Karma und Buddhismus im Unterschied zum Hinduismus

Meditation

Unterschiede zwischen Hinduismus und Buddhismus in Bezug auf Karma

Der Hinduismus und der Buddhismus haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Einer der wichtigsten Unterschiede ist die Art und Weise, wie sie Karma verstehen.

Der Hinduismus betrachtet Karma als ein System von Ursache und Wirkung, das bedeutet, dass jede Handlung, ob gut oder schlecht, eine Konsequenz hat. Diese Konsequenz ist nicht unbedingt sofort sichtbar, aber es hat Auswirkungen auf eine Person in der Zukunft. Das heißt, jede Handlung hat Auswirkungen auf die Reinkarnation des Individuums; je nach dem, was sie getan haben, werden sie in einem anderen Körper wiedergeboren.

Im Buddhismus hingegen wird Karma nicht als Rache angesehen; es betrachtet es als eine Art moralischer Unterricht. In diesem Sinne gibt es kein System der Wiedergeburt; die Folgen von Handlungen können sofort gesehen werden. Der Buddhist lehrt, dass man Gutes tun sollte, aber nicht weil man belohnt wird – sondern weil man lernt zu verstehen, welche Folgen Güte hat.

Karma spielt auch beim Verständnis des Leidens eine Rolle: Im Hinduismus ist Leiden Teil der Weltordnung und es ist notwendig, um die Seele auf ihrer Reise zur Erleuchtung voranzubringen. Im Buddhismus hingegen wird das Leiden als etwas angesehen, das vermieden oder überwunden werden muss; es ist kein notwendiger Bestandteil des spirituellen Weges.

Obwohl Hinduismus und Buddhismus viele Gemeinsamkeiten haben – insbesondere im Hinblick auf Karma – zeigen diese Unterschiede deutlich, dass jede Religion ihre eigene Sichtweise zu diesem Thema hat und ihre eigene Bedeutung hat. Es liegt an uns zu entscheiden welchen Glauben wir annehmen möchten und anstatt blindlings etwas zu glauben sollten wir uns genauer mit den Lehren und Philosophien befassen um unsere Entscheidung zu treffen.

Was ist Karma?

Karma ist ein allgemein bekanntes Konzept in den Religionen des indischen Subkontinents, Hinduismus und Buddhismus. Aber obwohl sie beide Karma verwenden, bedeutet es etwas anderes für jede Religion. Der Unterschied liegt darin, wie jede Religion Karma definiert und wie es ihre Anhänger beeinflussen kann.

Für Hindus ist Karma die Idee, dass Handlungen heute Auswirkungen auf unsere Zukunft haben können. Es ist eine Art von Glaubenssatz über Ursache und Wirkung, der sagt, dass alles, was man tut oder denkt, sich auf sein Leben auswirken kann – sowohl positiv als auch negativ. In diesem Sinne sagt Hinduismus, dass unser Karma unser Schicksal bestimmt und dass ein positives Karma uns in die nächste Inkarnation erhebt.

Im Gegensatz dazu betrachtet der Buddhismus Karma als Mittel zur Erreichung spiritueller Erleuchtung.

Im Buddhismus liegt der Fokus nicht so sehr auf dem Konzept der Reinkarnation; Stattdessen betont es die Bedeutung des Erkennens und Transformierens von negativen Gedanken und Handlungen in positives Karma. Buddhistische Lehren schlagen vor, dass man sich bemühen sollte, im Hier und Jetzt zu leben, anstatt in einer möglichen Zukunft. Dieser Ansatz stellt sicher, dass man im jetzigen Leben eine Form der spirituellen Befreiung erlangt. Daher hat der Buddhismus eine starke Betonung auf Meditation und Achtsamkeit gelegt, um negative Gedanken zu transformieren und gutes Karma zu schaffen.

Karma kann also als lebenslanger Prozess angesehen werden, der uns schrittweise zur spirituellen Erleuchtung führt. Es ist wichtig zu verstehen, wie die verschiedenen religiösen Traditionen verschiedene Aspekte von Karma interpretieren und wie dies unser Verständnis von Karma beeinflussen kann. Wir können lernen, unsere Gedanken und Handlungen nach diesem Grundsatz auszurichten: Jede positive Tat bringt positive Ergebnisse hervor; jede negative Tat bringt negative Ergebnisse hervor. Indem wir uns bemühen, unserem Leben mehr Glücklichkeit hinzuzufügen und anderen Menschen beim Aufbau positiver Handlungsmuster zu helfen, tragen wir alle etwas zum universellen Kreislauf des Karmas bei – so wird letztlich jeder profitieren!

Wie sehen Hinduismus und Buddhismus es?

Karma ist eine der zentralen Lehren des Hinduismus und einer der Grundpfeiler des Buddhismus. Während die beiden Glaubensrichtungen in vielerlei Hinsicht ähnlich sind, unterscheiden sie sich auch in einigen wesentlichen Punkten.

Der Hinduismus betont die Wiedergeburt, d.h., dass jemand nach dem Tod in eine neue Inkarnation geboren wird, abhängig von seinem Karma. Im Gegensatz dazu glauben buddhistische Lehren an die Wiedergeburt nicht mehr als einmal. In der buddhistischen Tradition ist es jedoch immer noch möglich, dass man in einem höheren oder niedrigeren Zustand wiedergeboren wird, abhängig von den Handlungen, die man im Leben getan hat.

Ein weiterer Unterschied zwischen Hinduismus und Buddhismus

ist die Art und Weise, wie Karma erreicht wird. Hindus glauben, dass jedes Handeln karmische Auswirkungen hat – positiv oder negativ – und dass diese Auswirkungen über mehrere Inkarnationen hinweg bestehen bleiben. Im Buddhismus jedoch ist Karma nur für die momentane Inkarnation relevant; es gibt keine anhaltende karmische Verbindung zu früheren oder späteren Inkarnationen.

Während beide Religionen Karma als Mittel betrachten, um in der Welt Fortschritte zu machen, akzeptieren Hindus auch andere Möglichkeiten, um dieses Ziel zu erreichen. Sie glauben an verschiedene Göttinnen und Götter sowie an verschiedene Rituale und Praktiken, mit denen man sein Karma beeinflussen kann. Bei Buddhisten hingegen liegt der Schwerpunkt auf spiritueller Praxis und Meditation als Weg zur Erlösung; sie glauben nicht an Göttinnen und Götter oder andere religiöse Rituale und Praktiken als Mittel zur Transformation des Karmas.

Insgesamt haben sowohl Hinduismus als auch Buddhismus ihre jeweiligen Ansichten über Karma und Wiedergeburt; sie stimmen jedoch beide überein, dass positive Handlungsweisen gut für unsere Seele sind und negative Handlungsweisen schlecht für unsere Seele sind – unabhängig von ihrer Perspektive auf Karma und Wiedergeburt. Beide Religionen vermitteln uns also eine tiefgreifende Lehre über Ethik: Indem wir uns bemühen, uns selbst gegenseitig Gutes zu tun, können wir alle gemeinsam unserem Seelengut folgen.

Der hinduistische Glaube an Reinkarnation im Zusammenhang mit Karma

Karma ist ein grundlegender Bestandteil des hinduistischen Glaubens an Reinkarnation. Es besagt, dass jedes Handeln und jede Tat eines Menschen Konsequenzen nach sich zieht. Diese Konsequenzen sind in der Theorie für eine Wiedergeburt bestimmend. Während Karma also den Weg zur Reinkarnation ebnet, lehrt der Buddhismus die Unmöglichkeit der Wiedergeburt.

Der Buddhismus ist die philosophische Lehre des Siddhartha Gautama, auch bekannt als Buddha. Der Buddhismus lehrt, dass es kein Seelenwandel gibt und das Leben eines Menschen endet, wenn er stirbt. Er lehrt auch, dass wir uns durch unsere Handlungen in diesem Leben selbst verändern können und so unser Karma beeinflussen können. Aber selbst die besten Taten ändern nicht unser Schicksal nach dem Tod oder geben uns die Möglichkeit einer Wiedergeburt.

Im Gegensatz zum Buddhismus lehrt der Hinduismus, dass das Leben niemals endet und unsere Seele immer weiterwandert. Nach dem Tod entscheidet unser Karma über den Weg unserer Seele und welche Situation wir in unserem nächsten Leben erfahren werden. Unsere Handlungen in diesem Leben haben direkte Auswirkungen auf unser Schicksal im folgenden Leben. Demzufolge kann man sagen, dass Karma eine grundlegende Rolle bei der hinduistischen Reinkarnationslehre spielt und die Grundlage für den Glauben an die Reinkarnation bildet.

Die buddhistische Sicht des Karmas als Ursache für Glück und Leid

Karma und Buddhismus haben beide eine ähnliche Sicht auf Glück und Leid, aber es gibt einige wichtige Unterschiede. Der Hinduismus betrachtet Karma als Teil der Reinkarnation, bei der das Seelenwesen wiedergeboren wird, bis es die Welt verlässt und das Ergebnis aller vorherigen Handlungen – dem Karma – sowie jetziger Handlungen in seiner nächsten Inkarnation erfahren wird. Im Gegensatz dazu ist das Karma im Buddhismus nicht an die Reinkarnation gebunden. Stattdessen ist das Karma im Buddhismus ein kontinuierlicher Prozess, der die Ergebnisse der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bestimmt.

Im Buddhismus spielt Karma eine zentrale Rolle bei der Erklärung des Glücks und des Leids. Buddhistische Lehrer glauben, dass jede Handlung – ob positiv oder negativ – Karmafolgen nach sich zieht. Diese Karmafolgen manifestieren sich entweder als Belohnung oder Bestrafung in Bezug auf Glück oder Leid. Für den Buddhisten bedeutet dies, dass man in jedem Moment verantwortlich für seine Handlungen ist und den Preis für sein Tun entweder sofort oder später erfahren wird.

Der Buddhismus lehrt uns auch, dass man sein persönliches Schicksal ändern kann, indem man gute Taten vollbringt und negative Handlungen vermeidet. Genau wie im Hinduismus lehrt der Buddhismus uns, unsere Einstellung zu ändern und uns mehr auf Mitgefühl, Weisheit und sanfte Gerechtigkeit zu konzentrieren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es keine Belohnung für gute Taten gibt; stattdessen sollten die Menschen in ihrem Streben nach Glück und Harmonie handeln.

In Bezug auf Glück und Leid

unterscheiden sich Karma-Lehren im Hinduismus und im Buddhismus voneinander. Der Hinduismus betrachtet Karma als Teil des Zyklus der Reinkarnation; im Buddhismus hingegen ist Karma ein stetiger Prozess des Handelns mit unmittelbaren Konsequenzen für Glück oder Leid sowie für Zukunftshandeln. Der Buddhist glaubt an die Macht des freien Willens, um sein Schicksal zu beeinflussen, indem er gute Taten tut und negative Handlungen vermeidet. Die buddhistische Sicht des Karmas als Ursache für Glück und Leid hat also einen stark praktischen Charakter: Sie fordert uns heraus, Verantwortung für unsere Handlungen zu übernehmen und uns auf Mitgefühl, Weisheit und sanfte Gerechtigkeit zu konzentrieren

Wie beeinflussen diese Ansichten unseren Alltag?

Der Hinduismus, Buddhismus und Karma sind alle religiöse Lehren, die in Indien seit Jahrtausenden existieren. Sie unterscheiden sich jedoch voneinander in ihrer Auslegung und Vorgehensweise. In diesem Artikel werden wir uns die Unterschiede zwischen diesen drei Ansichten genauer ansehen und besprechen, wie sie unseren Alltag beeinflussen können.

Der Hinduismus ist eine der ältesten Religionen der Welt. Es basiert auf dem Glauben an einen einzigen, allmächtigen Gott und an Karma, das heißt an die Reinkarnation von Seelen nach dem Tod und an eine bestimmte Form des Dharma (Gesetz). Hindus glauben an eine Kette von Ereignissen, in denen die Erfahrungen aus früheren Leben zu Verhaltensmustern im aktuellen Leben führen. Alles im Universum ist miteinander verbunden, so dass jedes Handeln Konsequenzen nach sich zieht. Daher glauben Hindus daran, dass es besser ist, gute Taten zu tun, um positives Karma aufzubauen, das sich in ihrem nächsten Leben positiv auf sie auswirkt.

Buddhismus basiert auf den Lehren des Prinzen Siddhartha Gautama und lehrt die Überwindung der Welt des Leidens und der Unvollkommenheit durch die Erlangung von Erleuchtung. Der Buddhismus lehrt uns, dass wir unsere Reinkarnation überwinden können, indem wir unsere begrenzten persönlichen Ansichten überwinden und uns selbst von all den Einschränkungen befreien, die unser Glück blockieren. Buddha lehrte seine Schüler nicht nur spirituelle Praktiken zur Erlangung der Befreiung; er ermutigte sie auch, gute Taten zu tun und so anderen zu helfen.

Das Konzept des Karmas basiert auf dem Glauben an eine universelles Gesetz des Gleichgewichts

Was man gibt oder tut kommt irgendwann in Form von positivem oder negativem Karma zurück. Es gibt verschiedene Arten von Karma – gutem Karma für gute Taten und schlechtem Karma für schlechtes Verhalten – aber im Grunde geht es um den Glauben an eine universelles Gesetz der Gerechtigkeit: Was man gibt oder tut hat Konsequenzen in der Zukunft. Dieser Glaube kann als Bestandteil unseres Alltags angesehen werden: Wenn wir bessere Entscheidung treffen oder uns entscheiden anderen Menschen zu helfen können wir uns erhoffe positive Folgen für uns selbst zu erhalten – ob materieller oder geistiger Natur.

Fazit

Der Hinduismus, Buddhismus und Karma sind Ansichten mit tiefgreifendem Einfluss auf unser Denken und Handeln im Alltag. Sie ermutigen uns nicht nur spirituelle Praktiken zu üben um Erleuchtung zu erlangen; sondern fordern uns gleichermaßen dazu auf Gutes zu tun und positive Folgen für unsere Taten in Betracht zu nehmen.

Zusammenfassung

Der Buddhismus und der Hinduismus sind beide alte Religionen, die viele ähnliche Glaubenssätze teilen. Beide Religionen sind jedoch in verschiedener Hinsicht sehr unterschiedlich. Einer der größten Unterschiede zwischen Buddhismus und Hinduismus ist die Vorstellung von Karma.

Karma ist ein Konzept, das im Hinduismus tief verwurzelt ist. Es besagt, dass alle Aktionen karmische Reaktionen hervorrufen, sowohl für gute als auch für schlechte Taten. Dies bedeutet, dass alles, was man tut, irgendwann zu Konsequenzen führen wird – sei es im Diesseits oder im Jenseits. Im Gegensatz zum Hinduismus betont der Buddhismus nicht so sehr die Bedeutung des Karmas. Er lehrt stattdessen, dass sich ein Mensch durch Bewusstsein und Mitgefühl verbessern kann, ohne auf karmische Reaktionen angewiesen zu sein.

Um Karma und Buddhismus im Verhältnis zum Hinduismus besser verstehen zu können, muss man sich mit den Grundlagen des Buddhismus befassen und ein grundlegendes Verständnis der Lehren dieser Religion erlangen. Wenn man dies getan hat, wird man feststellen, dass die buddhistischen Ideale des Mitleids und der Mitmenschlichkeit weitaus tiefgreifender sind als die hinduistischen Ideale des Karmas und der Bestrafung.

Buddhismus ist aus meiner Sicht überzeugender als jener des Hinduismus aufgrund seines Fokusses auf Mitgefühl und Vergebung statt auf Strafe und Rache. Im Gegensatz zum Hinduismus betont der Buddhismus die Bedeutung von Ethik und moralischer Verantwortung für das spirituelle Wohlbefinden eines jeden Individuums. Somit ist es dem Buddhisten möglich, ohne Angst vor karmischen Folgen an einem glücklicheren Leben teilzuhaben.

Uwe Taschow
11. Februar 2013

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Uwe Taschow Karma und Buddhismus Uwe Taschow

Als Autor denke ich über das Leben nach. Eigene Geschichten sagen mir wer ich bin, aber auch wer ich sein kann. Ich ringe dem Leben Erkenntnisse ab um zu gestalten, Wahrheiten zu erkennen für die es sich lohnt zu schreiben.
Das ist einer der Gründe warum ich als Mitherausgeber des online Magazins Spirit Online arbeite.

“Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.”
Albert Einstein

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2 Kommentare

    • Das ist soooo lange her… Sorry, das können wir leider nicht mehr nachvollziehen…
      Wenn ich das heute lese, kommt mir zu Bewusstsein, wie wichtig der Begriff ‘quälen’ ist! Weil es etwas mit Absicht zu tun hat, mit abreagieren uvm.
      Danke für diese Gedanken 🙂
      HERZlichst,
      Heike Schonert

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