VERANTWORTUNG heißt: Dem Leben antworten – Part V

Sonnenuntergang am Meer

Sonnenuntergang am Meer Verantwortung und Freiheit heißt dem Leben bewusst antworten
Part V

In der Ver.ant.wortung kommt es zu einer Ver.pflichtung, das heißt:

Wir werden in die „Pflicht“, in An.spruch genommen und auf etwas oder auf jemanden hin beansprucht, dem zu ant.worten ist. Dies tangiert zweifel.los unsere Freiheit. Ich kann aber Freiheit nie an sich und als solche diskutieren, Freiheit muss vielmehr stets von der Ver.ant.wortung her verstanden werden:

Wie frei jemand ist, das erfährt er daran, wofür er als verantwortlich „erklärt“ werden kann.

Somit sind in meinem Verständnis Freiheit und Ver.ant.wortung Wechsel.begriffe, wobei letzterer den ersteren übergreift. Das hat schon Georg Bernard Shaw in seinem satirischen Aphorismus erahnt: „Freiheit“, sagt er, „bedeutet Ver.ant.wortlichkeit. Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich davor fürchten.“

Dort, wo ich frei gehandelt habe, kann ich niemanden anderen ver.antwortlich machen, etwa im Sinne der Schuld.abschiebung – es kann sich aber auch niemand anderer statt meiner selbst als ver.antwortlich ausgeben im Sinne der Verdienst.zuschreibung:

Verantwortung und Freiheit

Die Tat, die wir setzen, bleibt an uns selber hängen und sie ist Ausdruck der eigen.ständigen, wirklichen Person und ihrer Ziele, denen sie sich verbunden fühlt. Ver.ant.wortlichsein bedeutet immer, sich selber ins Spiel zu bringen, d.h. Ver.ant.wortung taucht dort auf, wo etwas MICH angeht, wo es auf MICH ankommt, wie ich handle und ob ich handle. Überall also, wo ICH zu ent.scheiden habe, stehe ich mitten in der Ver.ant.wortlichkeit.

Wer zu etwas gezwungen wird, handelt weder un.ver.antwortlich noch ver.ant.wortung.slos – hier greift weder Ver.ant.wortlichkeit noch Zu.rechnung oder Zu.rechenbarkeit, so dass ich sagen kann:

Alle Ver.ant.wortung setzt die Freiheit der Person voraus.

Freiheit und Ver.ant.wortung sind un.trennbar miteinander verbunden, sie sind wie zwei Seiten e i n e r Medaille. Frei.sein heißt eben, selbst zu ent.scheiden und damit der Ver.ursacher einer Wirkung zu sein:

Somit schließt freies Handeln zwingend Ver.ant.wortlichkeit in sich ein, ganz gleich, ob man darum weiß oder nicht. Diese prinzipielle Ver.ant.wortlichkeit ist die Basis für die konkrete Ver.ant.wortung in jeder Situation.

Der Ver.ant.wortung geht also die Freiheit voraus.

Wenn wir diesen Gedanken von der anderen Seite betrachten, dann heißt das, dass es bei der un.trennbaren Verbindung von Freiheit und Ver.ant.wortung darauf ankommt, wie die Freiheit sinn.vollerweise verwendet werden soll. Frei.sein um des Frei.seins willen mündet in Leere, Chaos und Un.verbindlichkeit. Wenn wir aus unserer Freiheit das Beste machen wollen, dann geschieht es dadurch, dass wir sie hergeben für den Sinn der Situation. Dadurch geht die Leere des „Frei.sein VON etwas“ über in die Fülle des „Frei.sein FÜR etwas, FÜR jemanden“. Den negativen Aspekt der Freiheit ersetzt ein positiver: die Freiheit wurde mit einem Sinn erfüllt – der Sinn der Freiheit ist die Verantwortung.

Schon Platon hat gesagt, die Demokratie würde sich auflösen durch ihre Un.ersättlichkeit nach Freiheit. Daran werde ich erinnert, wenn heute nach einer Freiheit ge.giert wird, die dem Menschen nahezu alles gestatten soll, und wenn dem sog. technischen Imperativ im Sinne eines un.überbietbaren Machbarkeits.wahns gehuldigt wird – daran denke ich auch, wenn die Flucht vor Bindungen – reflektieren Sie nur die Eskalation der Single.Haushalte – ein besonderer Ausdruck der Scheu ist, sich dem Dia.logischen des Lebens zu stellen.

Wer Freiheit fordert, muss Ver.ant.wortung übernehmen.

Es kann und darf keine grenzen.lose Freiheit geben, weil damit eine Ignoranz jeglicher sittlicher Werte dominierte, die ein kommunikativ ersprießliches, also konstruktives Mit.einander ver.un.möglicht. Freiheit muss ver.antwortet gepflegt und umsorgt werden, so wie es der Spielraum des Gewissens gestattet. Gewissen.lose Menschen gehen auch mit ihrer Freiheit ver.ant.wortung.slos um.

Eine Freiheit, die sittliche Autorität leugnet, eine Freiheit, die die Sittlichkeit als die Grund.orientierung und das Ausgerichtet.sein des Menschen in seinem Handeln auf allgemein gültige Normen negiert, eine Freiheit, die nur den eigenen Egoismus und Narzissmus inthronisiert, wird in sich zusammenstürzen und wird de.struktiv, weil ihr die stabilen Fundamente fehlen:

Freiheit ohne Moralität, ohne die frei.will.ige Akzeptanz von Eigen.ver.ant.wortung bedroht das elementare Lebens.gefühl einer Gesellschaft und ihrer Menschen.

Meiner Freiheit sind Grenzen gesetzt – Freiheit ohne Grenzen ist Chaos, und im Sozialverbund jeglicher Gemeinschaftsformierung nicht lebbar. Die Freiheit des Mit.menschen und das Lebens.recht der gesamten Schöpfung setzen meiner Freiheit die Schranken und fordern von mir seins.gerechtes Verhalten.

Der Mensch BRAUCHT Grenzen, er braucht Eck.punkte, die ihm ein Terrain, die ihm einen Raum abstecken, innerhalb dessen er sich frei bewegen kann, darf und auch soll, einen Spielraum, innerhalb dessen er sich behaupten, verteidigen, einrichten, von wo aus er sich entfalten und entwickeln kann.

Freiheit ist gewissermaßen Ent.grenzung, aber erst, wenn Grenzen gelernt sind, wird Ent.grenzung möglich. Freiheit ohne Grenzen führt zu Verwahrlosung und Selbst.zerstörung – und deshalb sind Gesetze und Normen und sittliche Werte als Stütze der Freiheit un.entbehrlich. Der Existentialismus eines Jean-Paul Sartre hatte den Menschen als „zur Freiheit verurteilt“ deklariert. Ich halte dem entgegen, der Mensch sei eher dazu „verurteilt“, Ver.ant.wortung zu übernehmen, und behaupte:

Ohne Verantwortung „gibt“ es keine Freiheit, weil jemand erst dann frei „für sich“ ist, wenn er es auch für andere (und anderes) sein kann. Diese These gilt freilich nur, wenn wir als den eigentlichen Ort der Ver.ant.wortung die wesentliche Ein.bindung des Menschen in Formen der Institutionen des Mit.einander.lebens sehen, wobei selbstredend das Mit.einander nicht nur Menschen, sondern alle Lebewesen und die gesamte uns umgebende Natur integrieren muss. Verantwortung und Freiheit ist eine bewusste Antwort auf das Leben!

(c) Dr. Bernhard A. Grimm, Scheyern

Autor

19. Februar 2013

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