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Lieben lernen – Wie Nähe gelingt!

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Wir denken häufig, dass Liebe entweder da ist oder nicht und dass es mit dem Partner zusammenhängt, ob ich Liebe empfinde. Da müsste ich doch nur den richtigen Partner finden, dann wäre alles gut, dann würde alles fließen und ich könnte mich in Hingabe verschenken.
Leider ist das ein Trugschluss und führt uns immer wieder in die gleichen Situationen. Das Einzige, was sich verändert, sind die Darsteller. Du darfst dich für Liebe öffnen!

Was ist Liebe?

Liebe entsteht und fließt, wenn wir unser Herz öffnen. Wenn unser Herz offen ist, spielt es weniger eine Rolle, wem wir uns gegenüber sehen. Vielmehr dürfen wir erkennen, dass wir mit allem verbunden sind und dass Liebe ein Grundgefühl dieser Verbindung ist. Wir können Liebe empfinden für alles, was ist.

Die Liebe verstärkt sich und weitet sich aus. Das ist ein Gefühl der Fülle, des Überfließens und des Glücks. Du läufst durch die Straße, siehst oder besser fühlst auf einmal die Menschen, die um dich herum sind, spürst die Natur und nimmst dich in diesem Strom des Lebens als eine vibrierende, lebendige, sich verströmende Energie war. Du bist Liebe und du fließt über.

Wenn du auf diese Weise in deinem Leben bist, erlebst du in Beziehung Nähe, Glück und Lebendigkeit. Uns allen sind in unserem Alltag vielen Herausforderungen und Aufgaben gestellt. Das macht es schwierig, den Partner und die Welt durch ein offenes liebendes Herz zu sehen und in einem dauerhaft weiten Zustand zu bleiben.

Außerdem kennen wir alle die schwierigen Situationen im Leben, in denen du Frust, Streit und Konflikte erzeugst. Wir fallen aus diesem weiten Feld der Liebe heraus. Wir können unsere Liebesfähigkeit bewusst stärken und uns mit ein paar kleinen Schritten immer wieder der Liebe und dem Wohlwollen füreinander öffnen. Im Folgenden möchte ich den Mut zur Wahrheit als Brücke aufzeigen, die uns über unsere Egos hin zur Liebe führt.

Zeige dich in deiner ganzen Wahrheit

Verbindung und Nähe entsteht da, wo es Verbindungspunkte gibt. Wir können uns verstecken, uns schützen vor unserem Gegenüber, oder wir zeigen uns mit dem, was tatsächlich in uns ist. Durch das Teilen deiner aktuellen Gefühle und Prozesse schaffst du einen Verbindungspunkt, über den du die Hand zu deinem Gegenüber ausstreckst und die Tür öffnest für einen wirklichen Kontakt.

Es braucht drei Schritte:

  1. Innehalten
  2. Innenschau
  3. Herzenstalk

1. Innehalten

Das Innehalten fällt uns allen schwer, weil wir häufig in unseren Gedanken feststecken. Die Gedanken sind ein Strom, der uns mitreißen und uns weg von uns tragen kann. Wir gehen den Gedanken nach und verlaufen uns in ganzen Geschichten, die wir in uns kreieren. Dabei verlieren wir den Kontakt zu uns selbst.

Halte inne! Hebe deinen Blick und registriere, wo du bist. Schau dich um und nimm wahr. Öffne deine Sinne wieder. Komm zurück in das Jetzt. Du kannst nicht in Kontakt sein, wenn du keinen Zugang zu dir hast und dich von deinen Gedanken wegtragen lässt. Um in Kontakt sein zu können, musst du anwesend in deinem Körper sein. Probiere es direkt jetzt. Hebe deine Augen und schau dich um in diesem Moment. Tritt heraus aus dem Sog und beobachte. Alles ist schon da. Du kannst dein Herz öffnen in jedem Augenblick, auch gerade jetzt.

Wenn du gerade mit einem Menschen zusammen bist, haltet gemeinsam inne, Setzt euch gegenüber. Schaut euch in die Augen und folgt nicht mehr euren Gedanken, sondern schau. Schau hin zu der Person, schau ihr in die Augen und lasse den Blick sinken. Sei neugierig und fühle hin. Du kannst diesen Menschen hinter der Form erkennen. Da scheint durch das Auge das Wesen, der Kern dieser Person hervor.

2. Innenschau

Im zweiten Schritt fühle in dich hinein. Spüre, was sich in deinem Körper tut. Vielleicht ist da eine Spannung, vielleicht ein mulmiges Gefühl, vielleicht ein Knoten in der Magengegend. Interessiere dich für dich, aber deute nicht, sondern forsche weiter. Wie fühlt sich das an, was ich da fühle?

Wenn du einen Kloß im Hals fühlst, fühle hin. Vielleicht nimmst du ein beengendes Gefühl wahr. Das löst in dir Widerstand aus. Du spürst womöglich Erschöpfung, immer gegen diesen Widerstand angehen zu müssen. In dieser Erschöpfung entsteht eine Traurigkeit und du fühlst, dass du dich so anstrengst und gleichzeitig Angst hast, dich zu zeigen. Auf diese Weise kannst du in die Tiefe gehen, kannst dich immer tiefer erforschen. Wie fühlt sich das an, was ich da fühle?

Wir sehnen uns danach, gesehen zu werden und haben oft Angst uns selbst anzuschauen. Wenn du aber bereit bist, in deinen Körper zu fühlen und dich dem zu öffnen, was sich dort verbirgt, wird dein Herz wieder weit. Es kann sein, dass sich da nicht nur Leichtes und Schönes zeigt. Der Blick nach innen öffnet aber auch die ganze Schale deiner Gefühle, in der auch Freude und Liebe frei werden. Öffne dein Herz und schau hin, was sich da zeigen möchte. So öffnest du dich der Liebe, der Liebe für dich, für deinen Partner und für die Welt um dich herum.

3. Herzenstalk

Wenn du mit einem Menschen zusammen bist, sprich aus dieser Innenschau heraus. Nehmt euch Zeit. Jeder hat zehn Minuten um aus seinem Herzen zu berichten. Teile dich mit und zeige dein Herz. Suche dabei nicht nach möglichen Gedanken. Lass den Raum in dir entstehen, indem etwas aus einer Tiefe aufsteigt. Die Gedanken sind nur schon fertige Strukturen in deinem Kopf, die sich nur immer und immer wiederholen.

Lasse diese hinter dir und fühle, wie etwas in deinem Innersten hochkommt. Aus einem neuen Ort steigt eine neue Wahrheit auf. Du kannst spüren, wie es sich in deinem Körper formt und sich langsam verdichtet. Das ist nichts Schwieriges, nichts Mystisches. Du nimmst einfach Kontakt mit dir auf. Ein ganz natürlicher Vorgang. Du kannst es spüren, wenn du dich dem leeren Raum in dir öffnest. Du erzählst nicht etwas aus deinem Gedächtnis, sondern wartest, bis sich ein neuer Gedanke formt. Sprich einen Satz aus und gib wieder Raum. Lasse zehn Sekunden verstreichen und fühle wieder hin, bis der nächste Satz sich in dir formt.

Liebesfähig bist du, wenn du dich in deiner ganzen Wahrheit selbst anschauen und dich so einem Menschen zeigen kannst. Du fühlst dich in der Welt und sagst ja zu dir und deinen Gefühlen. Das braucht viel Mut, aber es lohnt sich.

Du darfst lieben, denn du bist Liebe!!!

23.01.2020
Angelika Kunjan & Henry Friesen
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Unser Schwerpunkt liegt auf Liebe und Präsenz, um so das Weibliche mit dem Männlichen zu versöhnen. Weibliches Selbstverständnis das ausgeglichen mit männlicher Kraft fließen will. So ist es uns ein Anliegen, für Männer und Frauen einen Raum zu schaffen, in dem sie einander liebevoll und wertschätzend begegnen können – heilsames Verbinden, das in der Tiefe berührt, öffnet und erblühen lässt. 
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