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Dein Seelenplan: treibende und hemmende Kräfte

frauen-gesichter-bodyTreibende und hemmende Kräfte

Um unsere Ziele auf dem Erdenplan zu manifestieren, gehen wir Schritt für Schritt von der geistigen auf die stoffliche Ebene über und werden dabei immer konkreter. Dabei erfährt man sowohl treibende als auch hemmende Kräfte.
Sie haben diesen Prozess begonnen, indem Sie zunächst Ihren Seelentraum visualisierten, der konkreter Gestalt annahm, als Sie überlegten, wie der Traum in Ziele umgewandelt werden konnte.
Der nächste Schritt nach der Gewichtung Ihrer Ziele besteht nun darin, ein Ziel auszuwählen und es zu analysieren. Dadurch erweitern Sie Ihren Blick für das, was für die Manifestation Ihres Traums in der stofflichen Welt vonnöten ist.

Greifen Sie sich ein Ziel heraus, das sich auf die Seele bezieht und wenn möglich mit der Arbeit verbunden ist. Machen Sie eine Aufstellung, was Sie vorantreibt, Ihr Ziel zu erreichen (die treibenden Kräfte). Die treibenden Kräfte können die emotionale Unterstützung von anderen sein, Geld, Ehrgeiz, Talent und Erfahrung. Als Beispiele für hemmende Kräfte gelten etwa Angst, Altersgründe (zu alt oder zu jung), keine Zeit, Geldmangel und fehlende Qualifikation.

Je stärker die treibenden Kräfte und je schwächer die hemmenden Kräfte sind, desto besser stehen die Chancen, Ihre Ziele zu erreichen. Sind die treibenden und hemmenden Kräfte gleich stark, setzen Sie sich womöglich sehr unter Druck und kommen nirgendwo an. Um Ihre Erfolgschancen zu erhöhen, müssen Sie die treibenden Kräfte steigern und die hemmenden Kräfte mindern.

Nehmen wir einmal an, daß Ihr Seelentraum darin besteht, sowohl Ihre eigene »seelenvolle« Firma zu haben als auch eine gute Mutter bzw. ein guter Vater zu sein. Allerdings läßt sich das schwer erreichen, weil Sie alleinerziehender Single mit kleinen Kindern sind.

Sie haben eine »überwiegende Priorität A«, wie es der Redner Alan Lakein ausdrückt. Lakein empfiehlt, sich seinem Ziel quasi häppchenweise zu nähern. Zum Beispiel könnten Sie sich schon einmal mit der Branche vertraut machen; eine Teilzeitarbeit in einem vergleichbaren Geschäft annehmen, um Ihr Handwerk zu lernen; einen Kurs besuchen, der Ihnen vermittelt, wie man ein Kleinunternehmen führt; nach geeigneten Geschäftspartnern Ausschau halten; einen Businessplan erstellen und mit Ihrem Bankberater über Ihre Zukunftspläne sprechen. Alle diese Dinge bringen Sie Ihrem Ziel näher. Ab einem gewissen Punkt werden Sie viele der kleinen Häppchen »abgebissen« haben, und es ist dann an der Zeit, den Absprung zu machen, d.h. Ihren alten Job hinter sich zu lassen und Ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Und da Sie das Ganze allmählich angehen, erhöhen Sie Ihre Erfolgsaussichten, ohne die Absicherung Ihrer Familie zu gefährden.

Noch ein Wort der Vorsicht: Überwiegen die Kräfte, die Sie hemmen, zu mehr als 70 Prozent, sollten Sie das angepeilte Ziel lieber aufschieben und sich vorerst auf ein anderes konzentrieren. Es erfordert große Anstrengung, sein Seelenziel zu erreichen, wenn man nur wenige treibende Kräfte hat, die einem Rückenwind geben. Nehmen Sie sich nur dann ein langfristiges Ziel mit Priorität A vor, wenn es Ihnen wirklich ernst damit ist. Mit unrealistischen Zielen behindern wir uns im Leben nur selbst. Unsere Seele kann auch glücklich dabei sein, auf verschiedenen Hochzeiten zu tanzen. (Meine Seele war jedenfalls glücklich als High School-Lehrerin, Leiterin eines spirituellen Retreats, Unternehmensberaterin, Reiseführerin zu Heilstätten und als Schriftstellerin.) Sollten Sie noch nicht bereit sein, auf eines Ihrer Ziele hinzuarbeiten, weil es Ihnen zu riskant ist, oder können Sie die hemmenden Kräfte nicht mindern und die treibenden Kräfte nicht steigern, so suchen Sie sich ein anderes Ziel, auf das Sie sich festlegen.

Vor vielen Jahren gab ich einen Abend pro Woche einen Kurs für Karriere und Lebensplanung. Zu den Teilnehmern gehörte auch eine Frau namens Leslie. Sie war Anfang 50 und hatte zwei Familien gegründet. Sie besaß einen Universitätsabschluß, war charmant, redegewandt und hatte ein gepflegtes Äußeres. In den ersten drei Wochen des Kurses sprach Leslie leidenschaftlich und ausgiebig von ihrem großen Wunsch, Anwältin zu werden. Als jedoch die Zeit kam, aktiv zu werden, war sie dazu nicht imstande und fehlte bei den nächsten beiden Kursterminen. Ich fing schon an, mir Sorgen um sie zu machen und war erleichtert, als sie in der darauffolgenden Woche wieder erschien.

»Wie ist es dir in der Zwischenzeit ergangen?« fragte ich sie.

»Ich habe um das getrauert, was ich niemals sein werde«, entgegnete sie. »Ich mußte erkennen, daß ich in meinem Alter nicht mehr bereit bin, alles bisher Erreichte aufzugeben und wieder die Schulbank zu drücken, um Anwältin zu werden. Ich habe meinen Traum begraben und war traurig darüber. Und jetzt bin ich hier, weil ich sehen will, was mein neuer Traum wird.«

Was für eine Frau! Ich bewundere ihre Tapferkeit, den einen Traum aufzugeben und nach einem neuen zu suchen. Gesagt, getan! Jeder aus der Gruppe äußerte sich positiv über ihre Gelassenheit, ihren Stil und das professionelle Auftreten. Dies war eins von Leslies Talenten, und bald darauf entschloß sie sich, anderen beizubringen, wie sie den »professionellen Look« erhalten und ihr Selbstwertgefühl entwickeln konnten. Sie entdeckte eine neue Karriere. Wir müssen, genau wie Leslie, bereit sein, die Seifenblase unseres falschen Berufstraums platzen zu lassen.cover-helliwell-seele-arbeiten-neue-Erde

08.03.2018
Tanis Helliwell
Auszug aus ihrem Buch „Mit der Seele arbeiten“

Buch Quelle: Verlag Neue Erde: www.shop.neueerde.de

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