Zeit zwischen den Jahren – Rauhnächte, entrümpeln, reinigen

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Jahresausklang-Raunaechte-Stern-christmasRaunächte, entrümpeln, reinigen und Jahresausklang

Rauhnächte. Schon seit vielen Jahren ist die “Zeit zwischen den Jahren” für mich die Zeit, um noch einige Dinge zu erledigen. Meist jedoch war in der Vergangenheit der Plan größer als die tatsächliche Umsetzungsmöglichkeit. Und wenn man dann vielleicht auch noch in dieser Zeit arbeitet, gibt es meist nicht wirklich eine “Zeit zwischen den Jahren”, die man zum Erledigen nutzen kann.

Seitdem ich mich jedoch vor einigen Jahren mit  Raunächte beschäftigt habe, habe ich die “Zeit zwischen den Jahren” vorverlegt und entrümpel und reinige was das Zeug hält. Vorher. Im November schon. Die Zeit im November vor der beginnenden Weihnachtszeit und den Raunächten ist in meinen Augen ideal dazu.

Die Tage und Wochen im November und im Advent lassen sich gut dazu in aller Ruhe nutzen – auch weil mir persönlich dann nicht in den Raunächten einfällt zum Beispiel jetzt ganz dringend Gardinen oder sonst was waschen zu wollen… Es ist alles erledigt!

Rauhnächte. Warum zum Jahresende?

Für mich steht das Jahresende symbolisch immer für einen Abschluss und folglicherweise der Jahresanfang auch immer für einen Neubeginn. Von daher sollte meines Erachtens zum Jahresende alles abgeschlossen und bereinigt sein, was sich abschließen oder reinigen lässt. Dies betrifft zum einen das Physische, als auch natürlich das Mentale und Seelische. Wenn es noch was zu klären gibt, dann jetzt.

Da beides für mich zusammenhängt – physisch und seelisch – ergibt sich dadurch für mich zunächst einmal ein Großputz im Haus, verbunden mit ausmisten und entrümpeln. Der “Staub” muss erst einmal entfernt und die nicht mehr “nützlichen“ Dinge verabschiedet werden, bevor es dann in Schritt zwei mit Räuchern weiter geht. Also in die andere Art der Reinigung. Dazu jedoch später mehr.

Das Aufräumen, Erledigen und Ordnen lässt neue Energie fließen!

Der Dreck muss weg

Eines vorweg: Das wöchentliche “normale” Putzen ist hier nicht gemeint. Hier geht es wirklich ins Detail – ähnlich wie bei einem Frühjahrsputz. Alles kommt raus, wird gesäubert, ausgemistet und wieder ordentlich eingeräumt. Hier nehme ich mir die Zeit, die ich ansonsten nicht habe. Für diese Art des Großputzes habe ich verschiedene Varianten ausprobiert: alles in einem (was in Stress ausartet und die Lust schnell vergehen lässt) – oder Etage für Etage, bzw. Zimmer für Zimmer. Oder auch “gleiches mit gleichem”.

Diese Art finde ich wesentlich entspannter und ich erhalte dasselbe Ergebnis. Ich fange immer unter dem Dach an und arbeite mich im Laufe der Tage bis runter in den Keller vor. Garage und Garten(haus) bleiben witterungsbedingt außen vor. Dazwischen kann es auch sein, dass ich an einem Tag gleichartiges “bearbeite”, wie zum Beispiel Abflussrohre. Da spielt es für mich keine Rolle, wo sie sich befinden.

Es soll Spaß machen!

Ganz wichtig ist mir an dieser Stelle zu erwähnen, dass es trotz der vielleicht unschönen Tätigkeiten Spaß macht – und auch Spaß machen soll. Hier gibt es kein “ich muss jetzt aber noch”, sondern ich mache. Einfach. Wenn ich vielleicht nach dem Frühstück noch etwas Luft habe, kann ich mir ja schon einmal einen Schrank vornehmen. Und wenn ich früher mit der Arbeit fertig bin einen zweiten. Ganz wie es der Alltag zulässt und mit der Intention, dass es ein wunderbares, befreiendes Gefühl ist, es zu tun.

Wenn mehr Zeit zur Verfügung steht, kann es auch mal ein ganzes Zimmer mit allem Drum und Dran sein, oder gar eine ganze Etage. Das ergibt sich. Da werden Gardinen und Sofakissen gewaschen, Blumen umgetopft und Blumenblätter gesäubert, Schränke verrückt, Fenster geputzt, Aktenordner ausgemistet und Schubladen aufgeräumt.

Auch werden Sachen ausgemistet, für die es keine Verwendung mehr gibt. Ein Teil wird online verkauft, ein Teil geht an soziale Einrichtungen, ein Teil kommt in den Müll. Platz für Neues schaffen lautet die Devise. Im Laufe der Zeit sammelt sich vieles an, das nicht mehr genutzt wird. Auch nicht in absehbarer Zeit. Das sammelt und staut unnötige Energie.

Es tut gut, alles gereinigt, aufgeräumt und ausgemistet zu haben. Es schafft Platz für neues. Auch lässt es den Blick wieder klarer werden. Im übertragenen Sinn. Es fühlt sich für mich jedes Mal gut an. Es ist für mich als wenn energetischer “Schmutz” abgewaschen wird. 

Auch alles zu begleichen gehört zum Jahresausklang meines Erachtens dazu. Rechnungen bezahlen, Ausgeliehenes zurückzugeben… 

Rauhnächte – Energetisch reinigen

Nachdem alles sauber und aufgeräumt ist, gehe ich Schritt 2 an: das Räuchern.

Schon seit jeher wird in vielen Kulturen geräuchert – auch in den Kirchen. Mit Rauch wurden Räume desinfiziert, Krankheiten und böse Geister vertrieben, die Aufmerksamkeit geschult, Gedanken gereinigt, haben sich Menschen mit (ihrem) Göttlichen verbunden… Die Liste lässt sich fortsetzen. Überall auf der Welt. Von Asien bis Nordamerika, von Ägypten bis Europa.

Für mich ist das Räuchern zunächst einmal eine energetische Reinigung der Räume. Wir spüren meist die Energie der Räume, wenn wir sie betreten. Meist unbewusst. So gibt es Räume, in denen wir uns sofort wohl fühlen, andere erdrücken oder es sind Spannungen greifbar. Zusätzlich nehmen wir auch selbst durch den Rauch, der beim Räuchern entsteht, selbst die Wirkstoffe der eingesetzten Pflanzen (dem Räucherwerk) in uns auf. Beim Räuchern werden die ätherischen Öle der Pflanzen freigesetzt.

Für diese Art des Räucherns nach dem Reinigen nehme ich am liebsten Weihrauch. Dieser ist für mich ganz klar. Ein „Klassiker“, ohne großen Schnickschnack. Je nach Gefühl kann auch zusätzlich noch etwas anderes zum Einsatz kommen. Bei meiner letzten Räucherung war es zum Beispiel Ysop. Das war ein Bauchgefühl. Ysop zählt zu den heiligen Kräutern, die sich schon in der Bibel finden. Ysop ist eine Pflanze der Reinigung, die uns auch dazu bringt, wieder klare Gedanken zu fassen. Optimal wie ich finde. Rauhnächte machen so tatsächlich Spass!

Nachdem das Räucherwerk entfacht ist, gehe ich dazu mit dem Weihrauchgefäß von Raum zu Raum. Gedanklich bitte ich um Reinigung und Segnung des Raumes. Bevor ich den Raum wieder verlasse, gehe ich nochmals ganz speziell in jede Ecke des Raumes. Danach wird gut durchgelüftet. Manche machen auch vorher die Fenster schon weit auf, so dass die alten Energien sofort schon entweichen können. Wie man es handhabt sollte jeder für sich selbst entscheiden. Nur das gut gelüftet wird ist wichtig. Ich finde die klare, kalte Winterluft zu dieser Jahreszeit anschließend in den Räumen himmlisch.

Und dann können Sie kommen – die Raunächte

Die Raunächte sind die Nächte zwischen dem 21.12. und 06.01.. Je nach Region und damit verbundenem Brauchtum kann dieser Zeitraum auch kürzer sein und bspw. erst am 25.12. beginnen. Der Überlieferung nach ist diese Zeit energetisch besonders herausfordernd. Es sind heilige Nächte. Die „Wilde Jagd“ treibt ihr Unwesen – eine mythenumwobene Zeit.

Es ist die Zeit, in der nach Möglichkeit nicht gearbeitet werden sollte. Die Zeit der Rückschau und des Blicks in die Zukunft.

Zu den bekanntesten vier Raunächten zählen sicherlich die Nächte vom 21./22.12. – die Thomasnacht oder auch die Nacht der Wintersonnenwende genannt, die Heilige Nacht vom 24.-25.12., der Jahreswechsel vom 31.12. auf den 01.01. als Vorbereitung auf das Neue und die Nacht vom 05.-06.01. zum Abschluss. Da es schon viel gute Literatur über die Raunächte gibt, will ich hier gar nicht weiter darauf eingehen.

15.12.2018
Sabine Stegmann


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