ADVENIO oder Der Weg zu sich Selbst

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Kamele-Wueste-Abend-camelsADVENIO – Was hat der Advent mit dem sinn des Lebens zu tun?

Der Weg zu sich selbst ist ganz sicher der Weg des Lebens oder nehmen wir es ebenso einfach bei den Kamelohren: Der Weg zu einem Selbst, dies ist der wahre Sinn des Lebens. Eigentlich ganz klar und einfach – aber für viele, ach, Hand auf’s Herz, für die meisten von uns ist es ein schier endlos erscheinender, langer Kamelritt, bei dem wir so manche Durststrecke zu überwinden und so manche Gefahr und etliche Hindernisse zu überstehen haben. Oder etwa nicht? Nicht selten kommen wir dabei auch noch vom Wege ab. Und nun hören wir an jeder Straßenecke und in jedem Werbe-Spot in den Medien:

Wir haben Advent und daher sollten wir uns schnell noch für uns und oder unsere Lieben dies und jenes besorgen. Denn Weihnachten kommt ja dieses Jahr wie immer ganz besonders plötzlich.

Das ist also Advent? Ich verstehe. Und wer bin dann ich? Die alten „Master of Copy- Paste“, die Römer, haben mich vor langer langer Zeit von den Griechen entführt und für sich passend gemacht. Wir sagen ja noch heute: Was nicht passt, wird passend gemacht. So wurde aus mir, dem Wort für „Erscheinung“ alsbald die „Ankunft“ eines, heute würde man sagen „Promis“ oder Ankunft eines „Hohen Tieres“. In dieser Zeit legte man auch die vielfach heute noch gültigen christlichen Feiertage fest. Und auch hier war man wenig innovativ, sondern eher strategisch und kopierte geschickt bereits seit gefühlten Ewigkeiten bestehende „heidnische“ Festtage und wandelte sie um zu christlichen Feiertagen wie zum Beispiel unser heutiges Weihnachten.

Geschickt übernahm man so in diesem Fall die wirklich ursprüngliche Vorfreude auf dieses Datum -begründet durch die Tatsache, dass ab jetzt die Tage endlich wieder länger wurden. So genau nahm man es übrigens damals nicht mit den Daten und feierte „zur Sicherheit“ gleich tagelang.

Unter uns: Das ist natürlich bei jeder neuen Einführung ein sehr probates Mittel, wenn (neuhoch-PR-deutsch) man seine „Zielgruppe“ da abholt, wo sie ist und eben, wie hier geschehen, bestehende Festtage wie den des heidnischen Sonnen-Geburtstags nicht abschafft, um neue Feiertage einzuführen, sondern für seine eigenen Zwecke quasi benutzt.
Und es ist kein Geheimnis: Ein großes Lichterfest war die Zeit rund um unser heutiges Weihnachten bereits schon lange vor der Einführung des Julianischen Kalenders; damals eben primär zur Ehre der Sonne – sprich des Sonnengottes.

So ist unser heutiges christliches Weihnachten eigentlich ein sehr wichtiges, naturverbundenes heidnisches Fest. Und davor, vor dem Tag der Erscheinung des göttlichen Herrn, wurde damals ganz selbstverständlich gefastet. Vielleicht entspricht das damalige Fasten dem heutigen Hasten, genauer gesagt dem Geschenke Hinterherhasten (– und anschließend wieder Umtauschen).

Eigentlich haben wir gerade dieses Weihnachten und zur diesjährigen Adventszeit einen echten Grund zum Feiern. Denn erst vor fast genau 100 Jahren wurde dieser Brauch des Fastens vor der Weihnachtszeit abgeschafft. Aber war das so gut und clever für uns? Für den Kommerz allemal, logisch. Und ganz ausgezeichnet kann man so zum Ende des Jahres natürlich viel besser „den Tauschgeschäften des schnöden Mammons frönen“.
Viel besser als wenn wir uns in Verzicht üben würden.

Aber gerade mit Verzicht käme ganz sicher auch viel eher das Besinnen. Der Autor ist sich sicher: fast zwangsläufig kämen wir dann heute in eine weit besinnlicherer Stimmung, wenn wir mal auf etwas verzichten würden, was sonst zu unserem gewohnten Usus gehört, oder etwa nicht? Das wäre dann mal eine tatsächlich effektive „Kalendererinnerung“ à la:

„Hey Du! Ja, Du! Nimm Dir mal Zeit für Dich selber! Damit Du da ankommst,
wo Du hin willst und oder hin sollst!“

Denn, so möchte ich an dieser Stelle meinen Gedankengang abschließen, ist es nicht im Grunde das Ankommen, sprich das Auf-dem-Weg-sein beim Ankommen, welches wir begehen sollten in dieser Zeit (und am besten immer und täglich) ? Denn und dies ist spätestens seit heute kein Geheimnis mehr:

Das Göttliche ist in uns selber
–    in einem jeden von uns-
und dies sollen wir ganz genau -wenn nicht tagtäglich,
dann zu dieser ganz bestimmten Zeit des „auf dem Weg seins“ in Richtung „angekommen sein“-
erkennen.

Und wie heiße ich nun? Also ADVENT -wie heute mehrheitlich gehandhabt- bin ich nicht. Das ist schon mal klar. Denn ich bin kein „Promi“ und kein „hoher Herr“. Ich bin alle. Ich bin auf dem Weg oder kurz: der Weg! Ich taufe mich dann ganz einfach um, wenn Advent nur noch bedeutet: „Klick, die Zeit läuft für das Ergattern von Kommerzgütern“, denn dann will ich nicht mehr so heißen und nicht mehr „Advent“ genannt werden.

Ich heiße von nun an und trage den Namen dessen, der ich bin, denn ich komme ja, ich komme zu mir, ich bin ADVENIO. Und damit sage ich auch: Ich bin als aufgeklärtes spirituell denkendes Wesen nicht stur und statisch, sondern stets in Bewegung und eben noch immer nicht angekommen. Damit ist auch endlich klar, was es heißt, wenn man sagt: „Der Weg ist das Ziel“ und “die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“.
Fühlen Sie einmal hinein in ganz genau diese Worte: „Der Weg ist das Ziel“ und “die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“! Spüren Sie die Bewegung in sich, jetzt!

„ADVENIO“ sagt ja, ich komme an, nicht: ich bin angekommen (was „adveni“ hieße). Nein. So weit sind wir alle noch nicht, NIEMAND. Aber wir sind auf einem guten Weg. Jetzt!

Ich wünsche Dir und Ihnen eine wunderschöne Zeit der Erneuerung und des auf dem Weg zu sich seins, und ein fröhliches, gutes, sicheres Hinüber- und Ankommen in ein rundum heilsames 2018

Dein/Ihr ADVENIO

P.S. – Verzicht ist omnikompatibel:
Verzicht ist für alle, wirkt bei jedem die Sinne bereichernd, jeder kann Verzicht üben in etwas. Wie gesagt: „Verzicht üben“, sozusagen trainieren, nicht: Profi sein in – wobei, selbst Profis müssen trainieren, auch und gerade in der Disziplin „Psyche -und Seelenheil“.
DENN: die Seele hat keinen Kippschalter und Seelenarbeit, so würden unsere Nachbarn anglophiler Zunge ganz sicher sagen, ist nun mal ein „work in progress, isn’t it”?!
i.A.
NORBERT STOLZE
19.12.2017


Norbert Stolze© by Norbert Stolze, Leib & Seele Coach, Heilpraktiker für Psychotherapie & M.A. Pädagogik, Englisch, Deutsch, Psychotherapie, Hypnosetherapie, Reiki- und Chakratherapie I PR & Fachartikel mit und für Leib & Seele I Mitglied im Verband Unabhängiger Heilpraktiker  I
Rosenheimer Str. 32 I 10781 Berlin I Mobil: 0171-53 59 54 8
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E-mail: stolzenorbert@gmail.com  http://norbertstolze.jimdo.com/
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(c) Norbert Stolze
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