Wie Seelendialog zu neuer Ganzheit führt

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Die Seele sammelt alle Erfahrungen
In unserem Inneren sind alle Erfahrungen gespeichert, die wir je gemacht haben. Gute, freudige, lehrreiche und ebenso auch schmerzliche oder verwirrende Erfahrungen.
Sie stammen aus diesem Leben, aus vergangenen Inkarnationen oder manchmal haben wir sie auch aus Liebe von anderen Personen übernommen. All diese Erinnerungsspuren verbinden sich miteinander und bilden das, was wir letztlich unsere Persönlichkeit nennen.

Sie sind in den Zellen unseres Körpers und unserem Energiefeld gespeichert

und wirken sich auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit aus.
Viele Erinnerungen sind uns bewusst, wir wissen z.B., dass wir als Kind gerne auf Entdeckungsreise gingen und uns diese Abenteuerlust bis heute geblieben ist. Anderes jedoch haben wir tief in unserem Unterbewussten vergraben wie in einer dunklen Truhe, auf der wir den Deckel ganz fest zudrücken. Dabei handelt es sich meist um Erinnerungen, die wehtun, Angst machen oder Scham auslösen. Wir haben versucht, sie zu vergessen, um unbelastet davon leben zu können.

Für eine Zeit kann das sehr hilfreich gewesen sein, doch mit den Jahren wird dieses Verdrängen immer mehr zur Last und bindet unsere besten Kräfte.

Krankheiten, Schmerzen oder auch Unfälle sind dann oft ein Hinweis unserer Seele, dass solche alten Belastungen uns daran hindern, unserem wahren Wesen gemäß zu leben. Um wieder frei zu werden und zu unserer Ganzheit zurückzufinden, müssen wir diese Themen der Vergangenheit in unser Bewusstsein integrieren. Dann erst können alte Schmerzen heilen und unser volles Potential kann sich entfalten.

Mit der Seele sprechen

Unsere Seele strebt nach Ganzheit und Heilung. Deshalb ist sie gern bereit, uns Auskunft darüber zu geben, was sie belastet, denn sie will von schmerzhaften Erfahrungen und Traumata geheilt werden.

Um mit ihr direkt in Kontakt zu kommen, nehmen wir einen inneren Dialog mit denjenigen Bereichen unseres Körpers auf, die sich durch Schmerzen oder ein anderes Symptom bemerkbar machen. Man unterhält sich also quasi mit einem Organ, einem Gelenk oder einem anderen Bereich des eigenen Körpers. Dort ist wichtiges, unterbewusstes Wissen gespeichert, das den Weg zu einer Lösung und Heilung von Beschwerden anzeigt. Häufig ist dieses Wissen sehr tief in der Seele verborgen, doch durch dieses innere Gespräch kann man es sich bewusst machen.

Elviras Geschichte

Ich möchte dies an einem Beispiel erläutern: Beim Heruntergehen auf der Treppe knickt eine junge Frau, ich nenne sie jetzt Elvira, mit dem Knöchel um. Es ist zum Glück nichts Schlimmes passiert, aber der Knöchel wird dick und schmerzt. Elvira war gerade auf dem Weg zu einem beruflichen Termin, den sie nun nicht mehr wahrnehmen kann.

Weil sie herausfinden will, weshalb ihr dieses Missgeschick geschehen ist und natürlich auch die Schmerzen loswerden will, kommt sie zu mir. Durch Körpertherapie und Energiearbeit verringern sich die Beschwerden schnell und doch ist es klar, dass es noch um mehr geht als um die Behandlung von Muskeln, Bändern und Gelenken. Deshalb beginnen wir, uns mit ihrem Knöchel zu „unterhalten“. Unsere erste Frage an den ihn lautet: „Wie geht es Dir?“

Das ist ein guter Beginn, denn so signalisiert der Fragende dem betroffenen Gelenk, Organ oder Gefühl, dass er wirklich ein Interesse daran hat, die Hintergründe eines Schmerzes zu verstehen. Fühlt sich der jeweilige Körperbereich auf diese Weise ernst genommen, wird er mithelfen, den Weg zur Heilung zu gehen. Mit einer solchen Frage öffnet sich die Tür in verborgene Bewusstseinsbereiche und tiefes inneres Wissen und Heilkräfte kommen zum Vorschein.

Als Elvira und ich den Knöchel fragen, wie es ihm geht, reagiert der erst einmal in einer körperlichen Reaktion, er tut einfach noch mehr weh.
Elvira versteht, was er ihr damit sagen will – es schmerzt und die Belastung ist ihm zu viel. Sie fragt noch einmal und lauscht in sich hinein und erspürt seine nächste Antwort: Es ist ihm schon lange zu viel! Er hat trotzdem immer brav mitgemacht, aber nun reicht es!
Und jetzt wird er richtig gesprächig: „Immer das Herumhetzen, den ganzen Stress und die Arbeit macht auch keine Freude mehr….

Elvira ist eine gute Zuhörerin und das ist wichtig.

Sie sagt jetzt nicht zu sich selbst: „Ach das ist ja alles nicht so schlimm“, oder „Du schaffst das schon…“, sondern sie nimmt ernst, was sie vom Knöchel erfahren hat und wir laden ihn ein, weiter zu sprechen. Dadurch erfährt sie immer mehr über sich. Dinge, die sie eigentlich bereits wusste, aber sich nicht einzugestehen wagte. Alles läuft letztlich darauf hinaus, dass ihre Arbeitssituation unbefriedigend ist und einer dringenden Veränderung bedarf. Und dass sie ein Mensch ist, der viel zu viel in sich hineinfrisst und für den es wichtig ist, auch einmal Veränderungen zu wagen.

Nun ist es Zeit, dass wir die Zauberfrage an den schmerzenden Knöchel stellen: „Was wünschst du dir denn?
Der Knöchel ist ganz klar in seiner Antwort: „Geh einen anderen Weg!

Das also wollte Elviras Seele ihr mit dem Stolpern auf der Treppe mitteilen. Durch unser geduldiges Nachfragen war sie nicht nur zu dieser Erkenntnis gelangt, sondern sie war auch in Kontakt zu ihren tiefsten heilenden Kräften gekommen.

Ganzheit ist möglich

Der einfühlsame Seelendialog leitet uns wie ein roter Faden zu denjenigen Bereichen des Körpers, des Energiefeldes und der Seele, die in Balance gebracht werden wollen. Für jeden Menschen sieht dieser Weg anders aus, denn jeder ist in seinem Wesen einzigartig.

Deshalb braucht es Herzensoffenheit und ebenso ein breites Wissen, um alte Muster wirksam aufzulösen und die Lebensenergie erneut ins Fließen zu bringen. Dann finden sich Körper, Geist und Seele wieder zu neuer Ganzheit zusammen und der Mensch gelangt in seine Mitte.

23.02.2020
Katharina Greuner
Diplompsychologin, Heilpraktikerin, Yogalehrerin BDY
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Über Katharina GreunerPortrait-Katharina-Greuner

Jahrgang 1960, Diplompsychologin, Heilpraktikerin, Yogalehrerin BDY
Katharina begann ihren beruflichen Weg als Diplompsychologin. Schon damals suchte sie nach einem wirklich ganzheitlichen Heilungskonzept, das sowohl psychologische wie auch körperliche, energetische und geistig/spirituelle Aspekte integriert.
Deshalb absolvierte sie noch eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und zur Yogalehrerin sowie vielfältige Fortbildungen. Dabei vertiefte sie auch ihre sensitive und heilerische Begabung.
Katharinas Markenzeichen ist ihre Herzlichkeit. Sie sieht in jedem Menschen das Besondere und besitzt die Fähigkeit, die körperlichen, seelischen und geistig-spirituellen Ebenen authentisch miteinander zu verbinden. Durch ihren langjährigen Erfahrungsschatz und ihre bodenständige Lebensweisheit konnte sie schon vielen Menschen helfen, wieder ins Zentrum ihrer Kraft zu gelangen.
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1 Kommentar

  1. Dankeschön für den Artikel. Berührt hat mich die Stelle, den Knöchel zu fragen: was wünschst du dir denn? Und die Antwort: geh einen anderen Weg.
    Das habe ich (fast identisch so) vor vielen Jahren mit meinem Knie erlebt.
    Zu demselben Thema ist sehr empfehlenswert auch das Buch “Finde deinen Seelenpfad”.

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