Unser Stress, dass wir immer etwas MACHEN müssen …

stress uhr im freien

stress uhr im freienUnser Stress, dass wir immer etwas MACHEN müssen …

… und sogar am Wochenende und im Urlaub haben wir Stress, weil wir uns Gedanken darüber machen, was wir MACHEN könnten …

Was können wir mit unseren Kindern unternehmen?
Was können wir gemeinsam mit unserem Partner tun?
Was können wir mit uns selbst anfangen?
Wir suchen einen „ZEITVERTREIB“.
Wir suchen gute Unterhaltung.
Wir brauchen eine Beschäftigung.
Wir wollen/müssen etwas um die Ohren haben.

Zeitvertreib

Zeitvertreib – lass Dir das Wort mal auf der Zunge zergehen. Es ist schrecklich, wie wenig wir unsere wertvolle Lebenszeit wertschätzen. Wir praktizieren tagaus tagein ZEITVERTREIB. Wir genießen unsere Lebenszeit gar nicht in vollen Zügen, sondern wir vertreiben sie. Oder vielmehr: wir vertreiben unsere Langeweile und veranstalten aktionistisch die verrücktesten Dinge, weil wir nicht wissen, was wir machen sollen.

WAS WIR MACHEN SOLLEN … – ANDERE sollen uns sagen, was wir machen sollen. Und wenn andere dies nicht tun, dann wissen wir selbst nichts mit uns anzufangen. Zugleich beschweren wir uns ständig, dass andere uns ständig sagen, was wir tun sollen.

Wir haben also IN BEIDEN Fällen Stress.
Wir haben Stress, wenn die anderen uns sagen, was wir tun sollen.
Und wir haben auch Stress, wenn uns niemand sagt, was wir tun sollen.

Machen, machen, machen

MACHEN MÜSSEN ist purer Stress für uns. Dieses MACHEN begegnet uns nur auf der Ebene unseres Ego. Es ist unser Ego, das mit sich selbst nichts anzufangen weiß und ständig etwas machen will/muss. Unser Ego kann mit einem LEEREN JETZT nichts anfangen. Unser Ego langweilt sich, wenn es im Außen keine Action gibt.

Schalten wir hingegen bewusst um auf die Ebene unseres Geistes, so haben wir überhaupt keinen Stress, auch dann nicht, wenn wir nichts machen. Unser Geist IST SEIN. Er will nichts tun. Er braucht nichts zu tun. Er kann sogar NICHTS TUN genießen. Weil unser Geist NICHTS nichts IST. Unser Geist ist formlos und feinstofflich. Nur ein Körper, nur eine Form, nur ein ETWAS, kann etwas tun, machen, schaffen, bauen und so weiter. Nur ein ETWAS braucht Beschäftigung. Für unseren GEIST hingegen genügt es vollkommen, im Sein zu sein.

Wenn wir also das nächste Mal Stress haben, weil wir uns langweilen, so können wir einfach bewusst vom Ego-Modus in die Geist-Dimension umschalten und schon ist das Problem gelöst.

Freilich ist dies etwas schwieriger für unsere Kinder. Die haben die Dimension ihres Geistes noch nicht so zu fassen. Auf der anderen Seite aber doch und sogar viel mehr als wir Erwachsenen. Denn unsere Kinder sind in der Welt ihrer Fantasie zuhause. Und Fantasie ist Geist. Wenn unsere Kinder fantasievoll spielen, so sind sie ganz in ihrer Welt und sie haben in keinster Weise Langeweile. Ganz im Gegenteil. Wenn wir dann zum Essen rufen, fühlen sich unsere Kinder in ihrem Spiel unterbrochen und von uns gestört. Sie wollen viel lieber in ihrer Fantasie-Seinswelt bleiben.

Welche Rolle spielen hierbei nun das Fernsehen und die Sozialen Medien?

Fernsehen nutzen wir zum Abschalten. Lass Dir auch dieses Wort mal auf der Zunge zergehen: ABSCHALTEN. Du möchtest Dich selbst abschalten/ausknipsen. Warum? Alle Menschen streben nach Spiritualität. Sie streben nach Geistigkeit, Achtsamkeit, Gegenwärtigkeit und Präsenz im Hier und Jetzt. Und Du willst Dich AUSSCHALTEN? Ausschalten ist genau das Gegenteil von Erwachen – von wach sein.

Wenn wir vor dem Fernseher sitzen, dann lassen wir uns berieseln. Ist das nicht schrecklich?! Da sind wir unsere ganze Kindheit über von den Fremdenergien unserer Eltern (und der Gesellschaft) berieselt worden, und jetzt setzen wir als Erwachsene das Berieselt-Werden freiwillig weiter fort. Wer sind wir eigentlich? Einerseits beschweren wir uns, dass die Eltern uns ihre Koffer aufgeladen haben und andererseits lassen wir uns mit den Koffern von Film, Funk und Fernsehen, von der Gesellschaft, von den Medien und den Nachrichten pausenlos FREIWILLIG weiterhin berieseln. Wir sind schon komisch drauf, dass wir das, worüber wir uns beschweren, uns selbst ständig antun.

Der Geist hat niemals Langeweile

Wer Geist ist, hat niemals Langeweile. Wer Geist ist, hat immer genug zu tun. Selbst wenn wir gerade mal nichts tun, ist unser Geist stets hellwach, gegenwärtig und präsent, achtsam und aufmerksam. Wir hören das Summen des Kühlschranks, das Brummen der Fliege, das Zwischern der Vögel. Wir schauen den Wolken am Himmel zu, wie sie dahin ziehen. Wir beobachten die Vögel in der Luft. Wir atmen bewusst ein uns aus. Wir schauen, wie ein Blatt vom Baum fällt. All dies ist beste Unterhaltung für unseren Geist – purer Gegenwärtigkeit, lebendige Achtsamkeit, innere Lebendigkeit. Unser Geist darf aktiv ein aufmerksamer Beobachter sein. Wir geben unserem Geist hierfür den Raum, indem wir für ein paar Augenblicke mit unserem Ego mal NICHTS MACHEN.

Wer Geist ist, überlegt nicht was er/sie machen könnte, sondern ist still und spürt in sich hinein und lauscht auf einen Impuls, einen Geistesblitz, eine Eingebung, was er/sie jetzt tun könnte. Oder er/sie tut einen Moment lang gar nichts und ist einfach mal still, vollkommen in Ruhe, im Leerlauf, in Entspannung. Geist-Menschen halten diesen Zustand des Nichtstuns sehr leicht und sehr gut aus, denn sie wissen, dass der nächste Impuls sicher kommen wird, sobald man offen ist, ihn zu empfangen.

Wer hingegen Ego ist, ist ständig am Nachdenken, am Überlegen, am Grübeln und am sich den Kopf Zerbrechen, was er/sie als nächste machen könnte. Und dann stellt er/sie auch noch bestimmte Anforderungen an das, was man machen will. Es soll Spaß machen. Es soll einen gut unterhalten. Es soll Freude bringen. Es soll sinnvoll sein. Es soll … es soll … es soll … Unser Ego hat tausend Vorstellungen und Erwartungen an das, was es als nächsten machen will. Und folglich ist es gegenüber den Impulses unseres Geistes überhaupt nicht offen, weil diese den Vorstellungen unseres Ego in keinster Weise entsprechen.

Wenn wir uns Gedanken machen, was DIE ANDEREN machen

Ganz besonders schwierig machen wir uns das Leben, wenn wir uns Gedanken darüber machen, was DIE ANDEREN machen könnten. Wir überlegen, was unsere Kinder spielen könnten, was wir gemeinsam mit unseren Kindern unternehmen könnten, was unseren Kindern wohl Spaß machen könnte oder was wir zusammen mit unserem Partner oder mit Freunden MACHEN könnten. Hierbei spielen unsere eigenen Bedürfnisse dann nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist es uns, dass DIE ANDEREN Spaß haben, dass es DEN ANDEREN Freude macht.

Uns machen solche Überlegungen auf jeden Fall STRESS, weil wir FÜR ANDERE die Verantwortung übernehmen. Und je häufiger wir uns Gedanken um die anderen machen, desto mehr gewöhnen sich die anderen daran, dass wir gute Vorschläge machen, und entwickeln geradezu eine Erwartungshaltung uns gegenüber. Unser MACHEN besteht dann darin, dass wir das Leben DER ANDEREN regeln, planen und organisieren.

Und wir?
Was ist mit uns selbst?
Wir fallen leider hinten runter …

Zwanghafes Beschäftigt-Sein Müssen

Es gibt sogar Angebote in Form von BESCHÄFTIGUNGS-THERAPIE für Menschen, die sich selbst nicht beschäftigen können und ohne eine sinnvolle Beschäftigung dummes Zeug anstellen. Wir Menschen haben also richtig NOT, wenn wir nichts zu tun haben. Was für ein Irrsinn.

Diese Not besteht NUR auf der Ego-Ebene.
Unser Geist kennt diese Not NICHT.

Geist sein erlauben

Immer, wenn wir NICHT WISSEN, WAS WIR MACHEN SOLLEN, lädt uns das Leben ein, mal etwas anders zu machen als bisher. Wir lassen also den Fernseher aus und nehmen uns BEWUSST wahr. Wir atmen dreimal bewusst ein und wieder aus. Und wir sprechen innerlich zu uns selbst: „Ich erlaube mir, Geist zu sein.

Und dann schauen wir einfach mal, was passiert.

Wir müssen ja nicht gleich alles tun, machen und umsetzen, wozu unser Geist uns inspiriert. Wie gesagt: Unser Ego bewertet sehr stark und die Ideen unseres Geistes werden den Vorstellungen unseres Ego NICHT entsprechen. Doch wir können eines tun: Wir nehmen die Impulse, die da von unserem Geist (von unserer inneren Stimme) kommen, ernst und schreiben sie auf.

Wir schreiben sie einfach auf.
Wir schreiben sie auf ein Blatt Papier.

Und wenn wir eine Woche lang immer mal wieder bewusst GEIST waren und in die Stille gelauscht und die Impulse aufgeschrieben haben, dann schauen wir uns mal unsere Zettel an, ob sich da irgendetwas wiederholt. Haben wir irgendetwas auf zwei oder mehr Zettel aufgeschrieben.

Und wenn ja, dann überlegen wir uns dann, ob wir das, was unser Geist mehrfach zu uns gesagt hat, einfach doch mal ausprobieren. Was können wir schon dabei verlieren? Es ist auf jeden Fall besser und kreativer als Fernsehen zu gucken.

Bewusstheit und Achtsamkeit

  Wir können die Übung auch sehr schön dazu benutzen, um uns bewusst darüber zu werden, wie wir unsere inneren Impulse ablehnen und zurückweisen. Bisher haben wir all diese Impulse unbewusst abgelehnt und zurückgewiesen und wir haben es nicht einmal bemerkt. Mit dem Aufschreiben der Impulse wird uns jetzt wenigstens einmal klar, was wir immerzu ablehnten.

Unser MACHEN auf der Ego-Ebene ist also purer Aktionismus, ein hyperaktives Tun unseres Ego, wodurch wir all diese vielen, leisen, inneren Impulse unseres Geistes (unseres Herzen) unterbuttern.

Und wenn wir Lust haben, können wir hieran nun etwas verändern und ab und zu mal still sein und unseren Geist zu uns sprechen lassen. Und wir schreiben dann auf, was er uns zuflüstert …

Und das macht sogar Spaß … 😉
Ja … – mit dem eigenen Geist im Gespräch sein, macht Spaß.

07.09.2020
In Liebe Dein/Euer
Björn Geitmann
www.datgeitman.de/lichtschule

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