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Was Weiblichkeit ausmacht

schoen-wild-weise-weiblichkeit-pink-hair„Schön, wild und Weise“ – was Weiblichkeit ausmacht

Was Weiblichkeit ausmacht – Es ist wohl ein Unterschied, was Weiblichkeit gesellschaftlich zu sein hat und was Weiblichkeit tatsächlich ist. In der Vergangenheit wurde der Begriff „Weiblichkeit“ immer wieder weiterentwickelt und neu definiert.
Es lassen sich unterschiedliche Tendenzen ausmachen, die sowohl fortschrittlich, als auch rückständig oder stagnierend anmuten. Weiblichkeit hat es im Kontext von Transgender, fortschreitender Emanzipation und gleichzeitiger Konstruktion durch Medien wahrlich nicht leicht.

Schön, wild und Weise“ enthält drei Attribuierungen, die Anna Gamma zufolge Weiblichkeit ausmachen.

Sie bilden den Titel ihres Ratgebers für Frauen, der während ihrer Auseinandersetzung mit dem Patriarchat entstanden ist. Dabei ging es der Autorin und Zen-Meisterin aber nicht darum, Männer anzuklagen und auf eine radikale Weise patriarchale Strukturen zu bekämpfen, sondern einen Weg aufzuzeigen, wie Frauen durch Selbstentfaltung eigenständig und friedlich Gleichberechtigung herbeiführen können:

„So richte ich mich insbesondere an Frauen, die nicht aufhören, ihre weibliche Identität und Gestaltungskraft zu erforschen und weiterzuentwickeln.“

Dafür muss die wilde Schönheit und tiefe Weisheit, die Anna Gammas Auffassung nach in allen Frauen schlummert, erweckt und gestärkt werden, um sämtliche Blockaden wegzuräumen.

In ihrer intensiven Beschäftigung mit wichtigen Frauengestalten aus mythologischen Kontexten entwickelt Anna Gamma die Vision einer starken, schönen, wilden und weisen Weiblichkeit:

„Sie können für Frauen Inspiration und Ermutigung sein, aus der tiefe ihres göttlichen Seins zu leben, ungeachtet gesellschaftlicher Konditionen und Einschränkungen, wie eine Frau zu sein und zu leben hat, aber auch ungeachtet der eigenen Widerstände, ein Leben in Eigenständigkeit und Freiheit zu führen.”

Was also dabei herauskommt, ist ein weiblicher Archetyp der Heldin, deren Weiblichkeit darin besteht, den weiten Weg ins eigene Innere zu gehen und nicht aufzuhören,

„ihre Einzigartigkeit zu entfalten, und mit den dabei gewonnenen Fähigkeiten für ein gerechteres und glücklicheres Leben für alle Menschen einstehen.“

Weiblichkeit lässt sich nicht vereinheitlichen und formen, sie ist individuell und natürlich gegeben.

Es geht also nicht darum, dass künstlich generierte Bild von Weiblichkeit zu verinnerlichen, sondern das natürlich Vorhandene nach außen zu tragen. Erst wenn wir mit uns selbst versöhnt sind, ist es uns möglich, aktiv an einem gesünderen und erfüllteren Miteinander mitzuwirken. Dafür erfordert es aber den Mut einer Heldin, das konstruierte Werte-Korsett abzulegen und die Reise nach innen zu wagen – Anna Gamma hilft uns dabei.

Schön, wild und weise“ Was Weiblichkeit ausmacht enthält viele Übungen für Frauen, die nicht aufhören, ihre weibliche Identität und Gestaltungskraft zu erforschen und weiterzuentwickeln.

Folgende Übung ist eine äußerst wirkungsvolle Schutzmeditation

Sie hilft dabei, in Verbindung mit der eigenen Weiblichkeit (und Männern mit ihrer Männlichkeit) zu bleiben und trotzdem nach außen klar und sicher aufzutreten. Sie stärkt auch das Bewusstsein für die Verbundenheit mit der Erde und dem Kosmos:
Auszug aus dem Buch: Schön, wild und Weise” von Anna Gamma

Sternenmantelmeditation

  1. Suche einen ruhigen Ort auf. Lass dich auf deinen Atem ein. nimm das Ein- und Ausströmen wahr, das Ausdehnen beim Einatmen und das Sichzusammenziehen beim Ausatmen. Versuch auch für den Moment offen zu sein, in dem dein Atem sich nicht bewegt. Lass deinen Atem sich selber atmen. nimm deinen Körper von Kopf bis Fuß wahr. Lass dir dazu ausreichend Zeit. Lass deine Aufmerksamkeit von Körperteil zu Körperteil wandern.
  2. Stell dir nun vor, dein Körper ist umhüllt von einem mit Sternen übersäten, nachtblauen Mantel aus einem kosmischen Gewebe. Er umhüllt dich feiner als kostbare Seide. Er umspielt deinen Körper von Kopf bis Fuß, hat selbst keinen Anfang und kein Ende. Genieße die zärtliche Berührung. Wenn sich die Erfahrung des schützenden, ordnenden Sternenmantels so weit vertieft hat und so vertraut geworden ist, dass du die bergende Hülle auch im Alltag erinnern kannst, geh einen Schritt weiter.
  3. Lass die Haut deines Körpers transparent werden. Lass zu, dass das kosmische Sternengewebe auch deinen Körper durchdringen kann. Die Materie deines Körpers darf sich ihres Ursprungs wieder erinnern. Sie ist Sternenstaub, über Milliarden von Jahren und über mehrere Supernovaausbrüche zu dieser Komplexität angewachsen. Die wahre Heimat deines Körpers ist das Universum selbst. Auch dieser Schritt braucht Zeit, bis er sich in Körper, Seele und Geist verankert.
  4. Stell dir nun vor, du liegst in einer Sommernacht auf einer Wiese und betrachtest die Milchstraße über dir. Sie dehnt sich wie ein großes Gewölbe von einem Horizont der Erde zum anderen. Öffne dich für das Wunder des Nachthimmels. (Du kannst dies übrigens auch ganz real draußen auf einer Wiese liegend ausprobieren.
  5. Vergegenwärtige dir dann den nachtblauen Sternenmantel in dir. Lass den Nachthimmel über dir und in dir, innen und außen, miteinander verschmelzen.
  6. nimm auch in dieser Meditation wahr, wie dein Körper reagiert, welche Gefühle ausgelöst werden und welche Gedanken sich einstellen. Komme anschließend in deinem Tempo ins Hier und Jetzt zurück.
    Auszug aus dem Buch: Schön, wild und Weise”(S. 97-99)

Was Weiblichkeit ausmacht!

Buchtipp:kamphausen-anna-gamma-Cover-Schoen-wild-weise

Schön, wild und weise
Frauen auf dem Weg zu sich selbst und in die Welt
von Anna Gamma

“Jede Frau wird schön, wild und weise, die bereit ist, den inneren Reichtum, den sie auf der langen Reise ihrer Persönlichkeitsentwicklung gewonnen hat, großzügig mit anderen zu teilen und nicht aufhört, ihr Herz und ihren Geist ausweiten zu lassen.”
Anna Gamma
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01. Juli 2019
Anna Gamma


Über die Autorin:

Ihre erste Ausbildung schloss Anna Gamma mit dem Volksschullehrerinnen Diplom ab. Im Anschluss daran studierte sie Psychologie und Philosophie an der Universität Zürich, wo sie als wissenschaftliche Assistentin promovierte. 1979 trat Anna Gamma ins Katharina-Werk ein.
Über viele Jahre war sie in verschiedenen Institutionen in leitender Stellung tätig und wirke in mehreren internationalen Projekten (Philippinen, Israel/Palästina, Balkan) mit. So war sie beispielsweise langjährige Leiterin des Lassalle-Instituts mit den Schwerpunkten Leadership-Training, Entwicklung von Lehrgängen, Beratung und Executive Coaching.
Seit 2010 liegt der Schwerpunkt ihrer beruflichen Selbständigkeit auf Zen&Leadership in Trainings, Coaching und Beratung. Der Beginn ihrer Zen-Praxis geht auf Pater Lassalle Ende der 1970-er Jahre zurück. 2003 ernannten sie Pia Gyger Roshi und Niklaus Brantschen Roshi zur Zen-Lehrerin und 2012 erhielt sie gemeinsam mit Inka Shomei die Bestätigung als Zen-Meisterin (Roshi) und den Dharma Namen Myoan Kanzeon Maria.
Anna Gamma ist darüber hinaus Mitglied der White Plum Asanga sowie Leiterin des Zen Zentrums Offener Kreis in Luzern, das sie zusammen mit Gerhard Hüppi 2006 gründete.


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