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Selbstreflexion – wie geht das?

Selbstreflexion wie geht das-selbstreflektion-fokus-Herbst-Frau-Bank-thoughtfulnessSelbstreflexion – wie geht das? 

Neulich habe ich auf Instagram und Facebook eine Umfrage gestartet:
Weißt Du, wie man Selbstreflexion betreibt??
Überraschend für mich lautete die Antwort von 70% der Leser: NEIN! 
Das hat mich erstaunt und mir war klar: Ich will dieses Thema aufgreifen! 

Selbstreflexion ist für mich etwas, das zu meinem Leben dazu gehört wie essen, schlafen und Zähne putzen.
Und diese Haltung und das nötige Know-How dazu vermittle ich in meinen Ausbildungen und Seminaren. 

Selbstreflexion wie geht das – Der tägliche Blick in den inneren Spiegel, er ist so wichtig!

Doch wie geht so etwas genau? 
Wie so vieles im Leben beginnt dieser Weg mit einer Entscheidung:
Es wirklich zu wollen! Dem folgen dann weitere praktische Schritte:

Schritt 1:
Du besorgst Dir ein Heft, einen Block, ja, ein Tagebuch!! Ich vermeide diesen Ausdruck, weil er bei vielen Menschen negative Assoziationen hervor ruft und sie sich automatisch verschließen. Das ist schade, denn ein alter Trigger führt hier dazu, dass ihnen eine wichtige Botschaft verloren geht. 

Bist DU bereit, trotz eventuellem Trigger hier WEITER zu lesen? 
Super! Du wirst es nicht bereuen! 

Also: Ein Tagebuch muss her. Gerne auch online. Ich schreibe seit Jahren in ein online Tagebuch. Das spart Papier, niemand kann es “zufällig” lesen und auf Reisen und bei meinen vielen Umzügen habe ich deutlich weniger Gepäck!! 😉 

Schritt 2:
Du nimmst Dir – am besten jeden Tag – sieben bis 15, oder auch 20min Zeit. Wichtig ist: die Regelmäßigkeit! 
Und nein, es reicht eben nicht aus, das alles nur im Kopf zu machen! Die Gefahr, dass Deine Gedanken abschweifen und Du nicht wirklich fokussiert bist, ist groß. Die Erfolge lassen dann auf sich warten… 🙁 

Glaube mir, wenn Du diesen Prozess erst einmal drei Wochen durchgehalten hast, dann automatisiert sich dieser Vorgang in Deinem Gehirn, eine Gewohnheit ist entstanden, ein sogenannter “Habit” und Du wirst im positivsten Sinne süchtig danach. Auch deshalb, weil diese Selbstreflexion so unglaublich GUT TUT! 

Schritt 3:
Du stellt Dir als erstes die Frage:

Was passiert gerade Wichtiges in meinem Leben, was beschäftigt mich?

Darüber schreibst Du ein paar Sätze (oder mehr). Es reicht allerdings auch, das Wichtigste in Stichworten festzuhalten. 
Nächste Frage: 

Wie fühle ich mich?

Diese Frage kannst Du auf verschiedenen Ebenen beantworten. Fange erst einmal an, indem Du das aufschreibst, was gerade zu Dir kommt… Und dann gehe tiefer. Frage Dich, Dein Inneres, Dein inneres Kind, Deine Seele… wie geht es Dir?? 
Und dann: 
Spiegelst Du Dir selbst genau das zurück, was Du von Dir, Deinem Inneren, gehört hast. Wie das geht? Durch den einfachen Satz:

Ich sehe, Du fühlst gerade xyz! 

Bestätige Deine eigenen Gefühle.

Was das bringen soll? 
Studien haben nachgewiesen, dass ein Annehmen, Wahrnehmen und Wertschätzen unserer Gefühlszustände dazu führt, dass wir ruhiger werden, uns sicherer fühlen, Ängste abgebaut werden und unser Wohlbefinden erheblich steigt. Unser Inneres fühlt sich von uns gesehen – etwas, das im Eifer des Alltagsgefechts mit To-do Listen, Job, Familie und co oft untergeht. Da sammelt sich dann oft eine ganze Menge in uns an… 

Schritt 4:
Du stellst Dir weitere Fragen: 

Was läuft gerade alles gut in meinem Leben? Wofür kann ich dankbar sein?? 

GENAU: Vielleicht kommt Dir das Ganze jetzt bekannt vor! Das Dankbarkeitstagebuch, die Dankbarkeitsliste! Hast Du mit Sicherheit schon mal gehört… Das Supertool schlechthin!
Schreibe fünf oder besser sogar zehn Dinge auf, für die Du gerade dankbar sein kannst!
Wenn Dir nichts einfällt, dann schaue Dich um… sitzt Du gerade im Warmen und Trocknen? Hast Du Kleidung, ein Dach über dem Kopf und bist in der Lage, diesen Beitrag überhaupt zu lesen? Ja? Dann gibt es bereits einige Dinge, für die Du dankbar sein kannst…

Selbstreflexion wie geht das? Was hilfreich ist:

Es gibt sogenannte Dankbarkeitsforen, in denen Menschen, anonym ihre täglichen Listen teilen. Da bekommt man unglaublich tiefe und schöne Einblicke und Inspirationen von Menschen, die sich bewusst der Dankbarkeit zuwenden. Einfach mal googlen.

Dann geht es weiter:

Was ist mir wichtig? Worauf möchte ich meinen Fokus lenken?

Worauf wir uns fokussieren, das wächst und expandiert. 
Oft verlieren wir uns im Dschungel der Gefühle, Pläne und Wünsche… Ein bewusstes Fokussieren auf das, was wirklich wichtig ist, hilft dabei, Dinge auch wirklich umzusetzen.

Wie fokussiert man sich?

Fokus ist wie ein Spotlight, ein helles Licht, das man auf das Wichtige richtet. Kein Flutlicht, das den ganzen Platz ausleuchtet, sondern eine starke Taschenlampe, die Du auf Dein Ziel richtest und somit auf das, was Dir gerade wichtig ist.

Und oft fällt uns gerade das so schwer…
Wir schauen immer und immer wieder auf das, was wir nicht wollen, schenken ihm unsere ganze Aufmerksamkeit und wundern uns, dass es wächst und größer wird!
Wie kann man sich auf etwas Positives fokussieren, wenn das Negative wie ein Dorn im Fuß brennt?

Zunächst einmal kann und/oder will man das Negative, Störende gar nicht ignorieren. Aus diesem Grunde ist es eine gute Idee, wie in Schritt 3 beschrieben, sich erst einmal Luft zu machen. Alles aufzuschreiben, ja, sogar „auszukotzen“, was einen gerade nervt!
Viele müssen dies erst lernen! Die Selbstzensur ist groß. Darf man sich so gehen lassen? Sich so negativ äußern?

Die Antwort lautet: definitiv ja, denn wir tun es ja ohnehin, in Gedanken, oft den ganzen Tag über, gewissermaßen als Side-Task, eine Schallplatte mit Sprung, die leise aber konstant im Hintergrund unseres Wesens spielt…
Da ist es besser, einmal ganz bewusst und gezielt genau das zu formulieren und aufzuschreiben, was ohnehin da ist!

Ein anderer Einwand, der an dieser Stelle oft gebracht wird:
Kreiere ich nicht noch mehr von dem Negativen, Unerwünschten, wenn ich ihm auch noch in meinem Tagebuch Raum schenke?
Nein. Denn es geht ja nicht darum, in diesen Gefühlen zu „baden“, sondern in sie einzutauchen, um sie klarer zu sehen. Sie aufzuschreiben, um eine Distanz zwischen sie und den Betrachter, also uns selbst, zu bringen.

Das Unerwünschte und Negative hält ein Geschenk für uns bereit…

Ja, ja, mag der eine oder andere da einwenden. Das klingt ja schön und gut, aber ich sehe es nicht!

Fangen wir an mit dem relativ offensichtlichen Geschenk, dass uns diese schwierige Situation schenken kann:
Wenn wir wissen, was wir nicht wollen (also genau diese Situation!), dann wissen wir im Grunde auch ziemlich genau, was wir wollen (nämlich meist das Gegenteil!)
Wenn wir im Stau stehen, dann wissen wir, was wir wollen: nämlich zügig und locker fließenden Verkehr!
Wenn wir krank sind, wünschen wir uns Gesundheit.
Bei finanziellen Schwierigkeiten mehr Fülle
Usw.

Wenn ich also vor meinem Tagebuch sitze und die schwierige, negative Situation und die Gefühle dazu beschreibe, kann ich ganz bewusst mich dazu entscheiden, auch einmal in die Gegenrichtung zu schauen:

  • Was will ich wirklich?
  • Und wie würde sich das Ganze anfühlen?
  • Wie ist das Gefühl von Gesundheit, Fülle, liebevoller Harmonie etc.?
  • Wie fühlt sich das für mich an?
  • Wo gibt es u.U. bereits Bereiche in meinem Leben, wo ich das Gefühl von Leichtigkeit, Harmonie, Fülle etc. habe?

In diesem Moment passiert etwas ganz Magisches!

Du wendest den Fokus von dem, was Du nicht willst hin zu dem, was Du Dir wünschst!
Ja, vielleicht ist es noch (weit) weg, aber der erste Schritt ist damit bereits getan, das hinwenden, hindrehen zu dem, wohin Du willst und der Fokus weggenommen von dem, was Du nicht willst.
Das ist groß. In meiner Coaching Praxis erlebe ich gerade diesen Wendepunkt immer wieder, der Grundstein für den Aufbau und Ausbau eines neuen Gedanken- und Lebensgebäudes. Und wichtiger Meilenstein in der Biografie des Klienten.

Natürlich ist das erst der Anfang und noch nicht das Ende des Lieds. Aber der wichtigste Schritt, die Umkehrung des Fokus auf das Unerwünschte hin zu dem Erwünschten, hat stattgefunden.
An dieser Stelle können nun weitere Tools, sogenannte Selbst-Coaching-Werkzeuge zum Einsatz kommen, Begleiter auf dem Weg hin zu dem, was wir wollen.

Die Powerfragen – Fragen ans Universum

Schritt 5:
Hinterfragen!
Eine andere, sehr wirkungsvolle Möglichkeit, mit Unerwünschtem umzugehen, ist der Einsatz von sog. Powerfragen.
Powerfragen sind Fragen, an sich selbst, das Universum und auch die höhere Weisheit in einem selbst gestellt, die uns öffnen sollen hin zu einem neuen Verständnis und Blick auf die gegenwärtige Situation.
Powerfragen geben Kraft, sie führen uns aus dem geläufigen Denkmuster heraus und sind nicht mit einem simplen Ja oder Nein zu beantworten.

Wo ist das Geschenk in dieser Situation?

Könnte so eine Powerfrage lauten.

Wo ist das Geschenk, das ich jetzt noch nicht sehe, von dem ich aber weiß, dass es da sein muss… Ich lebe in einem Universum, das mich unterstützt, das Beste für mich will, auch wenn das manchmal in Gestalt etwas Schwierigen, mich Herausfordernden daher kommt. Wo ist das Geschenk in dieser Situation, auch wenn ich es noch nicht sehe?

Mit dieser Frage lebt man… meditiert darüber… bewegt sie in seinem Inneren, beim Autofahren, Kochen, Einkaufen, Putzen oder auf dem Laufband.

Wie kann für mich der nächste Schritt in dieser Situation aussehen?
Wohin drängt es mein Inneres?

Interessanter Weise kommen die Antworten auf diese offenen Fragen oder Powerfragen meist ganz unverhofft. Von irgendwo her. Zufälle des Lebens…
Durch die Öffnung, die durch diese Fragen in unserem Denken und Fühlen entsteht, kann die Antwort überhaupt erst zu uns kommen…

Selbstreflexion hat viele Gesichter!

Die Möglichkeiten der Selbstreflexion sind schier unbegrenzt und verändern sich für einen im Laufe der Zeit.
Das Aufschreiben von Träumen mit anschließender Analyse, kann phasenweise eine große Bedeutung für einen haben.

The Work von Byron Katie ist eine wundervolle Methode der Arbeit an sich selbst

Welche Tiere und Symbole sind Dir in letzter Zeit begegnet? Und was bedeuten sie?

Und nicht zuletzt das sogenannte „free flow writing“, das intuitive Schreiben, bei dem man, intuitiv und ohne den Verstand einzuschalten, dem Ausdruck verleiht, was aus einem heraus strömt…

Viele Wege führen nach Rom und mindestens genauso viele zu Dir selbst und Deinem Inneren!
Die Frage ist: Bist Du bereit, ihn zu gehen? Konsequent, regelmäßig, voller Freude?
Jetzt ist der Moment!

Selbstreflexion wie geht das?

22.10.2019
Ursula Schulenburg
www.institut-schulenburg.de
Autorin, Dozentin, Heilpraktikerin, Life Coach und führt ihr online Business Soulcentered Evolution.

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