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Traumwelten – Das passiert im Schlaf

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Das passiert im Schlaf

Es ist der größte Abenteuerspielplatz, den wir betreten können: die Traumwelt. Nachts, wenn der Körper scheinbar in eine entspannte Schlafphase driftet und der Geist frei von Reglements wird, passiert es. Wir begegnen ungewöhnlichen Menschen. Wir besuchen irreale Orte. Wir tauchen ein in fremde Welten. Wir kommen in Situationen, die uns ängstigen. Das alles passiert in der Traumwelt eines Menschen.

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Abbildung 1: Die Welt der Träume ist für viele Wissenschaftler ein spannendes Feld. Obgleich sie die Inhalte der Träume nicht entschlüsseln können, so wollen sie doch ergründen, was das Gehirn während des Träumens tut.

So unterschiedlich die verschiedenen Traumwelten und Erlebnisse auch sein mögen, eines eint sie alle: Diese Welt, die der Träume, ist fern ab von geltenden Naturgesetzen oder gar von der Logik. Desinteresse zeigen die Forscher dennoch nicht. Ganz im Gegenteil. Sie möchten nur zu gern dabei sein, wenn der Mensch träumt. Sie nämlich suchen die Logik, die hinter der Traumwelt steckt. Und wenn sie diese nicht finden, dann möchten sie zumindest beschreiben können, was – während der Traumphase – im menschlichen Kopf vorgeht. Was die Forschung bis dato herausgefunden hat und welche Traumwelten so manch einer erkunden darf, verrät dieser Beitrag.

Traumhafte Themenbereiche. Das geistert nachts durch des Menschen Kopf

Die Infografik beleuchtet die Traumwelt des Menschen vor allem inhaltlich. Der freie Fall, verfolgt zu werden, Inhalte der Arbeitswelt, das Thema Geld und verstorbene Menschen sind laut der Infografik von Lottoland die häufigsten Inhalte menschlicher Träume. Relativ weit hinten steht der Traum über die Lottozahlen, die zum Geldsegen führen könnten. Nur 9,6 Prozent der Menschen gaben an, von einem Lotto-Gewinn zu träumen. Spannenderweise glauben jedoch Dreiviertel der Befragten, dass sie auch tatsächlich gewinnen werden.

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Abbildung 2: Traumwelten sind keineswegs immer mit Themen der Realität gespeist. Auch irreale Traumwelten sind häufig. Sie rücken den Träumenden häufig in ein ganz neues Licht.

Warum der Mensch von den Lottozahlen träumt, ist schnell erklärt. Der Traum ist in vielerlei Theorien, beispielsweise auch der von Sigmund Freud, die Erfüllung eines unterdrückten Traumes. Aus der Welt der Traumdeutung gibt es noch diese Interpretation: Ein Geldgewinn steht für neue Kraft und positive Energie. Ein Geldgewinn beim Lottospiel kann aber auch Sorge implizieren, genauer gesagt die Sorge darüber, was für Folgen der Lottogewinn haben könnte. Auch kann der Traum in diesem Zusammenhang als Warnung verstanden werden, denn das Pendant eines Lottogewinns ist nun mal der Verlust des Einsatzes.

Der Traum vom Lottospiel kann aber auch aus einem ganz anderen Blickwinkel heraus gedeutet werden. So kann es auch bedeuten, dass die Realität – also das Lottospiel – sich auf die Traumwelt ausweitet. Der Mensch, der Lotto spielt, beschäftigt sich also auch im Traum damit, weiter Lotto zu spielen. Wie viel Traum und Wirklichkeit hinter dem Lotto-Traum stecken kann, wissen Olga Beno, Deana Sampson und Mary Wollens. Sie haben den Jackpot geknackt – mit jeweils ganz unterschiedlichen Vorzeichen.

Der Test im Schlaflabor. Ergebnis: Emotionen und visuelle Wahrnehmung sind aktiv

Das Schlaflabor haben sich Neurologen und Psychologen als Versuchsort auserwählt. Dort versuchen sie via Elektrode und Kabel einen Zugang zum Kopf des Schlafenden zu erhalten. Das Ergebnis zeigt, dass während der Traumphase vor allem die Bereiche des Gehirns aktiv waren, die für Emotionen zuständig sind, die für die visuelle Wahrnehmung und die Motorik verantwortlich sind. Buchstäblich im Tiefschlaf befinden sich hingegen die Hirnregionen, die oftmals tagsüber über die Maßen beansprucht werden: Die Bereiche des Gehirns, die für Orientierung, Verständnis und Aufmerksamkeit zuständig sind.

Für den Otto-Normalverbraucher fängt das Interesse an der eigenen Traumwelt bereits viel früher an. Wer morgens erwacht, möchte zunächst einfach nur wissen, was er nachts geträumt hat. Um das zu schaffen, gibt es diese Tricks:

  • Der Traum muss, direkt nach dem Aufwachen, verfolgt werden. Das bedeutet, dass der Körper mit all seinen verfügbaren Sinn auf die Fährte des Traums gebracht werden sollte. Riechen, Hören und Fühlen sind dabei durchaus von Bedeutung, um die Traumwelt möglichst realistisch rekonstruieren zu können. Allerdings bedarf es einiger Übung, auch diese Sinne auf die Rückverfolgung des Traums einzustimmen.
  • Ein Notizblock am Schreibtisch mutet für viele an wie Arbeit. Muss es aber gar nicht. Schließlich offeriert dieses Duo auch die Möglichkeit, den Traum – auch wenn er noch so eine flüchtige Erinnerung darstellt – schriftlich festzuhalten. Erfahrungsberichte lassen sich zuhauf finden, meist unter dem Sichtwort „Traumtagebuch“.
  • Übung macht auch bei der Erinnerung an Träume den Meister. Das bedeutet: Wer sich täglich damit auseinandersetzt, den Traum bewusst zu verfolgen, zu rekonstruieren und nachzuempfinden, wird eben darin immer besser. Allerdings gilt es auch, diesen Weg gelassen zu beschreiten.

Übrigens: Selbst wenn der Mensch sich gar nicht an einen Traum erinnert, hat er vermutlich nachts geträumt. Die meisten Träume lassen sich in der Rapid-Eye-Movement-Phase, kurz: REM-Phase, dokumentieren. Allerdings macht die Funktionsfähigkeit des Gehirns dem Menschen an dieser Stelle einen Strich durch die Rechnung, denn speicherbar sind die Träume der Nacht nur selten. Eine Übersicht über weitere Schlaf- und Traumphasen gibt es in diesem Fachartikel.

12.06.2018

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