Worte, ein Spiel und Bewusstsein – Worte können viel bewirken

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buch-blumen-daisiesWorte, ein Spiel und Bewusstsein

Wir reden den ganzen Tag. Durch unsere Sprache kommunizieren wir mit anderen – und auf gewisse Weise auch mit uns selbst. Mit unseren Worten können wir uns verständlich machen, können ausdrücken, was wir meinen und wie es zum uns zum Beispiel geht.
Schätzungen zufolge sind es im Schnitt 16.000 Worte am Tag. Manch einer etwas mehr, manch einer weniger. Eine beeindruckende Anzahl!

Im Laufe unseres Lebens schöpfen wir aus unseren Begebenheiten und Gefühlen und wir sind gleichzeitig (dadurch) in einem Netz aus Erfahrungen, Gewohnheiten oder Erinnerungen verstrickt. Dies wird oftmals durch unsere gesprochenen Worte deutlich.

Worte können viel bewirken.

Jedes Wort hat eine ganz bestimmte Schwingung, eine ganz bestimmte Energie. Eine Schwingung, die sich auf andere auswirkt und natürlich auch auf uns selbst. Letzteres wird deutlich, wenn wir zum Beispiel eine andere Sprache nicht verstehen. Dann wissen wir zwar nicht, was das gesprochene Wort bedeutet, fühlen meist jedoch dennoch, wie der andere uns gegenüber oder gegenüber einer Situation eingestellt ist.

Ein anderes Beispiel ist unsere Kommunikation zu Tieren. Nehme ich als Beispiel meinen Hund, so versteht dieser sicherlich nicht die tatsächliche Bedeutung meines Wortes, das ich zu ihm sage. Er spürt das Gefühl, dass sich dahinter verbirgt – und reagiert entsprechend darauf!

Was bewirken Worte?

Worte können wohltuend sein, verletzen, weh tun, können innige Liebe ausdrücken, können aufbauen, gute und schwierige Reaktionen erzeugen, Missachtung ausdrücken, Mitgefühl bekunden, Hoffnung wecken, Zuversicht bewirken… Die Liste lässt sich fortsetzen.

Und jedes Wort wirkt!
Jedes Wort sendet eine eigene Schwingung aus. Auch die vermeintlich kleinen Füllwörter!

Worte sind Energie, und Energie funktioniert. Ganz schlicht und einfach. Die Energie genau fließt dorthin, wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken. In Gedanken und noch viel intensiver, wenn wir etwas aussprechen. Und da sind wir also wieder bei den gewählten Worten.

Unsere Worte sind ein Spiegel unseres Selbst. Sie drücken aus, wie wir wirklich empfinden.
Und dies selbst, wie oben schon erwähnt, auch schon bei “kleinen” (Füll-)Wörtern.

Drei von diesen sogenannten “Füllwörtern”, die wir gerne und oft verwenden, sind zum Beispiel: “muss“, “aber” und “kann nicht“.
Sie finden sich oft unbewusst in unseren Sätzen wieder.

Schauen wir uns diese drei einmal etwas genauer an.

Muss/müssen
“Ich muss noch arbeiten”, “ich muss noch aufräumen”, “ich muss mit XY essen gehen”, “ich muss eine Freundin anrufen”, “ich muss noch Akten sortieren”, “ich muss noch lernen”, “ich muss…” …

Schon alleine beim Lesen dürfte sofort klar werden: hier stimmt was nicht. Gut klingen diese Sätze nicht. Vielmehr klingen sie eher nach Druck, Zwang und einer gewissen Art von Unzufriedenheit.

Was “muss” ich müssen und warum? Will ich das vielleicht gar nicht – will ich vielleicht was ganz anderes? Oder will ich etwas, was ich vielleicht nicht ausdrücken kann?

Zusätzlich kann uns das Wort “müssen” von Anderen Mitleid einbringen.
“Ach der/die Arme muss noch”… Mitleid tut keinem gut. Weder dem, der es hat, noch dem, dem es gilt. Es zieht uns schlichtweg runter.

Ist es nicht viel wichtiger zu schauen, warum meine ich überhaupt zu müssen?
Will ich vielleicht etwas lernen, weil ich mich weiterbilden will?
Will ich das Haus aufräumen, weil ich es schön und ordentlich haben will?
Will ich eine Freundin anrufen, weil mir der Kontakt wichtig ist?

Was will ich wirklich?
Es ist wichtig, sich zu erlauben – und einzugestehen – was man wirklich will!

Dann klingt ein Satz plötzlich ganz anders! „Ich liebe es in einem aufgeräumten Haus zu leben und bringe deshalb den Müll raus“ – oder „Ich lasse mich gerne von XY inspirieren und gehe später mit ihm zum Essen“ – oder „Ich will, dass es meinem Hund gut geht und er sich austoben kann und gehe gleich mit ihm Gassi. Und mir tut die frische Luft ebenfalls gut“.

Auf diese Art formulierte Sätze klingen gleich ganz anders. Viel gefälliger. Sie sind ganz klar in der Absicht und unserem Wunsch entsprechend.

„aber“
Wer kennt es nicht?
Das „aber eigentlich“? (das „aber“ gibt es natürlich auch ohne „eigentlich“)

„Dein neues Kleid sieht gut aus, aber (eigentlich steht dir die Farbe nicht)“, „Schön, dass du zum Kaffee kommst, aber (eigentlich passt mir das gerade zeitlich gar nicht)“, oder „Ich gehe gerne arbeiten, aber die Kollegen….“ Wir stimmen zu und revidieren es postwendend. Und dies in einem Satz!

Wir sagen manches vielleicht aus vermeintlicher Höflichkeit oder aus Angst, zu unserer eigenen Meinung zu stehen, oder um den anderen nicht zu verletzen.

Stellen wir uns doch lieber die Frage: Wie ist es denn in Wirklichkeit „uneigentlich“?

Ein „aber“ kommt schnell über die Lippen – ist es nicht viel schöner ganz klar zu reden?
Durch „Klartext“ reden können wir andere wirklich teilhaben lassen.

„kann nicht“
Ich kann das nicht!

Wie hört sich das an, wenn wir dies hören?
Jemand macht sich klein, nimmt seinen eigenen Wert – und auch Raum –  nicht ein.
Wir probieren etwas gar nicht mehr, sondern sind irgendwann wirklich der Meinung: „ich kann das nicht“.

Können wir vielleicht nicht doch ein bisschen mehr, als wie wir uns erlauben?
Schöpfen wir wirklich unser ganzes Können und unsere ganzen Möglichkeiten aus?

Mit „ich kann nicht“ hingegen bremsen wir uns selbst aus. Es ist wie eine Mauer: Stopp hier geht es nicht weiter – die Diskussion ist beendet.

Manch einer setzt es vielleicht auch bewusst ein, um etwas von anderen zu erwirken. Auch das kann nicht wirklich die Lösung sein.

Und so setzten sich die vermeintlich kleinen „Füll-Wörter“ fort… Machen wir doch also mal ein kleines Spiel (mit uns selbst).

Das Spiel:

Achten wir darauf, welche Wörter wir benutzen? Ich würde sagen, dass wir dies in den meisten Fällen nicht oder kaum tun. Unbewusst entschlüpfen uns Worte, die viel mehr Bedeutung und Wirkung haben, als wie wir meinen. Und darum dieses kleine Spiel.

Wir brauchen:

4 Wochen Zeit, 1 Spardose, Geld und natürlich Ehrlichkeit uns selbst gegenüber.

Nehmen wir also diese oben genannten drei Füllwörter (ich muss, aber, ich kann nicht) und beobachten 4 Wochen lang, ob wir diese in unserer Sprache verwenden.
Für jedes ausgesprochene Wort zahlen wir zum Beispiel 1 Euro in die Kasse, sprich in unsere spezielle dafür eingerichtet Spardose.

Vorher sollten wir verbindlich festlegen, wofür wir dieses Geld verwenden.
Eine schöne Idee ist es, einen Teil davon zu spenden. Ich selbst hatte mir zum Beispiel damals gesagt, dass ich die Hälfte für den Tierschutz spende und die andere Hälfte als Urlaubsgeld nehme.
Dies kann natürlich ganz individuell gestaltet werden – ganz nach Lust und Laune. Nur ist es wichtig, sich im Vorfeld festzulegen und es auch entsprechend so umzusetzen.

Bewusstsein

Warum das Ganze? Ich finde es wichtig, dass wir uns unserer selbst wieder ganz bewusst sind. Dies lässt sich gut durch unsere angewandte Sprache (mit) erreichen.

Also, was will ich wirklich und wer bin ich? 

10.06.2018
Sabine Stegmann

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logo-lion-toursVeranstalter:
Lion Tours Sabine Stegmann GmbH
www.lion-tours-seminarreisen.de

 

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2 Kommentare

  1. Dem Artikel stimme ich weitestgehend zu. Mir gefällt er auch und eine bewusste Wortwahl trägt zur Klarheit meiner Gedanken und Lebenssituation bei.

    Allerdings bin ich kritisch bei diesem Satz: “Es ist wichtig, sich zu erlauben – und einzugestehen – was man wirklich will!”
    Denn wenn ich über die Macht der Sprache schreibe und mich intensiv damit beschäftige, klingt folgendes präziser: “Mir ist es wichtig, mir zu erlauben – und einzugestehen- was ich wirklich will!”

    MAN ist in meiner Liste, neben den oben genannten drei Worten, eins, dass ich ersetze – durch eine klare Ich-Aussage… 😉 (ebenso wie “hätte, wäre, würde” etc.)

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