Weihnachten – Sinn stiftende Aspekte

Weihnachten – Sinn stiftende Aspekte

Von Thorwald Dethlefsen

Das ist der Sieg des Lichts über die Dunkelheit.
Die Dunkelkräfte schwinden in dieser EinWEIHungsNACHT.
Uns interessiert weniger das geschichtliche Ereignis, als der Mythos, der die eigentliche Nahrung der Seele ist.
Die bedeutsamste Zeit in unserem Jahreslauf sind die 13 Weihenächte, die Raunächte.

Schauen wir die kosmische Konstellation an, so fällt auf, dass am tiefsten Punkt bei 0° Steinbock das Licht geboren wird. Dann ist am östlichen Punkt (Aszendenten) das Zeichen Jungfrau zu sehen.

Wenn wir die Lichtgeburt auf unsere Innenwelt übertragen,

so wird die Wiedergeburt im Geiste erfolgen, wenn die Außenwelt abgeödet wird (Devastatio). Dies bedeutet, dass es nicht mehr um das Habenwollen geht; das Äußere ist reizlos und schal geworden, bietet keine Verlockung mehr.
Nun sind wir bereit, den eigenen Schatten tief drinnen anzuschauen. So kommt das Licht in die Dunkelheit.
Der mythologische Ort für dieses Geschehen ist Bethlehem (Haus des Brotes / der Körper).

Dort finden wir Maria (mare-Wasser; mater-Mutter; materia-Materie)
Mare – Wasser-Blauer Mantel, passiv, empfänglich
Materie – äußerlich sichtbar – Maria ist zu sehen, das Licht in ihr nicht – es muss erst befreit werden
Mondgöttin Maria – Mondsichel, Seele
Jungfräulichkeit unbefleckt sein = Symbol für die Zeitlosigkeit
Der Himmel ist immer frisch, immer jungfräulich

Wo eine Spur ist, ist dies das Zeichen für Vergangenes , doch das wirkliche Leben ist immer jungfräulich, ist immer Gegenwart.
Eine Spur loszulassen, bedeutet, weg vom ICH zu gehen….

Meister Eckhart sagt:

Der Vater spricht das Wort in die Seele, und wenn der Sohn geboren ist, wird jede Seele Maria.
und
Maria ist gesegnet; nicht, weil sie Christus leiblich trug, sondern weil sie ihn geistig gebar – und hierin vermag ein jeder, ihr gleich zu werden.

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Josef ist der, der hinzufügen soll. Er ist Zimmermann, der Formenbauer, der Repräsentant des Geistprinzips, das wir Gott nennen (Weltenbauer). Er gibt einen Hinweis auf das Holz – das Holz des Baumes der Erkenntnis.

Christuskind – das göttliche Prinzip – der wahre Funke in uns:

das Urlicht, der Logos, der letzte Kern im Menschen.
Christus ist ein Titel!
Alle Jahre wieder will dieses Urlicht, dieser Geistkeim geboren werden. Das geschieht im Stall, in einer Höhle – dem Ort der Einweihung.

Hier in der Höhle finden wir 4 Naturreiche:
Felsen – Mineralreich
Futter und Heu – Pflanzenreich
Ochs und Esel – Tierreich
Maria und Josef – Menschenreich

Der Stall ist verfallen, im Gegensatz zur Herberge, die klare abschirmende Wände hat. Eine Seele, die sich jedoch noch abschirmt und sich hinter die vier Wände verkriecht, ist nicht offen; hier kommt nichts rein. Damit etwas in die Seele hinein kann, muss erst etwas zerbrechen: die alten Formen.

Der Mensch muss erst ins Chaos kommen, um neue Strukturen erreichen zu können.

Der Stall ist also der Gegensatz zur Herberge, die überfüllt ist.
Die drei Wirte verteidigen die Herberge. Sie repräsentieren drei Seelen- funktionen im unerlösten Sinne: denken, fühlen, wollen
Die drei Heiligen Könige sind Weise, Priester, Magiere, Astrologen – sie sind Heiden, nicht Juden;
die Hirten sind Juden, einfache Bauern.

Könige und Hirten vertreten die Hauptesmenschen und die Herzensmenschen.
Die drei Könige sind Lenkende, die sich behaupten und folglich als Zeichen eine Krone tragen, die sie durch ihre Bewusstseinsarbeit erworben haben. (Kether=Krone; 7. Chakra=tausendblättriger Lotus)
Die Kronen sind nach oben geöffnet und sie werden bei der Anbetung des Christuskindes nicht abgenommen. Die Hirten jedoch nehmen ihre Mützen bzw. Hüte ab.
Die Könige sind naturfern, aber sternennah.
Sie bringen Geschenke: Weihrauch, Gold und Myrrhe (erlöste seelische Bereiche: denken, fühlen, wollen; Körper, Seele, Geist)
Die Hirten sind hütende Menschen, nicht lenkende; sie sind einfältig, unbewusst, aber naturverbunden – erdnah, aber sternenfern.
Sie schenken Lebenskräfte: Milch, Wolle, Früchte, ein Lämmlein.

Die drei Könige werden von einem Stern geführt.

Der Stern vermag nur die geistig Erwachten zu führen. Er kann nur den bewussten Menschen ein Zeichen geben.
Den Hirten erscheint ein Engel, der ihnen auch ein Zeichen gibt: Kind, Windeln Krippe – also konkrete Symbole. Sie kamen, um zu sehen, was dort geschehen ist.

Die drei Könige wandern über 13 Weihenächte bis zum Dreikönigstag. Dies ist auch der Weg der Hirten zu den Königen: vom unbewussten bis zum bewussten Bereich:
Es ist der Weg von Jesus, dem Menschen, zu Christos, dem Gott.

Der „Stern von Bethlehem“ ist die Konjunktion von Jupiter und Saturn.

Die drei Heiligen Könige schauen nach dem Stern. Manchmal können sie ihn sehen, manchmal nicht. Sie ringen um die Erkenntnis des Zeichens – und kurz vor dem Ziel verlieren sie den Stern. Sie fragen die Hirten – die Verstandesmenschen kommen zu den Herzensmenschen.
So führt der Hauptesweg bis kurz vor das Ziel, doch dann braucht es die unbewussten, instinktiven Herzenskräfte.
Wenn sie sich vereinigen, kann WEIHNACHTEN werden.

Körper
Josef und die drei Hirten 4 insgesamt – Zahl der Materie

Seele
Maria (BLAU)und die drei Wirte (unerlöst denken, fühlen, wollen(BUNT)) und die drei Könige (erlöst denken, fühlen, wollen (ROT, BLAU, GELB )
7 insgesamt – Zahl der Seele

Geist
Kind und Herodes (Falscher König mit oben geschlossener Krone (SCHWARZ) und der Engel (geläutert – WEISS)
3 insgesamt – Zahl des göttlichen Dreiecks Insgesamt 14 Figuren = theosophisch addiert 1 + 4 = 5 – die Christus-Zahl, die Zahl des Logos

So wird Weihnachten wieder mit Inhalt gefüllt. So ist es die Wiedergeburt im Geiste.
Dieses Licht zu finden, ist die Aufgabe jedes Menschen!

Mit freundlicher Genehmigung:
Ersterscheinung: FLIEGE / Lebens|t|räume Magazin Ausgabe Dezember 2019

24.12.2019
Thorwald Dethlefsen


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