Das Universum wurde aus Liebe erschaffen
Der am 14. April 1937 in Cambridgeshire/England geborene Bauernsohn Michael Joseph Roads entdeckte schon im frühen Alter, dass er die besondere Begabung hatte, sich jenseits von Raum und Zeit zu bewegen, zudem besaß er eine sehr enge Verbindung mit der Natur. Er lebte seit vielen Jahren in Australien und reiste mit seiner Frau Carolyn ständig rund um die Welt, um Vorträge und Seminare zu halten. Er starb am 28. April 2024 an der Sunshine Coast/Queensland/Australien. Wir sind uns wiederholt begegnet und haben unvergessliche Gespräche geführt.
„Es war fünf Uhr morgens an einem kühlen Tag in Tasmanien vor ungefähr vierzig Jahren. Auf meinem Weg, die Kühe in den Melkstall zu bringen, sprang ich auf ein Karussell, das ich für meine Kinder aus einem alten Wagenrad gebaut hatte. Und ich drehte mich und drehte mich. Da dachte ich, dass das genau mein Leben ist. Immer im Kreis, immer wieder dasselbe – nur dass es nicht so viel Spaß macht, wie auf einem Karussell. Warum melkte ich überhaupt Kühe? Angst trieb mich an, in diesem endlosen, monotonen Kreislauf zu bleiben – Tag für Tag etwas machen, was mir keine Freude bereitete. Dann explodierte wie aus dem Nichts die Frage in meinem Kopf: „Wer bin ich?“ Dieser Moment und diese Frage im Alter von 35 Jahren sollte mein Leben komplett ändern und es war der Beginn der unerschütterlichen Suche nach meinem Selbst.

In den darauffolgenden zehn Jahren verband ich mich in meinem Bewusstsein mehr und mehr mit dem Geist des Landes und lauschte dem leisen Flüstern der Natur. Am Anfang war diese neue Fähigkeit, mit der Natur zu kommunizieren ziemlich beängstigend für mich. Ich dachte, ich drehe völlig durch. Aber mit der Zeit und dem Erkennen, wie sehr es meinem spirituellen Wachstum diente, begann ich dem zu vertrauen, was mir gelehrt wurde. Zur gleichen Zeit entwickelte und verfeinerte ich eine Fähigkeit, die ich schon als Kind hatte: Die natürliche Fähigkeit im Lichtkörper jenseits von Zeit und Raum zu reisen. Ich lernte, die Trennwand zwischen Physischem und Greifbaren, zum Metaphysischen und Ungreifbaren zu durchschreiten. Neue Welten öffneten sich mir und über diese Erfahrungen zu schreiben wurde mein kreativer Ausdruck.
Trotz diesen ungewöhnlichen und ziemlich außergewöhnlichen Fähigkeiten waren diese Jahre die schwierigsten Jahre meines Lebens – ein endloser Kampf – sowohl finanziell, als auch physisch, mental und emotional. Ich hatte unermüdlich danach gestrebt, die Spitze des spirituellen Berges zu erreichen, aber das einzige, was ich geschafft hatte, war ein riesiges, klaffendes Loch der Verzweiflung zu graben. Ich litt unter schwächenden chronischen Schmerzen und Erschöpfung – und es war kein Ende in Sicht. Ich hatte auf meinem Pfad versagt und weigerte mich, mit der Illusion weiter zu machen. Der Tod war der einzige Ausweg.
In meiner dunkelsten Stunde – 1986 – gab ich völlig auf. Ich fühlte mich so völlig geschlagen, dass ich intuitiv begann, all das, was mir am Herzen lag, loszulassen. Meine Familie, Gott, meine Glaubenssätze, mein Wunsch nach Erleuchtung, und schließlich auch mich selbst, als Identität. Ich begab mich in diesen tiefen Prozess des Loslassens, sodass ich in das Tor des Todes treten konnte, was sich mir metaphysisch geöffnet hatte. Aber anstatt in den Tod trat ich in eine höhere Ebene des Lebens ein. Ich war überwältigt von gleißendem Licht, von Liebe verschlungen und von einem weit höheren Bewusstsein umhüllt. Ich wusste plötzlich, dass ich Licht und Liebe bin. Das bin ich. Das ist das Selbst. Während der nächsten zwanzig linearen Minuten hatte ich kein physisches Gewahrsein. Ich erlebte den ganzheitlichen Film, „Die Kontinuität des Selbst“ und wusste gleichzeitig um das ‚Was‘ und ‚Warum‘ der Menschheit, das Leben und seinen Sinn. Als ich zurück in die physische Realität kam, war die beschädigte Bandscheibe in meiner Wirbelsäule komplett geheilt und auch all meine anderen Schmerzen waren verschwunden und kamen nie wieder.
Alle Angst war von mir gewichen, alle Sorgen vorbei. Und ich habe sie seither nicht mehr erfahren. Michael, die Identität, starb. Mit dem Tod der Identität offenbart sich das Selbst. Meine Erfahrung der Selbstverwirklichung entwickelt sich exponentiell weiter. Ich erfahre nun bedingungslose Liebe und emotionale Vollständigkeit gepaart mit tiefen Erkenntnissen. In jüngerer Zeit erfuhr ich Wirklichkeit und Sinn von Struktur, und Struktur und Sinn der Wirklichkeit auf verschiedensten Dimensions- und Zeitebenen. Mit den Jahren wurden diese vielen Erfahrungen zur Plattform für meine Bücher und Seminare, die ich seit über zwanzig Jahren weltweit anbiete. Meine Tage der Landwirtschaft und des Bio-Gärtnerns sind schon lange vorbei. Ich bin im Herzen noch immer ein Gärtner und werde es auch immer sein, aber nun schüre ich stattdessen das Wachstum von Menschen… und helfe ihnen, ihr volles spirituelles Potential zu wecken. Das ist meine Leidenschaft, meine Bestimmung und meine Freude…
Wer sind wir? Was sind wir? Wir sind Raum. Wenn man den Raum aus den Atomen unserer Körper entfernte, würde die ganze Menschheit in ein Gefäß von der Größe eines Zuckerwürfels passen. Die Quantenphysik lehrt uns, dass jeder von uns zu 99,999% Raum (Leere) ist. Das gilt nicht nur für die Menschheit, sondern auch für die gesamte Natur und die Erde selbst – den gesamten Raum…
Seit sehr langer Zeit haben wir die Vorstellung und den Glauben erschaffen, die Liebe sei ein Gefühl. Liebe ist das Transportmittel der Emotionen. Liebe ist die Schöpferkraft des Lebens; Liebe ist die Kraft, die alles Leben erschafft. Gott ist Liebe. Doch wie wir alle wissen, ist Gott kein Gefühl. Das Universum wurde aus Liebe erschaffen, nicht aus einem Gefühl heraus. Wir sind Liebe. Die ganze Menschheit ist Liebe. Die gesamte Natur ist Liebe…“

Im Kapitel 12 des Buches „Leben und Sterben“ schreibt Michael Roads:
„Wenn du weißt, was das Leben eigentlich ist und es auf diese Weise lebst, dann wirst du feststellen, dass du genauso viel um den Tod weißt, selbst wenn du noch lebendig im Körper bist. Der Tod ist nicht das Ende. Tod ist ein Aspekt des Lebens. Wenn du deinen physischen Körper sterblichen Körper ablegst, wirst du wesentlich lebendiger sein, als du es lange Zeit erfahren hast…Ein Mensch, der sich selbst zu LIEBEN gelernt hat, wird einen ganz anderen Sterbeprozess erfahren als jene Menschen, die sich selbst nicht mögen. Wir sind die Schöpfer der Gesamtheit unserer Leben, nicht nur des physischen Teils…“
Michael Roads war ein Wanderer zwischen der raum-zeitlichen und der raum-zeitfreien Wirklichkeit, und das verbindende Element ist die Weisheit. Wir bleiben stets in diesen zwei Wirklichkeitsbereichen beheimatet, beide gilt es bei entsprechender Übung gleichzeitig zu erfahren.
„Wenn ein Mensch auf seinem spirituellen Weg das Stadium erreicht, in dem seine Gehirnhälften gleichmäßig zum Einsatz kommen und sein Herz sich ihm geöffnet hat, dann entsteht eine energetische Verbindung zwischen dem Herzen, dem Gehirn und der Zirbeldrüse. Dann ist die Weisheit aller Zeiten verfügbar. Würden wir lernen, unsere rechte Gehirnhälfte in gleichem Maße wie unsere linke im Alltag einzusetzen, würden wir uns zu Menschen mit ganzheitlichen Gehirnen entwickeln. Auf diese Weise sind wir in der Lage, Intelligenz mit dem Intellekt zu kombinieren. Ich lehre in meinen Intensivseminaren, wie man die Gehirnhälften ins Gleichgewicht bringen und die Zirbeldrüse anregen und entwickeln kann. Damit befinden wir uns auf dem Weg der Weisheit…“
23.10.2026
Roland R. Ropers
www.KARDIOSOPHIE-NETWORK.com
Über den Autor Roland R. Ropers
Roland R. Ropers geb. 1945, Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher,
Begründer der Etymosophie, Buchautor und Publizist, autorisierter Kontemplationslehrer, weltweite Seminar- und Vortragstätigkeit.
Es ist ein uraltes Geheimnis, dass die stille Einkehr in der Natur zum tiefgreifenden Heil-Sein führt.
>>> zum Autorenprofil
Buch Tipp:

Weg-Weiser zur kosmischen Ur-Quelle
von Roland R. Ropers und
Andrea Fessmann, Dorothea J. May, Dr. med. Christiane May-Ropers, Helga Simon-Wagenbach, Prof. Dr. phil. Irmela Neu
Die intellektuelle Kopflastigkeit, die über Jahrhunderte mit dem Begriff des französischen Philosophen René Descartes (1596 – 1650) „Cogito ergo sum“ („Ich denke, also bin ich“) verbunden war, erfordert für den Menschen der Zukunft eine neue Ausrichtung auf die Kraft und Weisheit des Herzens, die mit dem von Roland R. Ropers in die Welt gebrachten Wort „KARDIOSOPHIE“ verbunden ist. Bereits Antoine de Saint-Exupéry beglückte uns mit seiner Erkenntnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. Der Autor und seine Mitautorinnen beleuchten aus ihrem individuellen Erfahrungsreichtum die Vielfalt von Wissen und Weisheit aus dem Großraum des Herzens.



