Dualseelen, Zwillingsseelen und Seelengefährten – 2. Update für 2020

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Dualseelen frau im spiegel2. Update für 2020
Dualseelen, Zwillingsseelen und Seelengefährten …
Worum geht es dabei tatsächlich für uns in 2020?

Warum ein 2. Update für 2020…für meinen Beitrag Dualseelen? 2020 war bislang auch das große Jahr für Beziehungen aller Art. Status: es ist kompliziert. Corona hat vieles an die Oberfläche gebracht, das oft über Jahre unterdrückt und weggeschoben wurde. Unerfülltes zeigte sich mehr denn je. Der Sommer 2020 war ein Übergang in der Corona-Pandemie, die sich mehr und mehr zeigenden wirtschaftlichen Auswirkungen, die stark in das soziale Miteinander hineinspielen, das oft erzwungene Zusammenleben auf engem Raum über längere Zeit hat selbst stabile Paare an den Rand ihres Seins gebracht und ihre Beziehung hinterfragen lassen. Das musste natürlich nicht immer gleich in einer Trennung gipfeln. Doch oft stand und steht sie im Raum. Parallel dazu gab eines besonders intensiven energetischen Anstieg, der gleichzeitig auch zu einer bei vielen intensiven Bewusstseinserweiterung führte und die Aufdeckung von Schwachstellen förderte.

Wenn die Unsicherheit groß ist, haben Konzepte Hochkonjunktur.

Man will sich ja schließlich orientieren. Vor allem wenn es um Liebesbeziehungen geht, ist dies vielen ganz besonders wichtig. So erstaunt es nicht, dass Dualseelen, Zwillingsseelen und Seelengefährten in der Diskussion noch stärker als bislang hervortraten. Viel an Idealisierung und Träumen wird in diese Konzepte hineingeheimst.

Manche mischten noch die karmische Seelenpartnerschaft in die Debatte ein. Die Suche nach dem passenden Gegenüber ist dem Menschen mehrheitlich innewohnend. Gerade dann, wenn es eng wird. Die Begriffsverwirrung und gleichzeitig die heillose Überfrachtung von romantischen Beziehungserwartungen – alle Enttäuschungen inkludiert, waren und sind auch in der zweiten Hälfte von 2020 mehr denn je präsent.

Der Kern und Sinn all dieser Konzepte rund um Dualseelen, Zwillingsseelen und Seelengefährten blieb vielen nach wie vor verhüllt.

Man stocherte im Energie- und Beziehungsnebel, hoffte und träumte, kämpfte und kämpfte weiter.
Umso mehr sind klärend-präzisierende Gedanken dazu erforderlich, damit man sich nicht in etwas verläuft, das so gar nicht vorgesehen war. Mit einer aktualisierten Übersicht zu den Begriffen und vor allem zu den laufenden energetischen Zusammenhängen und Hintergründen in der 2. Hälfte von 2020 lässt sich diese Enttäuschung im langläufigen Sinn deutlich verringern.

Sie können natürlich gerne weiterhin romantischen Vorstellungen anhängen – doch im Zuge der Bewusstseinserweiterung haben diese nur einen sehr geringen Stellenwert. Wenn Sie ehrlichen Herzens bereit sind, mehr über die vielzitierten Konzepte der Dualseelen, Zwillingsseelen und Seelengefährten zu erfahren, dann sind Sie hier richtig. Nichts ist so, wie es scheint. Denn es geht um Energien und nicht um Inkarnationen. … Und das war bislang so noch nicht deutlich genug thematisiert worden. Folgen Sie mir in meinen Gedanken und gelangen Sie an den Kern von Beziehung und Partnerschaft im Neuen Zeitalter. Denn – das ist möglich!

Warum hängen wir nach wie vor mehrheitlich romantischen Beziehungsvorstellungen an?

Ich will dabei ein bisschen zeitlich zurückgehen. Die romantische Beziehungsvorstellung ist ein relativ junges Konstrukt, das im 19. Jahrhundert begann. Dies ist mit gesellschaftlichen Entwicklungen begründbar. Frau konnte sich mehr und mehr Romantik leisten, weil sie nicht mehr vollkommen und unabdingbar vom Mann in ihrer Existenz abhängig war. Dieser Prozess ging langsam und schrittweise vor sich.

Vorher und natürlich auch parallel waren Partnerschaften oft Zweckgemeinschaften, die das Überleben sicherten. Klingt höchst unromantisch, war jedoch mehrheitlich so. Noch heute ist eine Ehe ein Rechtsgeschäft. Ich weiß, auch das klingt angesichts schöner Bilder, die wir ach so lieben, höchst unromantisch, doch die Ehe ist und bleibt ein Vertrag.

Wenn man kirchlich heiratet, dann kommt noch das religiöse Element hinzu, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Mehrheit überhaupt realisiert, welche Qualität im bindenden Versprechen dabei abgegeben wird. Von den energetischen Konsequenzen will ich hier gar nicht schreiben.

Doch weiter in der Geschichte. Das gesamte 20. Jahrhundert war von großen und kleinen Liebesgeschichten durchzogen, an die wir uns gerne verträumt und dahinschmelzend erinnern. Wir haben jedoch nie hinter die Fassaden geblickt. Auch die ausleuchtenden Medien hatten nur einen Miniblick erhalten. Doch nicht nur Romantik? Ich meine, es waren widersprüchliche, sich zum Teil überlagernde Entwicklungen. Die machten jedoch genau das Salz in vielen Beziehungen aus. Es gab viele Gründe, zu bleiben. Auch wenn man in einem Kompromiss gefangen schien. Doch die Zeit der alten, oft faulen Kompromisse ist 2020 mehr denn je gelaufen. Wahrhaftigkeit, die oft weh tut, ist angezeigt. Arrangements platzen, weil es an Substanz fehlt und das Äußere nicht mehr reicht, um zusammen zu bleiben.

Wenn ich auf die Entwicklungen des 21. Jahrhunderts blicke,

wobei – das ist zeitlich natürlich nicht völlig trennscharf, doch zur Orientierung reicht es aus, dann stelle ich einen Trend fest, der mit einem der großen menschlichen Wünsche korrespondiert. Das ist die Rückkehr ins Federbett an den Anbeginn unserer Existenz. Die große Einheit mit dem Göttlichen, die uns ganz sein ließ – ach wie schön, ach wie romantisch …

Diese Einheit gab uns das kindliche Gefühl von Geborgenheit, von Geschütztsein, von Versorgtsein, von Dazugehören. Die Sehnsucht danach ist überbordernd, unbewusst – und doch treibt sie uns wie von unsichtbarer Hand gezogen, an, in Beziehung zu treten. Jede Krise zeigt dies in beredter Weise. Es ist eine paradoxe Situation: einerseits das Wissen um Unabhängigkeit; andererseits der tiefe Wunsch nach Einheit.
Das wahrhafte in-Beziehung-Treten geht jedoch nur, wenn sich die Seele von der Quelle, vom Göttlichen trennt. Die Seele braucht diese Trennung, um überhaupt als Mensch Erfahrungen machen zu können. Nur durch Erfahrung ist seelisches Wachstum möglich.

Das ist auch der Sinn unseres Daseins – als Seele und als Mensch, der ja weit über den physischen Körper bekanntermaßen hinausgeht.

Dies mag metaphysisch klingen, ist jedoch ein wesentlicher Aspekt, um Spiritualität in ihrem Kern zu begreifen. Von Romantik ist da keine Spur. Warum dies so ist, darüber kann man trefflich spekulieren. Ja, Energieanhebungen haben sicherlich dazu beigetragen. Soziale und gesellschaftliche Veränderungen spielten auch mit. Es gibt unzählige Faktoren, die zusammenwirkten, dass diese Sehnsucht in den vergangenen etwa 20 Jahren sich markant vergrößerte. Je größer die Krise, umso größer diese Sehnsucht, weil sie im tiefen Wunsch nach Sicherheit gründet.

Sie merken – die Betrachtungsqualität hat eine Änderung erfahren. Rechtsgeschäft, Romantik, Sehnsüchte … alles ist im Wandel.

Doch was ist der eigentliche Hintergrund für diese Trennung von der Quelle?

Um diese sehr spezielle Trennung zu verstehen, muss man ganz an den Anbeginn unseres Seins zurückgehen. Es ist ein Punkt, der für den Verstand unerklärlich ist. Und doch – es ist wert, sich damit vertraut zu machen. Es gibt zwei große Trennungen im menschlichen Sein, die mystisch, metaphysisch, magisch und voller Möglichkeiten sind, wenn man um sie Bescheid weiß. Es sind zwei große Trennungen im menschlichen Sein, die nach wie vor mehrheitlich als dunkel, oft unerklärt, einfach vorhanden, unbewusst und voller Fallstricke sind, wenn man über sie nicht oder zu wenig Kenntnisse hat.
1. Trennung von dem, was man z.B. als Quelle unseres Seins bezeichnet … damit gibt man sehr viel Schöpferpotenzial aus der Hand. Sie ist UNBEWUSST und ein mentaler Akt. Es geht dabei ums Klein sein, ums Ohnmächtig sein, ums Wertlos sein, ums Kraftlos und Ausgeliefert sein. Es ist wie in großes, kollektives, unbewusstes Gelübde, wie eine Art von innerem, unbewussten Vertrag.
2. Trennung in Männliches und Weibliches, in Sexualität und Liebe und in die Unvereinbarkeit von beidem. Sie ist ebenfalls UNBEWUSST! Sie ist ein physischer Akt. Mann und Frau sind unterschiedlich programmiert. Mann und Frau haben einen unterschiedlichen Zugang, was Beziehung sein kann. Die Frau hat das Herz im Mittelpunkt einer Beziehung. Der Mann hat die Sexualität im Mittelpunkt einer Beziehung. Beides läuft seit Generationen unbewusst. Es sind tiefe Programmierungen.
Im menschlichen Sein gibt es zudem einige Grundprinzipien:
2 Energiequalitäten, die in JEDEM Menschen archetypisch angelegt sind
Das weibliche Prinzip
Das männliche Prinzip
Nicht ausschließlich geschlechtsspezifisch, sondern als duales Prinzip – es macht auch Wahrnehmung möglich

Daraus ergeben sich Polarität und Dualität.

Polarität: Das Prinzip von entweder-oder; Besser-Schlechter; Größer-Kleiner; Macht, Dominanz; Patriarchat-Matriarchat; alles ist zweifach, gleich und ungleich; ihrer Natur nach sind sie ident, die Ausprägung ist jedoch unterschiedlich. Dadurch können Extreme einander begegnen. Diese Qualität erleben wir im Jahr 2020 mit den vielen Zweien ganz besonders. Wir werden auf dieses Prinzip besonders aufmerksam gemacht, um uns damit auseinanderzusetzen und es zu überwinden.

Dualität: Das Prinzip von Geschlechtlichkeit; nur über das eine ist das andere als menschliche Seele überhaupt erfahrbar und wahrnehmbar; die Seele hat sich abgespalten, um menschliche Erfahrungen zu machen; göttlich-menschlicher Prozess; unbewusst. Atmen umfasst immer das Ein- und das Ausatmen; der Herzschlag umfasst Spannung und Entspannung; Yin und Yang; aktiv und passiv; Fülle und Leere. Eines kann ohne das andere nicht sein. Dualität ist für den Verstand völlig paradox – und gleichzeitig Existenz- und Erfahrungsbedingung.

Wer diese Grundgedanken kennt und im täglichen Leben anwendet, hat einen enormen Startvorteil, weil er sich nicht mehr im Unbewussten verliert und Schattenfechte betreibt. Die Illusion hat keinen Raum mehr.

Diese Grundgedanken sind die Basis für den oft unausgesprochenen Wunsch nach Verschmelzung, nach Wiederganzsein – und das geht scheinbar nur übers Außen, über einen anderen. Das Außen in der Person des anderen, des Du, wird zur Projektionsfläche eigener, oft unerfüllter Wünsche, Muster, Glaubenssätze und Träume. Je besser es Menschen auch wirtschaftlich geht, umso mehr Raum gibt es für diesen Verschmelzungszugang. Je höher die Energien sind und das Bewusstsein geweitet wird, umso mehr haben andere Konzept Raum.
Doch – je mehr Aufmerksamkeit auf diesen Verschmelzungswunsch projiziert wird, umso mehr entfernt er sich. Er ist ja aus dem Mangel, aus der unbewussten Sehnsucht nach Rückkehr ins imaginäre nach Hause geboren. Daher wird dieser Mangel qua Fokus auch immer größer. Die Wunschbeziehung rückt in weite Ferne. Dies ist nichts Esoterisches, sondern gelebte Physik. Es kommt das Gesetz von Ursache und Wirkung zur Anwendung. Dieses wirkt immer – auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.
Konzepte wie Dualseelen, Zwillingsseelen, Seelengefährten etc. pp. müssen herhalten, um diesen Mangel zu kompensieren. Auch wieder verkehrt, denn diese Konzepte werden wiederum mit romantischen, nichthaltbaren Inhalten verbrämt und überfrachtet.

Der Kern dieser Konzepte ist keine Inkarnation, kein Mensch, sondern es sind Energien, die DURCH Menschen gelebt werden. Das kann nicht oft genug betont werden. Es geht AUSSCHLIESSLICH um ENERGIEN – und NICHT um physische Personen im Außen. Sie sind bestenfalls Projektionsflächen und Ausdrucksformen. Daher kann man auch gleich wieder mit der Suche nach dem Dual, nach der Zwillingsflamme aufhören. Das wird nämlich nix.

Damit ist der Romantikschleier plötzlich zerrissen. Sind Sie enttäuscht? Wieder keine Projektion. Wieder kein Traumpartner…Ich nehm‘ das Pferd – den Prinz kannste haben…ich bleibe lieber Single; jetzt habe ich so viel durchgemacht – ich fühle mich mit mir sehr wohl; warum soll ich mir einen anderen ans Bein binden und Entwicklungshilfe leisten … dies und ähnliches höre ich immer wieder in Beratungsgesprächen, wenn ich über Energien und nicht über Menschen spreche.
Ich lade Sie ein, weiterzulesen. Es gibt nämlich viel Nachhaltigeres, Besseres für Sie, wenn Sie die Prinzipien erfassen, durchdringen und auch im eigenen Leben anwenden.

Es geht bei all diesen Prozessen ausschließlich um ein eigenes, inneres Ganzwerden, das als Projektion nach Außen strahlt. Das hat mit der eigenen inneren Verschmelzung zu tun. Das umfasst die Selbstliebe in ihrer tiefsten Tiefe und den Selbstwert im Kern. Dann erst ist eine geglückte Verbindung in der Neuen Zeitqualität möglich. Dann haben Sie das Wesen dieser Beziehungskonzepte erfasst.

Es braucht streng genommen den anderen gar nicht. Doch es erleichtert den Ganzwerdungsprozess, weil wir vieles nicht erkennen würden, würde es uns nicht übers Außen gespiegelt werden. Dies ist als Klarstellung zu lesen.
Wie also weiter?

Die beiden Grundprinzipien unseres menschlichen Seins

Bevor man sich in die Konzepte wagt, erscheint es mir geboten, sich mit den beiden Grundprinzipien weiblich und männlich kurz auseinanderzusetzen. Ich betone ausdrücklich, dass es NICHT um die physische Entsprechung im Außen geht, sondern es geht um Grundprinzipien die JEDER von uns in sich trägt und auch mehr oder weniger lebt. Es ist deshalb so wichtig, diese beiden Grundprinzipien zu kennen, weil sie mit verantwortlich sind, wen man sich im Außen sucht – oft als Gegenpol – oft unbewusst – oft gescholten, weil eben zu wenig erkannt.

Das weibliche Prinzip

  • Weisheit
  • Intuition
  • Inspiration – schwanger sein mit neue Ideen (Kreativität)
  • Spiritualität
  • Hingabe, Anmut
  • Geschehen lassen, Loslassen
  • Demut
  • Mitgefühl
  • Ausrichtung auf Harmonie und Schönheit
  • Verletzlichkeit, Offenheit, Gefühle zeigen
  • Geduld
  • Gebären, gedeihen und wachsen lassen (auch von neue Ideen)
  • Fließen
  • Nähren, Umsorgen, Hüten
  • Akzeptanz, Toleranz, Verzeihen, bedingungslose Liebe
  • Trösten, Hilfsbereitschaft
  • Verbinden und Vereinen, soziale Kontakte und Gemeinschaft pflegen
  • Nachhaltigkeit
  • Etwas Diffuses, Zyklisches wie der Mond, wie der Schlamm des Lotus.
  • In die Tiefe und Breite zerfließend, strömend, emotional und ohne Form – muss es ja nicht haben
  • Schöpferisch, kreativ, Leben gebärend, aufnehmend, umwandelnd und heilend
  • Überfließende Liebe
  • Dient sich selbst
  • Hingabe; es ist empfänglich und passiv
  • Stille, Ruhe, Beobachtung, Gewahrsein
  • Sein-Warten …

Das männliche Prinzip

  • Klarheit
  • Selbstbewusstsein
  • Mut, Tapferkeit
  • Zielgerichtet, Richtunggebend – Führungskraft
  • Entscheidungskraft – das Schwert der Liebe
  • Tatkraft, Schaffenskraft, Schöpferkraft
  • Durchsetzungskraft
  • Konzentration und Disziplin
  • Aufrichtigkeit – in ihrer reifen Form: Wahrhaftigkeit
  • Sein-Tun …
  • Kompromisslosigkeit und Geradlinigkeit
  • Schutz gebend
  • zielgerichtet und linear
  • kämpferisch, gebündelt
  • nach vor preschend
  • dynamisch
  • leistungs- und wettbewerbsorientiert
  • strukturgebend
  • aktiv

ergänzend:
Struktur und Form gebend – Das ist eine Art von Grenzen setzen. Es muss etwas abgegrenzt werden, damit es überhaupt Form annehmen kann. So, wie jeder Künstler ein Rahmenwerk für seine künstlerische Ausdruck braucht. Es ist auch verwandt mit Strenge und Disziplin.
Das Männliche hat eine Tendenz, sich in seiner Schnelligkeit, seiner zielgerichteten Schaffenskraft und seiner Fokussierung auf einengende Strukturen und Formen zu verlieren. Darum braucht der Mann auch den Einsatz seiner weiblichen Tugenden, um in einer gesunden Balance leben zu können.

Dies sind jeweilige Entsprechungen und Ausdrücke im Außen. Doch davor tragen wir sie in unserem Inneren. Die Aufstellungen sind nicht erschöpfend. Sie sollen dazu anregen, in sich zu gehen und sich einen Überblick zu verschaffen, welche Qualitäten denn verstärkt gelebt werden. Dann erst kann man lernen, damit entwickelt umzugehen.

Genau um die Balance aus diesen beiden Grundprinzipien IM EIGENEN INNEREN geht es bei den nachfolgenden Prozessen. Um in diese Balance zu gelangen, muss man im eigenen Inneren aufräumen. Nicht angenehm, nicht einfach – doch unglaublich befreiend. Vor allem dann, wenn man innere Harmonie erlangt hat und die Spiegelung im Außen erlebt.

Warum sind die Konzepte wie Dualseelen, Zwillingsseelen und Seelenverwandten seit einiger Zeit so en vogue?

Ich lese zu diesem Thema seit etwa 2016 mehr und mehr Beiträge. Mittlerweile habe ich mich in dieses Thema aus eigener Anschauung vertieft und kann schreiben – die Gründe für das gestiegene Interesse mögen genauso vielfältig sein wie die Fehlinformationen, die dazu vor allem von selbsternannten Dualseelen- und Zwillingsflammencoaches durchs Internet geistern.

Es sind faszinierende Konzepte, doch man muss sie selbst erfahren haben, um darüber schreiben und sprechen zu können. Aus der Ferne und theoretisch macht das sehr wenig Sinn. Daher empfehle ich ein sehr gut geübtes Unterscheidungsvermögen bei Informationen auf den diversen sozialen Medien. BeraterInnen, die mit den Begrifflichkeiten herumwerfen, nicht unterscheiden und locker dahin plaudern, erkennt man dann sehr rasch. Jeder Weg ist individuell.

Oft werden kollektiv wirksame Energien angeboten. Doch die sind eben nicht individuell. Wenn apodiktische Aussagen kommen, dann ist hohe Achtsamkeit geboten.

Warum ist das Thema so en vogue und warum hat es sich 2020 so intensiviert?

Krisen haben oft einen katalytischen Effekt. Man besinnt sich aufs Wesentliche. Man hat Zeit, in Frage zu stellen. Man hat Zeit, zu bewerten. Man hat Zeit, sich Gedanken über das zu machen, was einem tatsächlich wichtig ist.

So ist es z.B. die große Sehnsucht zurück in die Einheit, der ich in Gesprächen immer wieder begegne, wobei viele gar nicht umschreiben können, welche Gefühle in ihnen dabei ausgelöst werden. Dies ist ein kindlicher Wunsch von Verbundenheit, der uns Menschen innewohnt. Wir haben zwar keine Vorstellung von Einheit, doch wir wollen nichts mehr als dort hin – an diesen imaginären Sehnsuchtsort. Die Suche im Außen vergrößert den Abstand zu nach Haus mehr und mehr. Bis wir begreifen – zu Hause ist in uns. Doch dorthin ist ein oft ein langer Weg, der gewiss nicht immer einfach und ohne Umwege ist.

Es ist gleichzeitig der bei vielen erhöhte Bewusstseinszustand, der das, was man bislang lebte, als nicht mehr erfüllend empfinden lässt. Es muss doch mehr geben. Auch wenn man es sehr oft nicht erklären kann – da ist noch etwas …denn vor allem Dualseelenpartner begegnen einem dann, wenn es im eigenen Leben so richtig weitergehen soll, wenn Bewegung in den eigenen Tiefen geschehen soll, damit Leben stattfinden kann. Ohne Bewegung kann sich Leben nicht entfalten und ausweiten. Diese speziellen Partner haben dabei eine Katalysatoraufgabe.

Wenn man erkennt, dass es eben NICHT UNBEDINGT um die romantische Liebesbeziehung geht, sondern um die jeweils persönliche Weiterentwicklung und um das Schritt-halten-können mit den immer höher schwingenden Energien, dann kann man sich sehr viel Leid und Illusion ersparen.

Auch hier haben Krisen einen katalytischen Effekt,

sei es Corona, sei es eine Existenzkrise, sei es eine Krankheit – was auch immer. Genau dieser katalytische Effekt zeigte sich bei vielen Paaren und in Beziehungen zu Freunden und in der Familie und im Job, wo vieles über Jahre und Jahrzehnte selbstverständlich wurde, 2020 besonders stark. Einer der beiden begann, Fragen zu stellen. Beziehungen und Partnerschaft, die lange einfach so sein konnten, fühlen sich mehr denn je aufgebraucht und auserzählt an. Je mehr man an ihnen festhält und festhielt, umso unerträglicher wird und wurde der aus ihnen resultierende Schmerz. …

Es muss doch noch etwas anderes geben … und dann schneien einem diese Konzepte von Zwillingsflammen, Seelenpartnern und Dualseelen ins Haus. Ja – das muss es sein. Das entspricht der neuen Zeitqualität … doch wer weiß es denn schon mit Bestimmtheit …

Die Zeitqualität, insbes. Uranus in Stier (Wertehinterfragung), die Saturn-Pluto-Konjunktion in Steinbock (auf zur großen Substanzfrage), der rückläufige Mars in Widder von Mitte September bis Mitte November 2020 und das Einsteigen des sogen. Wassermannzeitalters, das für neue geistige Strukturen u.a. steht, sind alles Treiber für neue Beziehungskonzepte.

Es wird das Oberste zu unterst gedreht. Kein Stein bleibt am anderen. Die Substanz ist es, die zählt. Der Schnickschnack kann gehen. Man sucht, man findet, man legt weg, ist enttäuscht … und fängt wieder an zu suchen …

Wir können auch annehmen, dass die Zeit bis zum Jahresende 2020 eine gehäufte Zahl von Trennungen mit sich bringen wird. Mars läuft zurück in Widder; dort befinden sich auch Lilith und Chiron; zudem macht Mars mehrfach ein hartes Quadrat auf den in den Steinbock zurückgekehrten Saturn und auch auf Pluto und Jupiter. Natürlich ist die Trennung kein Muss. Die Energien machen jedoch dafür gewogen. Das kann ja auch die Chance sein, aus einer unerfüllten Beziehung oder Partnerschaft auszusteigen – in Liebe übrigens, die wird nämlich massiv dabei eingefordert werden. Ob danach Zwillingsflammen, Seelenpartnern und Dualseelen zu einem finden, bleibt natürlich offen. Das hängt schon von einem selbst ab, ob man/frau sich darauf einlässt.

Es gibt noch weitere Gründe, warum die genannten Konzepte so en vogue sind: es ist auch der esoterischen Szene geschuldet, die diese Konzepte als das Non plus ultra einige Zeit präsentierte – ohne tatsächlich in die Tiefe zu gehen und den Lesern klar zu machen, was der Zwillings- und Dualseelenprozess im eigentlichen Sinn bedeutet, womit er verbunden ist und was das jeweilige Ziel ist. Würde man dies geschrieben bzw. in Beratungen gesagt haben, dann würden sich vermutlich deutlich weniger Menschen für diese Konzepte interessiert haben. Ich will all das keinesfalls als ausschließlich esoterischen Hype abtun. Dazu habe ich selbst zu viel erfahren und mich auch in aller Tiefe damit befasst.

Doch solange man nicht erkennt, dass es sich um ENERGIEN und ausdrücklich NICHT um einen Menschen handelt, solange rauscht man an dem vorbei, was dahinter steht. Nein, man/frau IST keine Dualseele, Zwillingsflamme etc. pp. Das sind Energien, die in uns sind und sich im Außen spiegeln. Die kollektiven Energien machen dafür zusätzlich gewogen.

Wer mit Geist, Körper und Seele versteht, was es bedeutet, sich auf einen Dualseelen- und Zwillingsseelenprozess einzulassen – es ist ein zutiefst energetischer Prozess – , der geht durch die dunkle Nacht der Seele, durch enorme Schmerzen – um letztlich neu geboren ans Licht bei sich selbst anzukommen. Dies ist wie eine völlige Neugeburt – und Geburten sind bekanntermaßen mit dem vorangegangenen Tod verbunden. Beide, Tod und Geburt, sind nie schmerzfreie Prozesse. Ziel ist immer bei sich selbst im Inneren anzukommen und ganz zu werden. Das ist die Rückverbindung zur Quelle, zum Göttlichen. Darum geht es – und um nichts anderes. Die Prozesse helfen einem dabei – so unglaublich das klingen mag. Es ist so!
So viel vorerst dazu, um die Illusion zu nehmen. Es geht um etwas viel Größeres, Tieferes – gleich welches Konzept man heranzieht. Und – Konzepte sind bekanntermaßen menschliche Orientierungshilfen.
Lassen Sie uns einen näheren Blick auf diese Konzepte machen.

Wer ist nun wer? … ein bisschen Aufklärung und Zurechtrücken

Man kann dieses „wer ist nun wer“ sehr einfach darstellen und entmystifizieren: Bevor ein Mensch in das aktuelle Leben eintritt (inkarniert), ist er eine einzige, ganze Seele im Geistigen. Es ist das oa. Federbett. Da die Seele Erfahrungen machen will, um sich auszuweiten und zu wachsen (und damit dem Urprinzip des gesamten Seins zu entsprechen), trennt sie sich.

Im Folgenden stelle ich vereinfacht dar. Es gibt durch die Trennung 2 Energie-Teile. Diese werden in 2 Menschen inkarniert und geboren. Das kann im gleichen Leben sein, muss jedoch nicht im gleichen Leben. Das soll nicht verwirren, doch es gibt keine Automatik.

Lassen Sie uns der Einfachheit halber annehmen, sie werden im gleichen Leben geboren und treten somit als Energie zutage, denn das zeigt sich ja auch real. Nun sind sie einander als Seelenzwillinge Spiegel auf der körperlichen Ebene ihres Daseins. Man kann dies als Dual bezeichnen, wobei ich betone, dass es sich um Energien handelt, die durch Menschen gelebt werden. Ich weiß, das klingt schon mal nicht mehr so sexy. Doch es ist wichtig, dies zur Kenntnis zu nehmen.

Der Hinweis „er/sie IST meine Dualseele“ ist grundfalsch und hat viel zu den Enttäuschungen beitragen. Es sind zwei Menschen, ja, das ist richtig, denn ansonsten wäre es für uns weder wahrnehmbar noch physisch lebbar. Diese beiden halten gemeinsam eine bestimmte Energiequalität mit unterschiedlichen Zielen, jedoch immer zum Wohle des großen Ganzen. Das bedeutet, sie sind ein wesentlicher Faktor im Rahmen des kollektiven Bewusstseinsanstieges.

Mir ist bewusst, dass ich damit von vielen Kolleginnen und Kollegen abweiche, doch ich begreife diese Konzepte so und nicht anders. Nochmals – es geht primär um ENERGIEN, die sich zeigen, die von zwei Menschenwesen gehalten und gelebt werden – zum Gemeinwohl im Rahmen des Projekts Aufstieg. Und – ganz wichtig:

Es handelt sich um ein WÜRDENAMT mit allen damit verbundenen Aufgaben und Privilegien. Auch das wird immer wieder in den Hintergrund gerückt bzw. gar nicht erkannt. Gleich ob Dualseele oder Zwillingsflamme – es sind Würdenämter, denen man sich auch WÜRDIG ERWEISEN MUSS. Man steht dabei unter göttlichem Schutz und genießt noch ein paar weitere Privilegien.

Wenn beide den ihnen gegebenen Entwicklungsprozess erkennen UND durchlaufen, dann können sie zur Zwillingsflamme werden, um sich letztlich als Schmetterlingspaar miteinander zu vereinen. Doch das ist eine andere Geschichte. Denn: Auch hierbei handelt es sich um ENERGIEN unterschiedlicher Qualität, die sich vor allem in der jeweiligen Aufgabe ausdrückt. Also nix mit Superenergien um den Lenz mit coolem Sex bis zum Abwinken zu haben. Nein – die Energien implizieren IMMER auch bestimmte AUFGABEN für das Kollektiv. Egotrips sind dabei ausgeschlossen. Man muss sich eben würdig erweisen …

Man kann über diese Begriffsgebung sicherlich trefflich streiten. Ich beschreibe sie aus meiner mehr als 20-jährigen Beratungserfahrung und meiner jahrelangen persönlichen Erfahrung.

Wesentlich ist, dass es keine Automatik im Prozess gibt. D.h. es kommt zur Begegnung und einer macht sich auf den Weg. Der andere kann, muss jedoch nicht mitziehen. Es gibt die freie Wahl. Die kann auch gelegentlich ganz schön wehtun. Vor allem weil man als Vorangehende/r kein Recht auf den Eingriff ins Leben des anderen hat. Man darf Vorbild sein, doch nicht mehr.

Karmische Seelenverbindungen/Seelenpartnerschaften

Karmische Seelenverbindungen/Seelenpartnerschaften haben einen gänzlich anderen Hintergrund und Charakter. Auch die Aufgaben sind andere als jene, die mit Dualseelen und Zwillingsflammen verbunden sind. Diese Verbindungen können uns in ganz verschiedenen Lebensbereichen begegnen. Vom Chef/Chefin über die Mutter, den Vater, die Kinder, FreundInnen, NachbarInnen, ArbeitskollegInnen etc. pp … und auch Affären aller Art. Man hat oft das Gefühl, den Menschen schon ewig zu kennen. Das Gefühl von Vertrautheit stellt sich vom ersten Moment an ein.

Ihre Aufgabe ist, den Schatten beim jeweils anderen zu triggern. Sie prüfen einen in der ganzen Tiefe … solange die Aufgabe, sprich der Schattenaspekt wie z.B. Mangel an Selbstliebe, Selbstwertdefizite, Mutterthemen, Vaterthemen, Akzeptanzthemen, Vertrauensmangel … nicht gemeistert ist, geht er nicht. Letztlich sind diese Menschen, so paradox es klingen mag, Lichtbringer. Sie helfen uns, genau die Schatten, die uns am Weiterkommen hindern, zu beleuchten.

Wenn also vom soul mate die Rede ist, dann meint man üblicherweise die umschriebenen Seelengefährten.

Karmisch deshalb, weil man sich aus Vorleben Aufgaben mitgenommen hat, die man in diesem Leben lösen will. Hier liegt der berühmte Hase im Pfeffer, der sich gerade 2020 ganz besonders deutlich zeigt. Jeder Dreck, jeder Schatten, jeder Mangel, der noch nicht angesehen wurde, kommt hervor. Im Grund ist dies auch eine Energieform, die eines will: angesehen werden, durchliebt werden, durchlichtet werden. Sie ist nicht schlecht. Sie ist nicht schlimm. Sie ist schlicht eine Abwesenheit von Licht. Nicht mehr. Nicht weniger. Auch das ist eine Form der Apokalypse, der Enthüllung.

Sehr oft verändert sich einer im Laufe der Zeit, z.B. durch eine signifikante Bewusstseinserweiterung, die – wieder – z.B. durch Ereignisse wie Corona, durch eine Erkrankung, durch einen Verlust ausgelöst wird. Der andere hingegen, der bleibt stur im Alten stehen. Veränderung wird sogar mit allen Mitteln verhindert. Es war doch so schön. Wir verstehen uns doch so gut. Es passt doch so super zwischen uns. Der Veränderer wird als Störefried empfinden, der den Stehenbleiber unangenehm und dauernd gegen das Schienbein tritt. Also – lass uns doch ein wenig auf Abstand gehen. Dann bekommt sie/er sich schon wieder ein.

On-off … Rückzug, Treffen, Rückzug, Treffen. Das kann sehr anstrengend und auch wenig erfüllend sein, wenn man sieht, worum es geht und der andere tut und tut nicht weiter. Dabei ist es erstaunlich, wie fantasievoll der nicht veränderungsbereite Teil dabei ist. Gleichzeitig provoziert er nach allen Regeln der Kunst. Doch es gibt kein Zusammenkommen, keine Kompromisse, keinen gemeinsamen Weg – so sehr man sich das vielleicht wünschen mag. Oft ist es auch eine Form von Hass-Liebe. Miteinander geht es dann nicht mehr und ohne einander geht es auch nicht. Verflixt, energiebindend, anstrengend. Warum? Der andere, der sich verändert, spiegelt dem Stehenbleiber den eigenen Schattenaspekt oft in völlig verzerrter Form wieder, sodass man er auch wirklich ansieht und wandelt.

Doch wenn der Schattenaspekt gemeistert ist, dann hat man einander nichts mehr zu sagen.

Man kann glatt aneinander vorbeilaufen. Ehrlicherweise ist man oft froh, den Menschen auch los zu sein. Er betritt dann nicht mehr das Feld. Es gibt – mangels Schattenaspekt – keine Resonanz mehr. Man ist also regelrecht froh, dass der andere weg ist. Oft macht ein Teil einen klaren Schnitt und setzt hinter allem einen Punkt. Das wird dann auch so kommuniziert. Interessanterweise ist man dann meistens sehr deutlich, weil man wahrhaftig ist und zu sich selbst steht. Wenn der andere das nicht einsieht, dann bleibt diese Energie bei ihm. Man darf beim Stehenbleiber kein Einsehen erwarten.

Sollte dann er dann doch noch einmal den Versuch einer Annäherung unternehmen, dann schrillen beim anderen die Alarmglocken.

  Ich kann nur dringend empfehlen, auf die innere Stimme und die Intuition tatsächlich hinzuhören und nicht bei Rot über die innere Ampel drüber zu fahren. Ansonsten gibt es völlig unnötige Ehrenrunden, die mit großen Schmerzen in der Seele verbunden sind. Man hätte es auch angenehmer haben können …

Es kann also auch vorkommen, dass eine/r loslässt und der andere es nicht schafft. Dann folgen oft üble Nachreden, Stalking, Kontrollen, Beobachtungen auf diversen Medien, Schmier- und Hetzaktionen, lange Gerichtsverfahren etc. Die Stehenbleiber hängen in ihrer Karmaschleife fest und tun alles dafür, um in dieser Opferschleife zu bleiben. Der Krieg, der im Inneren tobt und angesehen werden will, wird externalisiert und gegen einen mittlerweile imaginären Gegner geführt.

Ich erwähne das, weil man als AussteigerIn sehr achtsam sein muss, denn auf energetischer Ebene stellen sich diese SeelenpartnerInnen als Energievampire aller erster Güte heraus. Doch wenn man es erkennt, kann man das rasch und effizient lösen. Oft ist jedoch Hilfe dazu erforderlich. Und die empfehle ich auch, anzunehmen.

Dualseelen und Zwillingsflammen: Diese Aufgabe ist einem mitgegeben, die kann man sich nicht aussuchen

Dualseelen sind im Regelfall gegengeschlechtlich. Bei ihnen liegt zusätzlich eine sehr hohe körperliche Anziehung vor. Die körperliche Anziehung ist der höchste energetische Selbstausdruck. Es geht um ein „Gesamtpaket“ an Empfindungen, an Gefühlen, an sehr hoher, umfassender Anziehung. Dualseelen erkennen einander auch am oft sehr großen Leiden, an Konflikten und Trennungen, die jedoch selten lange ausgehalten werden. Ohne den anderen fehlt etwas – insbes. kann man seine Aufgaben kaum erkennen, geschweige denn lösen.

Es ist also dieser große, scheinbare Widerspruch zwischen überbordender Leidenschaft und gleichzeitigem Schmerz und tiefer Liebe zueinander. Wer den Sinn des Ganzen erkannt hat, geht durch diesen Prozess, denn der Lohn für den einzelnen ist in Worten nicht zu umschreiben. Dabei gilt das Prinzip der freien Wahl. Es gibt im gelebten Leben eine Fülle an Beispielen, wo eine/r davonläuft, weil sie/er die Intensität nicht aushält. Schade – eine Riesenchance auf die persönliche Weiterentwicklung wird damit verpasst. Doch – es gilt das Prinzip der freien Wahl … samt Verantwortung.

Dualseelen sucht man sich nicht aus, sondern sie basieren auf einer Seelenvereinbarung. Die Grundlage ist ein energetischer Vertrag, der auf höchster Ebene abgeschlossen wurde. Ziel ist, gleich in welcher Nuancierung, eine Entfaltung der Seele, eine konkrete Veränderung im Sosein. Oft werde ich gefragt: ja woran erkennt man denn, ob es sich um eine Dualseele handelt? Meine Antwort:

Es muss in der Partnerschaft einen sichtbaren und fühlbaren Fortschritt in der persönlichen Entwicklung bei beiden geben. Das Tempo und die Intensität mögen individuell sein, doch es muss ein konkreter Fortschritt erkennbar sein. Der Kern ist eine erfüllte und lebbare Liebesverbindung zum höchsten Wohle des großen Ganzen.

Das alleine ist durch die kontinuierliche individuelle Weiterentwicklung möglich. Das ist selten einfach, noch seltener angenehm.

Doch das Ziel ist immer ein energetischer Beitrag zur Energie des großen Ganzen.

Auch wenn es Abbrüche, Trigger und zeitweilige Trennungen gibt und der Prozess sich über Jahre erstreckt, selbst wenn einer zeitweilig stur erscheinen mag und den Prozess und die Aufgabe nicht wahrhaben will … das Gefühl, es ist noch ein unfinished business, das bringt einen immer wieder zusammen – weil es eben von oben so vorgesehen ist und weil es einen Vertrag, auf höchster Ebene abgeschlossen, gibt. Man kommt immer wieder zusammen, ist gesprächs- und kompromissbereit, weil man sich ja verändern will. Auch wenn es zwischendurch mal höchst anstrengend und schwierig ist. Auch wenn man manche Wegstrecken dabei für sich gehen muss. Doch bei jeder Wiederbegegnung merkt man den Fortschritt und fühlt die Heilung. Daran erkennt man, dass es sich um eine Dualseelen/Zwillingsflammenbeziehung handelt.

Eine der Hauptaufgaben durch das Auflösen der eigenen Schattenanteile ist ein Beitrag zu einer kollektiv friedlichen und liebevollen Energie. Die beiden sind die weibliche Stellvertreterin und der männliche Stellvertreter für das Kollektiv. Es kommt zu einer Art Lastenteilung, um kollektive Wunden zu heilen.

Wie ich bereits anmerkte – es handelt sich um ein Würdenamt mit einer sehr großen Verantwortung. Dieser muss man sich auch würdig und fähig erweisen. Das übersehen viele und glorifizieren und idealisieren diese Art von Beziehungen.

Ich halte entgegen: Sie sind eine große Herausforderung, oft mit vielen Entbehrungen, dunklen Nächten der Seele und viel Transformationsarbeit verbunden. Das muss man können. Das muss man auch wollen. Man ist ein Repräsentant des Kollektivs. Als sog. natural born healer hat man eine Sonderrolle, die man annehmen und ausfüllen muss. Es sind anstrengende Prozesse, weil man stellvertretend für das Kollektiv agiert und Heilungsarbeit tätigt. Dazu muss man sich die kollektiven Wunden, die übergroß sind und Jahrhunderte und Jahrtausende zurückgehen, ansehen. Dann wird einem die Bedeutung bewusst … und man drängt sich nicht mehr mit romantischen Ideen in etwas hinein, von dessen Dimension man gar keine Ahnung hat. Das geht solange, bis man die eigenen Aufgaben gelöst hat und tatsächlich in der Lage ist, eine lebbare Partnerschaft auf Augenhöhe umzusetzen. Ja – das kann auch viele Jahre dauern. Doch nie war die Zeit so derart gut für das Zukommen genau dieser Paare wie die Zeit zwischen 2018 und 2022. Bitte sich nicht exakt auf diesen Zeitraum festzulegen. Es geht um eine Orientierung, damit der kluge Verstand zufrieden ist und Ruhe gibt. Auch wenn genau er nichts in diesem Prozess verloren hat.

Kann einem das Würdenamt entzogen werden, wenn einer bockt?

Ja – das ist möglich und es geschieht. Wenn man partout nicht erkennen will, was für ein unglaubliches Geschenk diese Aufgabe ist, kann es einem auch wieder entzogen werden. Das kommt seit Herbst 2019 gehäuft vor. Dazu erhält der Verweigerer mehrere Hinweise von oben, sei es in Form von Existenzsorgen, Kündigungen, wirtschaftlichen Zusammenbrüchen, Krankheiten, Unfällen kleineren und größeren Umfangs, Streitereien, Gerichtsverfahren, Tod von nahen Angehörigen etc. Es sind Warnungen, denn man hat eine Aufgabe für das große Ganze. Wer sich besonders stur weigert und sich eben als nicht würdig erweist, dem wird das Würdenamt entzogen – doch nie ohne Vorwarnungen. Das ist keine Strafe und schon gar keine Rache der geistigen Welt. Es ist vielmehr die logische Konsequenz einer Amtsverweigerung. Dann eben nicht. Dann eben einen anderen Weg gehen.

Grundsätzlich gilt immer noch der freie Wille, ob sich jemand verändert und die Aufgabe annimmt. Man kann als PartnerIn NICHTS tun, um den anderen zur Veränderung zu bewegen. NICHTS. Wenn das Gegenüber nicht offen und bereit für Veränderung ist, dann ist das so. Wer sie/er das Geschenk nicht erkennt und nicht annimmt, dann ist das ebenfalls so.

So kann es sich ergeben, dass man ab einem bestimmten Zeitpunkt meilenweit voneinander entfernt ist. Wenn der Unterschied zu groß wird und man über die rote Ampel der Warnungen von oben achtlos drüberfährt, wird dem einen das Würdenamt entzogen und die geistige Welt sendet eine andere Dualseele, die die frei gewordene Stelle übernimmt. Es gibt eben nicht nur DIE eine Dualseele, sondern es gibt quer durch unsere Leben viele Dualseelen. Damit entmystifiziere ich etwas, das auch immer wieder verbreitet wird. Ja – wir haben mehrere Dualseelen und nicht nur eine.

2020 schließen sich unzählige Zyklen auch in Beziehungen ab. Das zu erkennen und anzuerkennen, fällt vielen, vor allem dem veränderungsUNwilligen Part, nicht leicht. Das mag hart klingen, doch es ist so. Das ist in zahlreichen Fällen bereits seit Ende 2019 die sogen. Beziehungsdynamik. Im Herbst 2020 hat sich Anzahl jener, die auf Plan C gehen, stark erhöht. Was immer uns das sagen will.

Ich betone nochmals, weil ich es als bedeutend wahrnehme:

Man kann durch Vorbild gewogen machen, doch man kann nicht zwingen und schon gar nicht in das Leben des Anderen eingreifen. Das verbietet jegliche ernstgemeinte und geachtete spirituelle Praxis. Auch wenn es noch so verlockend erscheinen mag.

Wer das tut und z.B. mit Zauber, Ritualen etc. arbeitet, lädt massiv Karma im Sinne des Gesetzes von Ursache und Wirkung auf sich. Eingreifen ist nicht. Punkt.
Wenn jemand eingreift, dann ist es die geistige Welt, wie bereits angeführt. Und wenn sie eingreift, sie tut es ja seit Herbst 2019 mittlerweile mit schöner Regelmäßigkeit, z.B. mit wirtschaftlichen Verlusten, mit Existenzkrisen, mit Krankheiten etc., dann tut sie es mittlerweile gründlich.

Diese Eingriffe sind gesamthaft zu lesen. Jeder hat eine Aufgabe zu erfüllen. Kneifen ist nicht. Wer doch versucht, auszusitzen, durchscheinend, wegschauen…der erhält mittlerweile Plan C präsentiert…den ganz großen Eingriff, damit es auch der Sturste kapiert…es ist die Zeit des ganz großen Wandels. JETZT! Auch das kann ich aus meiner Praxis berichten.

Wenn der Betroffene dann noch nicht hören will, dann bleibt er am Karmakarussell hängen. Selbst wenn manch einer den physischen Abgang als scheinbar letzte Fluchtoption wählt. Das kann man machen, doch man muss dafür die Verantwortung übernehmen. Die kann man sich jedoch nicht aussuchen. Die ist einem mitgegeben.

Die Entwicklung in die Zwillingsflamme geht nur über die Dualseele

Überspringen, abkürzen, alles willentlich in ein Leben stopfen … IST NICHT! Der Prozess muss von der geistigen Welt initiiert und orchestriert sein – und glauben Sie mir, er ist es. Doch lösen Sie sich immer wieder von den bekannten Beziehungs- und Rollenbildern. Die verhindern sehr viel in diesem Intensivprozess. Ist dieser Prozess von BEIDEN abgeschlossen, d.h. beide haben ihre jeweiligen Aufgaben gemeistert, dann erst kann sich die Zwillingsflamme daraus entwickeln.

Behalten Sie dabei immer im Blick – es geht um Energien und damit verbundenen Seelenaufgaben. Der Mensch ist das Vehikel (engl. vessel, conduit) dafür.

Wichtig ist auch, dass es keinen Automatismus in diesen Prozessen gibt, sprich die Dualseele ist nicht die Freifahrtkarte zur Zwillingsflamme. Nicht jede Dualseelenbeziehung ist dazu ausgelegt, weiterzugehen und konkret als Paarverbindung in einer gemeinsamen Realität gelebt zu werden. Das mag widersprüchlich sein, ist jedoch dem Dualseelenprozess innewohnend. Nicht jede Dualseelenbeziehung ist alltagstauglich – so sehr können wir uns das gar nicht wünschen. Oft ist diese Alltagstauglichkeit gar nicht vorgesehen.

Sollte jedoch der Andere auch in seiner Entwicklung abschließen, dann haben die beiden keine karmischen Aufgaben mehr zu lösen und ihre persönlichen Prozesse zum Großteil abgeschlossen.

Der nächste Schritt als Zwillingsflammenpaar ist möglich.

MÖGLICH – je nachdem was man sich qua Seelenplan vorgenommen hat. Was verbleibt, ist eine hohe Verbundenheit auf allen Ebenen des Seins mit einer hohen sexuellen Anziehung, die bei Menschen, die die Zwillingsflammenenergie leben, ausdrücklich nicht der körperlichen Befriedigung dient, sondern einem höheren Sinn. Hier kommt die Kundalinienergie ins Spiel, jene Energie mit der höchsten Schöpfungskraft. Das Paar ist im Regelfall gegengeschlechtlich. Es versteht sich ohne große Worte und hat noch vereinzelt eigene Themen zu lösen. Dies ist jedoch aufgrund der intensiven Vorarbeit das „Salz in der Suppe ihres Lebens“. Nichts muss sein. Vieles kann sein.

Als Gipfel der Entwicklung gibt es die Schmetterlingspaare. Sie haben den Gesamtprozess durchlaufen – in einem oder auch in mehreren Leben – und sind in einer Phase der besonderen persönlichen Vollkommenheit angelangt. Ihre Vereinigung ist komplette Harmonie.

Es geht bei all diesen Konzepte, die primär der menschlichen Orientierung im eigenen Sein dienen und die Illusion (die Maya, den Schleier) nehmen sollen, um das Leben selbst, um Wachstum, um Ordnung, ums Gehimmelt&Geerdet sein. Und – es geht IMMER um Energien und nicht um Inkarnationen.

Erwartungshaltung versus eigentlichem Sinn

Ich schrieb von den romantischen Wünschen nach Verschmelzung und ihren Hintergründen. Die Aufgaben der Dualseelen, Zwillingsseelen und Seelengefährten sind jedoch weitaus unromantischer. Man kann sich das auch nicht aussuchen, da viele von uns ihren eigenen Seelenvertrag, ihre Aufgaben, ihren Weg gar nicht kennen. Meist stolpert man über andere Menschen und versucht sie, konzeptiv-mental einzuordnen. Ein Weg dafür sind die Dualseelen, Zwillingsseelen etc. pp.

Wer sich auf die Suche nach einem der oben Angeführten begibt, hat den Sinn derselben nicht erfasst und läuft zielsicher am eigenen Leben vorbei.

It’s the energies, stupid …

Ich erlebe es immer wieder in meinen Beratungen, dass Menschen mit diesen Konzepten aufgeladen ins Gespräch kommen und ich einige Schlüsselfragen stelle, die sie mir beantworten. Auch Kolleginnen und Kollegen berichten mir Ähnliches.i Danach stellt sich sehr oft heraus, dass der Andere ein karmischer Seelengefährte ist, wobei gerade mit dem letztgenannten Begriff ziemlich schludrig umgegangen wird. Häufig sind es Lernpartner, die wir sowohl im Persönlichen als auch im Beruflichen haben können. Dann ist die Enttäuschung groß und der Lack ist ab. Bleib‘ ich doch lieber Single, höre ich dann immer wieder. Doch auch das ist nicht unbedingt der richtige Weg. Hören Sie auf Ihre Seele. Sie spricht leise, doch unaufhörlich dazu.

Ich will hier für Klarheit sorgen, weil die Konzepte so derart überfrachtet und erwartungsüberladen sind und bei vielen zu Enttäuschungen führen. Vor allem dann geschieht dies, wenn der Prozess schon lange andauert und kein Ende in Sicht scheint, oder einer einfach nicht mitwill und sich seines Amts und den damit verbundenen Aufgaben nicht bewusst ist.

Wer jedoch seine Dualseele findet, der darf sich auf einen heftigen Prozess einstellen. Wenn dieser Prozess nicht innerlich aufrüttelnd ist und das Leben in seinen Grundfesten erschüttert, glauben Sie mir – dann ist es keine Dualseele und es gibt schon gar keine Zwillingsflamme.
Es gibt mittlerweile eine Reihe von Beispielen, die diesen Prozess durchlebt haben – und er ist alles nur kein Zuckerschlecken.

Wissen dient der Einordnung, der Orientierung. Wissen schützt … vor allem vor überromantischen Vor-Stellungen, die zur Ent-Täuschung führen müssen. Dies gilt ganz besonders in Beziehungen und Partnerschaften.

Der Weg der Dualseelen und Zwillingsseelen

Ich will nochmals näher auf die Dualseelen- und Zwillingsflammenenergie eingehen, weil es sich um etwas Komplexes handelt, das sich unserem schlauen Verstand entzieht.

Wenn einander Menschen mit der Dualseelenenergie im Erdenleben begegnen, dass beginnt eine wechselvolle Geschichte. Die erste Anziehung ist enorm. Man kann gar nicht voneinander genug bekommen. Ich meine damit nicht nur körperlich, sondern als gesamtes Wesen. Nach dem ersten Hype tauchen dann die zu lösenden Themen auf. Nicht sanft, sondern mit einer ziemlichen Vehemenz. Es kommt oft zu Kontaktabbrüchen, zu Rückzügen – diese können auch gut und gerne einige Jahre dauern. Doch man weiß zumindest unbewusst – man kommt nicht voneinander los, bis man die zu lösenden Themen tatsächlich gelöst hat.

Die Rollen zwischen Einlasser und Gefühlsklärer, zwischen Jäger und Gejagtem, wechseln oft während des Prozesses. Nichts ist statisch. Nichts lässt sich vorhersagen – außer dass einen der andere in seine tiefsten Tiefen zwingt. Jede bekannte Zuordnung wird über den Haufen geworfen.
Ja – man kann versuchen, vor den eigenen Themen, die der andere zielsicher triggert, davon zu laufen. Man kommt ja auch durchaus ein Stück weit … um dann wieder zurückzugehen und oft erst nach dem x-ten Mal hinzusehen, was da eigentlich die Frage ist, die es zu klären gilt.

Der andere ist primär Spiegel von einem selbst. Er zeigt uns Energien in uns an, die geordnet gehören, damit wir an unseren wahren Kern gelangen können und wahrlich uns selbst sind.

Alles, was man am Anderen ablehnt, kritisiert, verändern will, mies macht … da schaue man besonders gut und genau hin. Es sind oft alte, sehr, sehr verborgene Muster, die das Gegenüber auslöst, anspricht (meistens gar nicht direkt und bewusst) und so im besten Sinn des Wortes in den Wunden wühlt. Es ist ja seine Aufgabe. Nichts da mit Liebe, Wonne, Waschtrog. Nichts mit überbordender Romantik. Den Prinz am weißen Pferd gibt es auch nicht.

Meistens geht im Prozess einer voran. Man kann nicht generell sagen, ob es die Frau oder der Mann ist. Das ist je nach Paar individuell. Man kann für das Meistern des Prozesses keine Betriebsanleitung geben, weil jeder Prozess individuell und vor allem einzigartig ist. Es ist pure Energiearbeit – immer zum Gemeinwohl.

Wenn man also meint, dass Kartenreadings und astrologische Deutungen allgemeiner Natur die Lösung bringen, dann sei man davor gewarnt. Sie können bestenfalls generelle und kollektiv wirksame Energiepotenziale anzeigen, die zur Verfügung stehen. Doch ob sie der Einzelne nutzt, um in die Gänge zu kommen, bleibt offen. Es gilt auch hier das Prinzip der freien Wahl.

Offen bleibt auch, wenn man als einer der beiden seine Hausaufgaben macht, ob der andere auch in die Gänge kommt. Wenn man ein „wenn-dann-Spiel“ spielt, dann kann man davon ausgehen, dass es nicht so kommt.

Es bleibt immer dem Einzelnen überlassen, ob er die Chancen, die dieser einzigartige Prozess bietet, nutzt und das Geschenk erkennt.

Der Andere, die Energien, die Sterne – sie machen gewogen, sie bieten Chancen an – doch sie zwingen nicht zum Handeln. Ich wiederhole dies gerne an dieser Stelle nochmals, weil die Versuchung unendlich groß ist, beim Anderen einzugreifen.

Auch zu hoffen, dass die geistige Welt beim Anderen eingreift, ist aus meiner Sicht zutiefst menschlich, doch spirituell unzulässig. Die geistige Welt greift dauernd ein. Wenn der Andere den Eingriff nicht für sich als erhebend und als erweiternd interpretiert, wenn er seine Aufgaben und sein Würdenamt nicht erkennt, dann nützen Türme, Räder des Schicksals, Wagen, Saturn, Pluto und Uranus – nur um wahllos einige der Veränderungsenergien zu nennen – NICHTS!

Das Ziel, das einzige Ziel des Dualseelenprozesses, ist, sich selbst so nahe wie möglich zu kommen, in sich aufzuräumen, sich zu ordnen, in sich ganz zu werden, das eigene Bewusstsein anzuheben und damit seinen Beitrag für das große Ganze zu leisten.

Es geht in diesem Prozess um die göttliche Rückverbindung, um das Gefühl von Nachhausekommen, um das Angenommensein durch das Göttliche. Es geht um eine göttliche Verbindung, die auch zwischen zwei Menschen gelebt werden kann.

Für die Zwillingsflammenenergie gilt weiter: Man kann sich nicht suchen, sondern man wird im göttlichen Timing gefunden, wenn man die eigene innere göttliche Rückverbindung gemeistert hat. Dafür gibt es keine Standards, keine Kontrollkriterien. Es ist ein gefühlter Zustand des bedingungslosen Angenommenseins. Zuerst muss dies innerlich geschehen, damit es danach als Projektion ins Außen treten kann und sich in einem anderen Menschen manifestiert.

Ich weiß, das mag auf den ersten Blick enttäuschend klingen und nichts mit der klischeehaften Romantik zu tun haben. Doch das ist aus meiner Erfahrung das Ziel des Dualprozesses.

In meiner Beratungspraxis erlebe ich solche Rückstufungsprozesse seit Herbst 2019 zum Teil in ganz dramatischer Weise. 2020 hat sich dieser Prozess kollektiv intensiviert. Wie geschrieben – das Gesetz von Ursache und Wirkung ist am Werken. Vertrauen Sie darauf. Die Spaßgesellschaft hat auch hier ausgedient. Wer ernsthaft ist, hat ausgezeichnete Chancen, voranzukommen.

Was geschieht, wenn der Platz neben mir, die ich meine Aufgaben gemeistert habe, frei wird?

Diese Frage erhalte ich auch immer wieder gestellt. Nach der Enttäuschung, dass der Andere nicht mitzieht, folgt sehr oft die Trennung. Die kann natürlich vorübergehend sein. Doch sehr oft ist sie für diese Inkarnation endgültig, weil die Deadline für die Bewältigung der Aufgabe durch den anderen Partnern überschritten wurde.

Der entwickelte Teil, der seine Aufgaben gemeistert hat, steht dann da und fragt sich, was nun? Die geistige Welt sorgt für den, der die Herausforderung angenommen, durchlaufen und gemeistert hat. Ja, es gibt eine Form von Belohnung. Wer dem Gemeinwohl dient, hat sich diese Belohnung auch redlich verdient. Wenn der eine säumige Part im Dualseelenprozess auf den karmischen Seelenpartner rückgestuft wird, dann gibt es seitens der geistigen Welt einen Alternativplan, der auch bereits auf Seelenebenen vereinbart wurde.

Sie schickt einen wahren Seelengefährten. Ja – das gibt es. Es geht um Energien und es geht um Würdenämter. Die Möglichkeit, dass zwei gereifte Menschen die Zwillingsflammenenergie dann hochhalten, die ist dann gegeben.

Damit ist klar: ja, es kann ein Wechsel stattfinden, wenn einer nicht mitspielt und sich gegen die Aufgabe stellt. Um Missverständnissen vorzubeugen – es ist eine Frage des Seelenplans. Bekanntermaßen wissen wir, dass alte Seelenpläne mittlerweile größtenteils erfüllt sind und neue Seelenpläne geschrieben werden. Warum also soll es nicht einen wahren Seelengefährten geben?!

Doch bitte – auch das ist kein Automatismus. Die Belohnung kommt, doch die Form ist der geistigen Welt überlassen.

Was tun, wenn der Partner doch noch die berühmte Kurve bekommt?

Ja, auch das kann sein und es geschieht auch, wenn der Partner, der voranging, dies auch zulässt. Sehr oft hingegen beobachte ich, dass der Vorangehende abblockt, ja fast aggressiv ist. Auf diversen Kanälen werden bewusste Rückzüge und Abbrüche regelrecht propagiert und forciert. Ich meine jedoch, dass die Türe für einen wahren Dualseelenpartner immer offen bleiben soll. Man kann auch zwischendurch auf den Nachfolgenden zugehen. Es gibt weder Denk- noch Kontaktverbote. Ja, es kann in bestimmten Phasen sinnvoll sein, sich vollkommen herauszunehmen und zurückzuziehen. Doch wenn der ehrliche Impuls da, auf den anderen zuzugehen, warum auch nicht?

In der persönlichen Begegnung sieht man rasch und fühlt es auch, ob der andere nachgezogen ist. Dann kann überprüfen, wie die Resonanz ist. Wenn sie da ist und man entscheidet, gemeinsam – auch nach Monaten und Jahren der Unterbrechung, die es ja so nicht gibt – weiter zu gehen. Man nimmt das sehr schnell wahr.

Die gegenseitige Wertschätzung zeigt sich. Man sieht einander frei und deutlich öfter. Die Gemeinsamkeiten zeigen sich. Der Nachziehende öffnet sich. Und – er ist wesentlich loyaler und auch treu – schlicht weil er um den Wert und die Bedeutung der Beziehung Bescheid weiß.

Es lohnt also, die Türe offen zu belassen und gemeinsam zu heilen.

Dazu muss der Vorangehende aus dem Kampf, dem Zorn, der Wut und den Machtspielen und Missbräuchen herausgehen und sich ein für alle Mal verabschieden. In Dualseelenprozessen geht es um Heilung. Machtkämpfe haben keinen Platz.

Es gibt also auch aufgrund der Zeitqualität, für den Nachziehenden die Chance, zu wachsen und tatsächlich nachzuziehen. Der Vorangehende muss jedoch auch die innere Türe dafür offen lassen. Frei von Erwartungen!

Ein gewagter Ausblick … was könnte der Rest von 2020 und dann 2021 bringen?

Wenn der Dualseelenprozess von beiden durchlaufen wird und in den Zwillingsflammenprozess übergeht – das kann, muss jedoch nicht der Fall sein – also, wenn der Übergang erfolgt, dann ist das große Ganze noch viel stärker im Zentrum des Prozesses. Übrigens können es, müssen jedoch nicht es nicht die gleichen Menschen sein, die die Zwillingsflammenenergie halten.

Die Schlüsselaufgabe lautet hier: Das Paar hebt gemeinsam die Energie des großen Ganzen an.

Auch das geht nicht immer friktionsfrei, doch es ist einfacher als im Dualseelenstadium. Ob man das in einem Leben schafft, ist offen.

Man muss bedenken, dass es sich um sehr heftige, anstrengende Prozesse handelt. Doch – und das ist das Schöne: noch nie war die Gelegenheit eben Dank der Energieanhebung und der gemeinsamen Bewusstseinserweiterung so groß wie in diesen Jahren, dass auch der Zwillingsflammenprozess lebbar ist … mit allem, was dazugehört. Ja – es gibt von Paaren, die die Partnerschaft konkret und physisch leben und die Zwillingsflammenenergie dabei halten.

Ja – es gibt auch einige wenige Schmetterlingspaare, die diese außergewöhnliche Partnerschaft real leben. Doch das soll nur Motivation sein, sich auf den eigenen Weg zu machen, zu fragen, was der eigene Beitrag zur Bewusstseinserweiterung des großen Ganzen ist. Darum geht es ausdrücklich – und nicht um die Realisierung romantischer Konzepte.

Es geht also um die erfüllte Göttliche Verbindung und deren Beitrag zur Energieanhebung im großen Ganzen. Keine Beziehung, kein Ziehen mehr. Keine Partnerschaft, kein Rechtsgeschäft mehr. Vielmehr – das Leben einer erfüllten Göttlichen Verbindung. Was für eine Aussicht …

Als Abschlussgedanke zu diesem für viele so wichtigen Thema…

Um die Beziehung anzuziehen, die man will … muss man bereit sein, sich von der Beziehung zu entfernen, die man nicht will. Alle Beziehungen kommen mit einer Lernaufgabe. Einige lehren, sich selbst zu ehren. Andere ermöglichen, anzuerkennen, dass man Besseres verdient.

Bei einigen geht es darum zu verstehen, dass man alleine tatsächlich glücklicher ist. Jede Beziehung ist die äußere Manifestation der Beziehung, die man zu sich selbst hat … So wie man lernt, sich selbst zu ehren. Wenn man wächst, um sich selbst zu respektieren. Und wie man sich tatsächlich anerkennt… Die eigenen Bedürfnisse – die eigene Wahrheit – die eigene Liebe.

2. Aktualisierung am 25.09.2020
Andrea Riemer
Außerordentl. Honorarprofessorin Dr.habil. Dr. Andrea Riemer, Ph.D
www.andrea-riemer.de


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Es gibt zu Energie, Dimensionen und Bewusstsein bzw. Bewusstseinsrevolution und den immer noch sich zeigenden Aufstiegssymptomen folgende Beiträge von Andrea Riemer :

Mit einer Bewusstseinsrevolution ins ‚Neue Normal‘? Einstieg wenn ja – wo bitte und wie? – finden Sie >>> HIER
Erkenne Dich selbst  – finden Sie >>> HIER 
Wo leben wir eigentlich – GPS für die neue Zeit – finden Sie >>> HIER
Bewusstseinsrevolution für den Alltag – finden Sie >>> HIER
Unbewusstsein und Bewusstsein – finden Sie >>> HIER 
Aufstiegssymptome- eingebildet oder real? – finden Sie >>> HIER
Auf ins Leben – mit der Bewusstseinsrevolution – finden Sie >>> HIER

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8 Kommentare

  1. Ganz großen, tiefempfundenen DANK für diesen wunderbaren Artikel. Als Mann kann ich fast alles genauso unterschreiben, wie es da erzählt, bzw. beschrieben wird. Ich fühle mich beglückt und innerlich erfreut all das gelesen, verstanden und größtenteils auch gelebt, erlebt zu haben. Ich freue mich auf das was noch kommt:-)

    • Lieber Robert, Danke für die zustimmenden Worte. Schön, dies von einem Mann zu lesen. Die männliche Seite ist doch ein bisschen dünner gesät, was das Durchlaufen des Dualseelenprozesses angeht. Es ist auch nicht einfach, den Sinn, nämlich die Überwindung der Dualität, zu erkennen und alltagstauglich bei aller Spiritualität zu leben.
      Ja – es kommt noch ein Beitrag zu diesem Thema – Anfang April.
      Ihnen meine besten Wünsche auf Ihrem Weg.

  2. Liebe Andrea,
    Tiefsten Dank aus ganzem Herzen für diesen wundervollen, ehrlichen und hilfreichen Artikel.
    Sie können sich bestimmt vorstellen, wie sehr es mir geholfen hat.
    Man verstrickt sich doch in die menschlich konditionierten, romantischen Selbsttäuschungen. Auch wenn ich immer wußte, eine “normale” Alltagsbeziehung ist hier nicht das Ziel des Prozesses. Es wäre gar dem höheren Sinn des Ganzen sehr abträglich in unserem Fall. Trotzdem fällt es schwer, das zeigt wie tief wir im Menschsein stecken.
    Aber nur so kann ich dann auch Mitgefühl und Verständnis fürs Menschsein entwickeln.
    Ich fühle mich von Ihnen verstanden und wieder zurecktgerückt. Danke dafür.

    Vor allem hat es mir geholfen, dass Sie das Ziel des Prozesses so klar umreißen. Rückverbindung mit sich selbst und der Quelle des Seins. Und das hatte ich schon angefangen, wurde aber doch abgelenkt durch zu starke Anziehung und Träumereien, die sie ja auch beschreiebn. Es folgte die absolute Distanz, dunkle Nacht der Seele und tödliche Schmerzen.
    Dafür war der neue Morgen, die Neugeburt umso schöner, wiel ich mich für mich selbst entschieden habe, mich selbst wiedergefunden habe. Und wir haben die Grenzen und die Form dieser Bindung klar umschreiben können, was uns hilft diese bemerkenswerte Liebe zu leben, daran zu wachsen, ohne eine typische Beziehung (in dem Fall bleibt es gewollt platonisch, obwohl es schwer ist) einzugehen. Wenn auch die Nachwehen zeitweise noch heftig sind.
    Aber ich fühle endlich wieder mich selbst und bin in der Balance zu mir und meinem höheren ich.

    Nochmals Danke für ihre Arbeit und
    Herzlichste Grüße
    Emma

    • Liebe Emma…. Ich denke mir geht es wie Ihnen… Endlich habe ich verstanden worum es geht..Plötzlich seiner Dualseele gegenüber zu stehen und zu diesem Zeitpunkt gar nicht zu wissen worum es eigentlich geht ist wie Achterbahn fahren. Dieses Achterbahn fahren dauert seit 2002 an. Obwohl wir beide noch immer verheiratet sind, aber nicht miteinander, ist unsere Liebe überwältigend, unser Zusammensein, (wenn auch nur 4-5mal im Jahr für einige Stunden) tiefste Vertrautheit, unbeschreibliche Glückseligkeit. Jeder von uns geht seinen Weg, arbeitet sich immer weiter voran, mit genau “dieser Unterstützung” dessen Aufgabe eine Dualseele hat… Uff…?..Und wir sind beide davon überzeugt das wir noch eine gemeinsame himmlische Zeit vor uns haben…. Alles liebe auch für dich… Liebe Emma… LG. HS

  3. Liebe Emma, Danke für Ihre offenen und ehrlichen Worte. In der Tat – es ist wohl einer der forderndsten Prozesse, die man sich als Mensch aussuchen kann. Viele umgehen diesen Weg und steigen aus. Ich freue mich für Sie, dass Sie mutig dran geblieben sind und durchmarschiert sind. Dem Leben entgegen zu gehen, ist aus meiner Sicht immer einfacher als wenn einem das Leben entgegenkommt. Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute und freue mich sehr, dass Sie mein Essay mit hilfreichen Informationen begleitet. Zum Abschluss: Das Wesen des Dualseelenprozesses ist die Überwindung der Dualität – eine Meisterübung. Herzliche Grüße und nochmals alles Gute auf Ihrem Weg.

  4. Liebe Andrea,

    ein außerordentlich wichtiges Thema, über das ich auch aktuell intensiv nachdenke.

    Ich bin mittlerweile jedoch an einem Punkt, an dem ich an Konstrukten wie “Dualseelen” zweifle, denn letztendlich sind wir doch alle einfach “nur” Seelen, die gemeinsam Vereinbarungen getroffen haben, um gemeinsam zu lernen. Verwenden wir solche Begrifflichkeiten wie Dualseelen oder Zwillingsflammen, so machen wir aus bestimmten Menschen “etwas Besonderes”, und dadurch vergessen wir, dass wir alle gleich wertvoll und einzigartig sind. Letztendlich ist es der Glaube an die “Besonderheit”, die uns daran hintert, das Göttliche und Vollkommene in Jedem zu sehen und höchste Liebe für jeden Menschen gleichermaßen zu investieren, nicht nur für diejenigen, die wir für die “besonderen Dualseelen…” halten.

    Das ändert nichts an der Dynamik, die sich ergibt, wenn zwei Seelen gemeinsam wachsen wollen und jeder Einzelne alles hineingibt, oder wenn in einer anderen Konstellation eben einer der beiden hoffnungslos die Mitarbeit verweigert, während der andere dadurch an die Grenzen seiner Entwicklungsmöglichkeiten stößt und eine Veränderung zwingend notwendig wird. In diesem Fall bleibt dem lernbereiten Partner nur, auf die höhere Weisheit des Kosmos zu vertrauen, dass sein Wunsch nach Wachstum nicht für den Rest seiner Inkarnation durch den lernunwilligen Partner blockiert wird.

    Herzlichst

    Martin

    • Lieber Martin,
      Danke für Ihren durchdachten Kommentar.
      Das Update entstand gerade deshalb, weil ich davon überzeugt bin, dass es sich um Konstrukte handelt und dass sich Wege auftun, die wir vor 1 Jahr noch nicht für möglich hielten. Konzepte können auch Gefängnisse werden, wenn man den eigentlichen Sinn nicht durchschaut.
      Es geht nie um den Menschen, sondern um die Energie, die es zu halten gilt. Gemeinsam, mit sich. Das ist für den menschlichen Verstand nicht ganz einfach zu durchdringen, doch es ist aus eigener Erfahrung möglich.
      Wenn wir uns von der romantischen Vorstellung lösen und uns auf die Ebene der Energie begeben, die noch dazu zum Wohle des Ganzen zu halten ist, dann erkennt man die Aufgabe, die dahinter steht. Nämlich schlicht – zu sich selbst zu finden. Ein großer Gedanke, gelassen geschrieben. Es ist ein Prozess, den man auch gemeinsam gehen kann.
      Wenn einer nicht will, kann man ihn nicht zwingen. Es ist immer ein Angebot des Lebens. Mit der freien Wahl.
      Ich meine, dass der lernbereite und lernfähige Teil in einen derartigen inneren Druck hat, weiter zu gehen, dass man den anderen, der blockt, irgendwann zurücklässt. Es gilt immer die freie Wahl. Doch was ich aus meinen Erfahrungen schreiben kann – der Weg lohnt – und das Leben hält für den, der seinen Weg entdeckt und konsequent geht – eine sehr, sehr schöne Belohnung bereit.
      In diesem Sinne nochmals herzlichen Dank für Ihre Gedanken.

      • Liebe Andrea,

        habe herzlichen Dank für diese Antwort. Ja, wir stimmen da beide mit unseren Erkenntnissen ganz überein.
        Am Ende gibt es noch einen weiteren wesentlichen Aspekt: Sich von der Seele, vom Göttlichen führen zu lassen! Besonders dann, wenn die menschliche Ebene keinen Weg (mehr) erkennt.

        Alles Liebe

        Martin

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