Krankheitslexikon

Krankheitslexikon – KREBS

Krebs-Krankheitslexikon-2017-Stefanie-MenzelKrankheitslexikon –  KREBS

Krebs hat als Krankheitsbild eine besondere Stellung in unserer Gesellschaft. Obwohl der Herzinfarkt in Deutschland als Todesursache an erster Stelle steht, ist Krebs die Krankheit, die wir mit Attributen wie „bösartig“ und „aggressiv“ versehen. Wir geben ihm damit eine sehr persönliche Position in unserem Leben.

Anders als andere Krankheiten bringt die Diagnose Krebs jeden Menschen, der betroffen ist, in Sekunden an die Grenze von Leben und Tod. Obwohl der Tod das einzige Ereignis in unserem Leben ist, das uns mit Sicherheit ereilen wird, schieben wir das Thema am liebsten weit von uns weg. Wer eine Krebsdiagnose bekommt, wird dagegen gezwungen, sich unmittelbar mit dem Thema Tod auseinander zu setzen. Dabei erinnert der Krebs im Krankheitsprozess an eine Art „feindliche Übernahme“. Rücksichtslos ergreift er nach und nach von Zelle zu Zelle und im schlimmsten Fall vom ganzen Körper Besitz. Wie in einem Krieg wird gekämpft bis der Schwächere unterliegt. Dabei fühlt sich der Betroffene in seiner Persönlichkeit im Kern bedroht und spürt deutlich, dass es jetzt um alles geht. Bleiben wir einmal bei dem Bild der „feindlichen Übernahme“: Wo und wie kann eine feindliche Übernahme stattfinden? Doch nur da, wo das eigene Land schwach geworden ist. Dort, wo die eigene Abwehr nicht intakt ist, machen sich fremde Kräfte breit und nutzen die Schwachstelle, um selbst Land zu gewinnen.

Energetisch betrachtet steckt in einem Tumor unglaublich viel Kraft. Es ist Lebenskraft, die nicht mehr für die eigene Lebensgestaltung zur Verfügung steht, sondern sich verselbstständigt hat. Dabei handelt es sich aus heilenergetischer Sicht ursprünglich um Kräfte, die im eigenen Leben unterdrückt wurden. Je mehr Lebensenergie in einen „falschen Kanal“ geflossen ist, desto bösartiger ist der Tumor, desto mehr Kraft steht ihm zur Verfügung. Der Tumor wuchert dort, wo wir nicht bereit waren unserem Wesen gemäß zu wachsen. Das Gefühl der Resignation, des Aufgebens, ist deswegen immer unmittelbar mit einer Tumorthematik verbunden.

Um den Ursachen in den eigenen Lebenszusammenhängen auf den Grund zu gehen, empfiehlt es sich deswegen sich selbst zu fragen: Wo habe ich in meinem Leben resigniert und meine Kraft in die falschen Bahnen gelenkt? Die bösartige Erkrankung ruft mich jetzt dazu auf, meine Kraft wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Sie hält mich an das, was ich immer weggepackt habe, endlich zu leben. Sie drängt mich, mein ureigenes Potenzial zu entdecken und ihm Raum zu geben. Je bösartiger der Tumor ist, umso radikaler muss ich mein Leben verändern und die Erkrankung zu einem Wendepunkt in meinem Leben werden lassen. Dann erst kann ich wieder die Kraft erleben, die mein Wesen ausmacht und mich damit „wesentlich“ werden lässt.

Gleich welche Therapieform man für sich selbst wählt, die wichtigste Aufgabe ist es, das eigene Leben und die eigene Entwicklung genauer zu betrachten, mit dem Ziel eine grundsätzliche Veränderung in der Lebenseinstellung zu erlangen. Wenn Sie selbst betroffen sein sollten, finden Sie heraus, an welchem Punkt im Leben Sie sich gegen sich selbst entschieden haben? Erste Hinweise darauf gibt meist das betroffene Organ. Hierzu kurz ein paar allgemeine Beispiele: Wenn zum Beispiel die Geschlechtsorgane befallen sind, kann es sein, dass ich meine Männlichkeit oder Weiblichkeit nicht ausreichend gelebt habe und in dieser Beziehung große psychische Verletzungen erlitten habe. Konnte ich nie Mutter werden oder mein Kind nicht stillen, ist es wahrscheinlich, dass die Brust betroffen ist. Habe ich lebenslang meine Gefühle verschluckt und weggesteckt, ist wahrscheinlich der Verdauungstrakt betroffen. Wenn ich nie über meine wirklichen Lebensbedürfnisse gesprochen habe und meine Gefühle nie offen aussprechen konnte, ist wahrscheinlich der Hals-Kehlkopfbereich betroffen. Wenn ich meiner Trauer im Leben nie Ausdruck verleihen konnte, ist es gut möglich, dass die Nieren und die Blase betroffen sind. Letztlich muss allerdings immer der individuelle Zusammenhang betrachtet werden

Wenn ich die Lebenskraft, die mir zur Verfügung steht, lebe, nehme ich dem Krebs die Energie zu wuchern. So kann ich wieder ins innere Wachstum gelangen. So bösartig und belastend der Krebs ist, er bringt für mich und mein Leben vor allem eine Botschaft: Nämlich dass etwas in meinem Leben nicht „wesensgemäß“ gelaufen ist. Wenn ich aber bereit bin, auf diesen Hinweis zu hören, mir darüber bewusst zu werden, an welcher Stelle ich meine Kraft nicht gelebt habe, dann kann ich mein Leben verändern. Dann kann ich wieder „heil werden“.

Beispiel 

Mathilda kam mit 38 Jahren mit dem Befund Nierentumor zu mir. Sie wirkte unkonzentriert und sehr angstvoll. Sie rutschte auf ihrem Stuhl herum, blass, fast grau. Gerade hatte Sie eine Chemotherapie hinter sich gebracht und wollte begleitend mit mir über die Hintergründe ihrer lebensbedrohlichen Erkrankung sprechen. Ich fragte nach ihrer Lebensgeschichte, aber sie wusste nichts Besonderes zu berichten. Mann, zwei Kinder, Haus, Beruf als Postangestellte, kaum Hobbys und wenig Zeit für sich selbst. Meistens kümmerte sie sich darum, ihre Kinder von A nach B zu bringen, zu kochen und den Haushalt in Ordnung zu halten. Ich fragte nach ihrer Jugend und was es da an traurigen Ereignissen so ca. im Alter von 14 Jahren gegeben hatte. Verdutzt schaute sie mich an und schon stiegen Tränen in ihr hoch. Sie erzählte, dass damals ihre große Schwester mit 17 Jahren auf ihrem Motorroller tödlich verunglückt sei. Sie hatte sich am Abend noch mit ihr gezankt wegen einer Haarbürste. Dann hörte man spät in der Nacht Krankenwagen und Feuerwehr durch die engen Dorfstraßen fahren. Sie selbst lag im Bett und wusste sofort Bescheid: Die Schwester war tot.
Nie wurde ein Wort über diesen furchtbaren Unfall in ihrer Familie gewechselt. Jeder drückte die Trauer auf seine eigene Art weg. Mathildas Kindheit war damit jäh beendet. Ihre Eltern übersahen sie fortan. Sie musste sich durchkämpfen und mit sich selbst zurechtkommen.
Ich fragte sie nach ihrer Trauer, aber auch nach ihrer Wut auf die Schwester. Immerhin hatte sie ihr das ganze Leben vermasselt. Mathilda schaute mich ungläubig an. „Aber sie war doch tot. Da durfte ich doch nicht wütend sein? Aber eigentlich bin ich es“, sagte sie dann. „Ich trau mich kaum es auszusprechen. Ich bin sogar scheißwütend! Keiner hat sich danach um mich gekümmert. Mich gab es gar nicht. Bis heute nicht.“ Die ganze Familie war an der Trauer erstickt und schwieg.
Wir überlegten gemeinsam, wie Mathilda ihr Leben langsam in andere Bahnen lenken könnte und vereinbarten, dass Mathilda das Gespräch mit ihrer Mutter suchen sollte. Als sie dies tat, fiel ihr die Mutter befreit um den Hals fiel, weinte und sich entschuldigte. Mathildas Vater war leider schon gestorben. Mathilda begann ihren Kindern von der toten Tante zu erzählen, von alten Geschichten, die sie gemeinsam erlebt hatten. Das hatte sie vorher nie getan. Oftmals überkam sie nun tiefe Trauer und sie weinte viel. Aber sie wusste, dass sie die Krise irgendwie meistern würde. Nach ca. einem Jahr kam Mathilda zu einer letzten Stunde zu mir. Sie war wie ausgewechselt, frisch, gesund und ohne weiteren Befund, ihre Nieren hatten sich erholt. Sie plante mit ihrer Mama eine gemeinsame Urlaubsfahrt und hatte sich eine neue Arbeit gesucht, die ihr jetzt richtig Freude machte. Sie betreute Menschen, die durch einen schlimmen Unfall ein Kind verloren hatten und half ihnen bei der Trauerbewältigung.

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stefanie-menzel-headStefanie Menzel
Ziel ist, praxis- und alltagstauglich Bewusstsein für neue Dimensionen zu schaffen und Zugang zur Gestaltungskraft im Leben zu eröffnen. Zu diesem Zweck hat sie die Heilenergetik und in diesem Zuge die Sinnanalytischen Aufstellungen entwickelt. 

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