Darf man als spiritueller Mensch “Fuck” sagen?

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Engel-Teufel-Frau-angelDarf man als spiritueller Mensch “Fuck” sagen?

Zugegeben es ist nicht das schönste aller Worte, die ein spiritueller Menschen sagen könnte, aber selbstverständlich kann es sein, dass uns an manchen Tagen die Contenance fehlt und wir mal einen raushauen, der nicht im obersten Regal der Kinderstube liegt.

Manche Menschen entwickeln zu dem Begriff „Spiritualität” eine fast heilige Erwartung an die oder den Menschen, der sich zu seinem spirituellen Weg bekennt, so als würden diese nur noch in Licht und Liebe baden. Aber wir sind noch auf der Erde, wir sind noch menschlich und in dieser noch menschlichen Existenz ist vor allem eines wichtig, „Authentizität”. Das Wichtigste welches du dir auf deinem spirituellen Pfad bewahren solltest, ist das ehrlich zu dir selbst sein.

Du musst kein Heiliger sein und schon gar nicht so tun, als seist du einer

 Wir sollten immer erkennen, wo wir wirklich stehen, nur so ist Weiterentwicklung möglich. Der Gottesbegriff wird sich im Laufe des Lebens einige Male verändern und wir werden ein Verständnis dafür entwickeln, dass Gott alles ist. Denn es kann eben nicht sein, dass Gott etwas erschaffen hat, in dem er nicht ist. Alles ist Gott, und es braucht viele Jahre der Meditation und der Kontemplation zu verstehen, wie Gott Liebe sein kann, und gleichzeitig auch ein Teil all dessen, was wir als Leid und als grausam empfinden.

Es wird sich irgendwann eine Tür für dich öffnen und du wirst verstehen, warum Gott nicht nur das, was der Mensch als „gut” bezeichnet, sein kann.

Gut und Böse sind menschliche Beurteilungen

Luzifer, der Teufel, Satan oder das „Böse” wurde ebenso von dieser Kraft erschaffen, die eben alles hat entstehen lassen und bestimmte Institutionen haben sich seiner bemächtigt und ihn zum Widersacher Gottes gemacht, weil sie sich auf diese Weise Menschen gefügig machen konnten. Sie haben jahrhundertelang mit der Angst gearbeitet und so die Menschen unterdrückt. Man muss sich jetzt eigentlich nur selbst fragen, wer bitte arbeitet mit der Angst? Auf jeden Fall nicht die Liebe und jeder der mit ihr arbeitet, arbeitet für die Gegenseite dessen was wir Gott oder Liebe nennen. Somit ist es eigentlich ganz einfach zu erkennen, wer für wen arbeitet

Man gibt Luzifer hier wirklich eine viel zu große Macht, wenn man behaupten würde,

er könne seinem Schöpfer das Wasser reichen. Nein, er arbeitet für ihn, er bringt Licht. Wohin? Überall dahin, wo der Mensch glaubt schon viel weiter zu sein, als er wirklich ist. Er verführt, und wer sich verführen lässt, ist eben noch nicht so weit wie er vielleicht gerne wäre, davon können tausende zölibatärer gequälter Seelen ein Lied singen.

Es ist eben leider nicht so einfach, dass man sich einen Talar oder eine Kutte anzieht oder sich wie ein Guru kleidet und schon steht man auf der richtigen Seite. Das war der Grund, warum Jesus auch bei den Sündern, Huren und Söldnern saß, er wusste, es ist nicht das Gefäß welches zählt, es ist immer der Inhalt.

Er blickte in die Herzen der Menschen

Das ist auch der Grund, warum wir uns kein Bildnis von Gott machen sollen, denn das würde Gott in eine Form gießen. Wer aber eine Form hat, ist „ Etwas und kann nicht mehr Alles sein. Aber der, der alles ist, kann eben nicht die nur Form sein, er ist zwar „in” der Form nie aber nur die Form. Er ist eben alles, und alles ist er.

Somit sollten wir uns auch nicht ein Bildnis davon machen, wie ein spiritueller Mensch zu sein hat.
Als Gott Luzifer erschuf, sagte er „ Fuck, der ist gut! „ 😉

Whatever you have in your mind – forget it;
Whatever you have in your hand – give it;
Whatever is to be your fate – face it!

Abu Sa´id (Essential Sufism )

Ralph Valenteano

Autor

27. August 2017
www.VALENTEANO.com
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1 Kommentar

  1. Ich musste alleine bei der Überschrift schon lachen – die mich dann auch verleitet hat, den Artikel zu lesen. Das Wort “Fuck” gehört zwar nicht zu meinen Alltagsworten, und doch ruhe ich auch nicht immer in meiner Mitte 😉
    Ein wunderbarer Artikel, dem ich voll zustimme. “Du musst kein Heiliger sein und schon gar nicht so tun, als seist du einer.” – so sehe ich das auch, genauso wie mit der Form bzw. Nicht-Form. Toll geschrieben!

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