Die 22 Chakren als erweitertes Bild unseres Energiesystems
Die 22 Chakren beschreiben ein erweitertes Chakrensystem, das über die sieben bekannten Energiezentren entlang der Wirbelsäule hinausgeht. Die Chakren acht bis zweiundzwanzig sind die multidimensionalen Chakren, die nach den gechannelten Botschaften der geistigen Wesenheit Vywamus der vierten und fünften Dimension des Bewusstseins angehören. Ich verstehe diese Kraftzentren als spirituelles Modell, das sich mit naturwissenschaftlichen Methoden nicht nachweisen lässt und das auf Erfahrung und geistiger Überlieferung beruht.
Vielleicht hast du schon bemerkt, dass dir das vertraute Bild der sieben Chakren manchmal nicht mehr ausreicht, um zu beschreiben, was du wahrnimmst. Viele hochsensible Menschen kennen ein Gefühl von Weite über dem Kopf, eine Wärme unter den Füßen oder Eindrücke, die sich keinem der bekannten Chakren zuordnen lassen. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie das System der 22 Chakren aufgebaut ist, woher es stammt und wie du im Alltag damit umgehen kannst, ohne dich von der Vielzahl der Zentren überfordern zu lassen.
Woher das Bild der sieben Chakren stammt
Das Wort Chakra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Rad oder Kreis. In den indischen Traditionen des Tantra und des Yoga werden Chakren als Energiezentren im feinstofflichen Körper beschrieben, wobei ihre Anzahl je nach Schule unterschiedlich ist. [1] Das System der sieben Hauptchakren, das heute im Westen am bekanntesten ist, wurde vor allem durch das Buch »The Serpent Power« von Arthur Avalon aus dem Jahr 1919 verbreitet und später um Farben, Drüsen und psychologische Themen ergänzt. [2]
Dieser kurze Rückblick zeigt, dass sich das Verständnis der Chakren schon immer weiterentwickelt hat. Das erweiterte System der 22 Chakren knüpft an diese Entwicklung an, und ich sehe darin eine Fortsetzung des bekannten Bildes, die das Vertraute bestehen lässt und es um weitere Ebenen ergänzt.

Das System der 22 Chakren nach Vywamus
Vywamus ist eine geistige Wesenheit, deren Botschaften von verschiedenen Channelmedien empfangen wurden. Der amerikanische Autor Joshua David Stone hat das System der 22 Chakren ausführlich beschrieben und gibt an, dass es von Vywamus über die Tibetan Foundation übermittelt wurde. [3] Es handelt sich also um gechanneltes Wissen, und ich gebe es hier so wieder, wie Stone es darstellt.
In diesem Modell gehören die sieben bekannten Chakren zur dritten Dimension, also zu unserem körperlichen und irdischen Leben. Als Ausgangspunkt liegt darunter das Erdchakra, das mit der Zahl null bezeichnet wird. Die Chakren acht bis zweiundzwanzig sind die multidimensionalen Chakren. Davon bilden die Chakren acht bis fünfzehn die vierte Dimension, und die Chakren sechzehn bis zweiundzwanzig gehören zur fünften Dimension. Stone beschreibt außerdem, dass sich die höheren Chakren im Laufe der spirituellen Entwicklung schrittweise in die bekannten Chakren des Körpers hinein verankern können.
Die vierte Dimension mit Seele und Lichtkörper
Das achte Chakra gilt in dieser Lehre als Sitz der Seele, und es übernimmt für die vierte Dimension die Rolle, die in der dritten Dimension die Erde hat. Das neunte Chakra steht für den Lichtkörper und für Freude, das zehnte für das Gleichgewicht von männlicher und weiblicher Energie in uns. Das elfte Chakra bezeichnet Stone als Chakra der Energien der neuen Zeit, das zwölfte steht für das Christusbewusstsein und das dreizehnte für Manifestation und Heilung. Das vierzehnte Chakra hat mit dem göttlichen Plan zu tun, und das fünfzehnte steht für die Anbindung an die Monade, womit die übergeordnete geistige Ebene gemeint ist, aus der die Seele hervorgeht.
Besonders hilfreich finde ich den Gedanken, dass jedes dieser Chakren einem der Chakren der dritten Dimension entspricht. Das elfte Chakra gehört demnach zum Solarplexus und das zwölfte zum Herzchakra, und so setzt sich jedes vertraute Thema auf einer höheren Ebene fort. Stone beschreibt in diesem Zusammenhang, dass die bewusste Anbindung des Solarplexus an das elfte Chakra dabei unterstützen kann, gespeicherte seelische Verletzungen aus diesem und aus früheren Leben zu lösen. [3]
Die fünfte Dimension und das universelle Sein
Mit dem sechzehnten Chakra beginnt in diesem Modell die fünfte Dimension. Es wird als Aufstiegschakra bezeichnet und steht für den Übergang in ein universelles Bewusstsein. Das siebzehnte Chakra hat mit universellem Licht zu tun, das achtzehnte mit göttlicher Absicht, das neunzehnte mit universeller Energie und das zwanzigste mit dem reinen Sein. Das einundzwanzigste Chakra steht für die göttliche Struktur, und das zweiundzwanzigste heißt »Verbindung zur Quelle«.
Ein Detail hat mich beim Lesen berührt. Für den Solarplexus gibt es in der fünften Dimension keine Entsprechung mehr, weil er sich nach dieser Lehre auf dieser Ebene mit dem Herzen vereint hat. Ich verstehe das so, dass Wille und Gefühl auf einer höheren Bewusstseinsstufe nicht mehr gegeneinander arbeiten und dass das Herz die Führung übernimmt.
Warum verschiedene Quellen unterschiedliche Namen verwenden
Wenn du dich weiter mit den 22 Chakren beschäftigst, wirst du bald feststellen, dass andere Quellen andere Bezeichnungen verwenden. Manche beschreiben zum Beispiel ein höheres Herzchakra, einen Sonnenstern über dem Kopf und einen Erdstern unter den Füßen, und sie ordnen die Nummern ganz anders zu als Joshua David Stone. [4] Die Zahl 22 taucht in vielen dieser Systeme auf, während sich Namen, Reihenfolge und Farben voneinander unterscheiden.
Für deine eigene Praxis halte ich es deshalb für sinnvoll, dass du dich für ein Modell entscheidest und mit diesem arbeitest. Wenn du verschiedene Systeme gleichzeitig verwendest, entsteht leicht Verwirrung, und gerade hochsensible Menschen fühlen sich dann schnell unsicher, ob sie etwas falsch machen. Du machst nichts falsch, wenn deine Wahrnehmung nicht genau zu einer Tabelle passt, denn jedes Modell ist ein Versuch, mit Worten etwas zu beschreiben, das sich auf der feinstofflichen Ebene abspielt.
Was multidimensionale Chakren für hochsensible Menschen bedeuten

In meinem Modell zeigt sich Hochsensibilität auf fünf Ebenen, nämlich auf der physischen, der emotionalen, der mentalen, der energetischen und der spirituellen Ebene. Hochsensible Menschen nehmen auf allen diesen Ebenen fein wahr, und deshalb spüren sie Veränderungen in ihrem Energiesystem oft früher als andere. Das kann sich wie ein Geschenk anfühlen, und es kann dich auch erschöpfen, wenn du nicht weißt, was in dir geschieht.
Mir ist dabei ein Gedanke wichtig. Die multidimensionalen Chakren ersetzen die bekannten sieben Chakren nicht, und sie verlangen auch nicht, dass du sie alle gleichzeitig öffnest oder aktivierst. Je mehr sich dein Bewusstsein für die höheren Ebenen öffnet, desto wichtiger wird eine gute Erdung. Du musst dabei nichts beschleunigen, denn die multidimensionalen Chakren werden aktiv, sobald dein Bewusstsein dafür bereit ist.
Eine einfache Übung für den Einstieg
Setze dich bequem hin und stelle beide Füße auf den Boden. Richte deine Aufmerksamkeit zuerst auf den Bereich unter deinen Füßen, wo das Erdchakra liegt, und spüre, wie du auf der Erde stehst. Lenke deine Aufmerksamkeit dann langsam zu deinem Herzen und atme einige Male ruhig in diesen Raum hinein.
Richte deine Aufmerksamkeit anschließend für einige Atemzüge auf den Raum über deinem Kopf, in dem viele Lehren die höheren Chakren beschreiben, und nimm wahr, was du dort spürst. Kehre zum Abschluss mit deiner Aufmerksamkeit wieder zu deinen Füßen zurück, damit du gut geerdet in deinen Alltag gehst. Wenn du möchtest, notierst du danach deine Eindrücke, ohne sie gleich interpretieren zu wollen. Lass sie einfach als Erfahrung stehen.
Dein Energiesystem wächst mit deinem Bewusstsein
Die Chakren im Licht der neuen Zeit erinnern dich daran, dass du mehr bist als dein Körper und dein Alltag. Die bekannten sieben Chakren bleiben die Grundlage, auf der dein irdisches Leben stattfindet, und die multidimensionalen Chakren acht bis zweiundzwanzig erweitern diese Grundlage um die Ebenen deiner Seele und deines universellen Seins.
Du musst dafür nichts erzwingen und dich auch nicht besonders anstrengen. Es genügt, wenn du aufmerksam wahrnimmst, was sich in dir verändert, und wenn du dir erlaubst, Schritt für Schritt in dieses größere Bild hineinzuwachsen.
Quellen anzeigen
[1] Encyclopaedia Britannica: Chakra. Zur Quelle
[2] Avalon, Arthur (John Woodroffe) (1919): The Serpent Power. London: Luzac & Co.
[3] Stone, Joshua David: The Twenty-Two Chakras. Textfassung © 2004. Zur Quelle
[4] Sacred Soul Holistics: The Ultimate Guide to Understanding, Healing and Balancing the Chakras (all 22 Chakras). Zur Quelle
31.10.2026
Ingrid Auer
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Über die Autorin und spirituelle Botschafterin Ingrid Auer
Ich bin Ingrid Auer, spirituelle Trainerin für Menschen in Heilberufen, die mit ihren ganzheitlichen Methoden an ihre Grenzen stoßen. Ich trainiere sie mit Hilfe meiner spirituellen Werkzeuge und Methoden darin, tiefgreifender, effizienter und leichter mit ihren Patienten echte Ergebnisse zu erzielen.
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