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Naturheilkunde in der Schwangerschaft

Naturheilkunde-Schwangerschaft-pregnancySanfte Begleitung: Naturheilkunde in der Schwangerschaft

Naturheilkundliche Begleitung in der Schwangerschaft
Die Gesundheit von Mutter und Kind steht an oberster Stelle – schön, wenn diese Zeit mit einer sanften und natürlichen Medizin begleitet werden kann. Aber auch naturheilkundliche Verfahren sollten jetzt nur nach einer Prüfung auf Unbedenklichkeit und Verträglichkeit eingesetzt werden.

Eine Schwangerschaft kann voller Freude und Wohlbefinden sein.

Aber auch bei Frauen, die ansonsten gesund sind, können durch die innerhalb kurzer Zeit stattfindenden körperlichen und seelischen Veränderungen unterschiedliche Beschwerden auftreten – wie etwa Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung oder depressive Stimmungen. Wollen Sie sich naturheilkundlich behandeln, sollten Sie die Maßnahmen mit Ihrer Ärztin besprechen.

Naturheilkunde in der Schwangerschaft – Was noch wichtig ist

  • Bringen Sie Ihre Zähne beizeiten in Ordnung. Schwangere mit einer Parodontopathie haben ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten.
  •  Essen Sie kein rohes oder nicht richtig durchgebratenes Fleisch (Toxoplasmosegefahr).
  •  Mit speziellen pH-Selbsttests können Sie Infektionen im Vaginalbereich frühzeitig aufspüren, denn Infektionen im Genitalbereich sind ein Risikofaktor für Fehl- oder Frühgeburten.

Bringen Sie Ihren Körper am besten schon vorher in Topform

Nicht nur während der Schwangerschaft ist die Ernährung wichtig, sondern bereits vorher sollten Sie Ihren Körper in Topform bringen. Dazu gehören eine Ernährung von hoher Qualität und die optimale Versorgung mit allen wichtigen Mikronährstoffen, insbesondere Folsäure.

Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag, zwei Fischmahlzeiten pro Woche zur Deckung des Jodbedarfs, viel grünes Gemüse und ballaststoffreiche Vollkornprodukte sowie Milchprodukte bilden die Grundlage dafür. „Essen für zwei” ist nicht erforderlich, denn der Kalorienbedarf ist nicht maßgeblich erhöht. Es kommt also weniger auf die Quantität als die Qualität an, denn in der Schwangerschaft ist der Bedarf an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen erhöht. Dazu gehören vor allem Folsäure, Eisen, Jod, Calcium und Magnesium.

Folsäure, Magnesium & Co.

  Warum Folsäure so wichtig ist: Folsäure ist in der ersten Zeit besonders wichtig, um Störungen des Nervensystems beim Kind (Neuralrohrdefekt, „offener Rücken“) zu verhindern. Frauen mit Kinderwunsch sollten schon vor Eintritt der Schwangerschaft auf eine gute Folsäureversorgung achten. Zur Vorbereitung sowie für den erhöhten Bedarf in Schwangerschaft und Stillzeit werden spezielle Mikronährstoff-Präparate angeboten.

Magnesium wirkt muskelentspannend und kann bei Kopfschmerzen auch in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Manchen Schwangeren hilft bei Übelkeit Vitamin B6.
Vitaminpräparate sollten Sie nur in Absprache mit ihrer Ärztin einnehmen. So kann beispielsweise zu viel Vitamin A fruchtschädigend wirken.

Wenn Sie Gewichtsprobleme haben: Bitte machen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit keine Abmagerungskuren. Das könnte zu einer Unterversorgung des Kindes führen. Außerdem werden im Körper Gift- und Schadstoffe freigesetzt, die vorher im Fettgewebe deponiert waren. Essen Sie wenn möglich vor allem Produkte aus biologischem Anbau, weil weniger belastet.

Wenige Heilpflanzen sind bedenkenlos in der Schwangerschaft

Da bei vielen Pflanzen die Wirkung auf den Embryo nicht geklärt ist, wird aus Sicherheitsgründen darauf verzichtet. Bei wenigen Pflanzen weiß man hingegen, dass sie unbedenklich sind. Sie sollten aber nur begrenze Zeit, solange wie nötig, eingesetzt werden. Bei Blähungen helfen Kümmel, Fenchel und Anis. Diese drei Pflanzen regen wie auch Dill, Brennnessel und Frauenmantel die Milchbildung an.
Kamille und Pfefferminze beruhigen den Magen und Ingwer hilft gegen Übelkeit.
Bei Wassereinlagerungen wirkt eine Mischung aus Hafer und Brennnesselkraut.

Am Ende der Schwangerschaft können Sie die Milchbildung anregen mit einem Tee aus Anisfrüchten, Kümmelfrüchten, Fenchelfrüchten und Frauenmantel zu gleichen Teilen. Die Früchte zerstoßen und aufbrühen. Drei Tassen täglich reichen aus. Es gibt auch fertige Teemischungen (z.B. Milchbildungstee aus der Drogerie oder Apotheke).

Salbei hingegen hemmt die Milchbildung und kann später begleitend zum Abstillen eingesetzt werden. Sie können Salbei auch äußerlich anwenden, indem Sie fünf Tropfen ätherisches Salbeiöl auf 20 ml Johanniskrautöl geben und die Brüste damit vorsichtig einreiben. Beraten Sie sich darüber am besten mit Ihrer Hebamme.

Achtung: Vorsicht bei abführenden Pflanzen wie Senna und Aloe, die in vielen Abführmitteln enthalten sind. Sie dürfen während der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden, weil sie eine Fehlgeburt auslösen können.

Naturheilkunde in der Schwangerschaft – Heilpflanzen in der Schwangerschaft

HeilpflanzeEigenschaftenBesonderheiten
Kümmel, Fenchel, AnisHelfen gegen BlähungenBewährte Kombination gegen Blähungen; später auch hilfreich zur Milchbildung
Dill, BrennnesselRegen die Milchbildung anIdeal in Kombination mit Frauenmantel und mit Kümmel, Fenchel, Anis
FrauenmantelHarmonisierend, regt die Milchbildung anPasst in allen Abschnitten der Schwangerschaft
MelisseBeruhigendSanfte Wirkung auf Nerven und Magen
KamilleBeruhigt den MagenÄußerlich als Sitzbad gegen Hämorrhoiden
PfefferminzeLindert ÜbelkeitMorgens vor dem Aufstehen trinken
IngwerHilft gegen ÜbelkeitVorsicht, kann auch Wehen fördern
Hafer, BrennnesselkrautHelfen gegen WassereinlagerungenBrennnessel ist leicht eisenhaltig
SchafgarbeFördert die VerdauungIn Kombination mit Pfefferminze oder Frauenmantel
SalbeiHemmt die MilchbildungBegleitend zum Abstillen
Flohsamen, LeinsamenRegen die Verdauung anBei Verstopfung

Wieviel Bewegung ist gut?

Schwangere, die ihr erstes Kind bekommen, sind oft unsicher, was sie sich und ihrem Kind während der Schwangerschaft zumuten dürfen. Wer gesund ist, kann in der Regel sein gewohntes Training weiter machen. Günstig sind Radfahren, Schwimmen, Walking. Vermeiden Sie besser Sportarten, die mit Erschütterungen verbunden sind, wie Squash oder Reiten.

Bestimmte Yogaübungen helfen nicht nur bei Beschwerden in der Schwangerschaft, sondern sind ebenso wie spezielle Schwangerschaftsgymnastik eine ideale Vorbereitung auf die Geburt. Ideal ist auch die Stärkung des Beckenbodens, der in der Schwangerschaft stark belastet wird.

Schüßler-Salze für Knochen und Bindegewebe

Bei den Schüßler-Salzen kommen in der Schwangerschaft vor allem folgende Mittel infrage: Calcium fluoratum D12 für die Knochen- und Zahnbildung, Ferrum phosphoricum D6 für eine gute Sauerstoffversorgung sowie Silicea D12 für festes Bindegewebe und für gesunde Haut und Haare.
Günstig sind auch die Salben: Den Bauch mit Calcium fluoratum Nr. 1 vorbeugend zweimal täglich einreiben, im Wechsel mit Siliceasalbe Nr. 11.

Die Haut mit Ölen verwöhnen

Wassertreten und kalte Güsse sind hilfreich bei Stauungen und Venenleiden. Feuchtwarme Leberwickel lindern Übelkeit und Blähungen. Mit Wechselduschen fördern sie die Durchblutung der Haut.

Viele Frauen blühen in der Schwangerschaft richtig auf. Ihre Haut wird schöner und rosiger. Die Dehnung am Bauch kann die Haut aber auch belasten. Sanfte Bürsten- und Zupfmassagen (mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger) mit einem Öl machen die Haut widerstandsfähiger. Als Zusatz für das Hautöl eignen sich Rose oder Rosenholz. Nehmen Sie zehn Tropfen ätherisches Öl auf 50 ml Jojoba- oder Mandelöl.

Mit einer Dammmassage sollten Sie frühzeitig beginnen, mit oben genanntem Öl, um diesen Bereich zu kräftigen und um möglichst einen Dammschnitt zu vermeiden (ein Dammschnitt ist energetisch sehr ungünstig, denn dabei werden Meridiane durchtrennt). Ebenfalls wirkungsvoll ist das Einreiben von Vitamin E-Öl oder Nachtkerzenöl.

Naturheilkunde in der Schwangerschaft

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