Mensch Sein und Spiritualität

Wie Empathie dein Lebensglück verbessert

empathie-lebensfreude-glueck-konfetti-peopleEmpathie verbessert dein Lebensglück

Die Empathie befähigt dich, in die Gefühlswelt deiner Mitmenschen einzutauchen. Wenn jemand beispielsweise Freude, Trauer oder Wut empfindet, kannst du dich mitfühlend in die Lage des Menschen hinein versetzen und seine Empfindungen nachvollziehen oder sogar miterleben. Ebenso kannst du dich in Tiere hineinversetzen.
Es gibt drei Teilbereiche der Empathie, die dein Leben bereichern. Jeder Mensch verfügt über eine unterschiedlich hohe Ausprägung der jeweiligen Teilbereiche.

Wie Empathie entsteht und sich auf dein Leben auswirkt

Empathie äußert sich, indem Spiegelneuronen dich die gegenwärtige Stimmungslage in meist abgeschwächter Form miterleben lassen. Dabei aktivieren die Spiegelneuronen die Bereiche in deinem Gehirn, die auch aktiviert werden, während du selbst bestimmte Emotionen erlebst. Du machst dir deutlich, dass dein Gegenüber durch seine Emotionen die entsprechende Stimmung in dir auslöst. Daraufhin entscheidest du, ob du das Miterleben der Emotionen annimmst oder ob du sie zwar verstehst, aber das Nachfühlen ablehnst.

Manche Menschen können sich kaum dagegen wehren, dieselben Emotionen zu spüren und helfen zu wollen. Etwa 10 Prozent der Menschen sind tatsächliche Empathen. Davon sind 2 Prozent hochempathisch. Diese Menschen sind besonders sensibel für die Emotionen anderer Menschen und nehmen emotionale Schwingungen wahr, die andere Menschen nicht bemerken.

Der Vorteil der Empathie liegt darin, seine Mitmenschen besser zu verstehen, Dadurch können Konflikte vermieden oder schneller gelöst werden. Der Zusammenhalt wird gestärkt und du fühlst dich weniger allein, weil du erkennst, dass andere genauso fühlen können wie du.

Die drei Teilbereiche der Empathie

Kognitive Empathie
Während du eine Szene in einem Film siehst, einen Menschen in einer bestimmten Situation beobachtest oder er dir von einem einschneidenden Erlebnis erzählt, kannst du mithilfe deiner kognitiven Empathie nachvollziehen, wie es der Person gerade geht. Du erkennst die Gefühle, Gedanken, Motive und Absichten, die mit dem Erlebten einhergehen. Eine emotionale Reaktion deinerseits und Mitleid bleiben aus, da du nicht mit der Person mitfühlst, sondern verstehst.

Emotionale Empathie
Die emotionale Empathie geht noch einen Schritt weiter. Sie befähigt dich, Emotionen nicht nur nachzuvollziehen, sondern sie auch nachzufühlen. Bei einer starken empathischen Ausprägung, der emotionalen Hochsensitivität, kannst du dich emotional anstecken. Du erlebst eine Stimmungsübertragung deines Gegenübers auf dich und verspürst das Bedürfnis, einer Person zu helfen, die negative Emotionen erlebt. Du leidest mit der Person und möchtest das Leiden beenden.

Soziale Empathie
Bei der sozialen Empathie geht es nicht darum sich in eine Einzelperson hineinzufühlen, sondern in Menschengruppen. Es handelt sich um andere Kulturen, bestimmte Altersgruppen, Angehörige von Organisationen und Unternehmen, verschiedenen Religionsgemeinschaften und Charaktertypen. Sozialen Empathen gelingt es leicht, die jeweilige Denkweise, Wünsche, Verhaltensmuster und daraus entstehende Konsequenzen zu verstehen.

Die Teilbereiche der Empathie bringen dir folgende Verbesserungen für dein Lebensglück:

Die emotionale Empathie ermöglicht es dir, zwischenmenschliche Beziehungen aller Art verständnisvoll und wohlwollend zu gestalten. Es entstehen vertrauensvolle und tiefere Verbindungen.

Die kognitive Empathie lässt dich Konflikte vermeiden oder konstruktiv und respektvoll lösen. Du kannst die Folgen von Verhaltensweisen und Entscheidungen besser voraussehen und verantwortungsbewusster handeln. Die Körpersprache anderer Menschen lässt deinen Verstand wahrscheinliches Handeln vorhersehen. Dir wird bewusst, dass manche Menschen die kognitive Empathie einsetzten, um dich durch Werbung, in der Politik und in den Medien zu manipulieren. Du fällst nicht darauf herein. Ebenso haben Narzissten, die gerne mithilfe kognitiver Empathie manipulieren, kein leichtes Spiel mit dir.

Die soziale Empathie lässt dich teamfähig werden, Freundschaften und Freundeskreise aufrecht erhalten, schlechte Stimmung innerhalb von Gruppen verbessern und Menschengruppen in gewünschte Richtungen lenken.

Empathie kannst du erlernen

Ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln Menschen aufgrund der erworbenen Fähigkeit zur Perspektivübernahme Empathie für die Gefühle anderer Menschen. Wie stark sich die Fähigkeit zur Empathie entwickelt, hängt von vielen äußeren Faktoren, wie der Förderung durch das Umfeld und vom eigenen Charaktertyp ab.

Deine empathischen Fähigkeiten kannst du in jedem Alter durch folgende Übungen schulen:

 Beachte in verschiedenen Situationen deine eigenen Emotionen und benenne sie. Wann empfindest du Trauer, Wut, Freude und andere Emotionen? Mach dir bewusst, warum du so fühlst.

 Wechsele bewusst die Perspektive und versetzt dich in andere Personen hinein. Frage dich, was eine Person gerade erlebt und was sie vermutlich in diesem Moment fühlt. Passt die vermutete Emotion zu ihrer Körpersprache? Versuche die Situation mitzuerleben und die Emotionen selbst zu fühlen.

 Höre anderen Menschen gut zu und schweife nicht mit deinen Gedanken ab. Viel zu oft überlegen wir uns schon eine passende Antwort, während eine Person noch redet. Wir verpassen wichtige Informationen und Gefühlsregungen. Lass die Menschen zunächst ausreden, frage nach, wenn du etwas nicht verstanden hast und fasse das Gesagte mit deinen eigenen Worten zusammen. Du vermittelst der Person, dass du dich wirklich für sie interessierst und sie verstehen willst.

  Wünsche dir selbst und anderen Menschen Glück. Du gewinnst eine positive und hoffnungsvolle Einstellung, die es möglich macht, Problemlösungen zu erarbeiten. Du verhinderst, dass du allein oder mit anderen gemeinsam von Selbstmitleid erdrückt wirst. Indem du Glück wünschst, signalisierst du, dass du die Emotionen der anderen ernst nimmst.

Buch Tipp:

cover-die gabe der empathen-AnneHeintze-Ananda-Hummer

© mvg Verlag

Die Gabe der Empathen:
Wie du dein Mitgefühl steuerst und dich und andere stärkst
von Anne Heintze und Ananda H. Hummer
Was wie ein Witz daher kommt, ist für mehr als acht Millionen Menschen in Deutschland Realität. Sie alle sind Empathen, das heißt ausgestattet mit hochsensitiven und hochsensiblen Eigenschaften, die die allermeisten von ihnen als Bürde empfinden. Der Grund: Mit ihrer Fähigkeit, sich in die Gedanken und Gefühle anderer hineinzuversetzen, besteht ihr Alltag (bewusst oder unbewusst) aus Emotionen anderer – ihre eigenen Bedürfnisse kommen dabei meist zu kurz.

Mehr zum Buch

logo-openmind-akademie-Anne-Heintze02.06.2019
Love, 
Anne Heintze & Ananda Hummer
www.open-mind-akademie.de

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