Selbstgefälligkeit – Ein Gefühl der Überlegenheit

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Selbstgefälligkeit – Ein Gefühl der Überlegenheit

Selbstgefälligkeit ist ein Zustand, in dem man sich zu sehr mit sich selbst beschäftigt und das Gefühl hat, dass man alles richtig macht. Es ist eine Form der Arroganz, die oft mit Überheblichkeit einhergeht. Selbstgefälligkeit kann zu einem großen Problem werden, da sie dazu führen kann, dass man nicht mehr bereit ist, Kritik anzunehmen oder auf andere Menschen zuzugehen. Man denkt, man weiß alles besser und braucht keine Hilfe. Diese Einstellung kann zu Beziehungsproblemen führen und einen unglücklich machen.

1. Die Gefahren der Selbstgefälligkeit

Selbstzufriedenheit ist eine Eigenschaft, die nicht nur für das eigene Wohlergehen, sondern auch für das des Umfelds wichtig ist. Menschen, die mit sich und ihrem Leben zufrieden sind, strahlen Ruhe und Gelassenheit aus und können so auch andere beruhigen oder gar motivieren. Allerdings kann Selbstzufriedenheit auch zu Selbstgefälligkeit führen – und diese ist weder für den Betroffenen noch für sein Umfeld von Vorteil.

Selbstgefällige Menschen neigen dazu, sich in ihrer Komfortzone einzurichten und alles so zu lassen, wie es gerade ist. Sie sehen keinen Anlass mehr, Dinge zu ändern oder Neues auszuprobieren – warum sollte man etwas ändern, wenn es doch schon gut läuft? Diese Haltung kann im Berufsleben zu Problemen führen, wenn etwa neue Ideen oder Ansätze gefragt sind. Auch in der Freizeit kann Selbstgefälligkeit anstrengend sein: Jemand, der sich nicht mehr für andere interessiert oder neue Hobbys ausprobiert, wird irgendwann an seine Grenzen stoßen und einsam werden.

Selbstzufriedenheit ist also etwas Gutes – solange man nicht zu sehr in Selbstgefälligkeit abgleitet. Wer merkt, dass er immer mehr Zeit in seiner Komfortzone verbringt und sich nicht mehr für Neues interessiert, sollte versuchen, dem entgegenzuwirken. Man kann zum Beispiel regelmäßig etwas Neues ausprobieren, um seinen Horizont zu erweitern. Auch das Kennenlernen von neuen Menschen kann helfen, um aus der Routine auszubrechen und neue Impulse zu bekommen.

2. Ursachen 

Selbstgefälligkeit ist eine Einstellung, die dazu neigt, sich selbst zu überbewerten und andere Menschen zu unterschätzen. Diese Einstellung kann auf verschiedene Arten entstehen, zum Beispiel durch Erfolg oder Anerkennung von anderen. Menschen, die selbstgefällig sind, neigen dazu, ihre eigenen Fähigkeiten und Leistungen zu überschätzen und glauben, dass sie besser sind als andere. Sie neigen auch dazu, Kritik nicht anzunehmen und andere Menschen nicht ernst zu nehmen.

Selbstgefälligkeit kann negative Auswirkungen haben, sowohl für die betroffene Person selbst als auch für die Menschen in ihrer Umgebung. Selbstgefällige Menschen sind oft unempfänglich für Kritik und können daher schwer verbessern. Außerdem kann es schwierig sein, mit ihnen zuarbeiten, weil sie andere Menschen nicht ernst nehmen oder respektieren. Selbstgefälligkeit kann auch dazu führen, dass Menschen in Konflikte geraten, weil sie andere Menschen nicht wertschätzen oder anerkennen.

Es gibt einige Möglichkeiten, Selbstgefälligkeit zu vermeiden oder zu reduzieren. Zunächst ist es wichtig, realistisch zu bleiben und die eigenen Fähigkeiten und Leistungen nicht zu überschätzen. Auch sollte man versuchen, Kritik anzunehmen und ernsthaft darüber nachzudenken, anstatt sie einfach abzulehnen. Außerdem ist es wichtig, andere Menschen zu respektieren und zu wertschätzen. Wenn man diese Dinge beachtet, kann man Selbstgefälligkeit vermeiden oder zumindest reduzieren.

3. Auswirkungen

Die Selbstgefälligkeit ist ein Fehler, den wir alle irgendwann einmal machen. Wir sind stolz auf unsere Leistungen und denken, dass wir alles richtig machen. Diese Einstellung kann jedoch zu einem großen Problem werden, wenn wir nicht mehr bereit sind, uns weiterzuentwickeln oder auf Kritik zu hören.

Die Folgen der Selbstgefälligkeit können sehr negativ sein. Wenn wir uns immer sicher fühlen und denken, dass wir alles richtig machen, dann können wir sehr leicht in eine Routine geraten. Wir sind nicht mehr offen für Neues und sehen keinen Grund, uns weiterzuentwickeln. Dies kann dazu führen, dass wir in unserem Job stagnieren oder sogar unseren Job verlieren.

Auch in unseren Beziehungen kann die Selbstgefälligkeit zu Problemen führen. Wenn wir immer denken, dass wir Recht haben und unseren Partnern nicht zuhören, dann kann es schnell zu Konflikten kommen. Wir können uns mit den Menschen um uns herum entfremden und isolieren, weil wir immer nur an uns selbst denken.

All diese Folgen der Selbstgefälligkeit können sehr negative Auswirkungen auf unser Leben haben. Es ist daher wichtig, dass wir versuchen, uns von diesem Fehler zu befreien und offener für Kritik und Neues zu sein.

4. Tipps gegen die Selbstgefälligkeit

1. Anerkennen, dass Selbstgefälligkeit ein Problem ist: Das erste, was man tun muss, um sich selbst von der Selbstgefälligkeit zu befreien, ist, sie als das anzuerkennen, was sie ist: ein Problem. Wenn man weiterhin glaubt, dass Selbstgefälligkeit etwas Positives ist, wird man nie die Motivation finden, etwas daran zu ändern.

2. Hinterfragen Sie Ihre Motive: Wenn Sie sich selbst hinterfragen und Ihre Motive in Frage stellen, können Sie herausfinden, ob Sie wirklich so selbstzufrieden sind, wie Sie glauben. Vielleicht sind Sie nur egoistisch oder haben ein tiefes Bedürfnis nach Anerkennung. Wenn Sie herausfinden, was Ihre wahren Motive sind, können Sie anfangen, daran zu arbeiten.

3. Nehmen Sie die Herausforderung an: Wenn Sie erkannt haben, dass Selbstgefälligkeit ein Problem ist und Ihre Motive hinterfragt haben, können Sie nun die Herausforderung annehmen und etwas dagegen unternehmen. Dies bedeutet nicht unbedingt, dass Sie vollkommen verändern müssen – es geht vielmehr darum, kleine Schritte in die richtige Richtung zu machen. Zum Beispiel könnten Sie versuchen, jeden Tag etwas Neues auszuprobieren oder sich selbst zu verpflichten, mehr Zeit mit anderen Menschen zu verbringen. Indem Sie diese kleinen Veränderungen vornehmen, können Sie langsam aber sicher Ihre Selbstgefälligkeit überwinden.

23.09.2021
Heike Schonert
HP für Psychotherapie und Dipl.-Ök.

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Heike SchonertSelbstgefälligkeit und negative Auswirkungen Heike Schonert

Heike Schonert, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Diplom- Ökonom. Als Autorin, Journalistin und Gestalterin dieses Magazins gibt sie ihr ganzes Herz und Wissen in diese Aufgabe.
Der große Erfolg des Magazins ist unermüdlicher Antrieb, dazu beizutragen, dieser Erde und all seinen Lebewesen ein lebens- und liebenswertes Umfeld zu bieten, das der Gemeinschaft und der Verbindung aller Lebewesen dient.

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