VERANTWORTUNG heißt: Dem Leben antworten – Part II

Tulpen im botaniscchen Garten

Verantwortung und Selbstwertgefühl Botan Garten VERANTWORTUNG und Selbstwertgefühl heißt dem Leben antworten Part II

Verantwortung beginnt mit der Sorge für das eigene Leben. Sich für sich selbst ver.ant.wortlich zu fühlen, setzt eine Wert.beziehung zum eigenen Leben voraus, die nicht für alle Menschen selbst.verständlich ist. So mangelt depressiven Menschen – gepeinigt von Selbst.zweifel und Skepsis – eine bejahende Grund.einstellung zum Leben, und auch Menschen, die unter Abhängig.keiten von Suchtmitteln leiden, haben ihre eigene Wert.schätzung verloren oder sie noch nie verspürt.

Wie soll aber ein Ver.ant.wortungs.gefühl dem Leben gegenüber herangewachsen sein, wenn die elementarste Du.Beziehung, die Beziehung zu sich selbst, gar nicht geboren wurde?

Diese positive seelische Grund.beziehung eines Menschen zu sich selbst nenne ich SELBSTWERT.GEFÜHL als das zentrale Gefühl eines Menschen. Ein Mensch, der Selbstwert.gefühl entwickeln konnte, hat in seiner Kindheit sehr viel emotional Bereicherndes erfahren und er hat erlebt, dass sein eigenes Da.sein als liebens.wert und erhaltens.wert betrachtet wurde, ohne dass er erst in Vorleistung hat gehen müssen

Die Emotional.wahrnehmung des eigenen Seins als Wert ist das Gewahr.werden und Erfühlen eigener Würde.

Das Selbstwert.gefühl befähigt den Menschen, zu seinem Leben Ja zu sagen und sich somit in seinem Hier.sein heimisch zu fühlen. Diese positive Grund.stimmung bildet das wirkliche emotionale Fundament für das Lebens.gefühl eines Menschen, und gerade das Gefühl des Wert.voll.seins entscheidet in bedeutendem Maße über die Persönlichkeits.bildung des einzelnen. Wer sein eigenes Leben als wert.voll empfinden kann, der hat damit das bedeutendste Motiv erhalten, um Ver.ant.wortung für sich selbst zu übernehmen, denn:

im wert.erfüllten Grund.erleben seines Da.seins verspürt er zugleich die Verpflichtung, das Geschenk des Lebens zu bewahren.

Die Ver.ant.wortung für das eigene Leben entwickelt sich jedoch nur in dem Maße, in dem der Heranwachsende sein Werden als Zuwendungs.prozess erlebt hat. Aber auch später wartet der Mensch darauf, in seiner Existenz bestätigt zu werden, und gerade durch die Zuwendung, die sein emotionales Umfeld ihm gibt, empfängt er jene Akzeptanz, die er für sein seelisches Gedeihen benötigt.

In dieser psychischen Grund.qualität, nämlich Liebes.objekt geworden zu sein, erlebt er auch die Liebe sich selbst gegenüber:

Wiewohl wirkliche Zuwendung stets partielles Los.lassen eigener Wünsche und Absichten ist – also nicht ego.zentriert, sondern Du.zentriert ist -, ist Eigen.liebe wichtig, auch für eine stabile Partnerbeziehung, weil sie die trag.fähige emotionale Kontinuität schafft. Denn nur wer gelernt hat, sich selbst zu lieben, kann sich auch wieder einem anderen zuliebe verlassen.

Anders gesagt:

Wer hinreichend Zuwendung empfangen hat, kann sie auch einem anderen weitergeben, ohne dabei etwas zu verlieren – dies gilt auch für die Zuwendung in Form von Lob und Anerkennung, im Alltag ebenso wie im Berufsleben, besonders in Hierarchien!

Ver.ant.wortungs.bewusste Menschen stehen zu ihrem Leben, sie stehen aber auch zu sich selbst. Und hierzu befähigt sie ihr Selbstwert.gefühl, denn sie haben gelernt, sich zu ertragen, sich elementar zu akzeptieren. Daher übernehmen sie auch die Ver.ant.wortung für das, was sie sagen, was sie tun. Diese psychische Selbständig.keit zeigt sich im Alltagsleben in der Konflikt.fähigkeit des einzelnen, denn gerade Konflikt.situationen sind der Prüfstein für die Echtheit des gewachsenen Selbst.wertes in der Persönlichkeit. Im Konflikt treffen Ver.ant.wortungen aufeinander: die Ver.ant.wortung für die eigenen Gefühle und für die vorgetragene Meinung.

Hier sichern sich viele Menschen ab durch konjunktivisches Palaver: man „könnte“, „möchte“, „würde“, „dürfte“. Abgesehen von der widerlichen Seinsweise des „man“, in der ein Mensch in die Allgemeinheit, in die Anonymität, in die Schablone des Durchschnittlichen und Typischen flieht, schafft der Mensch durch das Konjunktivische eine Atmosphäre der Pseudo.harmonie, er entfernt sich von seiner Ich.Realität, die angst.besetzt ist:

Wer nicht zu den Konsequenzen seiner klar artikulierten Meinung steht, lässt es elementar an Ver.ant.wortung seiner eigenen Persönlichkeit gegenüber fehlen.

Wer jedoch im Indikativ spricht, hat zuvor in seinem Inneren eine Ent.scheidung gefällt, und Ent.scheiden bedeutet, die Ver.ant.wortung zu übernehmen für die Konsequenzen, die sich aus einem klaren Ja oder Nein ergeben.

Das ist gelebter Selbst.wert, und einem solchen Menschen werden wir am ehesten Glaubwürdig.keit schenken.

(c) Dr. Bernhard A. Grimm, Scheyern

Autor

19. Februar 2019

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