Wer oder was sind wir? – Körper oder Geist?

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Spiritualität und Sexualität-paar-umschlungen-danceWer oder was sind wir? – Körper oder Geist?

Und bestimmt unser Trieb über unseren Geist?
Oder gebietet unser Geist über unseren Trieb?

Wir sind Körper, Geist und Seele …“ heißt es.

In der „spirituellen Szene“ lernen/erfahren wir auf unserem „Weg des Erwachens“, dass wir NICHT Körper sind, sondern GEIST. Wir dürfen uns in unserem SEIN erkennen – in unserer Essenz. Diese Essenz ist NICHT die FORM, für die wir uns halten und mit der wir uns identifizieren, sondern diese Essenz ist ENERGIE – Bewusstseinsenergie.

WIR SIND ENERGIE.

Wir sind wahrnehmendes Bewusstsein. Wir sind ein Aspekt von Gott. Oder sogar: Wir SIND Gott, der sich durch unsere Inkarnation/Verkörperlichung als ein individualisierter Aspekt seines Göttlichseins erfährt/wahrnimmt/fühlt.

Wenn wir uns nun in der uns innewohnende Göttlichkeit erkennen, anerkennen und wahrnehmen beziehungsweise wenn wir uns als GEIST erkennen, anerkennen und verstehen, wo bleibt dann unser Körper? Und hat unser Körper überhaupt einen Einfluss auf uns als Geist?

Nein und Ja …

Denn es verhält sich so (und dies ist „nur“ meine ganz persönliche Wahrheit/Sicht der Dinge, von der sich jeder nehmen kann/darf, was er/sie mag) …

Als Geist „schweben wir ÜBER den Dingen“.

Als Geist stehen wir ÜBER dem Weltlichen und über all den Sorgen, Nöten und Problemen unseres Alltags. Und dies ist ja auch gut so. Doch es gibt da einen Aspekt – einen ganz bestimmten – da stehen wir eben NICHT drüber, und das ist unsere Sexualität. Diese Sexualität ist an unseren Körper gebunden beziehungsweise mit unserem Körper verkoppelt. Und sie äußert/zeigt sich in Form von Triebimpulsen.

Tiere leben ihre Sexualität/ihre Triebimpulse während der Brunftzeit oder während der Paarungszeit. Sie denken da nicht weiter drüber nach, sie machen es einfach. Tiere folgen blind und ohne sich dessen bewusst zu sein ihrem Trieb/Instinkt. Und die Natur regelt das Ganze auf ihre Weise.

Bei uns Menschen ist dies ein wenig anders.

Wir denken. Wir denken nach. Und wir haben ein Bewusstsein. Und es gibt auch keine Paarungszeit – sondern das halbe Leben von der Pubertät bis zur Midlife-Crises – also bummelig von 15 bis 45 – ist Paarungszeit.

Während dieser Zeit gibt es keinen „Feierabend“ und keine „Auszeit“. Wir sind 30 Jahre lang „paarungswillig“ und „ON“. – Was für ein Stress …

Und nun passiert folgendes …

Wir sind zwar GEIST, doch unserem KÖRPER wohnt unser Sexualtrieb inne und dieser Trieb ist genauso animalisch und ursprünglich wir bei den Tieren. Der Unterschied zu den Tieren ist lediglich, dass wir uns mit diesem Trieb bewusst wahrnehmen und eine gute Lösung zur Befriedigung dieser Instinkt gesteuerten Triebimpulse finden müssen.

WIR – das heißt unser Ego (als irdisches Ausführungsorgan unseres Geistes) – MÜSSEN angemessene Lösungen finden. Und angemessen sind Lösungen, die sozial verträglich sind.

Wenn wir unserem Trieb folgen und andere Menschen „einfach benutzen“, so haben wir ziemlich schnell ein Problem. Wir verhalten uns übergriffig. Wir übertreten die Grenzen der anderen.

Dieses Problem haben die Tiere nicht, denn im Reich der Tiere passen kein Gericht und keine Polizei auf, „was Tier so macht“. Wir Menschen sind also aufgerufen, gute und geeignete Lösungen für unseren Trieb zu finden.

Und diese Lösungen müssen zum einen unserem inneren, körperlichen, animalischen, instinkthaften Triebimpuls gerecht werden, wie auch dem anderen mit seinen/ihren Bedürfnissen.

Darüber hinaus muss unser Sexualverhalten in Einklang mit den Werten und Normen der Gesellschaft, des Kollektiv, der Kultur sein, in der wir leben. Wir sind also beim leben/ausleben unseres Sexualtriebes NICHT FREI, sondern begrenzt – ja, wir müssen höllisch aufpassen. Und das Thema Verhütung spielt natürlich dann auch noch eine bedeutsame Rolle …

Der Sexualtrieb ist nun eine sehr starke, kraftvolle Energie,

die erst einmal gezügelt werden muss. Ja, wir können sogar sagen, unsere Sexualenergie ist eine der STÄRKSTEN ENERGIEN, mit denen wir es in unserem Leben zu tun haben. Das, was wir lieben, wollen wir unbedingt tun/machen beziehungsweise der/den, wen wir lieben, den/die wollen wir unbedingt „haben“.

Hier können wir also bereits erkennen, dass wir LIEBE auf zweierlei Arten und Weise ausleben können: Wir können jemanden lieben – oder ETWAS. JEMAND ist beispielsweise ein anderer Mensch (oder wir selbst). Und „ETWAS“ bezieht sich auf eine Tätigkeit, die wir leidenschaftlich gerne verrichten/ausüben, oder auf eine Sache, ein Ding, einen Gegenstand, ein Objekt, was wir toll finden und gerne besitzen möchten.

Entscheidend ist, dass, wenn wir den Menschen oder das Objekt nicht HABEN/BESITZEN können oder wenn wir die Tätigkeit, die wir lieben, nicht ausüben können, so sind wir tot unglücklich und schrecklich traurig – und manche Menschen „machen sich dann weg“, sie dissoziieren und wirken Zeit ihres Lebens irgendwie abwesend und gar nicht so richtig präsent.

Die Grundsatzfrage in Bezug auf TRIEB/Sexualität und GEIST ist nun: WER hat in uns DIE MACHT inne? Unser Trieb/Sexualtrieb? Oder unser GEIST?

WER BESTIMMT ÜBER WEN?

Bestimmt unser Körper/unser Trieb über unseren Geist?
Oder bestimmt unser Geist über unseren Trieb?
WER hält WEN im Zaume?

Wer hat die Macht über wen?
Und da ALLES, was IN UNS IST, im AUSSEN ein Pendant findet, spiegelt uns die Menschheitsgeschichte mit all ihren Machtkämpfen GENAU DIESE GRUNDSATZFRAGE wider.

WER BESTIMMT ÜBER WEN?
Bestimmt unser TRIEB ÜBER unseren Geist?
Oder haben wir als GEIST uns ÜBER unseren Trieb erhoben und gebieten ihm Einhalt?

Viele Menschen – insbesondere fromme Gläubige und Kirchendiener, aber natürlich auch viele andere Menschen – haben es wirklich redlich versucht und sich bemüht und bemüht, sich mit der Kraft ihres Geistes ÜBER ihren Trieb zu erheben.

Doch sehr vielen ist es eben leider NICHT gelungen.

Und dann hat der Trieb letztendlich DOCH gewonnen

und spielt sein triebhaftes Spiel im Dunkeln, im Schattenreich – und dann oftmals auf schauerliche und unmenschliche Art und Weise.

Jeder kann/mag/darf einmal selbst für sich schauen, wer in sich selbst der Bestimmer ist: Trieb oder Geist? Und es bringt nichts, die wundervolle, spirituelle Erkenntnis zu haben, dass wir GEIST SIND, wenn wir nun mal einen Körper haben, der TRIEB IST.

Wir KÖNNEN unser Geistsein eben NICHT losgelöst von unserem Körper leben. Da können wir noch so spirituell sein – unser Körper mit seinem Treib und seinem Grundbedürfnis nach Sexualität wird immer wieder die Befriedigung dieses Triebimpulses einfordern.

Für das Ausleben/Erleben unseres Sexualtriebs BRAUCHEN wir dabei in der Regeln einen anderen Menschen. Da können wir nun noch so viel daherreden, dass wir als GEIST nur unsere Selbstliebe zu leben bräuchten, um glücklich und zufrieden zu sein.

Selbst wenn wir auf geistiger Ebene rundum glücklich und zufrieden sind,

so bleibt auf der körperlichen Ebene unser angeborener Triebimpuls nun mal einfach weiterhin bestehen.

Natürlich könn(t)en wir uns so weit vom Körperlich-Weltlichen entfernen, dass wir unseren Körper kaum mehr spüren und nur noch schweben und Geist sind, doch dies ist sicherlich nicht für alle Menschen der optimale Weg.

An dieser Stelle geht es einfach einmal darum, zu erkennen, wo die Machtkonflikte dieser Welt ihren Ursprung haben (könnten) – nämlich in uns selbst.

Die alles entscheidende Frage ist: WER BESTIMMT ÜBER WEN?

Bestimmt unser Körper über unseren Geist? Oder bestimmt unser Geist über unseren Körper? Wer hat die Hosen an? Wer hat die Machtposition inne? Wer gebietet, was geschieht? Und jeder Mensch findet für sich eine andere Antwort, die für ihn ganz individuell befriedigend ist.

Es macht keinen Sinn, den Trieb oder den Geist verabschieden oder loswerden zu wollen. TRIEB und GEIST machen ja beide Sinn. Beide haben ihr Gutes. Beides hilft uns, ein kreativer, fantasievoller, erfüllter Mensch zu sein. Doch wir tun gut daran, BEWUSST zu handeln …

Unser TRIEBIMPULS ist zu einem bewussten Handeln NICHT in der Lage. Trieb ist Trieb. Trieb ist unbewusstes Handeln. Trieb ist total körperbezogen und hat die Folgen/Konsequenzen für den anderen NICHT im Blick. Trieb ist in seiner Ursprungsenergie animalisch, ursprünglich und absolut rücksichtslos.

Und bei Menschen, die ihre Triebimpulse versteckt im Schattenreich,

im Verborgenen ausleben, können wir dieses rücksichtslose, „unmenschliche“ Verhalten teilweise sogar in extremen Formen beobachten.

Sinnvoll ist es also, die natürlichen Triebimpulse unseres Körpers mit der Kraft unseres Geistes bewusst in angemessene, geordnete und sozial verträgliche Bahnen zu lenken.

Ein „NEIN“ zum Trieb oder ein blockierendes, ablehnendes, zurückweisendes Verhalten gegenüber unserer Sexualität wären unnatürlich und sinnlos.

Selbst mit enormen Kraftanstrengungen wird es uns Menschen NICHT gelingen, die natürlichen Triebimpulse zu unterdrücken, auszuschalten oder zu unterbinden. Sie werden sich so oder so Bahn brechen und ihren Weg ins Leben finden. Ein enthaltsames oder asketisches Verhalten ist ab einem bestimmten Punkt widernatürlich und geht über kurz oder lang nach hinten los.

Viel sinnvoller ist es, sich wie in der modernen Kampfeskunst zu versuchen (z.B. Aikido) und die auf uns einstürzenden Kraft-/Energie-Impulse aufzunehmen und bewusst, geschickt, besonnen und überlegen umzulenken und in sinnvolle Bahnen zu lenken.

Dieser „geschickte Kämpfer“,

der sich auf die Kampfeskunst der Energieumlenkung auf das Beste versteht, ist unser Solarplexus-Chakra – unser innerer, friedvoller Krieger.

Unser Solarplexus-Chakra spiegelt auf der energetischen Ebene diejenige Ebene unseres Geistes wider, mit der wir uns die auf uns einwirkenden Kräfte zu Nutze machen können. Und wenn da mit aller Macht ein Triebimpuls der LIEBE auf uns einwirkt, dann sind wir aufgefordert, hiermit „etwas“ zu machen/etwas zu tun – am besten das Bestmögliche …

Diese Impulse der Liebe können wir nun auf vielerlei Arten und Weisen zum Ausdruck bringen – wenn wir uns unseres „HÖHEREN GEISTES“ bewusst bemächtigen. Die rein körperliche Liebe ist ja nur eine Variante, wie wir LIEBESIMPULSE zum Ausdruck bringen können. Es gibt unendlich viele weitere Möglichkeiten …

Insbesondere der Bereich KUNST & KULTUR eröffnet uns ein riesiges Spektrum an Ausdrucksformen. Und auch der Bereich „Kommunikation und Soziales“ bieten so einiges. Letztendlich können wir uns aber auch als Architekt verwirklichen, als Erfinder, Artist, Künstler, Sportler, Ingenieur, Gärtner oder Handwerker.

Immer, wenn wir MIT LIEBE BEI DER SACHE SIND

oder wenn wir EINE SACHE AUS GANZEM HERZEN TUN, leben wir unsere Triebimpulse auf eine weltlich angepasste geistvolle, kreative Art und Weise.

Einige Menschen werden dieses Phänomen kennen, dass, wenn sie in einem Vorhaben/Projekt schier mit Leib und Seele eintauchen/verschwinden, dann ist der Partner und dann ist die körperliche Sexualität gerade mal nicht ganz so wichtig.

Dies hat nichts mit Kompensation zu tun, sondern mit Erfüllung (natürlich KANN es auch hierbei Menschen geben, die sich dann „nur noch“ in solchen Projekten verwirklichen und damit der körperlichen, zwischenmenschlichen Nähe bewusst/unbewusst ausweichen).

Wesentlich ist, die IMPULSE DER LIEBE mit der Kraft

unseres „HÖHEREN GEISTES“ in angemessene Bahnen zu lenken, die für uns selbst wie auch für die Gesellschaft eine Bereicherung und wertvolle Geschenke darstellen.

Auf diese Weise lösen wir mit der Kraft unseres „HÖHEREN Geistes“ die konkurrierenden Impulse von TRIEB und GEIST auf. Indem wir uns unseren „HÖHEREN GEISTES“ bedienen, lösen wir auch die Machtstrukturen in uns selbst auf – und damit in dieser Welt. Auf diese Weise haben ALLE gut davon und es entsteht ein wunderschönes neues GROSSES GANZES IN LIEBE.

21.04.2020
In Liebe Dein/Euer
Björn Geitmann
www.datgeitman.de/lichtschule

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