Overthinking – wenn Denken übertrieben wird

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Overthinking neu programmierenOverthinking – wenn Denken übertrieben wird

Die kognitiven Prozesse im menschlichen Gehirn sind faszinierend – bis zu dem Punkt, wo sie zu weit gehen. Im englischen Sprachgebrauch hat sich in den letzten Jahren, in denen viele psychische Defekte neue Namen bekamen, der Ausdruck „Overthinking“ durchgesetzt. Im Deutschen gibt es dafür (noch) keine passende Übersetzung. Denn etwas zu überdenken, ist durchaus sinnvoll. Absolut kontraproduktiv hingegen ist es, diese Gedanken in Dauerschleife durchlaufen zu lassen. Doch für viele Menschen stellt dieses Symptom, das durch mangelnde Stressbewältigung, erlernte Hilflosigkeit oder einen gefühlten Mangel an mentalen Alternativen entstehen kann, eine psychische Bedrohung dar. Overthinking kann folgendermaßen charakterisiert werden:

  • Zwanghafte Denkmuster
  • Mentale Negativspiralen
  • Gedankenkarussell
  • Unfähigkeit, geistig abzuschalten

Wie Du ungesunde Denkmuster erkennst

Unsere Zeit hat viele Probleme ans Licht gebracht. Die mediale Einflussnahme ist allgegenwärtig, Meinungsmache und Propaganda werden massiv eingesetzt, um das Verhalten der Menschen besser kontrollieren zu können. Vorherrschende Themen lassen keine Meinungsspielräume offen, die Narrative werden mitgeliefert. Diese Dauer-Loops an Informationen befeuern das Symptom Overthinking in nie da gewesener Weise. Die ständigen Wiederholungen erschaffen eine Art mentales Dahindämmern, das Phrasen und Denkmuster automatisiert und automatisch repetiert. Doch auch ohne Fremdverschulden neigt unser Gehirn unter bestimmten Umständen zum Overthinking. Hier ein paar sichere Anzeichen dafür:

  • Immer wiederkehrende Gedanken und Gefühle
  • Phrasen werden automatisiert und repetiert
  • Ängste als Grundtenor und Antrieb
  • Schlaflosigkeit
  • Körperliche Beschwerden durch geistige Übermüdung

Wenn Vergangenheit verfolgt und Zukunft ängstigt

Du hast ein Problem in der Gegenwart und der Zukunft, wenn Du mit der Vergangenheit nicht abschließen kannst. „Was wäre gewesen, wenn…“, verleitet viele Menschen zu völlig unnötigen Überlegungen. Hättest Du damals anders reagiert, wäre alles anders gekommen. Hast Du aber nicht, deshalb ist alles gut, so wie es ist. Werde Dir der Sinnlosigkeit dieser irrealen Gedankenkonstrukte bewusst, dann kannst Du sie loswerden. Noch unnötiger sind Zukunftsängste. Das wird klar, sobald Dir bewusst wird, dass Du Deine Zukunft in jedem Moment ändern kannst. Es ist irrational, sich vor etwas zu fürchten, das keine reale Bedrohung darstellt. Doch weil unser Sicherheitsbedürfnis groß ist, werden auch Zukunftsängste geschürt. Deswegen schließen wir Versicherungen ab, treffen Vorsorge und hamstern Dinge. In den allermeisten Fällen passiert gar nichts, aber das „was wäre, wenn…“, ist so stark, dass es zu einem gewaltigen Wirtschaftsfaktor wurde.

Raus aus der Gedankenfalle

Endlich eine gute Nachricht: Es ist gar nicht so schwer, zwanghafte Denkmuster zu knacken. Was Du dazu brauchst, sind Feinfühligkeit und Empathie Dir selbst gegenüber. Statt Dich zu bedauern oder gar Dich selbst zu boykottieren, darfst Du Dir endlich freundschaftlich gegenübertreten. Vielleicht warst Du vorher Dein größter Kritiker. Jetzt aber erhebst Du Dich – als Dein eigener Beschützer, Tröster und Freund – wie Phönix aus der Asche. Sobald Du Dich beruhigt hast, tritt einen Schritt zurück. Beobachte Dich selbst und die jeweilige Situation aus der Vogelperspektive und verzichte auf Emotionen. Beobachte mit Adleraugen und erkenne den Trigger, also jenes Muster auslösende Ereignis, das Dich manipuliert. Du erkennst auch, dass es fremde Ängste waren, die Dich gepeinigt haben? Wie krass ist das denn? Plötzlich stehst Du über den Dingen und nimmst wahr, was wirklich wichtig ist. Der ganze Gedankenschrott ist jedenfalls für den Müll. Wie befreiend!

Die Gefühlswelt hinter dem Dauertext

Beobachte Deine Gefühle, die das beginnende Bla-Bla begleiten. Dahinter steckt zumeist emotionales Chaos, das aus unerfüllten Wünschen, gefühlter Ablehnung, Stress und Zukunftsängsten bestehen kann. Mitten in Deinem Kopf befinden sich Dein Limbisches System und die dazugehörigen Areale in Aufruhr. Das bringt Dein Sprachzentrum im Temporallappen der linken Gehirnhälfte zu seltsamen Überreaktionen. Denn anders als beim „normalen“ Denken, das Assoziationen netzförmig verknüpft, funktionieren neurotische Abarten, wie das Overthinking, linear. Die immer gleichen Gedanken tauchen auch in der immer gleichen Reihenfolge auf. Fast fühlt es sich an, wie ein ungeliebter Ohrwurm, der nie über eine Passage hinauskommt. Doch hier finden wir Hilfe an unerwarteter Stelle. Wenn Du Dich bei zwanghaften Gedankenmustern ertappst, beginne einfach zu singen. Egal was, egal wie, aber singe! Singend kannst Du keine Angst empfinden. Außerdem wird durch Musik Deine rechte Gehirnhälfte genau an der Stelle aktiv, an der links Dein innerer Texter sitzt. Der hat jetzt Pause.

Schön sprechen ist Wellness für die Seele

„Schön sprechen“, ist ein ultimativ wichtiger Bestandteil Deiner seelischen Hygiene. Denn es sind Worte, die Gedanken erschaffen. Es sind Frequenzen, die Worte erschaffen. Negative Bedeutungen, Schimpfen, Fluchen & Co. schwingen viel niedriger, als positive Begriffe und bedachtsam gewählte Worte. Falls Du Dich noch nie damit befasst hast, fühle Dich eingeladen, einen kleinen Test mit Dir zu machen. Sprich folgende Wörter laut aus und überprüfe Deine dabei entstehenden Stimmungen: “Liebe”, “Hass”, “Freude”, “Angst”, “Wahrheit”, “Lüge”. Nun kannst Du damit anfangen, Wörter, die Dir in den Sinn kommen, auf ihre seelenhygienischen Qualitäten zu überprüfen. Das macht nicht nur Spaß, es macht Dich auch instinktiv achtsamer im Umgang mit Sprache. Wenn Dein ungeliebtes Gedankenkarussell mal wieder anspringt, dann übersetze seine Wörter in Schönsprache. Das wird witzig.

Lenk Dich ab und bleibe im Jetzt

Nichts ist wirksamer als Freude. Wenn Du Dich mit Dingen befasst, die Du magst und die Dir Spaß machen, ermöglichst Du Dir, in einen Flow-Zustand einzutreten. Das verbessert einerseits Deine Performance, andererseits hat auch nichts anderes Platz in Deinem Jetzt-Bewusstsein. Je öfter Dir Gegenwärtigkeit gelingt und Du das Gefühl hast, dass alles fließt, desto seltener passiert Dir Overthinking. Das setzt nämlich auch ein, wenn Deinem Gehirn fad ist. Neuronales Wachstum, also das Anlegen neuer Muster im Gehirn, entsteht nur durch wiederholte Übung des jeweiligen Programmes. Auch Overthinking ist ein Muster, das durch Wiederholung wächst. Wird es nicht mehr bespielt, verschwindet es wieder. Was beim Erlernen einer Sprache oder eines Instrumentes oft ein bisschen lästig ist, wirkt im Falle von Overthinking geradezu genial.

Verwöhne Dich im Alltag

Es sind Kleinigkeiten, die Dein Leben versüßen. Ist Dir bewusst, wie köstlich die Eiscreme schmeckt, die gerade auf Deiner Zunge schmilzt, ist auch Dein innerer Texter hingerissen. Nimm ihn mit in den Wald, lass ihn am frischen Baumharz schnüffeln und die Farbe der Buchenblätter beschreiben. Staunt gemeinsam, wie anmutig das Reh durchs Unterholz prescht und lauscht dem leisen Glucksen des Bächleins, das entlang des Weges fließt. Der Wald ist nachhaltig für Deine Seele, denn er wirkt weiter, auch wenn Du längst wieder zu Hause bist. Du fühlst Dich endlich wieder gut? Dann teile Deine positiven Gedanken mit anderen, damit auch sie sich gut fühlen. Das nämlich ist das Schönste daran: Liebe, Freude und Glück verdoppeln sich durchs Teilen immer weiter. Das Urprinzip des Lebens gilt im Außen wie im Innen.

19.06.2022
Emanuell Charis
einer der bedeutendsten international bekanntesten Hellseher
https://www.emanuellcharis.de

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