Über viele Hunderte und Tausende der Jahre zerbrach sich der Mensch den Kopf über den Sinn des Lebens. Theologen, Philosophen fanden die unterschiedlichsten Antworten bis hin zu der Antwort der neuzeitlichen Skeptiker, dass es keinen Sinn gäbe.
Die drohende Auslöschung der Menschheit durch einen globalen Krieg, das mögliche Ende des Fortschritts, die zunehmend sichtbar werdende Zerstörung der Umwelt, die warnende Prophezeiung vom Ende des Wachstums und der Wegfall der Wertesysteme (wie im Holocaust) in der westlichen Hemisphäre haben im Verlauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem gesellschaftlichen Phänomen geführt, das häufig als allgemeine Sinnkrise bezeichnet wurde. In ihrem Gefolge gewannen skeptische Positionen stark an Einfluss und Bedeutung, dass Sinn Fragen eben sinnlos seien. Ohne Zweifel ist die Bequemlichkeit des Skeptizismus wenig erhellend und hilfreich. Eigentlich nur nützlich für jene die etwas nicht hinterfragt haben wollen um „ihren Status quo“ aufrecht erhalten zu können. Die Sinn Frage rückt heute mehr denn je in eine neue Dimension menschlicher Suche vor verbunden mit einer existenziellen Herausforderung.
Warum Spiritualität heute ohne Religion wächst – und was das wirklich für unsere Gesellschaft bedeutet
Immer mehr Menschen wenden sich von Religion ab – aber nicht vom Sinn. Spiritualität wächst weiter, nur in veränderter Form: individueller, erfahrungsbasierter und weniger an Institutionen gebunden. Diese Entwicklung verändert nicht nur persönliche Lebenswege, sondern auch Gesellschaft, Politik und Arbeitswelt. […]

