Weshalb es sinnvoll ist, sich aktiv von seinen Blockaden zu lösen

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Blockade-wuerfel-buchstaben-familyWeshalb es sinnvoll ist, sich aktiv von seinen Blockaden zu lösen

Zwei hilfreiche Übungen, die dich dabei unterstützen: Wusstest du, dass es in der „spirituellen Szene“ zwei Lager gibt? Also mindestens meine ich. Da gibt es die „ältere Generation“, das sind oft intolerante Verfechter des „ich-allein-habe-die-Wahrheit-mit-Löffeln-gefressen-und-man-darf-nicht-an-sich-und-seinen-Fähigkeiten-arbeiten-weil-alles-von-allein-passieren-muss“.

Und dann gibt es da noch die „Jungen Wilden“, die sagen: „Hey – warum warten, wenn ich die Dinge selbst anpacken und verändern kann? Immerhin bin ich der Gestalter meiner Realität. Und ich will bei mir ankommen, weil ich weiß, dass ich ganz schön was drauf hab!“Ich persönlich zähle mich ja zu letzteren. Ich bin ein Macher. Und ich mache. Ich warte nicht mehr darauf, dass die Zeit alle Wunden heilt, sondern mache mich selbst an die Arbeit. Das ist ein fortwährender Prozess, weil besonders Blockaden und Glaubenssätze gerne wiederkommen – in etwas anderer Aufmachung zwar, aber es steckt der gleiche Kern dahinter.

Die negativen Auswirkungen von Glaubenssätzen und Blockaden

Wusstest du, dass Blockaden wirklich schei** sind? Ich mein, diese wirklich fiesen miesen Blockaden können einem wirklich das ganze Leben versauen. Ich weiß, wovon ich spreche.  Mit Lebensqualität hatte das nichts mehr zu tun. Und ich spreche hier gar nicht von Depressionen oder Zweifeln oder sowas. Ich meine die echte, tiefsitzende, unkontrollierbare Wut. Ich bin für Nichts und Wiedernichts unter die Decke gegangen wie ein HB-Männchen (falls du das noch kennst). Ich bin total ausgerastet, weil da so viel Wut in mir war. So ein abgrundtiefer Zorn.

Ich wusste nur nicht auf was. Meine Tochter (3!) hat mich dann natürlich regelmäßig getriggert. Meinen ganz persönlichen Höhepunkt habe ich  erlebt, als sie mich so wütend gemacht hat, dass ich vor lauter Hilflosigkeit in meiner Wut vor ihr rumgehüpft bin wie ein Rumpelstilzchen. Ganz im Ernst. Genau so. Ich hab meine Wut rausgehüpft. Ich war total überfordert. Und ich wusste nicht, was ich noch machen sollte. Das wirklich schlimme an der Sache war, dass irgendein total nichtiger Auslöser mich derart auf die Palme gebracht hat. Und ganz ehrlich? Das war dann wirklich kein Zustand mehr.

Was EINE Ursache für Blockaden sein kann

Man sagt ja immer, dass eine Schwangerschaft und das Kinderkriegen das Leben verändert. Ist ja auch logisch.
In meinem Fall (und vielleicht erkennst du dich wieder?) war es noch ein bisschen heftiger, denn die intensiven Gefühle zu meiner Sophia waren der Schlaghammer, der die Mauer mehr und mehr zum Einsturz brachte.

Das, was ich bisher erfolgreich hatte unterdrücken können (und zwar wirklich komplett) brach sich plötzlich Bahn und führte zu dieser unkontrollierbaren Wut – mein (Noch-)Mann und meine Tochter waren das Ventil, ausgelöst hatte die Wut in Wirklichkeit mein Vater, und zwar durch jahrelangen sexuellen Missbrauch, der im Alter von etwa 3 Jahren (oder früher) begann. Mit 4 Jahren hatte ich gelernt, dass Weinen absolut nichts bringen würde, weil er mich nur trösten und in Sicherheit wiegen würde, um danach doch seinen Willen gegen mich durchzusetzen, sobald ich mich beruhigt hatte. SO habe ich dann gelernt, meine Gefühle zu unterdrücken (und ja, da war dann auch ne Menge Wut, Angst und Verzweiflung dabei). Zusammen mit den Gefühlen habe ich dann auch Erinnerungen UND meine Fähigkeiten unterdrückt. Ich habe dieses unfassbare Schreckensgebilde so gut weggepackt, dass nicht mal mehr vage Erinnerungen da waren – und das über 25 Jahre lang.

Was dir in einem solchen Fall helfen kann und wie sich dein Leben verändert, sobald sich die Blockaden lösen

WICHTIG: Wenn du jetzt das Gefühl hast, dass dir da etwas bekannt vorkommt, such dir umgehend einen vertrauenswürdigen Therapeuten, um GEMEINSAM die Erlebnisse aufzuarbeiten. Flashbacks können ganz schön tückisch sein. Angst kann einen regelrecht lähmen – und es ist für dich wichtig, dass dir jemand da durch hilft.

So schrecklich der Auslöser gewesen sein mag – so unglaublich lohnenswert ist das Ergebnis. Denn ja, ich bin bei mir angekommen. So wirklich und richtig und voll und ganz. Ich habe Zugang zu meinen übersinnlichen Fähigkeiten erhalten und bin heute praktizierendes Medium. Ist das nicht erstaunlich? Ich bin selbstbewusst, weiß wer ich bin, kenne meine früheren Leben (naja, zumindest 8 davon) und mich kann so leicht nichts mehr erschüttern. Ich habe übrigens sogar meinen Frieden gefunden, indem ich meinem Vater auf seelischer Ebene verziehen habe. Ich weiß, dass ich ihm erlaubt habe, diese Tätererfahrung zu machen, und das ist für mich in Ordnung (und nicht, dass du mich falsch verstehst: Er soll ja nicht wagen, mir während der Inkarnation noch einmal unter die Augen zu kommen). Seit ich mir meiner Gaben bewusst bin, hat sich mein Leben vollkommen verändert. Dinge, die vorher ungewiss waren, sind vollkommen klar. Ich kenne meine Aufgabe. Und ich blühe sichtlich auf, wenn ich den Menschen helfen kann. Ja, es lohnt sich wirklich, an sich zu arbeiten.

Warum du nicht immer das Schlimmste befürchten musst

Bevor du aber jetzt in Panik verfällst und irgendwelchen Verwandten grundlos schreckliche Dinge unterstellst: Blockaden können auch durch viel banalere Ursachen wie Glaubenssätze oder Erfahrungen in unseren früheren Leben entstehen. Und die Auswirkungen auf unsere Fähigkeiten sind nicht oder kaum weniger effektiv.

Glaubenssätze schleichen sich gern während der Erziehung ein, und vermutlich wissen unsere Eltern gar nicht, welchen Mist sie uns da teilweise ins Hirn gepflanzt haben. Gedanken wie „sowas gibt es nicht“ „du kannst das eh nicht“, „du kannst nur das, was andere die erlauben“ oder aller mögliche andere Unfug können da wirklich verheerende Auswirkungen haben – auch wenn man das nicht glauben mag.
Und es erstaunt mich auch immer wieder, wie sehr ein traumatisches Erlebnis aus einem früheren Leben so manche Frau (und auch so manchen Mann) noch heute davon abhält, aus sich heraus zu kommen, sich selbst etwas zuzutrauen und das zu tun, was als Begabung tief in ihnen steckt.
Zum Glück sind diese Art von Blockaden deutlich einfacher aufzulösen, und hier habe ich zum Abschluss noch zwei hilfreiche Übungen für dich:

Meditation, um deine Blockaden aktiv hinter dir zu   lassen

Geh in die Meditation, wobei es diesmal tatsächlich hilfreich ist, aufrecht auf einem Stuhl zu sitzen.
Wenn du spürst, dass du in der Entspannung angekommen und du ganz ruhig bist, stell dir vor, wie du im Sitzen ganz langsam aufwärts schwebst. Du hebst Zentimeter für Zentimeter von dem Stuhl ab auf dem du sitzt, wobei eben dieser Stuhl all deine Blockaden symbolisiert, die dich festhalten und herunterziehen. Du spürst förmlich, wie sie dich in deiner Entwicklung behindern.

Du schwebst immer weiter aufwärts und bemerkst eine Art Spinnweben, die dich mit dem Stuhl verbinden. Hauchdünne Fäden, die dich mit deinen Blockaden verbinden. Aber je mehr du aufwärts schwebst, umso mehr dieser Fäden beginnen zu reißen. Du kannst sie auch aktiv mit deinen Händen durchtrennen. Sind alle diese Verbindungen zu deinen Blockaden gekappt, schwebst du weiter, begibst dich in eine aufrechte Position und schwebst auf eine Straße oder einen Weg zu. Während du auf diesen Weg zuschwebst, schau dir ruhig die Umgebung an. Ist es ein Feldweg? Oder doch eine asphaltierte Straße? Kopfsteinpflaster? Und wie ist das Wetter? Als ich diese Meditation das erste Mal durchgeführt habe, waren über mir zuerst dunkle Wolken, und es sah ganz so aus, als würde sich ein wildes Gewitter zusammenbrauen.

Lande auf dem Weg, den du dir vorher genau angeschaut hast. Spüre nach, wie deine Füße einer nach dem anderen den Boden berühren. Wie fühlt sich der Boden an? Trägst du Schuhe, durch die du die Huckel spüren kannst? Oder bist du barfuß und spürst ganz genau jedes Steinchen? Wenn du einen festen Stand erreicht hast, kannst du anfangen, loszugehen. Geh diesen Weg immer geradeaus entlang, in Richtung des Lichtes, das du an seinem Ende erkennen kannst. Geh immer weiter und weiter. Beobachte dabei, wie das Wetter immer mehr aufklart und freundlicher wird. Du gehst regelrecht auf die Sonne zu, unentwegt. Und die Sonne beginnt, dich einzuhüllen. Du tauchst immer mehr in das Licht ein, und sobald es dich vollends umgibt, darfst du klar werden.

Affirmation, um sich aus vorangegangenen Inkarnationen zu lösen

Diese Affirmation soll dir dabei helfen, dich von früheren Leben und den damit einhergehenden Erfahrungen zu lösen. Ganz oft ist es nämlich so, dass die Erlebnisse und Erfahrungen aus früheren Leben – auch wenn diese für uns in der Regel nicht bewusst abrufbar sin – uns auch im Hier und Jetzt beeinflussen können. So kann es sein, dass man sich ständig mit einer Person, die einem in der aktuellen Inkarnation nahe steht, streitet, weil man in einem früheren Leben regelrecht aufs Blut verfeindet war – da spreche ich aus Erfahrung, das habe ich nämlich für mich und meine Tochter herausgefunden.

So ein „Mitrübernehmen“ kann sich aber auch in allen anderen Denk- und Handlungsmustern erklären. So kannst du dir dadurch vielleicht schnell das eigentlich unbegründete Gefühl von Eifersucht erklären. Oder auch die ständige Angst davor, von den Menschen, denen du vertraust, bei der nächsten Gelegenheit verraten und verkauft zu werden. Du siehst also, nicht nur die Erfahrungen, die wir aktiv machen prägen uns, sondern auch diejenigen, die längst vergessen sind. Glücklicherweise können wir uns aber aus diesen Mustern befreien, indem wir uns ganz bewusst aus dieser Situation des Feststeckens lösen und für uns selbst beschließen, dass wir nur im aktuellen Leben verankert sein wollen.

Die Übung dazu ist relativ einfach, und du brauchst dafür nicht in die Meditation gehen. Du setzt dich (oder legst dich) und atmest ein paar Mal tief ein und aus. Wenn du merkst, dass du ruhig bist und deine Verbindung zur anderen Seite steht, sagst du entweder laut oder leise im Geist:

“Ich bin im Hier und Jetzt.
Was früher einmal war, das soll mich nicht mehr belasten [Jetzt verankerst du dich in der Gegenwart, indem du deinen Namen, den deines/r Partners/in, deiner Kinder, deiner Haustiere, deinen Wohnort, deinen Beruf usw. aufzählst] Ich habe das Recht, dieses Leben allein durch dieses Leben zu erleben.
Ich bitte die Engel mir dabei zu helfen, die Verbindung ins frühere Leben aufzulösen.
So darf ich ganz im Hier und JETZT leben.
Danke.”

Damit ist dann auch schon alles gesagt. Keine Sorge, du musst den Wortlaut nicht auswendig lernen, bevor du anfängst; wenn du mit wenigen Worten variierst, ist das sicher nicht schlimm. Falls du dich sicherer fühlst, schreib dir den Text doch einfach ab und nimm den Zettel während der Übung zur Hand – das ist sicher eine ganz gute Alternative.

04.01.2018
Jasmin Volck

Autor
www.mediumwerden.blog

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