Mudras Bedeutung im Yoga und in der Meditation

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Mudras Bedeutung im Yoga und in der Meditation

Mudras sind Gesten für die Stimulation der Selbstheilungskräfte. Sie können uns helfen, unseren Körper und unsere Psyche in Einklang zu bringen und uns selbst zu heilen.
Mudras sind einfach auszuführen und erfordern keine besonderen Vorkenntnisse. Jeder kann sie lernen und anwenden.

Mudras werden in der Regel mit den Händen ausgeführt, aber es gibt auch Mudras, die mit dem ganzen Körper ausgeführt werden. Die meisten Mudras werden im Sitzen oder Stehen ausgeführt, aber es gibt auch einige, die im Liegen oder sogar im Gehen ausgeführt werden können.

Mudras können überall und zu jeder Zeit angewendet werden. Sie sind ideal für die Anwendung in Stresssituationen oder bei Schmerzen. Das Anjali Mudra ist eine der bekanntesten Handgesten und wird oft in Verbindung mit dem traditionellen Namaste oder Wai gezeigt. Es ist eine Geste des Respekts und der Anerkennung und wird auch als “Geste der Ehrfurcht” bezeichnet. Das Anjali Mudra kann sowohl mit den Händen vor dem Herzen gezeigt werden, als auch mit den Händen über dem Kopf.

Mudras sind auch eine ideale Ergänzung zu anderen Heilmethoden wie Yoga, Meditation oder Massage.

1. Was sind Mudras?

Mudras sind spezielle Handgesten, die in der Yoga-Praxis verwendet werden. Sie dienen dazu, die Energie im Körper zu lenken und die verschiedenen Aspekte des Selbst zu harmonisieren. Mudras können auch helfen, bestimmte körperliche oder seelische Gesundheitsprobleme zu lindern. Viele Mudras sind relativ einfach auszuführen und können auch während des Alltags angewendet werden.

2. Wie wirken sie auf unseren Körper?

Mudras sind körperliche Gesten, die wir entweder bewusst oder unbewusst machen. Sie können unsere Haltung, unseren Atem und unsere Mentalität beeinflussen. Wenn wir eine bestimmte Mudra machen, können wir unseren Körper und unseren Geist in eine bestimmte Richtung lenken.

Mudras können helfen, unseren Körper entspannter oder kraftvoller zu machen, unseren Atem fließender oder tiefer zu machen und unsere Mentalität positiver oder ruhiger zu gestalten. Sie können auch dazu beitragen, bestimmte Krankheiten zu heilen oder zu lindern.

Einige Mudras sind sehr einfach, andere etwas komplexer. Aber alle Mudras haben die gleiche Wirkung: Sie helfen uns, unseren Körper, unseren Atem und unsere Mentalität in eine bestimmte Richtung zu lenken.

3. Die 9 bekanntesten und wirkungsvollsten Mudras

1. Gyan Mudra
Dieses Mudra wird auch als das Wissens-Mudra bezeichnet und es hilft uns, unseren Geist zu konzentrieren und zu beruhigen. Um dieses Mudra zu machen, legen Sie Ihren Zeigefinger und Daumen zusammen und lassen die anderen Finger locker herunterhängen. Atme tief ein und aus und spüre, wie sich dein Körper entspannt. Bleibe für 5 bis 10 Minuten in dieser Position.

2. Prana Mudra
Das Prana-Mudra ist eines der vielseitigsten Mudras, da es sowohl bei physischen als auch mentalen Beschwerden helfen kann. Es hilft uns, mehr Energie zu haben und unsere Körperzellen wiederzubeleben. Dieses Mudra wird gemacht, indem man den Ringfinger und den kleinen Finger an die Ballen des Daumens drückt, während die anderen Finger locker herunterhängen lässt. Verweile für 5 bis 10 Minuten in dieser Position.

3. Apanasana Mudra
Das Apanasana-Mudra ist ein sehr unterstützendes Mudra bei der Entgiftung des Körpers, besonders bei Verdauungsproblemen oder Blähungen. Dazu musst du nur deine Hände flach auf den Oberschenkeln ablegen und die Handflächen nach oben zeigen. Schließe deine Augen, atme tief durch die Nase ein und entspanne dich. Führe dies für 3 bis 5 Minuten durch.

4. Surya Ravi Namaskar / Sun Salutation Prayer Pose
Das Surya Ravi Namaskar ist eine beliebte Yogapose, aber es ist auch ein sehr mächtiges Mudra mit vielen gesundheitlichen Vorteilen. Die Sonne steht für Leben, Vitalität, Gesundheit und Wohlbefinden.

5. Das Gebetshändchen-Mudra
Das Gebetshändchen-Mudra ist das bekannteste aller Mudras und wird oft in Verbindung mit dem Gebet oder der Meditation verwendet. Die Hände werden vor der Brust zusammengelegt, die Daumen berühren sich und die Handflächen weisen nach oben. Dieses Mudra stärkt die Konzentration und hilft, den Geist zu beruhigen.

6. Das Tanzen-Mudra
Das Tanzen-Mudra ist ein aktives Mudra, das die Lebensfreude fördert und den Geist belebt. Die Arme werden über den Kopf gehalten und die Handflächen berühren sich an den Fingerspitzen. Diese Haltung löst Blockaden und bringt neue Energie in den Körper.

7. Das Victory-Mudra
Das Victory-Mudra ist eines der befreiendsten Mudras, da es uns hilft, uns von negativen Gedanken und Emotionen zu befreien. Die Arme werden seitlich ausgestreckt und die Handflächen berühren sich an den Fingerspitzen. Durch diese Haltung wird unser Energiefluss angeregt und wir können uns leichter von belastenden Gedanken befreien.

8. Das Lotus-Mudra
Das Lotus-Mudra ist eine sehr entspannende Haltung, die uns hilft, unsere Gedanken zu sammeln und zur Ruhe zu kommen. Die Hände liegen auf den Knien oder Oberschenkeln, die Handflächen nach oben gerichtet. Durch diese Haltung können wir uns vollkommen entspannen und unsere Gedanken können zur Ruhe kommen.

9. Das Wasserlassen-Mudra
Das Wasserlassen-Mudra ist ein sehr kraftvolles Mudra, das uns hilft, unsere negativen Energien loszulassen. Die Hände werden vor dem Bauch zusammengelegt und die Daumen berühren sich an den Fingerspitzen. Durch dieses Mudra können wir uns von negativen Gedanken, Emotionen und Energien befreien und uns vollkommen entspannen.

4. Anleitung zur Ausführung

Mudras sind kraftvolle Gesten, die helfen können, unsere Energie zu regulieren und uns mit unserer Umgebung zu verbinden. Sie können sehr hilfreich sein, wenn wir uns gestresst fühlen oder unsere Konzentration verbessern möchten. In diesem Artikel erfährst du, wie du drei der beliebtesten Mudras ausführen kannst.

1. Gyan Mudra: Dieses Mudra hilft uns, unsere Konzentration zu verbessern und unser Wissen zu erweitern. Es wird empfohlen, es regelmäßig zu üben, wenn man sich auf eine Prüfung oder ein Vorstellungsgespräch vorbereitet. So geht’s: Setze dich bequem hin und entspanne deinen Körper. Berühre dann die Spitze deines Zeigefingers mit der Spitze des Daumens und lasse alle anderen Finger locker herunterhängen. Bleibe in dieser Position für 5 bis 10 Minuten.

2. Prana Mudra: Dieses Mudra hilft uns, unsere Energie zu stärken und aufzuladen. Es ist besonders nützlich, wenn wir müde oder erschöpft sind. So geht’s: Setze dich bequem hin und entspanne deinen Körper. Berühre dann die Innenseite deiner Handfläche direkt unter den Fingernägeln mit der Spitze deines Daumens. Lasse alle anderen Finger locker herunterhängen und bleibe in dieser Position für 5 bis 10 Minuten.

3. Apana Mudra: Dieses Mudra hilft uns, unseren Körper von Giftstoffen zu befreien und unseren Stoffwechsel anzuregen. Es ist besonders nützlich bei Verstopfung oder anderen Verdauungsproblemen. So geht’s: Setze dich bequem hin und entspanne deinen Körper. Berühre dann die Spitze deines Zeigefingers mit der Spitze des Daumens und leg den Mittelfinger auf den Ringfinger. Lass die anderen Finger locker herunterhängen und bleibe in dieser Position für 5 bis 10 Minuten.

5. Geschichte 

Mudras sind eine wichtige Komponente der indischen Klassischen Tanz-und Theatertradition. Sie werden sowohl in Hindustani- als auch in Carnatischer Musik verwendet. Die Mudras sind Gesten, die mit den Händen oder den Fingern gemacht werden und haben unterschiedliche Bedeutungen. In der Bharatanatyam-Tradition gibt es 32 Mudras, die in fünf Kategorien unterteilt sind: Asamyukta Hasta (einhändige Mudras), Samyukta Hasta (zweihändige Mudras), Kimpurusha Hasta (dämonische Gesten), Nartaka Hasta (Tänzergesten) und Bheda Hasta (Zweckmudras).

Die Geschichte der Mudras ist eng mit der Geschichte des Bharatanatyam verbunden. Während des Goldenen Zeitalters der Tamil-Kultur zwischen dem 2. und 13. Jahrhundert n. Chr. gab es eine Tradition des Tempeltanzes, bei dem die Tänzerinnen vor dem Gott tanzten und ihm mit den Mudras Gesten machten, um ihm zu huldigen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich diese Gesten zu einer komplexen Sprache, mit der die Tänzerinnen Geschichten erzählten und Gefühle ausdrückten.

Bharatanatyam ist eine moderne Form des indischen Tanzes, die im 19. Jahrhundert in Südindien entstand. Zu dieser Zeit begannen die Tänzerinnen, ihre Choreographien auf den Klassikern der Sanskrit-Literatur zu basieren, anstatt auf traditionellen Tempeltänzen. So entwickelten sie eine neue Sprache der Mudras, um die Gedichte und Texte dieser Literatur zu erzählen. Heute werden Mudras sowohl in klassischer als auch in zeitgenössischer indischen Tanzmusik verwendet und sind ein wesentlicher Bestandteil der indischen Tanzkultur.

Die Mudras sind ein wesentlicher Bestandteil der Yoga-Tradition und haben eine lange Geschichte.

Sie wurden bereits in den alten Schriften des Yoga beschrieben und sind seitdem ein integraler Bestandteil der Praxis. Mudras sind spezielle Handgesten, die bestimmte Energiezustände hervorrufen sollen. Sie können sowohl bei der Meditation als auch im Alltag angewendet werden und sollen dabei helfen, den Geist zu beruhigen und die Körperenergie auszubalancieren.

Es gibt viele verschiedene Mudras, die alle unterschiedliche Wirkungen haben sollen. Einige der bekanntesten Mudras sind das Gyan Mudra, das Añjali Mudrā und das Shuni Mudrā. Das Gyan Mudra ist das mudra der Weisheit und soll helfen, den Geist zu klären und zu fokussieren. Das Añjali Mudrā ist das mudra des Respekts oder der Dankbarkeit und wird oft mit dem Namaste-Gruß verbunden. Es symbolisiert die Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele. Das Shuni Mudrā ist das mudra des Ausgleichs oder der Ruhe; es hilft uns, unsere Energien zu balancieren und uns selbst besser kennenzulernen.

6. Mudras und Meditation

Mudras sind eine Methode, um unseren Geist zu beruhigen und zu konzentrieren. Sie können uns dabei helfen, unsere Energie zu lenken und unsere Körperhaltung zu verbessern. Wenn wir regelmäßig meditieren, können Mudras unsere Praxis bereichern und vertiefen.

Mudras sind energiegeladene Gesten, die mit den Händen ausgeführt werden. Jede Geste hat eine bestimmte Bedeutung und Wirkung. Die Hände sind unser wichtigstes Werkzeug, um Energie zu lenken und zu transformieren. Mit Hilfe von Mudras können wir blockierte Energie lösen, unsere Energie ausbalancieren und neue Energien in unserem Körper anregen.

Mudras können allein oder in Kombination mit anderen Techniken, wie Atemübungen oder Meditation, angewendet werden. Sie sind eine leistungsstarke Methode, um uns selbst zu heilen und unser Wohlbefinden zu steigern. Probieren Sie es aus und finden Sie die Mudras, die für Sie am besten funktionieren!

7. Mudras und Yoga

Mudras sind ein wesentlicher Bestandteil des Yoga. Sie sind Handgesten, die bestimmte Energien in unserem Körper anregen und aktivieren können. Mudras haben eine lange Tradition in der Yogalehre und wurden bereits vor Tausenden von Jahren von den Weisen des Ostens entwickelt.

Die Wirkung der Mudras beruht auf der Annahme, dass unser Körper aus feinstofflichen Energiezentren, den sogenannten Chakras, besteht. Durch die Stimulation dieser Chakras mit Hilfe der Mudras soll es möglich sein, unsere Gesundheit zu verbessern und Blockaden im Energiefluss zu lösen.

Mudras können sowohl beim meditativen Sitzen als auch in alltäglichen Situationen angewendet werden. Sie sind einfach durchzuführen und erfordern keine besonderen Vorkenntnisse oder Fähigkeiten. Jeder Mensch kann die positive Wirkung der Mudras für sich selbst erfahren!

02.07.2022
Heike Schonert
HP für Psychotherapie und Dipl.-Ök.

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Heike SchonertPortrait Heike Schonert

Heike Schonert, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Diplom- Ökonom. Als Autorin, Journalistin und Gestalterin dieses Magazins gibt sie ihr ganzes Herz und Wissen in diese Aufgabe.
Der große Erfolg des Magazins ist unermüdlicher Antrieb, dazu beizutragen, dieser Erde und all seinen Lebewesen ein lebens- und liebenswertes Umfeld zu bieten, das der Gemeinschaft und der Verbindung aller Lebewesen dient.

Ihr Motto ist: „Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, uns als Ganzheit begreifen und von dem Wunsch erfüllt sind, uns zu heilen und uns zu lieben, wie wir sind, werden wir diese Liebe an andere Menschen weiter geben und mit ihr wachsen.“

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