Wie innere Ausrichtung unser Miteinander verändert
Bewusstseinskultur beginnt für mich dort, wo Mitgefühl und Verbundenheit in unseren Entscheidungen spürbar werden. Die Begleitung der Engel gehört für mich zu dieser inneren Ausrichtung. Ob daraus im Alltag etwas Gutes entsteht, zeigt sich daran, wie wir zuhören, welche Verantwortung wir übernehmen und was wir konkret tun.
Wir sprechen leicht über Menschlichkeit, wenn gerade alles ruhig ist. Spannender wird es, wenn es eilig ist, jemand widerspricht oder eine Entscheidung unbequem wird. Dann zeigt sich, wie viel Platz wir den Werten geben, die uns wichtig sind. Manchmal beginnt es mit einer Frage, die im ersten Moment überflüssig scheint. Wie geht es der Person, über deren Arbeit wir gerade entscheiden?

Was die fünf Ebenen für mich sichtbar machen
Ich betrachte den Menschen auf fünf miteinander verbundenen Ebenen. Da ist der Körper mit seinen Bedürfnissen. Da sind die Gefühle und die Gedanken, die sich gegenseitig beeinflussen. Hinzu kommen für mich die energetische Ebene, die ich mit der Lebenskraft verbinde, und die spirituelle Ebene, auf der ich mich für geistige Führung öffne. Diese Sicht hilft mir, bei einer Frage mehrere Seiten wahrzunehmen.
Wenn ich zum Beispiel erschöpft bin, braucht mein Körper vielleicht zuerst eine Pause. Gleichzeitig kann ich fragen, ob mich etwas belastet, das ich noch nicht ausgesprochen habe. Im Gebet oder in der Stille kann mir klarer werden, was ich ansprechen möchte. Ob ich dann eine Pause brauche oder ein Gespräch suche, entscheidet sich an meiner konkreten Situation. Bei gesundheitlichen Beschwerden gehört auch dazu, sich bei Bedarf medizinisch beraten zu lassen.
Ein Beispiel aus dem Arbeitsalltag
Stell dir vor, ihr plant in einem kleinen Team die nächste Woche. Zwei Aufgaben sind liegen geblieben. Jemand schlägt vor, sie der Kollegin zu geben, die solche Lücken schon öfter aufgefangen hat. Sie sagt zunächst wenig. Weil noch andere Punkte auf der Liste stehen, wäre es leicht, gleich zum nächsten Thema zu springen.
Du kannst einen Moment innehalten und ihr das Wort geben. „Wie sieht deine Woche eigentlich schon aus?“ Vielleicht stellt sich heraus, dass sie zwei Fristen einzuhalten hat und in den letzten Wochen mehrfach länger geblieben ist. Jetzt habt ihr eine bessere Grundlage für die Entscheidung. Ihr könnt eine Aufgabe untereinander aufteilen und für die andere klären, ob sie wirklich bis Freitag fertig sein muss. Beim nächsten Treffen fragt ihr nach, ob die neue Aufteilung funktioniert hat.
Für mich kann ein stiller Moment mit den Engeln dabei helfen, die eigene Ungeduld zu bemerken und offen in das Gespräch zu gehen. Was die Kollegin braucht, erfährst du von ihr selbst. Was das Team vereinbart, liegt in seiner Verantwortung. Ob das Innehalten etwas verändert hat, merkt ihr spätestens daran, wie die Arbeit am Freitag tatsächlich verteilt ist.
Innere Führung und die eigene Entscheidung
Im Alltag muss ein Moment der Einkehr nicht lange dauern. Manchmal genügt es, vor einer Antwort still zu werden und den ersten Impuls vorüberziehen zu lassen. Wenn ich mich dabei an die Engel wende, kann mir eine andere Frage in den Sinn kommen. Vielleicht merke ich, dass ich vorschnell geurteilt habe oder dass ich etwas Unangenehmes möglichst schnell hinter mich bringen will. Ein solcher Impuls gibt mir einen Anlass, genauer hinzusehen.
Auch ein Engelsymbol oder eine Engelessenz kann für mich zu diesem Moment gehören. Das Symbol kann mich an eine Haltung erinnern, die mir wichtig ist. Beim Schreiben kann ich die Gedanken festhalten, die sich in der Stille gezeigt haben. Im Gespräch mit anderen darf ich meine Eindrücke prüfen. Jemand, der dieselbe Situation anders erlebt hat, kann mir helfen, sie vollständiger zu sehen. Über die Verbindung von Stille und innerer Sammlung schreibe ich auch in meinem Beitrag über den inneren Tempel.
Wie Bewusstseinskultur über den einzelnen Moment hinauswächst
Aus einer faireren Aufgabenverteilung kann mit der Zeit eine Gewohnheit werden. Ihr könnt künftig zuerst schauen, wer welche Arbeit bereits übernommen hat. Vielleicht sprecht ihr auch darüber, warum einige Aufgaben regelmäßig liegen bleiben. Dann lässt sich etwas an den Abläufen ändern. Für mich gehört beides zusammen, die Aufmerksamkeit für den einzelnen Menschen und die Bereitschaft, eine Regel zu ändern, wenn sie denselben Menschen immer wieder überfordert.
Ähnlich erlebe ich den Gedanken der Verbundenheit mit der Natur. Ich sehe die Natur als beseelt. Wer dieses Empfinden teilt, kann sich fragen, was es für eine Entscheidung bedeutet. Welche Fläche lassen wir in Ruhe? Was kaufen wir gemeinsam ein? Was können wir reparieren, bevor wir es ersetzen? Beim kosmischen Bewusstsein und unserer Verbundenheit mit der Natur geht es um den größeren Zusammenhang. Im Alltag kann ich einen Teil davon an einer Entscheidung erkennen, die ich heute treffen kann.
Vielleicht gibt es bei dir gerade eine Situation, in der du merkst, dass jemand zu wenig gehört wird. Nimm dir einen Augenblick und überlege, welche Frage du stellen könntest. Hör dann zu, auch wenn die Antwort anders ausfällt, als du erwartet hast. Dort, wo aus diesem Zuhören eine gemeinsame Entscheidung wächst, nimmt Bewusstseinskultur für mich Gestalt an.
10.10.2024 · Aktualisiert am 03.11.2026
Ingrid Auer
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Über die Autorin Ingrid Auer
Ich bin Ingrid Auer, spirituelle Trainerin für Menschen in Heilberufen, die mit ihren ganzheitlichen Methoden an ihre Grenzen stoßen. Ich trainiere sie mit Hilfe meiner spirituellen Werkzeuge und Methoden darin, tiefgreifender, effizienter und leichter mit ihren Patienten echte Ergebnisse zu erzielen.
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