Neuer Anfang, neue Wege, neue Orientierung

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Neuer Anfang, neue Wege, neue Orientierung

Das neue Jahr bietet eine gute Gelegenheit an, sich neu zu orientieren. Die kollektive Bereitschaft, sich für neue Wege zu öffnen, ist vor allem in den letzten Jahren massiv gestiegen. Immer mehr Menschen haben „das Alte“ satt und suchen nach „neuen“ Möglichkeiten. Aus einer – aus der dreidimensionalen Sicht – schwierigen Zeit heraus haben sich neue Gruppen gebildet. Und die Menschheit befindet sich quasi in einer Orientierungsphase.
Aber, was ist „alt“ und was ist „neu“? Woher wissen wir, ob wir auf dem alten oder neuen Weg sind? Und wie erreichen wir das Neue?

Die Frage „was ist neu, was ist alt?“ ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn das, was für den einen neu sein mag, kann für den anderen schon alt sein, da wir uns auf verschiedenen Ebenen des Daseins und der Seelenentwicklung befinden. Und das Neue ist vielleicht gar nicht so neu, sondern die Rückkehr zum alten Wissen, das wir nun neu verarbeiten, neu lernen, unserem Zeitalter anpassen und vor allem Schritt für Schritt in unserem Leben integrieren. Vielleicht ist das Neue das, was ein Buddha vor etwa 2500 Jahren wusste und ein Rumi vor ca. 800 Jahren. Im Folgenden setze ich voraus, dass mit „das Neue“ ein auf Liebe basiertes Leben gemeint ist.

Oft höre ich: „Wir bauen jetzt das Neue auf!“

Ich bin eher der Meinung, dass das Neue schon da ist und daher auch keinen Aufbau bedarf. Dinge entstehen erst auf der geistigen oder unbewussten Ebene, bevor sie auf der Physikalischen manifestiert werden. Und dies ist schon geschehen. Wie sonst hätte es Rumi geschafft, sich vor 800 Jahren schon einen Zugang dazu zu sichern? Der entscheidende Punkt ist, der „Quantensprung“ dahin. Es geht gar nicht darum, etwas neues aufzubauen, sondern das, was bis jetzt von einer kleinen Gruppe der „Geistigen“ angestrebt wurde, zu einem kollektiven Lebensstil zu entwickeln.

Woher wissen wir überhaupt, was alt und was neu ist? Die fortgeschrittenen Seelen, die sowohl die alte Realität als auch die Neue aus eigener Erfahrung kennen, können das Neue alleinig durch seine Frequenz von dem Alten unterscheiden; wenn sie niedrig ist, gehört sie zu der „alten Realität“, wenn sie hoch ist, ist sie aus der „neuen Realität“, oder aber an die Muster, aus denen heraus in einer Situation gespielt wird. Wer bereits das Neue erlebt und erfahren hat, erkennt sofort die alten Muster. Für diejenigen, die sich gerade in der Orientierungsphase befinden gibt es einige Leitfäden für die erste Orientierung, woran sie erkennen können, ob sie auf dem neuen oder alten Weg sind:

Stell dir vor, du bist in einem Wald, in dem du nie zuvor gewesen bist.

Dort siehst du einen Weg mit Schildern, Karten, Hinweisen auf mögliche Gefahren und allem, was zu einem ausgeschilderten Weg dazu gehört. Diesen Weg gehen bereits seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten viele Menschen. Das Ziel ist klar. Du weißt, dieser Pfad bringt dich von A nach B und vielleicht noch nach C. Nun entscheidest du aber, einen neuen Weg zu gehen mit dem Gedanken, ein neues Ziel zu erreichen. Als erstes brauchst du eine Orientierung: „Laufe ich rechts oder links? Gen Norden oder Süden?“

Aber wo dich der neue Weg hinbringt, kannst du nicht wissen, denn – wenn du das Ziel bereits kanntest, wäre der Weg nicht mehr neu. Nun fängst du an, in eine Richtung deiner Wahl zu laufen. Weißt du schon, was in dreihundert Metern auf dich zukommt? Steht dir dort vielleicht ein Baum auf deinem Weg? Kommt dir ein Wolf entgegen? Wenn dieser Weg tatsächlich neu ist, dann kannst du nicht wissen, was alles auf dich wartet und wie sich der Pfad entwickelt. Der Weg entsteht beim Laufen.

Dasselbe gilt für das Leben. Ob wir uns tatsächlich auf einem neuen Weg befinden, erkennen wir an die Ungewissheit, die uns begleitet. Wenn ich bei dem „Aufbau des Neuen“ – sei es nun in meinem individuellen oder im kollektiven Leben – alles bis in den letzten Details plane und bereits am Anfang des Weges das Ziel kenne, dann ist dies ein klares Zeichen dafür, dass dieser Weg nicht ganz neu sein kann. Denn „neu“ bedeutet unbekannt, oder zumindest seit kurzem erst bekannt. Zu sagen: „Wir wollen friedvoller und liebevoller leben“, ist kein Ziel, sondern eine Orientierung. Denn, was wir dann erreichen, wenn wir liebevoller und friedvoller miteinander leben, wissen wir erst, wenn wir es erreicht haben. Alles andere ist nur eine Vermutung.

Zu weiteren Unterschieden zwischen dem Alten und dem Neuen,

die ich aus eignen Beobachtungen und Erfahrungen der letzten Jahre gesammelt habe, zählen Folgende:

  1. Das Bedürfnis nach Diskussionen nimmt auf dem neuen Weg enorm ab. Denn die höhere Perspektive zeigt, dass jeder in seinem Leben genau da steht, wo er zu stehen hat. Es gibt einen Austausch der Erfahrungen und der Erworbenen, aber keine Diskussion mit dem Ziel, dem anderen seine Meinung und sein Wissen aufzuzwingen.
  2. Das Bedürfnis, Menschen von irgendetwas zu überzeugen, sinkt ebenso ab.
  3. Gewisse Gedanken, die sich früher wie ein Teufelskreis im Kopf drehten, verschwinden.
  4. Das Denkmuster ändert sich. Gewisse Gedanken kreuzen dir nicht mehr durch den Kopf.
  5. Gewisse Emotionen tauchen nicht mehr auf, darunter Mitleid. Mitleiden ist ein Akt des Masochismus oder des Selbstbestrafungsmechanismus und nicht einer der (Selbst)liebe.
  6. Ängste werden mit Vertrauen „ersetzt“. Ohne Vertrauen ist es nicht möglich, den neuen Weg zu gehen. Wenn kein Vertrauen da ist, dann sind wir in den alten Mustern.
  7. Das Bedürfnis, Dinge zu urteilen, nimmt ab. Die höhere Perspektive zeigt, dass alles ist, was es ist, und das alles seinen Sinn hat.
  8. Situationen oder Menschen, die in dem Feld des Dramas verankert sind, verschwinden aus unserem Leben, und kehren nur gelegentlich zurück, wenn sie als eine Prüfung dienen sollen.
  9. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Gewissheit nimmt enorm ab und wird mit Vertrauen „ersetzt“.

Nun, wie erreichen wir das Neue?

Unsere bisherige, kollektive Realität ist auf einer niedrigen Frequenzebene aufgebaut. Dabei ist zu erwähnen, dass „niedrig“ weder schlecht noch gut ist, es ist nur niedrig. Das Erdenleben ist eine Schule, in der wir aus eigenen Erfahrungen und in unterschiedlichen Rollen unsere Lektionen lernen. Und die niedrige Frequenzebene, die u.a. Leid, Schmerz, Angst, das Gefühl des Abgetrenntseins erzeugt, bietet eine hervorragende Möglichkeit zum Lernen an. Wenn die Lektionen gelernt wurden und das Karma sich aufgelöst hat – was mehrere Erdenleben voraussetzt – erhöht sich die Frequenz.

Das geschieht selbstverständlich nicht von null auf hundert, sondern in einem langen Prozess verteilt auf mehreren Erdenleben. Das ist die Reise der Seele. Daher ist der Versuch, jeden mit auf sein eigenes Boot zu nehmen, weil man gerade vom Blitz des Geistes getroffen wurde und einem die Augen zu irgendeiner Weisheit geöffnet wurden, nicht nur eine Zeitverschwendung, sondern ziemlich egoistisch. Manchmal höre ich Sätze, wie; „Es wäre besser für sie selbst, wenn sie diesen oder jenen Weg gehen würden.“ Was besser für einen anderen Menschen ist, weiß nur er selbst, denn es steht auf seinem Seelenplan. Wir können nur entscheiden, was besser für uns selbst ist. Deswegen helfen „Ratschläge“ und Tipps – wenn überhaupt – nur dann, wenn jemand gezielt danach fragt.

Um das Neue zu erreichen, sollten wir also unsere Energie und Zeit auf uns selbst fokussieren, anstatt sie damit zu vergeuden, andere Menschen zu ändern. Änderungen passieren immer von innen nach außen.

Das Verlassen der niedrigen Realität bedarf vor allem ein Bewusstsein darüber,

was alles zu jener Realität gehört, u.a. deren Muster. Wenn mir z.B. bewusst ist, dass meine Reaktion auf einen Trigger „A“ bis jetzt immer „B“ gewesen war, dann entscheide ich mich ab jetzt, auf „A“ mit „C“ zu antworten.
Folgendes Beispiel: Wenn ich aus der Erfahrung und der Beobachtung und Reflexion meines Selbst feststelle, dass jedes Mal, wenn über ein bestimmtest Thema gesprochen wird, ich zu diskutieren anfange, und dieses Muster ändern möchte, dann entscheide ich mich beim nächsten Mal, wenn dieses Thema auftaucht, bewusst nicht zu diskutieren. Bei den ersten Malen wird die Versuchung groß sein, in das alte Muster zu fallen, in solchen Fällen sage ich mir im Geist: „Nein, Sara! Du lässt dich nicht darauf ein. Lass sie glauben, was sie meinen.“ Nach einigen Versuchen ändert sich das Muster und ich erwische mich dabei, wie ich in einer Runde sitze, in der genau das eine Thema heiß diskutiert wird, und ich gar kein Bedürfnis spüre, an der Diskussion teilzunehmen.

Hilfreich beim Erreichen des Neuen ist auch im physikalischen Leben immer wieder neue Dinge auszuprobieren.

Am Besten gleich mit Sachen anzufangen, die du dir gar nicht zutraust, oder wo deine Ängste liegen. Wenn du z.B. Angst vor offenem Wasser hast, dann mache einen Tauchkurs. Wage es, dich neue Dinge zu öffnen. Wenn du es dir nicht zutraust, alleine zu reisen, dann fange an, alleine zu reisen. Such dir irgendwelche Bereichen aus deinem Leben und mach genau das Gegenteil von dem, was du bist jetzt gemacht hast. Diese Übung auf der physikalischen Ebene unterstützt unsere seelische Entwicklung sehr.

Was beim Übergang zu einer höheren Frequenzebene unausweichlich ist, ist das Loslassen von Menschen und Lebensumständen, die uns nicht mehr dienen oder etwas Negatives in uns erwecken. Wir Menschen sind in einem ständigen (unbewussten) Austausch mit unserem Umfeld. Du wirst zu der Summe von fünf Menschen, mit denen du dich umgibst, wird gesagt. Lass das alte Muster „die Welt retten zu müssen“ los, denn du kannst nur dich selbst retten. Und wenn du es geschafft hast, eine gewisse Stabilität in dein eigenes Leben zu bringen, dann kannst du auch anderen helfen, die ihre Hand ausstrecken und um Hilfe bitten.

Es gibt Menschen, die sich fast überall arrangieren wollen. Sie tragen sich bei fünfzehn verschiedenen AGs und Gruppen ein, um an dem Aufbau der neuen Welt mitzuwirken. Oft sind diese Menschen genau die, welche im eigenen Leben noch viele Baustellen haben. „Die Rettung der Welt“ kann durchaus ein Ablenkungsmanöver vom eigenen Leben sein. Denn es bringt ja wirklich nichts, die äußeren Welt zu einer besseren zu machen und selbst aber in einer Welt voller Problemen zu leben.

Und wenn eine kritischen Masse von Menschen erreicht ist, die den eigenen „Quantensprung“ in das Neue geschafft haben, dann schafft das Kollektiv ebenfalls den Sprung dahin. Ein neuer Weg ist am Anfang immer eine Herausforderung. Aber je mehr Menschen ihn gehen, desto besser wird er für die anderen sichtbar.

03.01.2023
Herzlichst, eure Sara
https://sara-sadeghi-coaching-energiearbeit.de/

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Sara Sadeghi Neuer Anfang, neue Wege, neue Orientierung Sara Sadeghi

Die 37-jährige Freiheitsliebhaberin arbeitet heute als zertifizierter Coach für psychische Gesundheit, Bewusstsein und Spiritualität und Energietherapeutin und hat bereits hunderte von Menschen mit ihrer Geschichte inspiriert und geholfen. In ihrem Buch „Das kleine, schwarze Fischlein – ein Liebesbuch berichtet sie über ihren Verwandlungsprozess von der Raupe in einen Schmetterling und über ihren Selbstfindungsprozess und die Herausforderungen, die ihr auf diesem Weg gestellt wurden.

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