Zen im Hier und Jetzt – Ruben Habito über Liebe, Ego und Mitgefühl. Warum dieses Gespräch heute wichtiger ist denn je
Dieses Interview mit Zen-Meister Ruben Habito zeigt, wie Zen im Hier und Jetzt erfahrbar wird und warum bedingungslose Liebe, Kontemplation und Mitgefühl nicht nur spirituelle Ideale, sondern gelebte Praxis sind. Im Gespräch mit Roland R. Ropers geht es um Ego, christliche Mystik, Buddha-Natur, soziale Verantwortung und die Frage, wie Menschen im gegenwärtigen Augenblick Zugang zu einer tieferen Wirklichkeit finden.
Zen im Hier und Jetzt bedeutet, im gegenwärtigen Augenblick ganz da zu sein und aus dieser Gegenwärtigkeit heraus klarer, freier und mitfühlender zu leben. Ruben Habito beschreibt diesen Weg als Praxis der Stille, der Überwindung egohafter Verstrickungen und der Rückkehr zu einer tieferen Wirklichkeit, die Christen als göttliche Liebe und Buddhisten als wahres Wesen erfahren können.
Ein Leben zwischen Zen, Christentum und gelebter Erfahrung

In einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung, innerer Ruhe und echter spiritueller Erfahrung suchen, gewinnt die Frage nach dem Hier und Jetzt eine neue Dringlichkeit. Dieses Gespräch mit Zen-Meister Ruben Habito führt weit über religiöse Begriffe hinaus. Es berührt das Wesentliche: Was trennt uns von unserer innersten Wahrheit? Wie finden wir zurück zu einer Liebe, die nicht fordert, sondern trägt? Und warum ist echte Spiritualität niemals Weltflucht, sondern gelebtes Mitgefühl?
Ruben L. F. Habito, geboren am 2. Oktober 1947 auf den Philippinen, kam 1970 als junger Jesuit nach Japan. Er lehrte Religionswissenschaft an der Sophia-Universität in Tokio und wurde Schüler des Zen-Meisters Yamada Koun Roshi in Kamakura. Später verließ er den Orden, ging in die USA und wurde Professor an der Southern Methodist University in Dallas. Dort leitet er heute ein bedeutendes Zen-Zentrum. Mit Roland R. Ropers verbindet ihn eine langjährige freundschaftliche Beziehung.
Im Folgenden eine redaktionell bearbeitete Fassung des Gesprächs.
Interview mit Ruben Habito
Roland R. Ropers: Alle religiösen Traditionen und heiligen Schriften betonen die Bedeutung der Liebe. Liebe kann nicht bloß zu bestimmten Zeiten auf bestimmte Objekte projiziert werden, sondern muss dauerhaft, hier und jetzt erlebt werden. Wie können wir bedingungslose und endlose Liebe im Jetzt erfahren? Welche täglichen Übungen brauchen wir, um Zugang zum Göttlichen Urgrund, zur Göttlichen Quelle in uns zu finden?
Ruben Habito: Jeder Mensch ist eingeladen, diese bedingungslose Liebe auf seine eigene, einzigartige Weise zu erfahren – als etwas, das uns allen gegeben ist, noch vor unserer biologischen Geburt, von anfangsloser Zeit her, und über unseren biologischen Tod hinaus. Diese Liebe ist keine Idee. Sie ist die Wirklichkeit, die uns zu dem macht, was wir sind.
Die Erfahrung dieser Liebe, dieser kosmischen Umarmung, die unser Sein bedingungslos bejaht, befähigt uns dazu, diese Liebe an andere weiterzugeben. So wird gegenseitige, bedingungslose Liebe möglich. Man muss sich nur vorstellen, wie unsere Menschheitsgemeinschaft aussehen könnte, wenn wir aus dieser Haltung miteinander leben würden. Viele Wunden und zerstörerische Tendenzen unserer globalen Gesellschaft könnten dadurch heilen.
Eine einfache und zugleich tiefe Praxis besteht darin, in Stille zu sitzen, den Atem wahrzunehmen und ganz im Hier und Jetzt anwesend zu sein. In den Tiefen des Schweigens können wir jene Stimme vernehmen, die im Kern unseres Wesens spricht. Diese Praxis kann unsere Lebensweise verwandeln.
Roland R. Ropers: Wie können wir die tragische Trennung von unserem höheren Selbst, vom Reich Gottes in uns überwinden? Was genau ist da das Hindernis?
Ruben Habito: Im Buddhismus spricht man von den drei Giften: Gier, Hass und Unwissenheit. Sie beflecken unsere ursprüngliche Buddha-Natur, die an sich rein, klar, leuchtend und durchsichtig ist. Die Wurzel dieser drei Gifte liegt in einem mentalen Konstrukt, das wir mit „Ich, mein, mich“ beschreiben können – dem egohaften Selbst, das sich in den Mittelpunkt des Universums stellt.
Dieses egohafte Selbst fühlt sich unsicher und sucht deshalb nach Bestätigung, Macht, Kontrolle und Besitz. Daraus entsteht Gier. Wenn es das Gewünschte nicht bekommt, reagiert es mit Verbitterung, Feindseligkeit oder Zorn. Daraus entsteht Hass. Und all dies entspringt einer grundlegenden Unwissenheit über unser wahres Wesen, das in Wirklichkeit offen, klar und mit allem verbunden ist.
Christlich ausgedrückt sind wir als Ebenbild Gottes geboren. Im Kern unseres Wesens empfangen wir grenzenlose und bedingungslose Liebe. Doch diese wahre Natur wird durch das egohafte Selbst verdeckt. Was Christen „Erbsünde“ nennen, ist oft missverständlich formuliert. Denn das wirklich Ursprüngliche, das wir empfangen haben, ist nicht die Trennung, sondern das Ebenbild Gottes selbst.
Wie also können wir dieses Hindernis überwinden? Die Einladung des Buddha lautet schlicht: „Kommt und seht.“ Kehrt zurück zu eurem wahren Selbst und schaut mit Klarheit. In stiller Meditation zu sitzen, in einer guten Haltung, achtsam zu atmen und den Geist zu beruhigen, ist ein sehr direkter Weg.
Auch Jesus spricht in diese Richtung, wenn er sagt: Das Reich Gottes ist mitten unter euch. Ich spreche dabei gern von „kindom“ statt „kingdom“, also von einer Wirklichkeit geistiger Verwandtschaft, in der wir durch Gottes Liebe miteinander verbunden sind. Wenn Jesus sagt: Wer Augen hat zu sehen, der sehe, und wer Ohren hat zu hören, der höre, dann ist das auch eine Einladung zur Kontemplation. In der christlichen Tradition ist die Kontemplation ein direkter Weg, um unsere Augen und Ohren für diese Gegenwart zu öffnen.
Roland R. Ropers: Auf welcher Erfahrungsstufe wird der riesige Kosmos mich akzeptieren und anerkennen, so wie ich bin? Woran erkennt man das authentische Gefühl des Einsseins mit der Schöpfung? Würdest Du das bitte aus christlicher wie aus buddhistischer Perspektive erläutern?
Ruben Habito: Das Ja des Kosmos ist bereits im Kern unseres Wesens verankert. Dabei fällt mir Paul Tillich ein und sein berühmter Gedanke: „Du bist angenommen.“ Es gibt eine Botschaft, die aus der Tiefe zu uns spricht – eine Botschaft der Gnade. Wir sind eingeladen, sie nicht zu erzeugen, sondern anzunehmen.
Unser Problem ist oft, dass wir nicht demütig genug sind, um zu akzeptieren, dass wir akzeptiert werden. Viele Menschen meinen, ihren Wert durch Leistung, Kontrolle oder moralische Selbstrechtfertigung beweisen zu müssen. Doch Stolz ist eine weitere Form des egohaften Selbst. Wenn wir lernen würden, uns in Demut so anzunehmen, wie wir sind – mit unseren Grenzen und Schwächen, aber auch mit unseren Gaben –, dann könnten wir dieses kosmische Ja vielleicht wirklich hören.
Als Jesus von Johannes im Jordan getauft wurde, hörte er die Stimme: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.“ Diese Botschaft gilt nicht nur ihm. Sie ergeht auch an jeden Menschen auf einzigartige Weise.
Und als der Buddha nach seiner Nacht der Meditation unter dem Bodhi-Baum die Augen öffnete, wird ihm der Satz zugeschrieben: „Unter den Himmeln und auf Erden bin ich allein der Heilige.“ Das ist kein Ruf des Ego, sondern die Stimme des wahren Selbst. Es ist die Heiligkeit des Seins selbst, an der wir alle Anteil haben.
Roland R. Ropers: Ist Zen Deiner Meinung nach eine Religion? Auf welcher Tiefenebene treffen sich Christentum und Buddhismus, wo jede Unterscheidung ihre Gültigkeit verliert?
Ruben Habito: Das Zen, das ich von meinem Lehrer Yamada Koun Roshi empfangen habe, ist für mich nicht primär eine Religion, sondern eine konkrete Praxis und Lebensweise. Es geht darum, die Dinge klar zu sehen und aus dieser Klarheit heraus voller Mitgefühl zu leben.
Zen ist ein Geschenk der buddhistischen Tradition. Ein Christ, der dieses Geschenk annimmt, muss seinen christlichen Glauben nicht aufgeben oder verwässern. Im Gegenteil: Es kann ihm helfen, die eigene Tradition tiefer zu verstehen und authentischer zu leben. Wenn wir in Stille sitzen, verlieren die Etiketten ihre Macht. Dann verstummen Worte. Christlich, buddhistisch, jüdisch, muslimisch, atheistisch oder marxistisch – all diese Bezeichnungen fallen ab. Was bleibt, ist die unmittelbare Wirklichkeit.
Roland R. Ropers: Bede Griffiths sagte einmal: „Jesus Christus ist einzigartig, aber nicht der einzige.“ Wie würdest Du Christus mit dem Buddha vergleichen? Es gibt meines Erachtens einen großen Unterschied zwischen dem historischen Jesus von Nazareth und dem historischen Gautama Siddhartha, die im Gipfelpunkt der Erleuchtung als Christus und Buddha aufeinander treffen.
Ruben Habito: Ja, diesen Unterschied gibt es. Wir sollten die Unterschiede zwischen Jesus und Gautama nicht verwischen. Ebenso wenig sollten wir die Unterschiede zwischen Christentum und Buddhismus bagatellisieren. Es sind unterschiedliche Wege, unterschiedliche Sprachen, unterschiedliche spirituelle Kulturen.
Jesus lebte, starb und stand auf. So öffnete er für alle Wesen den Weg, den Christus in uns wiederzugewinnen.
Gautama erwachte und zeigte uns den Weg, den Buddha in uns wiederzuentdecken.
Die Unterschiede sind real. Aber sie schließen eine tiefe geistige Berührung nicht aus.
Roland R. Ropers: Viele Christen leben in der Hoffnung und dem Glauben, nach dem Tod in Gottes Paradies einzugehen. Wie kann man solche Gottsucher von ihrer Illusion befreien? Kann die Zen-Praxis dazu beitragen, das Leben in seiner Fülle im jetzigen Augenblick zu erleben – ungeachtet der Polarität von Geburt und Tod?
Ruben Habito: Wer kann mit Sicherheit sagen, dass dies eine Illusion ist? Nur jemand, der gestorben und zurückgekehrt ist, könnte das endgültig beantworten. Problematisch wird es dort, wo Menschen ihr gegenwärtiges Leben versäumen, weil sie nur auf ein mögliches Jenseits fixiert sind oder meinen, Verdienste für später ansammeln zu müssen.
Das Tragische ist nicht Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Das Tragische ist, das Leben im jetzigen Moment zu verpassen. Denn gerade hier, mitten in diesem Augenblick, kann sich die Fülle des Lebens zeigen.
Auch Jesus lädt dazu ein, nicht auf jene zu hören, die sagen, Gottes Reich sei hier oder dort. Es ist mitten unter euch. Genau darin liegt die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks.
Roland R. Ropers: Ist das eigentliche Leben nicht doch frei von Gegensätzen? Meiner Meinung nach umfasst Leben die Dualität von Geburt und Tod, so wie Liebe die Kluft zwischen Schöpfung und Schöpfer umspannt.
Ruben Habito: Unser menschliches Leben ist von Gegensätzen durchzogen: gut und böse, richtig und falsch, Liebe und Hass, Leben und Tod. Doch authentisches Leben beginnt dort, wo wir diese Gegensätze durchschauen. Dann leben wir nicht mehr blind in ihnen, sondern mit einer Weisheit, die die Dinge so sieht, wie sie sind. Diese Weisheit mündet in grenzenloses Mitgefühl.
Ja, Liebe ist jene Kraft, die trennende Mauern überbrückt.
Roland R. Ropers: Schuld ist für viele Menschen in unserer Gesellschaft ein bedrückendes Problem. Wie kann man Böses löschen? Wie kann man den unbewussten Mülleimer loswerden? Müssen wir wie Jesus am Kreuz leiden? Wie lautet die Botschaft Jesu für uns Heutige?
Ruben Habito: Die Botschaft Jesu ist heute dieselbe wie zu allen Zeiten: „Kommt und folgt mir nach.“ Doch was bedeutet es wirklich, Jesus nachzufolgen? Das lässt sich nicht durch fromme Formeln beantworten, sondern nur durch einen Blick auf sein Leben und seine Konsequenzen.
Jesus hörte jene Stimme aus dem Himmel: „Du bist mein Geliebter, an dir habe ich Wohlgefallen.“ Auch wir sind eingeladen, diese Stimme im Innersten unseres Herzens zu hören und zu erkennen, dass wir bedingungslos geliebt sind. Wenn wir diese Stimme wirklich hören, können wir die Schuldgefühle, das geringe Selbstwertgefühl und den Selbsthass, unter denen so viele Menschen leiden, durchschauen. Gerade diese Unwissenheit über unser wahres Wesen bringt Gier, Hass und zerstörerisches Verhalten hervor.
Wenn die Augen und Ohren unseres Herzens für diese Botschaft erwachen, wird die Wurzel des Übels berührt. Vielleicht reicht schon ein einziges tiefes Erwachen, um den inneren Mechanismus von Selbstverachtung, Angst und Gewalt grundlegend zu erschüttern.
Weil Jesus diese bedingungslose Liebe erfahren hat, zeigte er uns den Weg, wie auch wir andere bedingungslos lieben können. Diese Liebe führte ihn bis an das Kreuz. Und das Kreuz ist nicht bloß ein vergangenes religiöses Symbol. Es ist heute sichtbar in den Wunden dieser Welt: in Ungerechtigkeit, Gewalt, Hunger, Flucht, Entwürdigung und Ausgrenzung.
Christus nachzufolgen heißt darum nicht, Leiden zu verherrlichen. Es heißt, sich in Solidarität mit den Verwundeten dieser Erde hineinzugeben in einen Dienst, der heilt. Sobald wir diese Einladung annehmen, kann sich das Leben als etwas immer Neues erschließen.
Roland R. Ropers: Wie sehen Sie die Rolle von erleuchteten Menschen in Bezug auf soziales Engagement?
Ruben Habito: Erleuchtet zu sein heißt, die Augen zu öffnen für ein grenzenloses Reich jenseits von Leben und Tod, jenseits von Zeit und Raum – für das, was wir in Wahrheit sind. Zugleich erkennen wir in dieser Erfahrung eine tiefe wechselseitige Verbundenheit mit allen Wesen.
Wenn diese Verbundenheit nicht bloß philosophisch verstanden, sondern wirklich erfahren wird, dann führt sie notwendig in ein tätiges Engagement. Dann geht es nicht mehr um ein spirituelles Ich-Projekt, sondern darum, an der Heilung der verwundeten Erde mitzuwirken. Denn die Schmerzen der anderen werden nicht länger als fremd erlebt. Man erkennt sie als die eigenen.
In der buddhistischen Tradition verkörpert Kuan Yin dieses Mitgefühl. Sie ist jene Gestalt mit den tausend Armen und Händen, die die Hilferufe der leidenden Wesen hört und das passende Mittel reicht, um Ursachen des Leidens zu lindern.
Es gibt ein Gedicht von Miyazawa Kenji, das sinngemäß sagt: Wo ein Kind krank ist, geh hin und tröste. Wo eine alte Frau eine schwere Last trägt, geh hin und hilf. Wo jemand im Sterben liegt, geh hin und sage: Fürchte dich nicht.
Ein Mensch, der das Reich jenseits von Leben und Tod erkannt hat, kann aus tiefstem Frieden heraus wahrhaftig sagen: Fürchte dich nicht.
Was dieses Interview spirituell so bedeutsam macht
Dieses Gespräch mit Ruben Habito ist weit mehr als ein Austausch zwischen Zen und Christentum. Es ist eine Erinnerung daran, dass echte Spiritualität nie bei Begriffen stehen bleibt. Sie führt in die Erfahrung, in die Stille, in die Demut und schließlich in das Mitgefühl.
Zen im Hier und Jetzt erscheint bei Ruben Habito nicht als Technik zur Selbstoptimierung, sondern als Weg zurück zum Wesentlichen. Wer wirklich gegenwärtig wird, begegnet nicht nur sich selbst, sondern auch der Wahrheit, dass kein Mensch getrennt lebt. Darin liegt auch die gesellschaftliche Kraft dieses Interviews: Spirituelles Erwachen und Verantwortung für die Welt gehören zusammen.
Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen unter innerer Zerrissenheit, Überforderung und Sinnverlust leiden, wirkt diese Botschaft wie eine stille, aber klare Gegenstimme. Nicht Härte heilt den Menschen, sondern Gegenwärtigkeit. Nicht Ego-Stärkung erlöst, sondern das Erkennen einer Liebe, die schon vor aller Leistung da ist.
Fazit
Ruben Habito führt vor Augen, dass bedingungslose Liebe, Zen-Praxis und christliche Kontemplation keine gegensätzlichen Räume sein müssen. Im Zentrum steht eine Erfahrung, die tiefer reicht als religiöse Etiketten: die Erkenntnis, dass der Mensch im Innersten getragen, angenommen und zu Mitgefühl befähigt ist.
Wer das Hier und Jetzt nicht nur denkt, sondern wirklich betritt, entdeckt darin keinen leeren Augenblick, sondern eine lebendige Gegenwart. Vielleicht beginnt genau dort jene Wandlung, nach der viele suchen: weg vom Ego, hin zur Verbundenheit. Weg von der Angst, hin zu einer Liebe, die nicht trennt, sondern heilt.
24.04.2026
Roland R. Ropers
Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher, Buchautor und Publizist
Über Roland R. Ropers
Roland R. Ropers – Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher und Autor

Roland R. Ropers ist ein deutscher Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher und Begründer der Etymosophie. Seit vielen Jahrzehnten beschäftigt er sich mit grundlegenden Fragen von Spiritualität, Bewusstsein, Religion und der inneren Entwicklung des Menschen.
Im Zentrum seiner Arbeit steht die Verbindung von spiritueller Erfahrung, philosophischer Reflexion und der Erforschung der ursprünglichen Bedeutung von Sprache. Mit der von ihm entwickelten Etymosophie untersucht Roland Ropers die tieferen Sinnschichten von Worten und Begriffen und erschließt deren spirituelle Dimension.
Als autorisierter Kontemplationslehrer begleitet er Menschen auf dem Weg zu innerer Stille, Selbsterkenntnis und spiritueller Orientierung. In seinen Büchern, Vorträgen und Seminaren verbindet er mystische Traditionen, philosophische Einsichten und aktuelle Fragen des menschlichen Bewusstseins.
Roland Ropers ist international als Referent tätig und veröffentlicht regelmäßig Beiträge über Spiritualität, Bewusstsein, Mystik und die spirituelle Dimension menschlicher Erfahrung.
Ein zentrales Motiv seines Denkens ist die Rückkehr zur Stille und zur unmittelbaren Erfahrung des Seins.
Sein Leitsatz lautet:
„Es ist ein uraltes Geheimnis, dass die stille Einkehr in der Natur zum tiefgreifenden Heil-Sein führt.“
Themenschwerpunkte:
- Mystik und christliche Spiritualität
- Vergleichende Religionsphilosophie
- Interreligiöser Dialog und Weisheitstraditionen
- Spirituelle Sprachforschung und Etymosophie
- Bewusstsein, Kontemplation und innere Erfahrung
Autor auf Spirit Online seit: 2019
Gastautor / Autor für spirituelle Essays und philosophische Beiträge
Buch Tipp:

Weg-Weiser zur kosmischen Ur-Quelle
von Roland R. Ropers und
Andrea Fessmann, Dorothea J. May, Dr. med. Christiane May-Ropers, Helga Simon-Wagenbach, Prof. Dr. phil. Irmela Neu
Die intellektuelle Kopflastigkeit, die über Jahrhunderte mit dem Begriff des französischen Philosophen René Descartes (1596 – 1650) „Cogito ergo sum“ („Ich denke, also bin ich“) verbunden war, erfordert für den Menschen der Zukunft eine neue Ausrichtung auf die Kraft und Weisheit des Herzens, die mit dem von Roland R. Ropers in die Welt gebrachten Wortes „KARDIOSOPHIE“ verbunden ist. Bereits Antoine de Saint-Exupéry beglückte uns mit seiner Erkenntnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. Der Autor und die sechs Co-Autorinnen beleuchten aus ihrem individuellen Erfahrungsreichtum die Vielfalt von Wissen und Weisheit aus dem Großraum des Herzens.


