Bewusst-Sein Selbstheilung-Übungen

Wahre Liebe, Beziehung, Bewusstsein und das Ego

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Wahre Liebe, Beziehung und Bewusstsein – Unser Ego hat sein Liebe-Sein vergessen – Das Ego ist im vergessen gefangen

Machen wir uns bewusst: Das Grundgefühl unseres Ego ist der Mangel. Aus diesem Mangelgefühl resultiert das ganze Elend – letztendlich das gesamte Elend dieser Welt.
Das Gefühl von Mangel zieht Gefühle wie Leid und Schmerz, sich falsch verstanden und sich ungerecht behandelt fühlen nach sich. Das Grundgefühl von Mangel, das unser Ego hat, ist wahr – und zugleich ist es eine Illusion. Liebe ist nicht messbar! Diese Art des Verstehens beeinflusst unsere Beziehung, Partnerschaften, ja alle Beziehungen.

Unser Ego hat sein Liebe-Sein vergessen. Also mangelt es ihm an Liebe.

Dieser Zusammenhang ist absolut logisch und nachvollziehbar. Er ist jedoch auf der kognitiven Ebene nicht auflösbar. Und zu der Herzebene hat das Ego keinen Draht. Das Ego ist im vergessen gefangen. Und das einzige, was das Ego machen könnte, ist, sich zu öffnen und zusagen:

„Vielleicht gibt es noch etwas anderes. Vielleicht habe ich nicht Recht.“ Aber unser Ego will immer Recht haben.

Es ist für unser Ego aber Natur gegebener Weise nicht möglich, das Herzensfeld und die Liebe des Herzensfeldes zu spüren.

Das kann das Ego einfach nicht

Die Liebe unseres Herzensfeldes können wir nur mit unserem Herzen spüren. Damit kann unser Ego uns nicht aus dem Schlammassel, in dem wir feststecken, befreien. Wir können uns nicht Kraft unserer Gedanken oder mit Hilfe unseres Verstandes aus dem Sumpf, in dem wir feststecken, rausziehen. Da können wir forschen und entwickeln und untersuchen und erfinden so lange wir wollen.

Der Verstand und unser Denken können nicht unser Herzensfeld spüren. Und keine Technologie der Welt kann das Spüren unseres Herzensfeldes messen. Keine Technologie dieser Welt kann Liebe messen, einordnen, kategorisieren, clustern, katalogisieren oder als Datenmaterial bestimmen und verarbeiten. Verstand ist Verstand und Herz ist Herz. Und die Liebe ist nun mal im Herzen und für den Verstand nicht greifbar und nicht messbar.

Beziehung und wahre Liebe – Das einzige, was wir beobachten und messen können, das sind die Folgeerscheinungen von Liebe

Wir können beobachten, dass sich Menschen küssen, wenn sie sich lieben. Und wir können beobachten, dass sie sich häufiger küssen, wenn sie sich mehr oder inniger lieben. Wir können auch die Herzfrequenz und den Pulsschlag messen und das erregt sein oder weitere körperliche Reaktionen. Doch all dies sind mess- und erkennbare Folgeerscheinungen. Das Gefühl der echten Liebe ist nicht messbar.

Somit bleibt die Liebe ein Phänomen des Feinstofflichen, des Unbegreifbaren. Zugleich ist und bleibt eben genau diese Liebe die Grundsubstanz von allem, was ist. Die nicht sichtbare universale Liebe ist die Basiskomponente, der Ur-Baustoff jeder Form. Dies bedeutet: jede Form ist aus Formlosigkeit erschaffen. Somit ist jede Form eigentlich ein Nichts. Wunderbar paradox! Und schwierig zu begreifen, wenn es um unsere Liebesbeziehung geht.

Das Eigentliche, den Stoff bzw. die Substanz dahinter können wir mit unseren Sinnen, Messinstrumenten und Geräten nicht feststellen, sichtbar machen oder zum Vorschein bringen. Und Wahrnehmungen und Erfahrungen finden eben diesseits von Liebe statt, in der Welt der Formen. In der reinen Liebe selbst ist Erfahrungen machen nicht mehr möglich. 

Wie kann uns nun der Cou gelingen, aus unserem Ego-Schmerzkörper heraus zurück in die Liebe zu finden? Das Gefühl bzw. die Energie von Liebe ist einfach da. Woher sie kommt und auf welchen Wegen sie zu uns ins Leben geflogen kam, das weiß kein Mensch. Das Gefühl bzw. die Energie von Liebe ist plötzlich da – und oftmals völlig überraschend.

Das Gefühl des Mangels ist dagegen kein überraschendes Gefühl

Das Gefühl des Mangels ist uns sehr vertraut und ist uns ein treuer Freund und Begleiter. Und fast immer, wenn wir uns auf etwas Neues freuen, auf ein Geschenk, auf ein Erlebnis oder auf eine Begegnung, dann schwingt neben der Freude fast immer auch die Angst mit, dass vielleicht doch noch (wieder) das Schöne ausbleiben und der Mangel wieder siegen könnte. Das Gefühl von Mangel ist uns auf diese Weise zu unserer zweiten Natur geworden. Und dies, obwohl die wahre Liebe eigentlich unsere erste Natur sein sollte und in Wahrheit auch ist.Ist das der Grund warum wir von Partnerschaft zu Partnerschaft, von Beziehung zu Beziehung oder Affäre wechseln, immer in der Hoffnung, das nun der ideale dauerhafte Zustand eintreten würde? Wir lieben, doch was lieben wir hier in diesem Moment.

Aus dem Gefühl des Mangels heraus im Zusammenspiel mit dem Phänomen der fehlenden Verbindung zu unserem Herzen sind wir (ist unser Ego) immerzu und ständig auf der Suche nach etwas Schönem im Leben. Unser Herz weiß immer leicht was für uns schön ist. Doch da wir uns nicht mit unserem Herzen, sondern mit unserem Verstand identifizieren, wissen wir eben nicht, was für uns gut, schön, wahr, richtig, wohltuend und freudvoll ist. Unser Ego ist blind für die Bedürfnisse unseres Herzensfeldes und so stochern wir wie Blinde im Nebel herum.

Und dann entstehen in unserem Alltag aberwitzige Situationen. Wir sehen, wie unser Nachbar (oder ein Freund oder unser Partner oder wer auch immer) sich etwas gönnt und sich darüber freut. Dies kann ein neues Auto sein oder ein Boot, ein Haus, ein neues Fahrrad, ein schöner Garten, ein/e neuer Partner/in oder einfach nur ein leckeres Essen, ein Eis, ein neuer Mantel, eine Zigarette, ein Glas Wein, mal wieder Tanzen gehen oder ein schöner Urlaub. Und dann fängt das Gedankenkarussell unseres Ego auch schon gleich an zu drehen.
Und unser Ego überlegt:

„Wenn dem anderen das gut tut, dann würde mir das bestimmt auch gut tun.“

Unser Ego stellt also einen Bezug zu sich selbst her und vergleicht sich mit dem anderen.

Ganz extrem können wir dies bereits bei unseren Kindern beobachten

Da bekommt das eine Kind tolle Geschenke zum Geburtstag geschenkt und das andere Kind hat subjektiv das Gefühl, nicht überleben zu können, wenn es nicht auch jetzt sofort ein tolles Geschenk bekommt.
Und unser Ego treibt es sogar noch auf die Spitze: Da bekommt das eine Kind einen Trinkbecher mit Sternchen und das andere Kind bekommt, obwohl es gar nicht Geburtstag hat, auch einen Trinkbecher und sogar in der gleichen Farbe. Aber der zweite Trinkbecher hat Kuller (Kreise und nicht Sternchen). Und dann will das zweite Kind unbedingt auch den Becher mit Sternen haben, weil sonst die Welt unter geht.

Unser Ego findet also immer wieder wunderbare Möglichkeiten, sich in seinem Grundgefühl von Mangel zu aalen und zu suhlen und dabei die Gefühle von Leid, Schmerz und sich falsch verstanden fühlen immer wieder neu zu aktivieren. Eckhart Tolle hat den Begriff des sogenannten Schmerzkörpers geprägt, der nach immer neuer Nahrung sucht und sie auch findet.

Unser Ego findet immer und immer wieder neue Nahrung. Wir können das nicht verhindern. Das einzige, was wir tun können, ist, unseren Fokus auf unser Herz lenken und unserem Herzen bei seiner Nahrungssuche behilflich sein. Denn genährt wird immer diejenige Instanz (Ego oder Herz), wo wir gerade mit unserem Fokus sind. Wenn wir unseren Fokus lange genug und konsequent auf unserem Herzensfeld halten, dann verhungert unser Ego schlicht und einfach (oder konstruiert vorher noch einen riesigen Aufstand).

Wir brauchen, um unser Ego „verhungern zu lassen“, nichts weiter aktiv dafür zu tun. Es bekommt einfach keine Nahrung mehr, wenn wir unsere Aufmerksamkeit von ihm abwenden und unserem Herzensfeld zuwenden. Auf diese Weise ist es sehr leicht und absolut ohne Energieaufwand möglich, das Ego schrumpfen und die Liebe wachsen zu lassen. Es erfordert lediglich die Wachheit und Präsenz unseres freien Willens.

Wie gelingt es mir mit Leichtigkeit und Freude, mich mit meinem freien Willen stets für mein Herz zu entscheiden?
Was brauche ich dafür?Was braucht es dazu?

Und mein Herz wird mich sicher führen, lenken und leiten im Namen der Göttlichen Liebe. Und wenn mir nichts besseres einfällt, dann schaue ich einfach innerlich nach oben ins Licht …

Und was ist, wenn mich Versuchungen heimsuchen?

Wir alle kennen die Worte: Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen … 
Wie gelingt es mir mit Leichtigkeit und Freude, den irdischen Versuchungen zu widerstehen, sofern ich dies denn tatsächlich will (z.B. ständig Süßigkeiten naschen, übermäßig Alkohol trinken, rauchen, Sex zur Selbstbestätigung brauchen, Arbeiten müssen wie ein Workoholik etc.)?

Eigentlich ist das so einfach, wie es hier steht: Ich brauche lediglich meinen Fokus und meine Aufmerksamkeit stets und sicher auf mein Herzensfeld auszurichten, dann ist alles gut. Dann läuft und flutscht mein Leben ganz von allein. Dass dies für uns Menschen in unserem Alltag sich nicht immer ganz so einfach darstellt, wissen wir aus eigener Erfahrung.

Und dies ist auch erklärbar:

Da wir Menschen dingliche, feststoffliche, körperliche Wesen sind, haben wir eine Affinität zum Körperlichen. Gleiches zieht Gleiches an. Körper ziehen Körper an. Aus diesem Grunde haben Naschi, schicke Autos, schöne Schuhe, elegante Mäntel, Schmuck und alle Dinge dieser Welt eine solch hohe und magische, ja magnetische Anziehungskraft auf uns. Hier ist die Schöpfung sehr geschickt gestrickt und wirklich raffiniert konstruiert. Und selbst wenn wir um diese Zusammenhänge wissen und erkennen, können wir sie nicht allein kognitiv auflösen. Unsere Gefühle, Instinkte und Triebe sind stärker.

Das Feinstoffliche in uns ist einfach leiser, stiller, unwahrnehmbarer, versteckter, unerkennbarer, heimlicher, unsichtbarer. Liebe ist nicht messbar. Wie wollen wir uns kognitiv auf etwas fokussieren, was nicht da ist?!? Wie wollen wir uns kognitiv auf etwas fokussieren, was nicht sichtbar ist?!?  –  Das geht nicht! Das können wir nicht  –  zumindest nicht einfach so aus dem Stehgreif heraus.

Aus unserem Ego heraus können wir unmöglich das Feinstoffliche (die universale, reine, göttliche Liebe) fokussieren. Wir würden zwar in die richtige Richtung gucken, aber wir würden schlicht und einfach nichts erkennen. Das einzige, was unser Ego sehen, erkennen und wahrnehmen kann, das ich die formgebundene Liebe. Die Ego-Liebe ist für das Ego erkennbar.

Diese Liebe ist Liebe, die in eine Form gebracht wurde

Hierzu gehören Höflichkeitsfloskeln wie bitte und danke sowie alle Anstands- und Benimmregeln und auch Moralvorstellungen und Vorschriften/Ansichten über gutes Benehmen und sozial angemessenes Verhalten. Und natürlich auch alle Ausdrucksformen wie kuscheln, sich umarmen und Liebe machen. Die Ego-Liebe zeichnet sich darüber hinaus aus durch gegenseitige Unfreiheit, Abhängigkeit, Besitzdenken in Beziehungen und den anderen brauchen.

Die universale wahre Liebe, reine, göttliche Liebe ist formlos. Diese Liebe ist in ihrer Essenz das Feld des reinen Potenzials. Sie ist reines Bewusstsein und sie ist (ursprünglich) das Feinstoffliche (aus dem dann später auch Feststoffliches hervorgegangen ist). Doch wir Menschen als körperliche, feststoffliche Wesen, können diese feinstoffliche Dimension nicht sehen, wahrnehmen, erkennen oder fühlen. Wir können es nicht – zumindest nicht mit unserem Ego, nicht mit unserem Verstand, nicht mit Hilfe unseres Denkens. Liebe ist nicht messbar!

Wenn wir als Mensch die wahre, formlose wahre Liebe sehen wollen, so können wir sie nur mit unserem Herzen sehen. Doch hierfür müssen wir selbst in unser eigenes Herzensfeld eintreten, um dann aus unserem eigenen Herzensfeld heraus hinüber zur wahren Liebe schauen zu können. Und dabei bemerken wir sogleich: es gibt gar kein hier und dort. Sondern wir selbst sind, indem wir in unser eigenes Herzensfeld eingestiegen sind, in das Feld der universalen Liebe eingetaucht. Denn es gibt nur dieses eine Feld der allumfassenden Liebe.

Folglich ist es unmöglich, die  wahre Liebe irgendwo dort draußen  zu sehen, zu erkennen oder zu betrachten. Ich kann sie nirgendwo dort im Außen sehen, weil ich sie selbst bin. Ich kann sie also weder mit meinem Ego noch mit meinem Herzen anglotzen, wie die Tiere in einem Zoo. Das einzige, was möglich ist, ist, die unsichtbare wahre Liebe warm in mir selbst zu fühlen.

Ich kann ihr schwingen in mir spüren. Doch dieses Schwingen hat eigentlich keinen Namen, es schwingt einfach. Und dann kann ich wissen (auf Herzensfeldebene), dass dieses Schwingen diese göttliche Liebe sein muss, auch wenn ich sie nicht sehen, nicht hören, nicht schmecken, nicht fühlen, nicht riechen und nicht tasten kann.

Vielen (den meisten) Menschen genügt dieses „Nichts der wahren Liebe“ nicht als Erfahrung. Es ist zu unspektakulär, zu wenig spannend, zu viel nichts, zu unsichtbar und zu unbedeutend – und deshalb uninteressant.

Unser Ego findet Formen interessanter

Wollen wir in der wahren Liebe dauerhaft verbleiben, müssen wir im Herzensfeld bleiben, unser Ego hält so viel Nichts einfach nicht aus. Und hierfür müssen wir unseren Fokus dauerhaft jenseits all unserer konkreten Vorstellungen und Ziele im Nichts halten und dem Jetzt, dem Augenblick vertrauen.

Wollen wir hier tatsächlich nun selbst die Zügel in die Hand nehmen und das Bitten und Betteln verbunden mit einem erneuten enttäuscht werden hinter uns lassen, so müssen wir uns noch einmal etwas genauer mit den Versuchungen dieses Lebens, mit den Versuchungen der dinglichen Welt beschäftigen. Wir nehmen daher jetzt das Wort Versuchung etwas genauer unter die Lupe und sezieren es.

Womöglich ist in dem Wort eine geheime Botschaft enthalten. Vielleicht ist in diesem Wort eine verschlüsselte Nachricht versteckt. Und mit etwas Glück finden wir eine Schatzkarte und das macht uns dann sehr, sehr reich. Das wäre doch wundervoll. Also los …

  • Versuchung
  • Versuch
  • Suchen

Wer sucht dort eigentlich?

Klar, es kann nur jemand nach etwas suchen, der noch nicht hat. Wer hat? Wer ist vollständig? Wer ist vollkommen und zufrieden (in Frieden)? Natürlich unser Herz. Die wahre Liebe. –  Und wer sucht? Das Ego? Das Ego ist auf seiner Reise tatsächlich zum ewigen Suchen verdammt (eigentlich ganz schön schrecklich).

Ständig und immerzu sucht unser Ego nach möglichen Lösungen, um Glücksgefühle zu erleben (und zugleich seinen Schmerzkörper zu nähren). Und unsere Geschäftswelt nutzt dies (aus) und stellt tausend Spiele, Angebote und Unterhaltungsmöglichkeiten zur Verfügung – lauter Versuchungen. Und unser Ego versucht dann und probiert aus und versucht erneut und probiert erneut aus, was Glück bereitet.

Doch ganz gleich was es ist, ob es die Zigarette ist, der Alkohol, die Achterbahnfahrt, die neue Hose, die bunte Bluse, das schöne Geschenk, das neue Spielzeug, das schnelle Motorrad, das schicke Haus, der tolle Urlaub, die schnittige Segeljacht, der neue Toaster, der geniale Kaffeeautomat, guter Sex, der großartige Theater- oder Kinobesuch, neue Beziehungen…  –  was es auch sei, es ist alles nicht von langer Dauer. Und schon nach kurzer Zeit lechzt unser Ego wieder nach einem neuen Reiz, nach der Befriedigung eines neuen Wunsches, nach noch mehr Action oder noch ausgefalleneren Überraschungen.

Alles, alle Formen sind sehr kurzlebig und vergänglich

Und wo finden wir Beständigkeit, dauerhaften Frieden, lang andauerndes Glück, in einer Beziehung und wahre Liebe? Gibt es überhaupt lang andauerndes Glück? Oder ist es die Natur des Glücks, flüchtig zu sein?

Auf der Suche nach dem glücklichsten Glück, der tollsten Beziehung, dem attraktivsten Partner verfallen wir tausend und eins Versuchungen. Wir rutschen von einer Versuchung zur nächsten. Wir schlittern von einem Versuch zum anderen. Unser Leben besteht aus einer schier endlosen Aneinanderreihung von Versuchen, von Suchen und von Versuchungen. Und immerzu und ständig glauben wir, dass das, was der andere hat, auch uns selbst glücklich machen könnte.

Es ist schier eine Jagd nach dem Glück. Und ganz besonders stresst uns, dass wir ständig denken, der andere ist glücklicher als wir. Der andere war mit seiner Suche erfolgreicher als wir. Der andere hat das Glück schon gefunden. Der andere hat sein Glück mit seiner Errungenschaft endlich erreicht. Und folglich wollen wir auch das Gleiche haben wie der andere …

Doch dies ist ein Irrtum…

Es ist ein Irrtum, anzunehmen oder zu glauben, dass irgendjemand mit irgendetwas schon glücklich und zufrieden sei. Dies ist ein fundamentaler Trugschluss. Keiner ist wahrlich glücklich und zufrieden. Und die Menschen, die es tatsächlich sind, die wirst Du nicht erkennen (weil Du entsprechend dem Resonanzgesetz eine Resonanz zu den unzufriedenen Menschen hast – genau so wie Du es bist).

Spielen wir ein bisschen mit den Worten herum, so entdecken wir beispielsweise, dass Kaufen und Verkaufen zwei entgegengesetzte Pole beschreiben. Das eine ist das Kaufen, das etwas in Besitz nehmen oder das sich etwas aneignen oder das etwas in das eigene Eigentum übergehen lassen. Verkaufen hingegen ist das Gegenteil, also des Weggeben, das Loswerden, das Umtauschen von etwas in Geld. Es ist das etwas zu Geld machen, die Auflösung des Besitzanspruchs, die Auflösung des Eigentums. Im weitesten Sinne wäre Kaufen Geboren werden und Verkaufen wäre Streben.

In einer freien Übertragung dieser Zusammenhänge wäre Suchen dann das Suchen und Ver-Suchen wäre dann das Gegenteil von Suchen, sprich nicht mehr suchen oder Finden oder Frieden.
Suchen als das ständig auf der Suche sein und das Gegenteil wäre dann das Ankommen, das nicht mehr ständig unterwegs sein müssen.

Auf die Spitze getrieben können wir erkennen, dass die tausend Versuchungen uns schließlich das Tor zum Finden, das Tor zu uns selbst öffnen. Wir suchen und folgen den Versuchungen solange, bis wir ihrer überdrüssig geworden sind und bei uns selbst einkehren. Die Versuchungen markieren also unsere Wegpunkte auf unserer Reise zu uns selbst, indem wir eines Tages erkennen, dass uns letztendlich keine der Versuchungen ein wahrhaftiges Erfülltsein bieten konnte.

Umgangssprachlich sprechen wir von Versuch und Irrtum

Versuch ist hier das Ausprobieren, das Experimentieren, das Testen, das Abchecken. Ich versuche es mal … Ich probiere es mal aus … Und so laufen wir unser ganzes Leben lang herum und probieren tausend Dinge aus, wie wir glücklich werden könnten. Und die gesamte Wirtschaft und Geschäftswelt führt uns allgegenwärtig und ständig immer und immer wieder in Versuchung vom Bonscher über das Eis und den Fernsehfilm bis hin zu Luxusgütern und Urlauben. Wir Menschen haben das Führe uns nicht in Versuchung … selbst ausgehebelt und tun es selbst andauernd und ständig ohne Unterlass. Es scheint als würden wir das kaufen mehr lieben, die Suche nach dem materiellen mehr schätzen als eine innige Beziehung und wahre Liebe.

Und das Außen und die damit verbundene Sehnsucht wird uns immer in Versuchung führen. Der einzige Weg, den Versuchungen zu entgehen (oder zu widerstehen), ist, den Fokus und die Aufmerksamkeit vom Außen abzuziehen und auf das Innen zu lenken. Nehme ich die tausend Angebote im Außen mit meinen Sinnen wahr, so kann mein Ego nicht anders, als das Bedürfnis zu entwickeln, sie haben zu wollen. Mein Ego ist nach außen orientiert und will haben, was es zu kriegen gibt. Retten kann ich mich nur, wenn ich meine Aufmerksamkeit von meinem Ego und von den Außenreizen abziehe und nach innen auf mein Herzensfeld lenke.

Und es ist tatsächlich so:

Eigentlich brauche ich wirklich nur meinen Fokus und meine Aufmerksamkeit stets und sicher auf mein Herzensfeld ausrichten, dann ist alles gut. Dann läuft und flutscht mein Leben ganz von allein. Es wirkt nun allerdings wie eine große Anstrengung, den Fokus vom Außen abzuziehen und auf das Innen zu lenken. Der Fokus gleitet mir allzu leicht wieder ab. Wahre Liebe ist nicht messbar!

Hier gibt es einen Trick und der ist, dass Du einmal ganz ernsthaft mit Deinem freien Willen sprichst, was der denn eigentlich will. Denn solange Dein freier Wille immer zwischen Ego und Herz, zwischen Außen und Innen hin und her switcht, solange wirst Du keinen Frieden finden. Und wir als Regierung in unserem Körper-Geist-Seele-System können jetzt, hier und heute erkennen, dass da eine Grundsatzentscheidung zu treffen ist. Und die treffen wir jetzt…

Ich als Ego … 

Ich als Ego erkenne jetzt, hier und heute, dass es mir nicht gelungen ist, mein System ins Glück zu führen. Und ich erkenne und ich erkenne jetzt, hier und heute an, dass ich als Ego dieses Körper-Geist-Seele-System auch in Zukunft niemals werde ins wahre Glück führen können. 

Ich erkenne an, dass ich selbst die Blockade bin. 

Ich erkenne an, dass ich gemacht und getan und gedacht und gewollt habe und dass ich mit all meinem Machen und Tun und Denken und Wollen immer nur weiter die Blockade verstärkt und aufrecht erhalten habe … 

Das ist sehr bitter und sehr frustrierend, dies jetzt, hier und heute mir selbst gegenüber einzugestehen, vor mir selbst als wahr zu befinden und zu dieser furchtbaren Erkenntnis zu stehen. Denn ich habe es tatsächlich immer nur gut gemeint. Ich wollte immer nur das Beste für das System. Und doch, und dennoch habe ich alles vermasselt … 

Dies ist bitter…
Dieses Eingeständnis ist hart…
Diese Erkenntnis wiegt schwer… 

Und ich muss anerkennen und ich erkenne, dass ich auch mit dieser Erkenntnis nichts anders oder besser tun oder machen könnte oder kann … Ich muss mir meine eigene Unfähigkeit eingestehen und ich stehe mir jetzt, hier und heute meine eigene Unfähigkeit tatsächlich ein … 

Und ich ziehe jetzt, hier und heute die für mich daraus notwendiger Weise folgerichtigen Konsequenzen … 

Ich höre auf …
Ich höre auf, hier den Obermacker, den Superhelden und den Wichtigtuer zu spielen …
Ich höre damit echt und tatsächlich jetzt, hier und heute auf …!
Ich nehme meinen Hut …
und ich trete ab …
Ja, ich, Ego, trete ab …
Ich gestehe mir meine Unfähigkeit in der System-Führungskompetenz ein …
und ich trete ab …

Und zum Wohle des Systems mache ich den Weg frei für einen Regierungswechsel …
Zum Wohle des Systems trete ich zurück und überlasse alle weiteren Aufgaben und Regierungsangelegenheiten …
bereitwillig dem Herzensfeld …

und ich atme einmal bewusst tief ein…       und aus…
und ein…                                                   und aus…

Ja, diese Entscheidung ist richtig …
und diese Entscheidung ist dran …
und ich, Ego, stehe zu dieser Entscheidung …
auch wenn mich diese Entscheidung selbst traurig macht, kränkt, für mich selbst unglücklich macht (weil ich es nicht geschafft habe, weil es mir nicht gelungen ist), auch wenn ich vor mit selbst das Gefühl habe, versagt zu haben …
ich weiß, diese Entscheidung ist jetzt dran und sie ist richtig …
und ich stehe voll und ganz hinter dieser, meiner Entscheidung
und ich werde mit ihr klar kommen und ich komme mit ihr klar

Es ist richtig so …
Ich bin zurück getreten …
und das Herzensfeld führt Dich nun …
es führt Dich nun sicher auf Deinem Weg …
Dein Herzensfeld führt Dich sicher ins Licht …
Dein Herzensfeld führt Dich sicher in  wahre Liebe ins Licht …

und wenn ich darf, dann komme ich gerne mit …
ich weiß nicht, wo ich sonst hingehen soll …
ich komme gerne mit …
still, leise, demütig, und gerne dienend (wenn es gewünscht und passend ist) …
ich verhalte mich unauffällig …
versprochen …
ich weiß jetzt, wo mein Platz ist …
weiter hinten …
und den nehme ich ein …
und bin damit zufrieden …
ja, ich bin mit meinem hinteren Platz zufrieden …

ich lasse Dein Herzensfeld tun …
ich gebe mich hin und vertraue Deinem Herzensfeld vollkommen …
mir ist es nicht gelungen, Dich glücklich zu machen …
Deinem Herzensfeld wird es gelingen, das weiß ich sicher …
ich wollte es so gerne auch schaffen …
aber es ist mir einfach nicht gelungen …
das sehe ich jetzt …
das erkenne ich jetzt …
ja, das erkenne ich jetzt an …
und ich habe heute, hier und jetzt die notwendigen Konsequenzen gezogen und bin zurück getreten …

von mir kommen keine Vorschläge mehr …
keine Ablenkungsmanöver mehr …
keine Versuche mehr …
ich habe alles versucht und bin gescheitert …
ich bin kläglich gescheitert …
Dein Herz braucht nichts versuchen, es weiß schon alles …
es weiß alles sicher …
in und mit Deinem Herzensfeld bist Du sicher aufgehoben …
eine Sicherheit, die ich Dir immer geben wollte, wirklich gerne geben wollte, und es nie geschafft habe …
ich konnte Dir nur Scheinsicherheiten bieten …

jetzt bist Du frei …
frei in der wahren Liebe …
und frei in wahrer Sicherheit …
frei und der Sicherheit Gottes/des Universums/des Lebens …
ich erkenne dies an …
und ich nehme es an …

ich danke, dass ich es versuchen durfte …
danke, für die Chance, die ich hatte …
ich konnte es nicht …
nein, ich konnte es nicht …
und es ist sinnlos, weitere Versuche unternehmen und weitere Anstrengungen anstellen zu wollen …
es wird mir niemals gelingen …
es gibt eben nur ein Herz und das ist das Herzensfeld …
nur das kennt den richtigen Weg …
nur das weiß um alles …

Ich erkenne, dass ich nichts weiß …
dies ist bitter und hart …
weil ich immer und die ganze Zeit dachte, ich wüsste alles …
doch ich habe mich selbst belogen und getäuscht..
ich weiß nichts …
und ich kenne den Weg nicht …

schau Du nun auf das Navi Deines Herzens …
es wird Dich sicher führen, lenken und leiten …
das ist für mich ok …
und ich fahre mit auf der Rückbank oder im Kofferraum ganz leise und still …
denn ich kenne den Weg nicht …
dennoch möchte ich auch mit ins Licht …
ja, auch ich möchte heimkehren in die wahre Liebe …
aber kenne den Weg nicht …
und ich finde den Weg alleine nicht …
und deswegen verhalte ich mich ganz stille …
ich möchte nur bitte, bitte mitfahren dürfen …
bitte…

und ich atme bewusst einmal ganz tief ein …       und aus …
und noch einmal ein …                                       und aus …

und ICH vergebe Dir, mein Ego …
ich vergebe Dir …
Ja, Du darfst mitkommen und mitreisen …
wir setzen unseren Weg gemeinsam fort mit neuer Rollenaufteilung …
danke, dass Du den Weg frei gemacht hast, sodass ICH nun frei und sicher auf mein Herz lauschen kann und darf …
ICH danke Dir dafür …
und ich würdige Deine Tat, ich würdige Deine Entscheidung und ich würdige Deinen Rücktritt …
Danke, dass Du den Weg frei gemacht hast …
Danke …
Ich erkenne Deinen Schmerz und mein Mitgefühl und meine  wahre Liebe sind mit Dir …
und ich erkenne eine tiefe Einsicht und Weisheit, die Dich zu dieser Entscheidung getrieben hat …
danke, dass Du Dich Deiner inneren Weisheit geöffnet hast …
denn in dieser Weisheit sind wir alle miteinander verbunden …
und so fühle ich mich Dir in  wahrer Liebe verbunden …
und ja, Du darfst gerne mitfahren, mitkommen und mitreisen. 

Vor uns liegt nun ein neuer Weg …
ein heller, leuchtender, strahlender Weg …
der Weg der wahren Liebe …
Ich freue mich, mit Dir und mit allen Menschen zusammen nun diesen neuen Weg zu beschreiten …
Es ist der Weg der Liebe, der Weg unseres Herzens, der Weg allen Lebens und der Weg unseres SEINS …

Es ist der Weg der Schöpfungsgeschichte, auf den wir nun gemeinsam wieder einbiegen …
Lange Zeiten hatten wir ihn verloren …
lange Zeiten waren wir von ihm abgekommen …
lange Zeiten hatten wir nach ihm gesucht …
und jetzt haben wir ihn wieder gefunden …
und das ist wunderbar …

Es ist der Weg des Friedens …
Jetzt kann es Frieden werden auf Erden und überall …
Jetzt kann es Frieden werden auf Erden und im Über-All …
Großes geschieht nun im Namen der Göttlichen Liebe …
Die wahre Liebe dehnt sich aus bis in die Ewigkeit …
Und das Ewige Leben ist Wirklichkeit … 

Mein Freier Wille ist es in mein Herzensfeld einzukehren …
in meinem Herzensfeld zu Hause zu sein …
aus meinem Herzensfeld heraus zu leben …
dies ist mein freier Wille und mein freier Wille geschehe JETZT.

Mit dem Herzen durch die Galaxis …
Vielleicht ein schöner Titel für ein neues tolles Buch …
aber wir werden selbst die Akteure dieses Buches sein und die Geschichte leben …
Ja, wir leben Geschichte …
Ja, hier und heute und jetzt schreiben wir Geschichte …
Dies ist wunderbar …

Frieden …
Freude …
Liebe …
Licht …

Stille …
Ewigkeit …

SEIN …

Amen.

29.01.2019
Björn Geitmann
http://datgeitman.de/lichtschule

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Bücher von Björn Geitmann:
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