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Kräuter aus dem Mittelalter – jahrhunderte alte Heilkräuter in Europa

Kräuter und Heilkräuter-rosmarin-bluetenKräuter aus dem Mittelalter – jahrhunderte alte Heilkräuter in Europa

Traditionelle Heilkräuter leisten bis heute wertvolle Dienste.
Das Kräuterwissen, auf dem Therapien, Anwendungsbereiche und Empfehlungen beruhen, ist jahrhundertealt. Schon im Mittelalter war den Menschen die besondere Wirkung verschiedener Kräuter bekannt. Die Mönche bauten die verschiedenen Kräuter in den Klosteranlagen an, um sie später in der Küche oder bei der Herstellung von Medikamenten zu verwenden.

Zunächst wurden dabei vorwiegend regionale Kräuter angebaut. Durch die christlichen Kreuzzüge kamen schließlich immer mehr orientalische Kräuter und Gewürze nach Zentraleuropa, wo sie sich bald zu einem kostbaren Handelsgegenstand entwickelten.

Zu einem der Vorreiter entwickelte sich ursprünglich das südeuropäische Italien, das als eine Art Bindeglied zwischen Zentraleuropa und dem Orient fungierte. Zugleich wurden im alten Benediktinerkloster in Monte Cassino zahlreiche Heilpflanzen angebaut, die Bestandteil der Mittelmeerflora waren. Durch die Mönche wurden die Pflanzen Schritt für Schritt über die Alpen bis nach Zentraleuropa gebracht.

Anbau von Kräutern wurde zur Pflicht

Es war schließlich Karl der Große, der in seinem Erlass vorschrieb, dass gewisse Kräuter und Pflanzen in den heimischen Gärten und Klosteranlagen angebaut werden mussten. Neben Schalotten gehörten hierzu auch Rosmarin, Kreuzkümmel, Minze und Koriander. Auch Bärenwurz, Schlangenwurz und Kerbel mussten auf Erlass von Karl des Großen angebaut werden.

Lungenkraut findet seit Langem in der Volksmedizin Anwendung

Eine typische Heilpflanze aus dem Mittelalter, die bis heute bekannt ist, ist das Lungenkraut. Auch bekannt als Fleckenkraut wächst Lungenkraut gerade in den Frühlingswochen auf zahlreichen Wiesen und ist für seine hübschen Blüten bekannt.
In vielen heimischen Gärten wird es heute als Zierpflanze eingesetzt.

Bereits im Mittelalter erkannten die Menschen jedoch den Nutzen des Lungenkrauts in der Volksmedizin. Sowohl bei Halsweh als auch bei diversen Blasenleiden konnte es für eine sanfte Therapie eingesetzt werden. Obwohl das Lungenkraut aus der Naturheilkunde nicht mehr wegzudenken ist, gilt es in der Schulmedizin als umstritten.

Nicht zuletzt kann Lungenkraut in der Küche eingesetzt werden. Nur wenigen ist heute jedoch bekannt, dass es sich um ein klassisches Küchenkraut handelt, das ähnlich zubereitet werden kann wie Spinat. Sehr beliebt sind die jungen Blätter der Pflanze, die eine hervorragende Ergänzung in deftigen Gemüsegerichten sind. Soll es als Heilmittel eingesetzt werden, wird aus dem Kraut ein Tee zubereitet. Hierfür werden etwa 2 Teelöffel des zerkleinerten Krauts mit rund 250 ml kochendem Wasser aufgebrüht.

Rosmarin wird seit Jahrhunderten geschätzt

Neben Lungenwurz ist Rosmarin ein altes Kraut, das schon im Mittelalter geschätzt wurde.
Rosmarin wird gern im Garten angebaut und ist für seine sehr vielseitige Wirkung bekannt. So kann es sowohl bei Bluthochdruck und Erschöpfungszuständen als auch bei Verdauungsbeschwerden große Erleichterung schaffen.

Heute wird Rosmarin zum einen in der Küche genutzt, wo es insbesondere als Gewürz Anwendung findet, hat sich zum anderen aber auch in Parfüms und Seifen durchgesetzt. Hier dient es vor allem der Aromatisierung. Selbst in alkoholischen Getränken wird Rosmarin sehr gern verwendet.

Als Heilpflanze kann Rosmarin zum einen als Tee genossen oder zum anderen bei Bädern eingesetzt werden. Für die Bäder wird zunächst ein Zusatz aus einem Liter Wasser und 50 Gramm Rosmarin hergestellt.

30.12.2019
Spirit Online

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