Partner und Familie – wenn man all dies nicht will/hat!

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Partner und Familie-insel-palmen-fragezeichen-question-markPartner und Familie – wenn man all dies nicht will/hat!

Vom Singlesein, bewusst gewählter Kinderlosigkeit und dem spirituellen Erwachen. Seelenpartnerschaften und der Impuls, die Menschheitsfamilie bewusst zu gestalten.

Immer mal wieder stellt man mir die Frage: „Warum hast Du eigentlich keine Kinder?
Und gleich im nächsten Atemzug: „Da geht eine wichtige Erfahrung an Dir vorbei! Und auch: Das wirst Du bereuen!
Selten steht wahres Interesse hinter der Frage.
Und letztens, auf YouTube, eine Person: Es ist ein ganz klares Zeichen dafür, dass Du Dein Trauma nicht überwunden hast, weil Du es nicht geschafft hast, einen Partner zu finden und eine Familie zu gründen!
Spannend, was manche Menschen so von sich geben und ihr Lebensmodell auf andere übertragen, beurteilen und es einfach besser wissen.

Einmal davon abgesehen, dass diese Person was mein Privatleben angeht eindeutig schlecht bis gar nicht recherchiert hat, empfand ich beim Lesen den dringenden Impuls, das Thema aufzugreifen.
Aus meiner Arbeit als LifeCoach weiß ich, dass manch einer mit Minderwertigkeitsgefühlen zu kämpfen hat, wenn er Single ist oder zusammen zuckt bei der „leidigen Kinderfrage“.

Leben wir tatsächlich noch in einer Gesellschaft, wo ein Mensch einen Partner braucht, um „es geschafft“ zu haben, um vollwertig zu sein?

Und hat sich ein Mensch nur dann realisiert, wenn er eine Familie gegründet und Kinder in die Welt gebracht hat?

In Zeiten von Überbevölkerung, in denen pro Sekunde zehn Kinder an Unterernährung sterben (Quelle: WHO), sehr fraglich.
Und: In Zeiten, wo wir spirituell erwachen und die Entwicklung der Bewusstseinsseele im Vordergrund steht, ein Zeichen dafür, dass hier alte Paradigmen vehement um ihr Fortbestehen kämpfen.

Persönliche und spirituelle Antworten

Wir können uns diesem Thema auf zwei Ebenen nähern, der

  • der freien Individualentwicklung und der
  • der Seelischen Entscheidung und Seelenmission

Als emanzipierte Menschen definieren viele von uns sich schon lange nicht mehr über klassische Rollen. Die Welle der Persönlichkeitsentwicklung und Individualkreation hat uns in vieler Hinsicht davon befreit, in alte Raster passen zu müssen und uns in Schuhe zu zwängen, die uns nicht passen.
Und so ist es beispielsweise für sehr viele Frauen nicht mehr das große Ziel, die „Zahnarztfrau“ zu werden, für viele Männer nicht der Wunsch, Vater einer Familie zu sein, ja, einige von uns wählen ganz aus freien Stücken einen Weg als scheinbarer Einzelgänger, als jemand, der sich selbst genug ist, mit großem Freundeskreis, mit Gleichgesinnten.

Die Frage lautet:

  • Wer will ich sein in meinem Leben?
  • Was funktioniert für mich?
  • Was brauche ich?

Mit dem Wissen, dass sich meine Entscheidung auch ändern darf.

Und eben nicht mehr:

Was muss ich tun, um die Norm zu erfüllen und anerkannt zu sein.

Auf seelischer Ebene ergibt sich hier noch einmal eine ganz neue, unverhoffte Perspektive:

Wir stellen uns die Frage nach unserem Seelenplan. Nach dem wahren Grund unseres Daseins hier auf der Erde:

  • Mit welcher Intention, fragt sich so mancher, bin ich diese Erdenreise angetreten?
  • Was ist meine Mission?
  • Was bin ich gekommen zu verändern, zu kreieren, neu zu erschaffen?
  • Für welche Entwicklungsprozesse will ich Katalysator sein?

Das Geschenk der Wahl

Erst neulich erzählte mir die wunderbare Vermieterin meiner Ferienwohnung, dass sie in diesem Leben wohl deshalb keine Kinder hätte, weil sie im letzten Leben schon so viele gehabt hätte und in diesem andere Aufgaben zu erfüllen hätte.
Das, so beiläufig von ihr erwähnt, hat mich tief berührt. Die Worte waren erfüllt mit so viel Klarheit, Ruhe und Gewissheit.

Es scheint, als ob unsere Seele in uns die Frage aufwirft:

Welches Lebensmodell unterstützt am besten meine Mission?

Und immer mehr Menschen hören darauf und handeln danach, manch einer sicher auch unbewusst.

Eines sei klar gestellt:

Ich spreche mich hier weder gegen Beziehungen noch Familien aus! Wie könnte ich! Im Gegenteil, denn es geht hier mehr denn je um wahres in-Beziehung-Gehen und ein Familiengefühl, Gemeinschaftsgefühl, das nur möglicherweise über die eigenen vier Wände hinaus geht.
Und dass immer mehr Menschen diesen Impuls in sich verspüren, in Verbindung zu gehen auf eine Art, die ein Wir kreiert nicht nur über den Gartenzaun hinaus, sondern grenzüberwindend.

In so manchem Profil in den sozialen Medien schreiben Menschen als Religion: Wir sind alle eins.

Ein Satz, der in der spirituellen Szene gerne und häufig verwendet wird. Ein Zustand und Gefühl, das viele von uns immer öfter und häufiger erleben.
Wir sind wirklich alle eins! In All-Verbundenheit.

Gerade in Zeiten von Corona hat so manch einer, gerade wegen des Social Distancing, nicht nur die Einsamkeit erfahren, sondern darüber hinaus auch die tiefe Verbundenheit und das Eingebettetsein in der Menschheitsfamilie.
Überall auf der Welt, welt-weit, ging es Menschen ähnlich, wir alle waren vom Lockdown betroffen, zeitgleich. Wenn das nicht neben den vielen anderen Aspekten, die wir erlebt haben, zusammen schweißt…

Wir empfinden immer deutlicher, wie absurd eine Spaltung der Menschen ist aufgrund ihrer Hautfarbe. Wir setzen uns ein für Gleichbereichtigung von Männern und Frauen, für schwule und lesbische Liebe. Wir gehen auf die Straßen für unser Klima, für für unsere Welt.
Weltweit.

Sackgasse und Seelenplan

Als jemand, der schwere sexuelle Gewalt in seiner Kindheit und Jugend in der eigenen Familie erleben musste, scheint es für Außenstehende nahe zu liegen, warum ich keine Familie gegründet habe. Das Trauma eben…! Fast schon triumphierend!
Mag sein, dass das eine Rolle spielt.

Viel spannender ist:

Schon als Kind habe ich davon geträumt habe, SOS-Kinderdorfmutter zu werden. Das spielte und lebte ich, indem ich all die mutterlosen Puppen meines Freundeskreises adoptierte und ihnen bei mir ein Zuhause gab. Irgendwann waren es an die zwanzig, meine Seelenkinder, meine Schützlinge…

Dieses Gefühl, die Essenz dieser kindlichen Phantasie und Vorahnung auf mein Leben, erlebe ich intensiv heute, wenn ich mich um Menschen kümmere, die bedingt durch traumatische Erfahrungen wie u.a. sexuelle Gewalt, ihre Familien verloren haben – zumindest das Gefühl von Familie.

Dieser Wunsch, Geborgenheit, Wärme und Zusammenhalt zu schenken, manifestierte sich in Schutzgemeinschaften, die ich leitete und heute, in einem weiteren Rahmen, in der Öffentlichkeitsarbeit über einen YouTube Kanal, die sozialen Medien, Vorträge und ja, auch ganz anonym und ohne direkten Kontakt über Bücher und Videokurse.

Auf seelischer Ebene, das erlebe ich hier ganz stark, sind wir energetisch verbunden!

Der direkte Kontakt ist meist gar nicht nötig, um ein Gefühl von tiefer Gemeinschaft, ja, sogar tiefer familiärer Verbundenheit zu erfahren!
Und das erlebe nicht nur ich so, sondern sehr, sehr viele meiner Leser, Abonnenten und Kursteilnehmer, die mir ihre Erfahrungen in wunderschönen Mails mitteilen.

Ist es möglich, frage ich mich, dass dies ein Teil meines Seelenplans ist?
Bei der Erschaffung einer sog. Extended Family – einer erweiterten Familie mitzuwirken?
Passt vielleicht das große Puzzle meines (und auch Deines) Lebens und alles fügt sich perfekt?

Das „Große Wir“ war schon immer mein Thema.

Vor einigen Jahren hörte ich eine amerikanische Kollegin in einem Vortrag sagen: Ich möchte eine bessere Welt für unsere Kinder!
Sie hat keine eigenen Kinder, durchfuhr es mich!
Und: Sie hat Kinder, für die sie sorgt und sich erfolgreich einsetzt: Die Kinder dieser Welt.

Das fühlte sich so echt und richtig an… und ich wusste: Das bin auch ich.

Vielleicht – egal ob Du eigene Kinder hast und Kinder aufziehst, oder nicht – gehst Du damit in Resonanz. Das eine schließt das andere nicht aus!

Menschheitsfamilie! Praktisch gelebt!

Eine meiner Klientinnen lebte einige Jahre als Single. Und das gerne und gewählt.
Wenn Weihnachten bevor stand, bekam sie oft mitleidige Blicke. Man nahm an, dass sie leiden würde, weil sie keinen Partner hatte und ging davon aus, dass der Besuch bei ihrer Familie ohne Partner ein Horror sein müsste…
Irgendwann verstarben ihre Eltern, da war sie – scheinbar – ganz alleine.

Aber das war sie nicht.
Anstatt sich zu verkriechen, sich schlecht zu fühlen oder einsam, stellte sie sich die Frage:

  • Wer will ich sein?
  • Was will ich erleben?
  • Was will ich in die Welt bringen?

Für sie war klar:

Ein Gefühl von Liebe, Herzlichkeit, Gemeinsamkeit, Geborgenheit – für alle.

Für alle die, die sie erreichen konnte – über ihr Herz in Mediationen und über direkten Kontakt.

Als wieder einmal Weihnachten vor der Tür stand, krempelte sie sich die Ärmel hoch und machte sich auf den Weg durch die vorweihnachtlichen Straßen und Weihnachtsmärkte ihrer Stadt und lud jeden Obdachlosen, den sie antrafen, zum Heilig Abend ein. Daraus entstand eine Bewegung.
Menschen ins Boot holen, die am Rande der Gesellschaft leben und Gefahr laufen, ins Meer der Einsamkeit und Verlorenheit zu stürzen. Wir sind alle eins – mal nicht nur gesagt, sondern gelebt.

Was ich bei mir beobachte ist, dass ich durch die Tatsache, keine Familie zu haben und auch keine gründen zu wollen, oft deutlich offener und interessierter daran bin, einen Impuls von „menschheits-familiären-Gefühlen“ in die Welt zu bringen.
Es fällt mir meist leichter, Fremde als Freunde und Mit-Menschen zu empfinden als andere, die fest in ihrem Familienverbund leben.

Das mag auf manchen mit Sicherheit befremdlich wirken, weil es noch so fremd und neu ist. Bei vielen stößt es aber auf große Resonanz, weil es etwas in ihnen zum Schwingen bringt, was nur darauf wartet, sich zu öffnen und gelebt zu werden.

Das kann die eigene Familie ja absolut mit einbeziehen, den Freundeskreis, den Bekanntenkreis und darüber hinaus zu einer Öffnung für Menschen allgemein.

Zuhause sein im großen Wir.

Urvertrauen reloded

Keine leichte Aufgabe. Und eine, die Schritt für Schritt gelebt werden möchte.
Die innere und äußere Öffnung, das vorsichtige Herantasten an Grenzen, führt nicht selten dazu, dass eigene Themen und Verletzungen getriggert werden.

Themen wie:

  • Wem kann ich trauen?
  • Sind Fremde nicht gefährlich?
  • Wie oft habe ich mich schon geöffnet und wurde verletzt/enttäuscht?
  • Fremdes macht Angst.
  • Unbekanntes auch.

Fast jeder Mensch ist auf die eine oder andere Art und Weise in seinem Urvertrauen verletzt worden, genau an diesen Punkt werden wir heran geführt, wenn wir uns wieder für die Ur-Familie Menschheit öffnen.

Der Rückzug in die eigenen vier Wände war ja nicht immer einer, der basierte auf emotionaler Freiwilligkeit, sondern war häufig auch (unbewusst) geprägt vor der Angst des Fremden, von der Erfahrung mangelnder Sicherheit, alten übernommenen Mustern und (überholter) gesellschaftlicher Norm.

Hinter jeder Schwäche verbirgt sich eine Stärke.
Hinter jeder Verletzung auch ein Geschenk.
Hinter jeder Wunde ein Wunder.
Hinter jedem Verlust ein Gewiss.
Und: In jeder Misere auch eine Mission!

Unsere Seele wählt oft Kontrastfelder, um ihre Mission zu erfüllen.

Sie sucht das Dunkle, um zu erhellen. Die Einsamkeit, um die Gemeinsamkeit zu kreieren. Die Leere, um in ihre Schaffenskraft zu gehen.

Wir sind nicht gekommen, um alte Systeme, die nicht/nur bedingt funktionieren, weiter aufrecht zu erhalten. Unseren Seelen, Deine Seele, hat so viel mehr im Gepäck, hat so viel mehr vor!

Erfülle Deinen Seelenplan – nicht alte gesellschaftliche Muster!

Höre auf die Stimme Deines Inneren – nicht die Stimmen alter Paradigmen!
Erschaffe neue Wege und gehe sie – und verlasse die ausgetretenen Pfade, die die Welt ins Chaos geführt haben.

Du bist ein Schöpfer des Neuen.
Du bist ein Verwandler des Bestehenden.
Traue Dich, Deine Mission und Deine Wahrheit zu leben!

Schau dir auch dieses themenbezogenen YouTube Video von mir an:

Keinen Partner keine Familie Sexueller Missbrauch


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08.07.2020
Ursula Schulenburglogo-schulenburg
www.institut-schulenburg.de
Autorin, Dozentin, Heilpraktikerin, Life Coach und führt ihr online Business Soulcentered Evolution.

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