Erfahrungen als Übung für das Stärken deiner Empathie-Fähigkeit.

Die Konfrontation mit anderen Wünschen, Vorstellungen und Problematiken erweitert deinen Horizont und lässt dich diese leichter nachvollziehen und verstehen. Das Lesen von Biografien oder das Sehen von verfilmten Lebensgeschichten können dich fremden Gefühlswelten näher bringen. Unterstützend kannst du selbst zum Schauspieler werden. Im Theater oder Film müssen Gefühle überzeugend dargestellt werden. Das erfolgreiche Nachstellen dieser Emotionen hilft dir dabei, sie von Grund auf zu verstehen.

Unterscheide zwischen Mitgefühl und Mitleid

Beim Studieren der Gefühle von anderen Menschen werden bei dir selbst aller Wahrscheinlichkeit nach Emotionen geweckt. Das kann das Erlernen und Trainieren der Empathie-Fähigkeit verkomplizieren. Versuche aus diesem Grund eine exakte Zuordnung der Emotionen. Hinterfrage spontan auftretende Gefühlsregungen und stellte fest, ob es sich um deine eigenen Emotionen handelt oder du die von anderen Personen spiegelst. Achte darauf, Mitgefühl und Mitleid nicht zu verwechseln. Beim Mitfühlen empfindest du die Gefühle anderer nach, leidest aber nicht selbst unter ihnen. Mitleid hat eine blockierende Wirkung auf die Empathie-Fähigkeit und erschwert das Finden von Lösungen.

Denke beim Trainieren deiner Empathie-Fähigkeit daran, dich nicht zu überfordern und behalte deinen Energiehaushalt im Auge. Wenn du selbst emotional stabil bist, gelingt das Mitfühlen mit anderen auf eine gesunde Weise.

Empathie und Mitgefühl

Buch Tipp:

cover-die gabe der empathen-Anne-Heintze-Ananda-Hummer

© mvg Verlag

Die Gabe der Empathen:
Wie du dein Mitgefühl steuerst und dich und andere stärkst
von Anne Heintze und Ananda H. Hummer
Was wie ein Witz daher kommt, ist für mehr als acht Millionen Menschen in Deutschland Realität. Sie alle sind Empathen, das heißt ausgestattet mit hochsensitiven und hochsensiblen Eigenschaften, die die allermeisten von ihnen als Bürde empfinden. Der Grund: Mit ihrer Fähigkeit, sich in die Gedanken und Gefühle anderer hineinzuversetzen, besteht ihr Alltag (bewusst oder unbewusst) aus Emotionen anderer – ihre eigenen Bedürfnisse kommen dabei meist zu kurz.

Mehr zum Buch

logo-openmind-akademie-Anne-Heintze14.07.2019
Love, 
Anne Heintze & Ananda Hummer
www.open-mind-akademie.de

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