Sicherheit in uns selbst suchen – Der Mutmacher des Monats

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Sicherheit-in-uns-selbst-suchen-mutmacher-september2019-girlDer Mutmacher des Monats
Sicherheit in uns selbst suchen

„Wir sind Gäste des Daseins, Reisende zwischen zwei Stationen. Wir müssen unsere Sicherheit in uns selbst suchen.“
Boris Pasternak (1890-1960), Russ. Dichter

Ich reise gerne! Und kann es nur jedem Menschen empfehlen, so viel wie möglich zu reisen, zumal das Reisen noch nie so einfach war, wie in unserer Zeit. Fremde Länder zu sehen, andere Kulturen zu erleben, unterwegs zu sein! Die Schönheit der Erde wahrzunehmen hinter all den offensichtlichen Problemen, die dieser Planet ganz sicherlich hat. Reisende erkennen schnell, was uns als Menschen verbindet und wie nichtig dagegen das ist, was uns trennt. So wächst auch das Bewusstsein, dass wir selbst nur ein Gast auf Erden für die Spanne eines Lebens sind – denn irgendwann endet diese Lebensreise für mich und für einen jeden von uns, und dann heißt es „weiterziehen“.

Auf Reisen sind in der Regel auch alle unsere Sinne wacher und aufmerksamer als zu Hause

– schließlich befinden wir uns unterwegs stets in einem Zustand von Verunsicherung und Gespanntheit, weil wir nicht wissen, was uns begegnet und ob es uns ausschließlich freundlich gesinnt ist.

Im letzten Jahr z. B. musste ich ein Erdbeben der Stärke 7,0 nahe der indonesischen Insel Lombok hautnah erleben. So etwas kann man weder planen noch vorhersehen, plötzlich geschieht es und man sieht sich urplötzlich mit dieser Situation konfrontiert.

Viele kleine Nachbeben über einige Tage und noch einmal ein größeres Erdbeben mit Stärke 6,2 folgten. Schätzungsweise mehr als 480 Menschen verloren bei diesen Erdbeben ihr Leben, rund 7800 wurden verletzt und man darf von etwa 350.000-417.000 obdachlosen Menschen ausgehen. Haben Sie schon einmal ein Erdbeben irgendwo auf der Welt miterlebt?

Es ist ein gräßliches Gefühl! Auf einmal erzittert der Boden, die Erde, Symbol all unserer Sicherheit, beginnt unter den Füßen zu schwanken – und natürlich schwankt auch alles, was sich darauf befindet: Häuser, Bäume, Mensch und Tier. Und obwohl das Ganze nur eine knappe Minute dauert, ziehen sich diese Sekunden endlos dahin, das Herz rast, Adrenalin schießt ins Blut, manche sind wie gelähmt vor Entsetzen, andere rennen kopflos schreiend herum und suchen verzweifelt einen Weg ins Freie. Die Erde schüttelt sich nur kurz ein wenig – und danach ist nichts mehr, wie es war!

Sicherheit im Außen ist eine Illusion!

Selbst in Deutschland, wo keine Erdbeben zu erwarten sind, gibt es statt dessen immer heftigere Stürme, Dürreperioden, Überschwemmungen. Und wenn ein nahestehender, lieber Mensch stirbt, man seinen Arbeitsplatz verliert oder sich plötzlich mit einer Krankheit konfrontiert sieht, kann man ebenfalls urplötzlich „den Boden unter den Füßen verlieren“, die Welt in und um uns gerät auch ohne Erdbeben ins Schwanken – nichts ist mehr wie zuvor.

Besonders in diesem Jahr 2019 brechen plötzliche und unerwartete Veränderungen gehäuft über uns herein,

was darauf zurückzuführen ist, dass der Planet Uranus im März 2019 endgültig ins Sternzeichen Stier gewechselt ist. Der Uranus steht astrologisch gesehen für abrupte Wechsel, er ist der Planet, der gerne für Überraschungen sorgt. Er wechselt nur alle 7 Jahre in ein anderes Zeichen, und diese Phasen des Übergangs stehen energetisch gesehen stets für hochbrisante Umbruchphasen – mit deren Auswirkungen wir uns jetzt gerade konfrontiert sehen und die wir in uns und unserem Umfeld auszugleichen versuchen.

Boris Pasternak sagt in obigem Zitat „Wir müssen unsere Sicherheit in uns selbst suchen.“

Das heißt, wir sollten uns unabhängig machen von anderen Meinungen, planetarischen Umläufen oder äußeren Umständen; uns selbst immer besser kennen lernen, die eigene

Lebensmotivation erforschen und nach Wahrhaftigkeit im Denken und Handeln streben; Frieden im Inneren finden und diesen Frieden ins Außen übertragen, den Fokus auf die eigene Entwicklung legen statt uns durch äußere Anreize oder Erwartungen manipulieren zu lassen. Je mehr uns das gelingt, desto weniger werden uns die „Erdbeben“ unseres Lebens aus der Bahn werfen und desto mehr Mut und Kraft werden uns in den entscheidenden Situationen und Herausforderungen zur Verfügung stehen!

03.09.2019
Antje Nagula
www.AbwUnMusic.de
www.facebook.com/abwunmusic

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Antje Nagula

Antje Nagula ist nicht nur Sängerin, Komponistin und Produzentin von Musik, sondern auch Veganerin und vor allem Klangforscherin aus Leidenschaft. Ihr Spezialgebiet ist das Gestalten einer Persönlichkeit durch Töne und der damit verbundene alte Weg des Nada Yoga als Hilfe zur Selbsthilfe.
Zu diesem Thema wird sie im kommenden Sommer neben Einzelterminen auch einige Seminare in Deutschland anbieten.

Noch während ihres Examens fand ihre Karriere als Opernsängerin jedoch krankheitsbedingt ein jähes Ende.
Sie widmete sich fortan intensiv der Meditation und den Studien des spirituellen Wissens der Musiktradition der großen Weltreligionen. So kam sie in Kontakt mit spiritueller Musik, was ihr nach langer Zeit einen neuen Zugang zu Musik und der faszinierenden Wirkung ihrer Stimme auf Menschen eröffnete.
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